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Verfasst: So 14. Sep 2008, 18:16
von VinylSavor
Hallo!
Saarmichel hat geschrieben:Oder wie die Gleichrichterröhre in die Hochvoltsektion der 813-Anodenspannung-Schaltung eingebunden wurde. Die Gleichrichterröhre sitzt nämlich nicht Plusseitig (B+) sondern Masseseitig, ebenso wie die Siebdrossel. Vorteil ist das die 5Z3P Gleichrichterröhre nicht den Ladestromstoß der Siebkette abbekommt, deswegen sind auch die relativ große Lade- und Siebelkos möglich ohne das es in der Gleichrichterröhre bei einschalten wie wild funkt. Die 5Z3P verträgt nämlich nur max. 4 µF als Ladekondensator.
Ob in der Plus oder Minusleitung, die Stromstoesse sind gleich, da immer ein Stromkreis geschlossen sein muss. Sinn einer solchen Anordnung ist normalerweise durch die Aufwaermzeit der Roehre ein verzoegertes Hochfahren der Hochspannung zu erzielen. Dafuer ist die 5Z3 aber nicht besonders geeignet, da sie direkt geheizt ist und damit sehr schnell hochfaehrt. Hier sind indirekt geheizte Dioden viel besser geeignet, z.b. TV-Damper. Beim Einschalten funkts nur deshalb nicht in der Roehre, da die Ladeelkos sofort nach einschalten schon ueber die Siliziumdioden aufgeladen werden. Waehrend die 5Z3 noch kalt ist laden die ueber den Parallelwiderstand zur Roehre. Damit ist nur im Einschaltmoment die Belastung der Roehre verringert. Im Betrieb sieht sie immer noch zu grosse Elkos. Keine so glueckliche Wahl.

Saarmichel hat geschrieben:Trotzdem filtert die Gleichrichterröhre scheinbar die Schaltimpulse des Brückengleichrichters vollständig heraus. Diese Schaltimpulse der Dioden verursachen nämlich das Prasseln und Spratzeln das im Mittelhochtöner hörbar wird.
Schaltimpulse von Siliziumdioden kann die Roehre nicht rausfiltern. Solche Schaltimpulse erzeugen eigentlich kein hoerbares Prasseln. Meist resultieren Stoerungen von Siliziumdioden in einem harten Klangbild. Wenns im Lautsprecher prasselt, ist was faul.

Saarmichel hat geschrieben:Und die Siebdrossel Masse-seitig hat auch nicht die Probleme mit der nötigen Spannungsfestigkeit wie eine Siebdrossel die Plus-seitig verbaut wird.
Richtig, das ermoeglicht es eine Drossel zu nehmen die fuer geringere Spannungen isoliert ist. Diese Loesung hat aber auch Nachteile. Die Filterwirkung ist nicht ganz so gut. Streukapazitaeten zwischen den Wicklungen des Netztrafos und von den Wicklungen des Trafos zum Kern liegen Parallel zur Drossel.

Saarmichel hat geschrieben:Im Grunde hat so eine einfache Einwegegleichrichtung den Nachteil das der Restbrumm (Restwelligkeit) ziemlich groß ist. Aber warum ist dann der Audioromy absolut brummfrei ????. Ganz einfach, wahrscheinlich heben sich der Restbrumm der 813-Heizspannung und die der Anodenspannungen von Endröhren, Vor- und Treiberstufe gegeneinander vollständig auf.
Siebungen so auszulegen, dass sich Restbrumm gegenseitig aufhebt ist ziemlich schwierig und wuerde fuer jeden Amp einen Abgleich erfordern. ich schaetze mal die Siebung ist einfach ausreichend. Eine Endstufe brummfrei zu kriegen ist kein Hexenwerk und Bedarf auch nicht sonderlichen Schaltungstricks. Endstufen sind recht tolerant gegenueber Restbrumm auf der Hochspannung.

