DIY, Tunings, alte Geräte ohne CE - Versicherungsschutz ade?

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nordlicht
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DIY, Tunings, alte Geräte ohne CE - Versicherungsschutz ade?

Beitrag von nordlicht »

Kurze Frage am Rande bzw. ggf. zu aktuellen Themen: wie sieht es mit dem Versicherungsschutz - Hausrat oder Gebäude - wenn ein nicht CE-zertifiziertes Gerät (z. B. Importware) - aus welchem Grund auch immer - einen (Brand)-Schaden auslöst?

Zahlt dann keine Versicherung?

In diesem Zusammenhang sehe ich allerdings auch DIY Arbeiten, Tunings die durch einen Eingriff das zertifizierte Gerät verändern oder ältere Geräte.
Die sind in der Regel auch nicht CE-Zertifiziert!

Viele Grüße

nordlicht
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Erzkanzler
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Beitrag von Erzkanzler »

Hi Nordlicht,

die Frage kam schon mal auf und konnte nicht zufriedenstellend geklärt werden.

Ich würde das Thema mit meinem Versicherer gemeinsam angehen, möglicherweise kommt dann ja noch das eine oder andere Aha-Erlebnis. Z.B. in welchem Umfang HiFI-Geräte überhaupt in der Hausrat abgedeckt sind.

Grüße
Martin
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Yoda-ohne-Soda
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Beitrag von Yoda-ohne-Soda »

Hallo zusammen,

werde in diesem zusammenhang mit meinem "Versicherungskenner" von der Uniqa in Mödling Kontakt aufnehmen. Das ist einer der wenigen, das auch fachlich nicht ganz ohne ist. Ich hoffe das war nicht zuviel Vorschusslob. :lips:
Gruß
Frank

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anonym01
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Beitrag von anonym01 »

Die Versicherung zahlt nicht bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, es gibt natürlich vilel Urteile darüber was grobe Fahrlässigkeit ist, ich denke aber, daß im Falle eines Selbstbaus, einer Modifikation oder eines Privat-Imports ohne CE-Kennzeichen keine grobe Fahrlässigkeit vorliegt. Wenn das Gerät bereits mehrere Tage ohne Probleme lief und man während des Betriebs anwesend war kann egentlich davon ausgegangen werden, daß es das Gerät auch weiterhin problemlos funktioniert.

Ist meine laienhafte Meinung, evtl. gibt es ja einen "Versicherungsfutzi" :wink: hier der genaueres sagen kann.

Hier ein Link wo etwas genauer definiert ist was grob Fahrlässig ist :
http://xxx.ra-kassing.de/verkehr/versic ... fdefin.htm

Ist zwar auf Verkehrrsrecht bezogen, denke aber, daß es auch für anderes Recht anzuwenden ist.

Gruß Reimar
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nordlicht
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Beitrag von nordlicht »

es geht ja nicht um das Gerät im Einzelnen, das im normalem Hausrat sicherlich ganz, oder zumindest zu einem Teil abgesichert ist.

Hatte vergleichbares mal mit einer relativ umfangreichen Foto-Ausrüstung. Die mußte lediglich angegeben werden. Da hieß es dann: mitversichert ist ........ , im Werte von .........

Hier geht es bei der Frage mehr um den Sekundärschaden, den eben das nicht CE-zertifizierte-, DIY- oder getunte Geräte ggf. auslöst.

Viele Grüße

nordlicht

Sofern die Frage schon bekannt und ungelöst, dann eben zum nächsten Thema.
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Thargor
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Beitrag von Thargor »

Moin!

Ich bin der Meinung im Hifi-Forum gabs da auch mal einige Disukussionen drüber. Abschliessend konnte da aber auch nichts geklärt werden (bei der AAA gabs doch auch einen solchen Thread?). Sind ja auch noch weitere Fragen offen:

DIY: Und nun?
Alte Geräte: Au weiha?

Und die Masterfrage: Auf meinen letzten Importen kleben CE Zeichen drauf. Wer haftet, wenn die Geräte gar nicht CE Konform sind? Und wie siehts bei einem deutschen Hifi-Gerät aus, das CE Konform war (und abgenommen) an dem der Hersteller aber eine Kleinigkeit geändert hat (CE eigentlich futsch). Bin ich haftbar? Und Kleinserienhersteller, lassen die wirklich alles und jeden CE mässig abnehmen?

