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Verfasst: Di 14. Mär 2006, 21:02
von anonym01
Erzkanzler hat geschrieben:Ich würde mich bei den Selbstbaugeräten 845 anschließen, der eigentliche Knackpunkt ist selten die Elektronik, das große Palaver fängt beim Gehäuse an. Für mich ist das schon ein Alptraum.
Meine werden so aussehen wenn ich mich für die GM-70 entscheide :

Wie es aussieht werden wir bisher 3 Paare davon bauen, was dann natürlich die Kosten für die speziellen Trafos und auch die Kosten für Spulen und AÜs senken wird, je nach AÜs wird die ganze Sache dann 1200-2000 Euro kosten.

Gruß Reimar

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Verfasst: Di 14. Mär 2006, 21:03
von waterl00
Hallo Reimar,

meine Geschichte geht so. Ich habe von Martin einen Cayin CDT-15A gekauft. Ich war so angetan von dem Gerät, daß ich sofort angefixt von Cayin war. Es dauerte nicht lang, da hatte ich den A88T zu Hause.

Ich fand es schon einigermaßen stressig einem unbekannten Chinesen mein Geld zu überweisen und zu hoffen, daß er auch in der Tat die Ware liefert.

Es hat aber alles prima geklappt und als ich ihn zu Hause hatte konnte ich nicht fassen, was ich da für's Geld bekommen habe. Der Cayin ist in meinen Augen ein unglaublich schönes und haptisches Gerät. Der Klang ist für einen Banausen wie mich unheimlich überzeugend.

Mehr Ärger als hier im Forum (und in anderen) habe ich mir zu hause eingeheimst, als ich beichtete ich suche was anderes.

Kurzum: Mein Antrieb und Mut es selbst mit einem China-Gerät zu versuchen waren die überwiegend positiven Erfahrungen hier, die viele vor mir gemacht haben. Dies ist natürlich ein Grund es u.U. wieder zu versuchen.

Im übrigen habe ich ihn 11 Monate besessen und jetzt mehr bekommen, als ich damals bezahlt habe (der Dollarkurs war vor 11 Monaten auch noch etwas besser). Auch ein netter Nebeneffekt :)

Gruß
Jost

Verfasst: Di 14. Mär 2006, 21:07
von Tubes
Reimar hat geschrieben:
Meine werden so aussehen wenn ich mich für die GM-70 entscheide :

Wie es aussieht werden wir bisher 3 Paare davon bauen, was dann natürlich die Kosten für die speziellen Trafos und auch die Kosten für Spulen und AÜs senken wird, je nach AÜs wird die ganze Sache dann 1200-2000 Euro kosten.

Gruß Reimar
Baust Du die Gehäuse selbst? Wir brauchen evtl. Unterstützung. :arrow: 300B

Verfasst: Di 14. Mär 2006, 21:07
von Amerigo
waterl00 hat geschrieben: Ich fand es schon einigermaßen stressig einem unbekannten Chinesen mein Geld zu überweisen und zu hoffen, daß er auch in der Tat die Ware liefert.
Lustigerweise hat man weniger Bedenken, wenn der Verkäufer im selben Land oder wenigstens in Europa sitzt. Ich frage mich manchmal, worauf sich das eigentlich begründet. Firmen wie ABC und XYZ in China sind ja auch schon lange im Business und einige haben beinahe keine negativen Kommentare in irgendeinem Forum, das will auch was heissen --> gerade bei solchen Händlern spricht sich jede Unsauberkeit sofort rum.

Nicht vergessen: Distanzen sind seit der Globalisierung kein Thema mehr, dank DHL, FedEx und UPS.

Gruss

David

Verfasst: Di 14. Mär 2006, 21:09
von Amerigo
Tubesox hat geschrieben: Baust Du die Gehäuse selbst? Wir brauchen evtl. Unterstützung.
Sprich mal mit Christoph Held, der macht diese edlen ASR-Gehäuse.

http://www.open-end-music.de/wbb2/profile.php?userid=39

Gruss

David

Verfasst: Di 14. Mär 2006, 21:11
von waterl00
Amerigo hat geschrieben:
waterl00 hat geschrieben: Ich fand es schon einigermaßen stressig einem unbekannten Chinesen mein Geld zu überweisen und zu hoffen, daß er auch in der Tat die Ware liefert.
Lustigerweise hat man weniger Bedenken, wenn der Verkäufer im selben Land oder wenigstens in Europa sitzt. Ich frage mich manchmal, worauf sich das eigentlich begründet. Firmen wie ABC und XYZ in China sind ja auch schon lange im Business und einige haben beinahe keine negativen Kommentare in irgendeinem Forum, das will auch was heissen --> gerade bei solchen Händlern spricht sich jede Unsauberkeit sofort rum.

