Verfasst: So 14. Sep 2008, 18:16
Hallo!
Gruss
Thomas
Ob in der Plus oder Minusleitung, die Stromstoesse sind gleich, da immer ein Stromkreis geschlossen sein muss. Sinn einer solchen Anordnung ist normalerweise durch die Aufwaermzeit der Roehre ein verzoegertes Hochfahren der Hochspannung zu erzielen. Dafuer ist die 5Z3 aber nicht besonders geeignet, da sie direkt geheizt ist und damit sehr schnell hochfaehrt. Hier sind indirekt geheizte Dioden viel besser geeignet, z.b. TV-Damper. Beim Einschalten funkts nur deshalb nicht in der Roehre, da die Ladeelkos sofort nach einschalten schon ueber die Siliziumdioden aufgeladen werden. Waehrend die 5Z3 noch kalt ist laden die ueber den Parallelwiderstand zur Roehre. Damit ist nur im Einschaltmoment die Belastung der Roehre verringert. Im Betrieb sieht sie immer noch zu grosse Elkos. Keine so glueckliche Wahl.Saarmichel hat geschrieben:Oder wie die Gleichrichterröhre in die Hochvoltsektion der 813-Anodenspannung-Schaltung eingebunden wurde. Die Gleichrichterröhre sitzt nämlich nicht Plusseitig (B+) sondern Masseseitig, ebenso wie die Siebdrossel. Vorteil ist das die 5Z3P Gleichrichterröhre nicht den Ladestromstoß der Siebkette abbekommt, deswegen sind auch die relativ große Lade- und Siebelkos möglich ohne das es in der Gleichrichterröhre bei einschalten wie wild funkt. Die 5Z3P verträgt nämlich nur max. 4 µF als Ladekondensator.
Schaltimpulse von Siliziumdioden kann die Roehre nicht rausfiltern. Solche Schaltimpulse erzeugen eigentlich kein hoerbares Prasseln. Meist resultieren Stoerungen von Siliziumdioden in einem harten Klangbild. Wenns im Lautsprecher prasselt, ist was faul.Saarmichel hat geschrieben:Trotzdem filtert die Gleichrichterröhre scheinbar die Schaltimpulse des Brückengleichrichters vollständig heraus. Diese Schaltimpulse der Dioden verursachen nämlich das Prasseln und Spratzeln das im Mittelhochtöner hörbar wird.
Richtig, das ermoeglicht es eine Drossel zu nehmen die fuer geringere Spannungen isoliert ist. Diese Loesung hat aber auch Nachteile. Die Filterwirkung ist nicht ganz so gut. Streukapazitaeten zwischen den Wicklungen des Netztrafos und von den Wicklungen des Trafos zum Kern liegen Parallel zur Drossel.Saarmichel hat geschrieben:Und die Siebdrossel Masse-seitig hat auch nicht die Probleme mit der nötigen Spannungsfestigkeit wie eine Siebdrossel die Plus-seitig verbaut wird.
Siebungen so auszulegen, dass sich Restbrumm gegenseitig aufhebt ist ziemlich schwierig und wuerde fuer jeden Amp einen Abgleich erfordern. ich schaetze mal die Siebung ist einfach ausreichend. Eine Endstufe brummfrei zu kriegen ist kein Hexenwerk und Bedarf auch nicht sonderlichen Schaltungstricks. Endstufen sind recht tolerant gegenueber Restbrumm auf der Hochspannung.Saarmichel hat geschrieben:Im Grunde hat so eine einfache Einwegegleichrichtung den Nachteil das der Restbrumm (Restwelligkeit) ziemlich groß ist. Aber warum ist dann der Audioromy absolut brummfrei ????. Ganz einfach, wahrscheinlich heben sich der Restbrumm der 813-Heizspannung und die der Anodenspannungen von Endröhren, Vor- und Treiberstufe gegeneinander vollständig auf.
Gruss
Thomas