Moin,
auch von mir ein kleiner Bericht vom Ausflug in die norddeutsche Tiefebene

:
Nachdem ich die Entfernung an die äußerste Westgrenze der Republik (wenn man genau hinhört, ist das Rauschen der Nordsee verbunden mit unterschwelligen Fritierfettgeruch deutlich wahrnehmbar

) gehörig unterschätzt habe kam ich dann mit etwas Verspätung bei Tom an. Nach einem Begrüßungskaffee ging es dann sogleich frisch ans Werk - Thorens-Modding war angesagt. Erster Programmpunkt: Sunshine-Bodenplatte fräsen. Martin hatte die MDF-Platten besorgt und mit seiner Oberfräse und der peniblen, geometrischen Kontrolle von Tom wurden die neuen Bodenplatten recht professionell gefertigt. Ich durfte nur die Fräsrückstände absaugen...
Soviel Staub in der Luft macht natürlich Hunger und Durst und in Ermangelung Tom´scher Kochkünste (Frau und Kinder waren langerhand geplant ins Exil geschickt worden) gings in die belebte Innenstadt von Nettetal zum gemütlichen Italiener. Danach war das klassische Thorens-Tuning-Programm von Joel angesagt. Jeder der es kennt, weiß was das bedeutet: polieren, polieren, Rückstände entfernen, wieder polieren, wieder entfernen, wieder polieren und dann- endlich- neues Öl einfüllen. Nein Halt, wieder haben die strengen Augen des Erzkanzlers Rückstände entdeckt. Eigentlich wollte Martin in der Zeit Löten, er hatte eigentlich auch seinen gesamten Hausrat dabei, aber, nuja eine winzige Kleinigkeit vergessen. Also von vorne...siehe Bilder...er hatte echt zuviel Zeit
Dann der Phono-Pre-Vergleich: die drei Kandidaten sind bekannt. Die Testsignale in Form von einer 180g Version der Supertramp - Crime of the Century, Laurie Anderson - Big science, City - Am Fenster wurden vom jederzeit souveränen Roksan mit einen AT33 geliefert. Was mich gewundert hat, wie gravierend die Unterschiede waren.
Das ist natürlich äußerst subjektiv und nur an Tom´s Kette gültig:
E.A.R.: sehr räumlich, recht hart, deutliches Rauschen
Korsun: noch härter, Tendenz zum Schrillen, für mich enttäuschend
Lehmann: viel wärmer, mehr Klangfarben, weniger Raum als der EAR, aber irgendwie "gesoundet"...
Da hatte ich mit einen ganz anderen Ergebnis gerechnet. Dazu muß man sagen, daß Tom´s HGP´s recht dominant im oberen Mittenbereich sind und daß das "Ergebnis" an einer anderen Anlage ganz anders wäre. Da ich auf der Suche nach einer neuen Phono-Vorstufe bin, bin ich ratloser als vorher
Der Tag verging wie im Flug - Heimreise war angesagt, doch leider kam mein Diesel mit den ungewöhnlichen Druck- und Temperaturverhältnissen in der Tiefebene nicht zurecht und schluckte Luft. Oder lags an dem Fritierfett...

. Nuja, nach ca 2h warten auf den Notdienst und wirklich netten Gesprächen mit Tom in seiner warmen Hütte

war ich dann gegen 2h nachts auch daheim. Deswegen , nach Zebulon

und Familie, etwas verspätet, dieser Bericht.
Mir bleibt nur Tom zu danken für die tolle Gastfreundschaft und Martin für sein Engagement und Fachwissen. Fazit: ein schöner Tag, nette Leute, viel gelernt, unbedingt wiederholenswert!
Liebe Grüße
Axel