Gruss

Thomas

Verfasst: So 14. Sep 2008, 19:32
von vintage64
Hi Michael,

das könnte gut möglich sein, denn Du hast ja schon eine beeindruckende Zahl von Röhrenamps im Vergleich gehört ! :OK: :D
Und endlich mal wieder ein Chinese, an dem man nicht rumfummeln muß, damit er vernünftig läuft. Fast zu schön, um wahr ...
Spaß beiseite, Du hast mich überzeugt, daß technisches Design und Ausführung beim Fu-13 exzellent sind und ich werde demnächst ordern. :mrgreen:
Herzlichen Dank für Deine phantastische - und objektive - Berichterstattung. Da könnte sich manch ein Magazin ne dicke Scheibe abschneiden ! :Chin3:

Viele Grüße,
Henning

P.S.: Ich bin aktuell wirklich sowas von zufrieden mit meinen Monos, mal schauen wie lange ich es aushalte, den Fu-13 "im Karton" zu lassen ...

Verfasst: So 14. Sep 2008, 20:41
von Saarmichel
Hallo Thomas,

Danke für Deine Ausführungen. Es mag sein wie es will, auf jeden Fall ist der Audioromy FU-13 der mit Abstand ruhigste Röhrenamp den ich kenne, fast alle (eigentlich alle) andere meiner Röhrenamps erzeugen die ein oder andere Geräuschkulisse die da eigentlich nicht hingehört. Im Grunde ist es (mir) auch egal wie das bei Audioromy FU-13 erreicht worden ist. Ich freue mich jedenfalls das es so ist und ich nicht vom eigentlichen Musikhören mehr oder weniger stark abgelenkt werde. So soll es eigentlich auch sein und so ist es zum Glück auch :OK: :king: Das das dem vergleichweise "billigen" Audioromy FU-13 gelingt wertet für mich diesen Röhrenamp zum fantastischen, ehrlichen und präzisen Klang nur noch mehr auf. Ich bin jedenfalls wunschlos glücklich und deshalb betrachtet ich meine Suche auch als entgültig beendet an- ich bin endlich am Ziel meiner Träume.........

:beer

Verfasst: So 14. Sep 2008, 20:45
von Saarmichel
Hallo Henning,
vintage64 hat geschrieben: P.S.: Ich bin aktuell wirklich sowas von zufrieden mit meinen Monos, mal schauen wie lange ich es aushalte, den Fu-13 "im Karton" zu lassen ...
Das Bessere ist des Guten Feind :mrgreen:

:king: :OK:

Verfasst: So 14. Sep 2008, 20:48
von Tubes
Hallo Michael,

es ist immer wieder schön, ein gestecktes Ziel erreicht zu haben ... :OK:

Hoffen wir 'mal, dass Dein Gerät kein Ausreißer ist und die evtl. nachfolgenden mit eben den genannten Qualitäten aufwarten können.
Möglicherweise wird Henning ja schon bald berichten.

Verfasst: Mo 15. Sep 2008, 08:57
von VinylSavor
Hallo Michel,

mir ging es nur darum die technischen Ausfuehrungen richtig zu ztellen. Wie gesagt, dass der amp ruhig ist und Dir klanglich gefaellt, glaube ich Dir natuerlich. Ich habe das Teil nie gehoert und erlaube mir deshalb auch kein Urteil ueber den Klang.

Das wundert mich, dass Du schon viele amps mit Stoergeraeuschen gehoert hast. Wie gesagt, eine Endstufe ruhig zu kriegen, so dass selbst an einem 100dB+ Lautsprecher von der Hoerposition aus nichst zu auszumachen ist, ist kein Kunstwerk. Ein amp der das nicht schafft ist eigentlich als Fehlkonstruktion zu bewerten.