Nicht vergessen: Distanzen sind seit der Globalisierung kein Thema mehr, dank DHL, FedEx und UPS.

Gruss

David
waterl00 hat geschrieben: Ich fand es schon einigermaßen stressig einem unbekannten Chinesen mein Geld zu überweisen und zu hoffen, daß er auch in der Tat die Ware liefert.
ersetze Chinesen mit einer mir unbekannten Person, die ich mit vertretbaren Aufwand nicht persönlich erreichen kann : insane

Das kann also schon im Zweifel ein Bayer sein
:lips:

Verfasst: Di 14. Mär 2006, 21:25
von shorty
Das ist allen bekannt und keiner von den Lottospielern setzt hier sein BaföG ein.
Hehe, wie witzig! Es ist mein BaföG!

Zurück zum Thema:
Denke auch das es in erster Linie eine Frage ist was man ausgeben möchte. Wer viel bezahlt braucht zumeist auch nicht basteln, alle anderen helfen dem guten Klang halt ein wenig nach.
Ebenfalls bleibt die Frage ob man den doppelten Preis für eine Garantie bezahlen möchte. Das Transportrisiko und das Risiko einer vollkommen unbekannten Person viel Geld (in chinesischem Gehalt gerechnet SEHR SEHR viel Geld) auf "Gut Glück" zu überweisen bleibt natürlich. Aber wir sind ja alle erwachsen, wissen was wir tun und Spieltrieb haben wir natürlich auch keinen mehr... :mrgreen:

In Nachhinein betrachtet hatte ich mir das ganze schon etwas einfacher vorgestellt. Da gibt es doch einige Faktoren mit denen man so wahrscheinlich nicht gerechnet hat. Denke jeder der sowas importiert kennt das. Ohne brauchbares Englisch und einer ordentlichen Portion Mut sollte man sowas wohl besser nicht machen. Viele Menschen die solche Geräte kaufen fragen aber nicht nach dem Preis. Die wollen das Gerät schnellstmöglich im Wohnzimmer haben und zahlen den verlangten Betrag des Importeurs ohne sich weitere Gedanken zu machen.

Last but not least warum man sowas überhaupt kauft: Wir sind doch alle Individualisten und geben uns nie mit dem normalen zufrieden, oder? :OK: Verdammt ich will en Jaguar und nen Lotus!

Verfasst: Di 14. Mär 2006, 21:35
von 2285b
Last but not least warum man sowas überhaupt kauft: Wir sind doch alle Individualisten und geben uns nie mit dem normalen zufrieden, oder? Verdammt ich will en Jaguar und nen Lotus!
Nur so am Rande, ich glaube der Individualist charakterisiert sich nicht über das Materielle, auch wenn es sicherlich einfacher wäre oder ist...

Gruß
Axel, der sehr erfreut ist, daß diese Diskussion bisher sehr gesittet abgeht

Verfasst: Di 14. Mär 2006, 21:38
von Amerigo
waterl00 hat geschrieben: ersetze Chinesen mit einer mir unbekannten Person, die ich mit vertretbaren Aufwand nicht persönlich erreichen kann : insane
Okay, das klingt nun schlau, aber eigentlich bedeutet es gar nichts. Was nützt es dir denn, wenn du jemanden "persönlich" erreichen kannst? Du meinst wohl "physisch" - und was soll dir das denn nützen? Faustrecht? Denn "persönlich" kannst du auch die Chinesen jederzeit kontakten, per e-Mail und Telefon nämlich. Mein Lieblings-Chinese antwortet schneller als jeder Europa-Vertrieb.

Vergiss es. Internationales Recht ist IMMER der Horror, da muss dein Anbieter nur schon ausserhalb deines Landes sein, und schon ist fertig lustig. Ob China oder Italien, das spielt dann keine Rolle mehr.

Gruss

David

Verfasst: Di 14. Mär 2006, 21:41
von hifi-tubbie
Amerigo hat geschrieben:Okay, das klingt nun schlau, aber eigentlich bedeutet es gar nichts. Was nützt es dir denn, wenn du jemanden "persönlich" erreichen kannst? Du meinst wohl "physisch" - und was soll dir das denn nützen? Faustrecht? Denn "persönlich" kannst du auch die Chinesen jederzeit kontakten, per e-Mail und Telefon nämlich. Mein Lieblings-Chinese antwortet schneller als jeder Europa-Vertrieb.
hast recht, aber es ist natürlich ein Pluspunkt, wenn Du im Zweifel jemand "persönlich besuchen" kannst. Man muss demjenigen ja nicht gleich was auf die Fr..... geben, aber er wird Dich dann weniger leicht los als Deine e-mail mit der DEL-Taste.....