Zu den Anfragen bei der Versicherung: Da bin ich daran interessiert. Wobei: Wenn Du anfragst gibst Du deutlich zu erkennen, dass Du von dem "Mangel" gewusst hast..... wenn die Vers. dann ablehnt hast Du 100%ig die berühmte Karte falls was passiert.

Fragen über Fragen....

Viele Grüße!
Viele Grüße von Guido, dem langsamsten Barkeeper der Welt! :drink:

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nordlicht
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Beitrag von nordlicht »

moin., moin, sehe ich genau so - Fragen über Fragen ..... , aber eben nicht nur Importware betreffend - Thargor.

Schöne Grüße aus der sonnigen PlönerSeeRegion

nordlicht
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Tubes
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Beitrag von Tubes »

Es gibt unzählige Elektrogeräte in den Haushalten aus der praeCEalen Zeit!
Nebenbei, wenn die Hütte erstmal brennt, hält auch kein Aufkleber mehr auf der Geräterückseite.
Grüße
Heiner

____________________________
AFTERBURNER
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Analog_Tom
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Versicherung bei nicht CE

Beitrag von Analog_Tom »

Moin Jungs,

ich hab vor einigen Jahren als ich beim Thema Hausrath war den Anteil der Versicherungssumme für Elektrogeräte und Unterhaltungselektronik extra Versicherungssummenmäßig erhöhen lassen, damit ich in einem Schadensfall eine ausreichende Deckungssumme habe.
Wie die Sache mit nicht CE geräten aussieht, würde mich aber auch mal genau interessieren!
Wie bei vielen Importgeräten ist bei mir zwar auf der Rückseite ein CE-Siegel drauf, aber was das Wert ist wissen wir auch alle...

Viele analoge Grüße

Tom
LG

Tom
hbhifi
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Beitrag von hbhifi »

kleben CE Zeichen drauf. Wer haftet, wenn die Geräte gar nicht CE Konform sind?
Der Importeur. Und das bist in diesem Falle du.
Ein "richtiger" Importeur muss die Geräte für seinen Markt zertifizieren lassen, da er in diesem Fall jurisitisch wie der Hersteller betrachtet und haftbnar wird.
Merke: Eine CE-Zertifizierung besteht nicht nur aus einem Aufkleber, sondern auch aus einem Zertifikat.
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Re: Versicherung bei nicht CE

Beitrag von hifi-tubbie »

Hi,

das CE "Kleberli" ist deutscher Behörden-Irrsinn! Die (ausgesprochen gute!) Idee, die da mal dahinerstand, ist längst von der Realität überholt und mehr oder weniger obsolet. Ein Fall von "Über-Regulation".

Auf allen meine China-Büchsen ist übrigens bei Lieferung ein CE-Siegel drauf gewesen. Für den Zoll? Wobei der schweizer Zoll sich dafür wenig interessiert, nehme ich an. Das wissen die Chinesen aber nicht, schicken auch immer brav ein Schuko-Kabel mit, dass ich direkt in die Tonne rühren kann :P

Findet man eigentlich raus, was die Nummer auf dem CE-Siegel bedeutet?

Bye!
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Erzkanzler
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Beitrag von Erzkanzler »

Moin,

Einspruch!
hifi-tubbie hat geschrieben:das CE "Kleberli" ist deutscher Behörden-Irrsinn!


Weit gefehlt, es ist eine EU-Angelegenheit.

http://www.stmwivt.bayern.de/pdf/europa ... chnung.pdf

Grüße
Martin
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Beitrag von hbhifi »

Sinn oder Unsinn, Irsinn oder nicht - hier geht's um geltendes Recht. Und Chinesen machen Aufkleber völlig ohne deren Bedeutung auch nur zu erahnen. Ob's nun CE oder "TÜV Rheinland-geprüft" ist. Den letzten Fall kenne ich aus eigener Erfahrung, weil ein Hersteller aus China mal nachfragte, was das eigentlich ist...
Der Kleber ist ohne Konformitätserklärung einen feuchten Dreck wert.
Zu einem CE-Zeichen gehört keine Nummer. Wenn eine drauf ist, dann um dem Ganzen den Anschein der Seriösität zu verpassen.
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Mel*84
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Beitrag von Mel*84 »

Merke: Eine CE-Zertifizierung besteht nicht nur aus einem Aufkleber, sondern auch aus einem Zertifikat.
Da hat er vollkommen recht (Zweitausbildung: Versicherungsfachmann. :oops: ).

