- wer sich mit Trioden beschäftigt hat weiß, was ich meine: unglaublich authentische Reproduktion der Musik, unnachahmliche Bühne und Größe der Darstellung, einzigartige Wiedergabe von Details und Klangfarben
- den anfangs vermißten knackigen Punch meiner 6550 im Cayin A-88T konnte ich nicht so schnell verschmerzen. Die 300B hat eine tolle Dynamik im Detail, dadurch fließt die Musik und ist lebendiger, man lernt nochmals neu hören, aber daran muß man sich gewöhnen. Das klingt absurd, aber ist völlig ernst gemeint. Die Summe aller verbesserten Details erschließt sich einem erst später.
- die Verstärker sind kompromißlos höchstwertig, frei verdrahtet aufgebaut. Nach über einem halben Jahr gab es keinerlei Probleme, absolute Rausch- und Brummfreiheit, Autobias. Über das Design läßt sich sicher vortrefflich streiten...
- Konfiguration: klassisch 300B, 6SN7, 5U4G. Ich konnte auch, nach Rücksprache mit Herrn Thöress, auch verschiedene 6SL7 und andere Gleichrichter ausprobieren.
- das neue Modell unterscheidet sich vom älteren nur unwesentlich. Der Hochtonbereich scheint noch etwas besser aufzulösen. Genau in die richtige Richtung.
Perfekt bei Herrn Thöress: jegliche Sachfrage bezüglich Anpassung an das eigene System wird mit größter Genauigkeit und unglaublicher Kompetenz beantwortet. Ich konnte die Monos 3 Monate (!) probehören, eine mögliche Änderung wäre nie ein Problem gewesen. Auch sonst ist die Betreuung sensationell. Nachteil: es dauert alles etwas länger, aber man kann erahnen, warum.
Der Clou war heute: ein Freund von Reinhard Thöress hat zwei NOS WE 300B aus den 60ger Jahren mitgebracht. Testplatte Getz/Gilberto MFSL. Der Unterschied zur EH 300B ist gewaltig, man meint tatsächlich ein anderer Verstärker ist am Werk. Jetzt ist mir klar, warum für WE 300B solche Preise aufgerufen werden und warum ein Saxophon ein Holzblasinstrument ist. Sehr imposant, ich hätte nie gedacht, daß solche Unterschiede möglich sind.
Triodige Grüße
Axel