Bye!

Verfasst: Di 14. Mär 2006, 21:44
von Amerigo
hifi-tubbie hat geschrieben: hast recht, aber es ist natürlich ein Pluspunkt, wenn Du im Zweifel jemand "persönlich besuchen" kannst.

Ist es das wirklich? Ich weiss ja nicht - die Chinesen haben viel mehr Angst vor negativer Publicity in einem Internet-Forum, DAS ist eine starke Motivation für die Jungs....


Gruss

David

Verfasst: Di 14. Mär 2006, 21:47
von hifi-tubbie
Amerigo hat geschrieben:Ist es das wirklich? Ich weiss ja nicht - die Chinesen haben viel mehr Angst vor negativer Publicity in einem Internet-Forum, DAS ist eine starke Motivation für die Jungs....

heee, ich meine, mit jemandem zu sprechen, von "Angst" war nicht die Rede. WasDuWiederDenkst :oops: :P

Bye!

Verfasst: Di 14. Mär 2006, 21:48
von waterl00
Amerigo hat geschrieben: Okay, das klingt nun schlau, aber eigentlich bedeutet es gar nichts. Was nützt es dir denn, wenn du jemanden "persönlich" erreichen kannst? Du meinst wohl "physisch" - und was soll dir das denn nützen? Faustrecht? Denn "persönlich" kannst du auch die Chinesen jederzeit kontakten, per e-Mail und Telefon nämlich. Mein Lieblings-Chinese antwortet schneller als jeder Europa-Vertrieb.
Das klingt ja noch schlauer, bedeutet de facto aber noch weniger :lol:

Ich wollte damit zum Ausdruck bringen, daß es durchaus klar ist das die Welt ein Dorf ist, aber ein persönlicher (doch, ich meinte das genauso) Besuch trotzdem von Vorteil sein kann.

Verfasst: Di 14. Mär 2006, 22:06
von das_sams
Sollte bei einem der Vorteilsbesuche niemand die Türe aufmachen dann :

Russisch Inkasso denn Sie müssen kein Deutsch können
um uns zu verstehen :sw :cry: : insane :sw :ebh: :sw :cry:

Gruss

Dennis

Verfasst: Di 14. Mär 2006, 23:07
von Sufrimiento
Hallo und juten Abend..
Auch ich habe vor gut einem Jahr das Risiko auf mich genommen und habe mir einen China Amp bei Ebay ersteigert. Natürlich habe ich auf die Bewertungen geachtet.
Bezahlt habe ich für den Music Angel KT88 mit Zoll und Versand gerade mal 750€. Also super Günstig.
Klanglich war er für sein Geld mehr als Top und vergleichbares bekommt man hier für das Geld auch nicht. Von der Verarbeitung her war er ganz normal. Nichts grossartiges. 90%er Platinenaufbau und Bauteile die Standart sind. Warum kein China Amp unter 1000€ kaufen?? Warum nicht. Ein Ch. Amp für 1000€ kann doch genauso gut abrauchen wie einer für 800€. Oder nicht? :mrgreen:
Im November letzten Jahres habe ich dann ein kompletten Umbau gemacht. Bis auf die Transformatoren und Übertrager habe ich alles aus dem Amp gerissen und ihn leer gemacht. Die ganzen Bauteile habe ich dann durch hochwertigere Ausgetauscht wie zum Beispiel Mundorf, Jahre Glimmer, Van den Hul oder auch Jensen und einfach nur alles wieder frei verdrahtet verbaut. Im grossen und ganzen habe ich nur die Schaltung übernommen und das Gehäuse demnach auch noch verändert. Klanglich ist der Amp nicht mehr wieder zu erkennen und Preislich liegt er jetzt nur knapp über 1000€. Jetzt ist der Amp schon fast ein Jahr alt und ich habe noch kein einziges Problem gehabt, ausser eine defekte KT88.
Auf Grund der guten Erfahrung die ich gemacht habe, würde ich glatt wieder was importieren, sogar was günstiges. Aber das Risiko bleibt.
Jeder muss sich selber im klaren sein, was für ein Risiko man da eingeht.
Gruss Den :wink:

Verfasst: Mi 15. Mär 2006, 09:43
von Yoda-ohne-Soda
Mein kurzer Beitrag wie folgt:

Mein Amp: Shanling ST-80 Classic kostet ca. 3.500 EUR über K2 in DE.
Diese habe ich für einen Freund direkt aus China importieren lassen. Kosten ca. 1.500 EUR.