Übrigens ein nettes Thema.................

Merke:
Wenn mal was passiert, gibt es fast immer Stress und dieses mal von Elekrogeräten losgelöst und immer schön alle Zertifikate brandsicher lagern. Natürlich angefangen beim Toaster, Kaffeemaschiene ...... :wink:

Denkt mal Weihnachten daran, Wachskerzen versus Elektokerzen für den Weihnachtsbaum "zu besprechen". :beer
Was nützt die beste Hardware, wenn man an den Tonträgern spart!

Liebe Grüße
Thomas
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Beitrag von hifi-tubbie »

Erzkanzler hat geschrieben:Weit gefehlt, es ist eine EU-Angelegenheit.
okay, einverstanden - das ist dann noch eine Grössenordnung mehr Behörden-Irrsinn :P

Bye!
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Thargor
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Beitrag von Thargor »

OK. Bei Import bin ich Importeur und damit im Zweifel haftbar. Verstanden.

- Wie ist es denn bei DIY Geräten, die ich ggf. verkaufen will? Kann ich da eine weitergehende Haftung ausschliessen? Oder sollte ich die lieber im Keller bunkern?

- Hab mir gerade eine McIntosh Endstufe gekauft. Die kommt aus England und ist uralt. Also Fehlanzeige mit CE. Kann ich die ohne Bedenken betreiben oder muss ich das gleiche wie bei den China Geräten machen, wenn ich aus der Wohnung gehe: Ausschalten?

Viele Grüße!
Viele Grüße von Guido, dem langsamsten Barkeeper der Welt! :drink:

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Beitrag von nordlicht »

Guido, wo sollte bei Importen - China oder England ohen CE - DIY oder modifizierten Geräten ein Unterschied sein?

Ich erkenne so spontan - und auch etwas mehr in die Tiefe geschaut - keinen.

Viele Grüße

nordlicht
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Thargor
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Beitrag von Thargor »

Hi Manfred,

ich dachte evt. bei Altgeräten gibt es eine Übergangsregelung. Nur was ich nicht weiss, ob die auch bei neu (also gebraucht gekauften) Klassikern zieht.

Wäre ja sonst im Umkehrschluss der Tod der alten Geräte - kann der Elektronik Mafia ja nur recht sein?

Viele Grüße.

PS: Hab mir den Sonnenuntergang mit einem 18 Jahre alten Talisker in der Hand angeschaut - da werden solche Probleme gaaanz klein :mrgreen:
Viele Grüße von Guido, dem langsamsten Barkeeper der Welt! :drink:

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Analog_Tom
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Altgeräteregelung

Beitrag von Analog_Tom »

Hallo Thargor,

die Regelung, so hab ich mir erzählen lassen lautet sinngemäß wie folgt:

Alte Geräte die vor Inkrafttreten der CE Norm angeschaft und betrieben wurden dürfen auch weiterhin betrieben werden. Es gilt die Zeit ab der CE-Certifizierung.
Bei mir stellt sich dabei persönlich folgende Frage. Ich besitze einen Camtech Phono-Pre, der noch aus der CE losen Zeit ist, er hat keinen Schutzleiter. Dieser Anschluß ist am Eurostecker schlicht nicht vorhanden, deswegen vermute ich habe ich auch nicht die Brummprobleme von denen manche Camtech Besitzer reden ( manche sagen der würde sogar noch besser klingen als die CE-konforme Version). Ich bin jedoch nicht Erstbesitzer und habe das Teil auch erst nach Inkrafttreten von CE gekauft.
Daher weiß ich nicht ob ich das Teil guten gewissens betreiben darf. Ich tue es, da mir die Maschine sehr viel Spaß macht, aber rein Versicherungstechnisch ist es nicht ganz ohne...

Viele analoge Grüße

Tom
LG

Tom
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Johannes LeBong
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Beitrag von Johannes LeBong »

Hallo Tom,

es gibt viele HiFi-Geräte, an denen nur ein Eurostecker dran ist, und die dennoch CE-Konform sind. Es gibt da auch kein Problem mit der el. Sicherheit.

Das Teil muss nur nach 'Schutzklasse II' (doppelt schutzisoliert) aufgebaut sein.

Natürlich darf man auch weiterhin alte Geräte aus der Zeit vor der Einführung von 'CE' betreiben.

Grüße, Jo
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