Gruss

Thomas

Verfasst: Mo 15. Sep 2008, 17:52
von DB
VinylSavor hat geschrieben:Hallo!
Saarmichel hat geschrieben:Oder wie die Gleichrichterröhre in die Hochvoltsektion der 813-Anodenspannung-Schaltung eingebunden wurde. Die Gleichrichterröhre sitzt nämlich nicht Plusseitig (B+) sondern Masseseitig, ebenso wie die Siebdrossel. Vorteil ist das die 5Z3P Gleichrichterröhre nicht den Ladestromstoß der Siebkette abbekommt, deswegen sind auch die relativ große Lade- und Siebelkos möglich ohne das es in der Gleichrichterröhre bei einschalten wie wild funkt. Die 5Z3P verträgt nämlich nur max. 4 µF als Ladekondensator.
Ob in der Plus oder Minusleitung, die Stromstoesse sind gleich, da immer ein Stromkreis geschlossen sein muss. Sinn einer solchen Anordnung ist normalerweise durch die Aufwaermzeit der Roehre ein verzoegertes Hochfahren der Hochspannung zu erzielen. Dafuer ist die 5Z3 aber nicht besonders geeignet, da sie direkt geheizt ist und damit sehr schnell hochfaehrt. Hier sind indirekt geheizte Dioden viel besser geeignet, z.b. TV-Damper. Beim Einschalten funkts nur deshalb nicht in der Roehre, da die Ladeelkos sofort nach einschalten schon ueber die Siliziumdioden aufgeladen werden. Waehrend die 5Z3 noch kalt ist laden die ueber den Parallelwiderstand zur Roehre. Damit ist nur im Einschaltmoment die Belastung der Roehre verringert. Im Betrieb sieht sie immer noch zu grosse Elkos. Keine so glueckliche Wahl.
Die Ladestromstöße (kurzer Stromflußwinkel und hoher Spitzenstrom) ruinieren mittelfristig die Katode der 5Z3. Wenn man das vermeiden will, könnte man z.B. mit einem reinen L-Eingang arbeiten.

MfG

DB

Verfasst: Di 16. Sep 2008, 09:41
von VinylSavor
Hallo DB,

das ist natuerlich richtig, solch eine Modifikation macht aber hier in dem Zusammenhang wenig Sinn, da ein anderer Netztrafo benoetigt wuerde und auch die Drossel sicher nicht fuer den Betrieb in L-Eingang ausgelegt ist. Sie kann wahrscheinlich weder den hohen Wechselstromanteil und die bei L-Eingang hohen Spannungsspitzen vertragen (da sie schon wegen der hohen DC-Spannung in die Minusleitung gelegt wurde) noch duerfte die Drossel die kritische Induktivitaet haben die fuer einen korrekt dimensionierten L-Eingang erforderlich ist.

Filterung mit L-Eingang ist natuerlich die beste Loesung, aber bei einem minimalistischen Low-Cost-Konzept, wie es hier vorliegt eher ungeeignet.

Gruss

Thomas

Verfasst: Di 16. Sep 2008, 12:44
von vintage64
Hallo Thomas,

woran könnte es Deiner Meinung nach liegen, daß mein rechter Mono-Block (MC-845C) deutlich mehr brummt als mein linker, dessen Brummen fast unhörbar ist [img:19:15]http://www.cosgan.de/images/smilie/konfus/d075.gif[/img]

Ich werde auf jeden Fall im Herbst mal den Versuch unternehmen, die Monos mit 115V zu betreiben.
Der interne Umschalter scheint komplett verkabelt zu sein ... werde berichten.

Gruß,
Henning

Verfasst: Di 16. Sep 2008, 14:10
von VinylSavor
Hallo Henning,

wenn nur ein Monoblock betroffen ist, kann es schonmal nicht an der Schaltung oder am Konzept liegen. Da ist dann eher auf ein schlechtes Bauteil zu schliessen.

Ist der Brumm 50Hz oder 100Hz ? Eher ein Sinus (gleichmaessiger Ton) oder begleitet von einem Sirren ?