Das Gerät war eindeutig gleichwertig und um keinen Deut schlechter verarbeitet.

2.000 EUR Ersparnis waren 2.000 Gründe für den Kauf in China.

(IMHO)

Verfasst: Mi 15. Mär 2006, 09:46
von ManfredK2
Amerigo hat geschrieben: Wer hat denn schon mal von einem wirklich kaputten CDP gehört? Eben. Im Reparaturfall gibt es hier in der CH genug Leute, die sowas flicken könnnen, ist ja keine Raketenwissenschaft (meistens).
Na ja, da darf ich doch mal an das Drama um meinen CDT-17A erinnern. Ohne Martins Hilfe wäre das Teil wohl auf dem Schrottplatz gelandet. Zu den Reparaturkünstlern (Hoffmann etc.) sage ich jetzt lieber nichts.

Der Import aus China ist immer risikobehaftet. Neben etwaigen Schäden ist für mich das größte Risiko etwas ohne vorheriges Probehören zu kaufen. Ich erinnere mich mit Schrecken an die Pleite mit dem Korsun 6i, brrrr

Gruß
M.

Verfasst: Mi 15. Mär 2006, 12:02
von Thargor
Moin!

Das Probleme "Kauf ohne vorher hören" (was immer ein Abenteuer ist, welches auch häufig daneben geht) ist nicht nur alleine ein China Problem. Das gleiche Problem habe ich z.B. bei 1-2-3.

Trotzdem kann ich dem manchmal nicht wiederstehen.... :wink: Die meisten Geräte lassen sich aber ohne bzw. mit nur geringem Wertverlust über 1-2-3 wieder umsetzen. Von daher ist das Problem kleiner, als es scheint. Bitte nicht gerade mit Sheng Ya probieren. :D

Viele Grüße!

Verfasst: Mi 15. Mär 2006, 12:06
von souldriver
Habe 2 Geräte aus dem Land aufgehenden Sonne:
CDP und Cayinamp
...und nun meine Meinung:

1. Martin hats eingangs gesagt. Leute, die den eingesetzten Betrag nicht verkraften können...Finger weg!
2. Es spielt auch eine Rolle bei wem man kauft (gibt kein Standard bei Transportverpackung!)
3. Preise in Europa sind im Schnitt 3 teurer als der Direktimport...Angesichts dieses Verhältnisses ist das Risiko (Geräte, die Defekt angekommen sind) "vernachlässigbar" -> aber siehe Punkt 1!
4. Habe bei deutlich teuereren Geräten (DAT Gerät) nach der Garantiezeit (nur 1 Monat) ebenfalls zuerst intensive Diskussionen und dann eben doch den tiefen Griff ins Portemonaie machen müssen.

Kurz: Der Bezug der Geräte im Euro-Raum bringt im besten Fall nur während der Garantiezeit etwas. Es muss jeder selber wissen ob diese 2 Jahre (vielfach nur Gewährleistung) den 3 fachen Kaufpreis rechtfertigt.

Grüsse

Urs

Verfasst: Mi 15. Mär 2006, 17:00
von nordlicht
habe - subjektiv gesehen - bisher ausschließlich gute Erfahrung mit China Importen gehabt/gemacht.

5 Geräte - 2 CD Player und 3 Röhren Amps - habe ich bisher importiert. Durchaus mit dem bereits beschriebenen mulmigen Gefühl im Magen, aber alle sind heil und ausschließlich gut verpackt angekommen.

Besonders bei meinem Musik Angel bin ich "volles Risiko" gegangen, da ich da wohl der erste "Europäer" war, der von dem Verkäufer beliefert wurde. Knapp 500€ incl. allen Nebenkosten war dann das Ergebnis.

Gut Röhrentuning hat noch einiges gekostet, ebenso die eine oder andere Maßnahme bei den CD-Playern. Das steht aber ja durchaus auch bei Geräten vom hiesigen Markt an.

Fazit: alles in allem aber würde ich es immer wieder machen, wobei man jedoch aber auch nicht den Gebrauchtmark bei 1 -2- 3 nicht aus den Augen verlieren sollte. Garantie usw. sind aber dann ja meistens auch nicht vorhanden.

Ggf. Markforschung, Bietzeit - Urlaubszeit - berücksichtigen, oder wie es gerne mache, mal etwas außer der "Reihe" - was den Namen angeht - kaufen.

Das Risiko des klanglichen Mißfallens ist genau wie der finazielle Verlust - seriöse Händler gibt es jedoch wohl genung, sprechen sich ja rum - ist zu berücksichtigen.

Das aus der PlönerSeeRegion

Viele Grüße


nordlicht