Lautsprecherempfindlichkeit und Lautstärke

Die Grundbegriffe der HiFi-Technik

Moderator: Moderatorenteam

Antworten
Benutzeravatar
Erzkanzler
ruht sich aus
Beiträge: 9846
Registriert: Do 14. Okt 2004, 15:40
Wohnort: Düsseldorf

Lautsprecherempfindlichkeit und Lautstärke

Beitrag von Erzkanzler »

Moin,

vielleicht interessiert es ja den einen oder anderen.

Bild

wobei:

- 40dB Wohnungsgrunglautstärke bei geschlossenen Fenstern
- 60dB normale Unterhaltung von 2 Personen
- 70dB lautes Rufen
- 80dB Straßenverkehr
- 110 dB Schalldruck für hohe Lautstärke (Diskothek)
- 115 dB Schalldruck Idioten-Diskothek
- 125 dB sofortige nachhaltige Schädigung des Gehörs

DIN 15 905 Teil 5: im 2-stündigen Mittel dürfen 99 dB nicht überschritten werden → Körperverletzung.

10dB Lautstärkedifferenz entspricht einer Verdoppelung der Lautstärke.

Grüße
Martin
If music be the food of love, play on. (William Shakespeare)
Mas Teringo
nicht mehr Neu
nicht mehr Neu
Beiträge: 781
Registriert: Fr 3. Dez 2004, 10:04

Beitrag von Mas Teringo »

Sehr schön, bleibt nur noch anzufügen, dass +6dB als Lautstärkeverdopplung empfunden werden.
There stands one yes the hairs to mountains.
Benutzeravatar
Michael B
Alter Hase
Alter Hase
Beiträge: 1103
Registriert: Do 10. Aug 2006, 14:48
Wohnort: Hamm
Kontaktdaten:

Beitrag von Michael B »

Sehr schön, bleibt nur noch anzufügen, dass +6dB als Lautstärkeverdopplung empfunden werden.
_____________________________________________________________

trotzdem schön.

Danke


Gruss

M;chele
Männer! dachte sie. Geliebte, lächerliche, einen zur Weißglut bringende Wesen. <<Eric Malpass>>

"Gewerblicher Teilnehmer"
Benutzeravatar
dunglass
Stammgast
Stammgast
Beiträge: 328
Registriert: Fr 11. Nov 2005, 22:33
Wohnort: Bärlin

Beitrag von dunglass »

Moin Martin,

sehr sinnvolle Tabelle!

Damit fällt die Entscheidung pro oder contra bestimmte Lautsprecher schneller und einfacher, wenn man mal eben so seine paar Triodenwättchen gegenspielen kann.

Danke!

Gruß aus Bärlin

Stefan
Ich sage JA zu deutschen Röhrenverstärkern.
_________________
Saarmichel
gelöscht
Beiträge: 893
Registriert: Di 18. Apr 2006, 12:09

Beitrag von Saarmichel »

Sag ich doch......

Saarmichel hat geschrieben:
Und 35 Watt sind mehr als ausreichend wenn der Lautsprecher das aller wichtigste Glied in der Wiedergabekette überhaupt einen vernünftigen Wirkungsgrad hat.Eine Lautstärkeverdopplung (10db) erfordert lt. dieser Tabelle die 10-fache Leistung.

[IMG:76:165]http://img72.imageshack.us/img72/5051/z ... rj8.th.jpg[/img]

Beispiel: Meine Vollbereichhörner haben 107-110db/ 1W Wirkungsgrad.

001Watt = 107db
010Watt = 117db
020Watt = 120db
035Watt = ca. 122db

Mehr als 20Watt leistet meine 845er SE nicht. 35Watt oder 15Watt mehr würden aber auch keinen hörbaren Vorteil bringen.Das ist nämlich gerade mal der Lautstärkeunterschied den man gerade noch als lauter oder leiser wahrnehmen kann.

Jetzt mal eine Rechnung mit einem 95db/ 1W Schallwandler, was auch schon sehr viel ist.

001Watt = 95db
010Watt = 105db
100Watt = 115db
200Watt = 118db
400Watt = 121db

eine normale Hifi-Box mit 87db/ 1W

0001Watt = 87db
0010Watt = 97db
0100Watt = 107db
1000Watt = 117db ,armer Speaker.
2000Watt = 120db ,puff :cry:

Leistungen die mit Röhren fast nicht mehr vernünftig realisiert werden können.

Was man hinter dem schnöden Zahlenwert nicht sieht ist das Dynamikverhalten zudem ein Hochwirkungsgrad-Lautsprecher in der Lage ist.

Jede Verstärkerschaltung hat eine endliche Anstiegsgeschwindigkeit / Slew Rate. Röhrenverstärker haben übrigens (wegen des AÜ's) ganz miserable Slew-Raten.Ein Dynamiksprung von 20db in der Lautstärke bedeutet die 100-fache Leistung.Ich denke man kann sich gut vorstellen das es für einen Verstärker leichter ist von 0,01 Watt auf 10 Watt "zu beschleunigen" als von 1 Watt auf 100 Watt.Die Slew-Rate ist näturlich bei hohen Frequenzen wichtiger als bei niedrigen Frequenzen weil bei niedrigen Frequenzen die Zeit der Schwingperiode länger ist.

Ich wollte damit versuchen zu erklären das einem ein dicker Brocken von Verstärker klanglich nicht viel weiterhilft ( sei er auch noch so groß) wenn der Lautsprecher die Energie nur in nutzlose Wärme verwandelt, denn das ist nicht der eigentliche Sinn, Schallenergie soll er erzeugen, nicht heizen.

Was natürlich jetzt nicht bedeutet das so ein Verstärker-Bolide nicht viel besser klingen kann als ein eher schwächliches Ampchen.Umgekehrt stimmt das evtl. aber auch.Klang ist subjektiv, hängt aber ganz bestimmt nicht objektiv mit der schieren Leistungsfähigkeit in Watt ausgedrückt zusammen die der optische Anblick manchmal suggeriert.

Also nicht unbedingt auf die schiere Leistung in Watt schielen sondern eher auf db/ 1W ,daß ist wesendlich wichtiger.Beim Auto gibt es doch das Sprichwort:"Hubraum ist durch nichts zu ersetzen" , stimmt heute übrigens nicht mehr so ganz, aber "Wirkungsgrad ist durch nichts zu ersetzen" stimmt zu 100%.
Was ich damals sagen wollte.Genügend Leistung kann man ja vielleicht noch mit riesigem Aufwand"produzieren" trotzdem wird das Dynamikverhalten immer ein Schwachpunkt bleiben.Jeder der schon mal ein LS mit einem Wirkungsgrad > 100db/1W/1m gehört hat wird eher von dem unglaublichen Antritt als von der schieren Lautstärke beeindruckt gewesen sein.
Gruß.

Michael

Eine saarländische Lebensweisheit: Hauptsach gud gess.
Antworten

Zurück zu „Fachbegriffe“