Wenn es ein reiner 50Hz oder 100Hz Brumm ist, und die Endroehre direkt geheizt mit Wechselspannungsheizung ist, kann es an einer Unsymmetrie der Kathode liegen. Hat die Endstufe Entbrummpotis an der Heizung ?

Wenn DC-geheizt, ist meist noch eine Restwelligkeit auf der Heizspannung die unter Umstaenden auch nicht mehr rauszusymmetrieren ist. Dann ist der Brumm von einem Sirren unterlegt.

Mit einem Schaltplan ist eine Ferndiagnose natuerlich einfacher. Es gibt aber trotzdem einiges, was Du probieren kannst.

Wenn Du die Endroehren zwischen den Endstufen wechselst, geht der Brumm dann mit ?

Ist der Brumm bei kurzgeschlossenem Eingang noch vorhanden ?

Ansonsten bleibt dann nur systematisch vorzugehen und die Brummquelle zu ermitteln.

Falls eine Unsymmetrie der Kathode als Ursache auszuschliessen ist, beim Wechsel der Roehren der Brumm also bei der gleichen Endstufe bleibt, koennte auch ein Elko in der Siebkette ausgetrocknet sein.

Um die Stelle zu lokalisieren kann man so vorgehen:

Das Gitter der Endroehre auf Masse legen. Wenn die Endstufe mit Kathodenbias arbeitet, kann man einfach den KoppelC abloeten und das Gitter an Masse legen. Falls Fixed Bias muesste man sehen wie der Bias erzeugt wird. Man koennte dann das Gitter von der vorigen Stufe abgklemmen (bias-Versorgung dran lassen) und mittels C an Masse legen, z.B mittels 1uF. Aber hier musste man die Schaltung kennen, falls DC-gekoppelt ist anders vorzugehen.

Falls der Brumm bei einem solchen Test gleich ist, liegt es im Bereich der Endroehre, also z.B. defekter Elko in der Hochspannung oder DC-Heizung, dann koennte man die betreffenden Elkos mal ausloeten und ersetzen und durchmessen.

Falls der Brumm bei obigem Test weg ist, liegt er im Bereich der Vor- und Treiberstufe, dann muss man sich mit gleichen Methoden weiter vorhangeln, bis die betroffene Stelle gefunden ist.

Ein etwas schnellerer Test ginge, indem man versuchsweise einfach mal die Siebkapazitaeten verdoppelt, das heisst an den letzten C in Hochspunnungs und DC-Heizungs-Siebung jeweils einen gleichen Wert parallel (natuerlich nicht gleichzeitig sondern hintereinander). Bewirkt das Parallelschalten eine Brummreduktion ist wohl der Kondensator zu dem parallel geschaltet wurde schlecht, diesen dann austauschen.

Immer auf die korrekte Spannungsfestigkeit der Cs achten. Die noetige Sorgfalt und Kenntnis beim Umgang mit hohen Spannungen sind natuerlich Voraussetzung.

Falls all das nichts bringt kann es sich auch um ein Problem in der Massefuehrung handeln, z.B ein schlechter Kontakt oder eine kalte Loetstelle. Dies wuerde man auch lokalisieren koennen, wenn man wie oben schrittweise vorgeht und der Austausch der SiebCs keine Besserung bringt. Dann um die betroffene Stufe alle Loetstellen und Kontakte kontrollieren, eventuell nachloeten.

Ein hoeherer Brumm kann auch entstehen, wenn Ruhestroeme stark daneben liegen. Sind die Ruehestroeme in Ordnung ? Diese muessten gegebenenfalls, falls betroffen, auch in der Treiber- und Vorstufe kontrolliert werden, z.B. durch Vergleich der Spannungen an Anode und Kathode ziwschen beiden Endstufen, Abweichungen im Bereich 10% sind allerdings normal. Es koennte z.B. ein Kathodenwiderstand niederohmig geworden sein, oder ein Kathodenbypasskondensator koennte defekt sein und einen Schluss haben.

