Surrealist hat geschrieben:Hallo Martin,
das Brummen kann natürlich viele Ursachen haben. Schlage daher vor nach der Methode der sukzessiven Approximation vorzugehen (schöner Begriff gell?).
Schöne Befriffe....sukzessive liest man in Foren auch nicht alle fünf Minuten
Das Netzteil und die Elkos hierin, kann man deshalb ausschließen, weil, wenn hier was defekt wäre, sich der Brumm in beiden Känälen gleichmäßig bemerkbar machen würde. Dem ist nicht so also weiter.
Korrektur...inzwischen ist es ein schönes Brummen auf beiden Kanälen...frag mich bitte nicht warum, ich falle langsam selber vom Glauben ab. Werde alle Netzteilelkos profilaktisch tauschen, habe aber trotzdem mal weiter gemacht.
Jetzt würde ich prüfen, ob es aus der Vorstufe kommt, oder die Endsufe verantwortlich ist. Hierzu solltest Du die Widerstände am Eingang der Endstufe, R49A und 49B (10K), einseitig ablöten. Wenn jetzt der Brumm immer noch vorhanden ist, liegt es an den Endstufe, was ich vermute. Du hast es ja bereits über den "Fernregler" Eingang versucht und berichtet, dass das "brummen + Verzerrung unverändert" geblieben war.
Hatte ich schon gemacht, Brummen unverändert.
Also die Endstufe weiter untersuchen. Sind die Spannungen alle so weit ok (+- 20%)?
Ja...alle Spannungen im grünen Bereich.
Auch ein defekter Kathodenkondensator kann verantwortlich. Also C4A bzw. B mal einseitig ablöten und testen. (Hinweis: Ohne Kathodenkondensator wird das Ausgangssignal leiser.)
Ich hoffe mal, du hast C14A/B gemeint, die habe ich nämlich getrennt...Ergebnis wie erwartet. Insgesamt leiser, auch das Brummen...fast schon erträglich
Auch die Endröhren können verantwortlich sein. An den Kathodenwiederständen (10 Ohm) die Spannung messen. Sollten im Bereich 0,5-0,8 Volt (ca. 50-80mA) liegen je nach Arbeitspunkt Einstellung. In Triodenschaltung würde ich 70mA empfehlen. Auf jeden Fall müssen die Spannungen symetrisch sein (Differenz < 3%). Ansonsten mit P9 (Symetrie) und P10 (Ruhestrom) justieren.
Ich nehme an, du meinst die nachträglich eingelöteten Zementbunker. An diesen konnte ich keine Spannung feststellen. Wenn ich mein Röhrenvoltmeter wieder trennte, schlug der Zeiger kurz nach links aus ???
Weiterhin können die Treiberröhren Rö 7 und 10 testweise wechselseitig getauscht werden. Gleiches gilt für die Endröhren Rö 8 und 9 gegen Rö11 und 12 (aber bitte nur paarweise).
Hatte ich schon getan (mit allen Röhren nach und nach), als es nur ein Kanal war...hatte damals keine Verbesserung oder Änderung gebracht
Die Koppelkondensatoren C36A/B und 37A/B (0,22uF) testweise wechseln (auf Spannungsfestigkeit achten).
Die AÜs werden wohl nicht defekt sein, jedenfalls passt dies nicht mit dem Brumm zusammen. Wie schon weiter ober erwähnt aüßert sich ein defekter AÜ eher durch starke Verzerrungen.
Nein...keine Verzerrungen mehr, seit es beidseitig brummt, somit bin ich wieder seeeehr ruhig, was die AÜs angeht
So, ich hoffe das hilft erst einmal weiter. Sag Bescheid ob es geklappt hat oder die Ferndiagnose noch weiter geführt werden muss.
Und ganz wichtig: Vor dem Basteln umbedingt abwarten, bis die Netzteilelkos entladen sind! Nicht nur zur eigenen - sondern auch zur Sicherheit des VS
Gruß Surrealist
Möge es dir Gott vergelten im spätren Leben, einstweilen, besten Dank
PS:
Als ich mal an den 10Ohm Widerstand nur mit dem Plus"nehmer" des R-V-Meters gekommen bin, hat mir dieser einen Wert von 3V angezeigt...aber die Nadel hat richtig schön "vibriert"...ist an allen Widerständen so, also wohl eher normal, oder?
Edit:
K+H gibt zur Symetrieeistellung an:
1. EC808 auf der linken bzw. rechten Endstufenplatine entfernen.
2. P20A bzw. P20B auf Brumm-Minimum einstellen
Habe ich getan (wie früher auch schon mal)
Bei der rechten Endstufe fing es beim Einstellen das qualmen an...scheint mir der 5,6K Widerstand vor dem C14B gewesen zu sein...er ist nun dunkel, bringt allerdings noch seinen Wert. Werde ihn natürlich trotzdem tauschen!