Ich wuerde mal auf Endroehre tippen, oder ausgetrockneten Elko, aber das ist ein Schuss ins Blaue. Ich hoffe die Tipps helfen Dir ein bischen weiter. Falls Du weitere Fragen hast, lass es mich wissen. falls Du einen Schaltplan hast, bitte mal posten. Auch ein Foto vom Innenleben koennte helfen.

Viele Gruesse und viel Glueck bei der Suche :OK:

Thomas

Verfasst: Di 16. Sep 2008, 16:07
von Vinni
Hennig - hast du denn mitlerweile mal den Lötkolben geschwungen? Meine Monos sind auch ruhiger geworden nach denne ich die Mods vorgenommen habe - nunja wirklich störend gebrummt haben sie vorher auch nicht...Aber der Brumm aus den LS ist defintiv etwas runtergegangen und wenn ich das an meinem 89 db merke :|

Verfasst: Di 16. Sep 2008, 16:34
von VinylSavor
Hallo!

Brumm an 89dB Lautsprechern :shock:

Hab inzwischen den anderen thread zu diesen amps gefunden mit den Bildern. Scheint doch ein konzeptionelles Problem zu sein, da dort von generellem Brumm berichtet wird.

Den Bildern nach ein sehr einfaches Konzept, keine Drossel in der Siebung, sondern nur CRC. Die Versorgung der Treiberstufe sieht nach Spannungsdopplerschaltung aus.

Offensichtlich gibt es auch schon eine Mod-Liste fuer diesen Amp.

Ich kann nur empfehlen die Brummquelle(n) systematisch zu identifizieren, mittles oben beschriebener Methodik und einzeln auszumerzen.

Wenn es mehrere Brummquellen gibt, koennen die sich auch ueberlagern und teilweise gegenseitig ausloeschen, so dass es passieren kann, dass einer leiser brummt als der andere.

Gruss

Thomas

Verfasst: Di 16. Sep 2008, 17:21
von Saarmichel
Hallo Thomas.
VinylSavor hat geschrieben:
Das wundert mich, dass Du schon viele amps mit Stoergeraeuschen gehoert hast. Wie gesagt, eine Endstufe ruhig zu kriegen, so dass selbst an einem 100dB+ Lautsprecher von der Hoerposition aus nichst zu auszumachen ist, ist kein Kunstwerk. Ein amp der das nicht schafft ist eigentlich als Fehlkonstruktion zu bewerten.
Brumm- oder Zirpgeräusche sind meiner Erfahrung nach leider eher die Regel als die Ausnahme, auch Trafobrummen findet man öfter. Das es Audioromy gelungen ist den Audioromy FU-13 absolut geräuschfrei zu konstruieren ist wirklich aller Ehren wert, dass schaffen nämlich die wenigsten Chinesen. Und der Preis ist dabei noch nicht einmal ausschlaggebend. Das Trafobrummproblem scheinen jedenfalls alle Meixing/Ming Da Monoblöcke zu kennen, im Internet findet man jedenfalls eine ganze Menge Threads wo das erwähnt wurde. Genauso das die Monos scheinbar alle einen gewissen Netzbrumm haben. Dieser rote Faden zieht sich jetzt schon mehrere Jahre quer durch alle Berichte. Man kann es sehen wie man will, Meixing/Ming Da ist anscheint nicht fähig (oder gewillt) dieses Problem (Trafoqualität und Schaltungskonzept) in den Griff zu bekommen. Auch ich bin der Meinung das sowas im Grunde eine Fehlkonstruktion ist, daran kann auch nicht darüber hinweg täuschen das die Amps ansonsten gut klingen.

Bei meinen Meixing/Ming DA MC3008-A Monoblöcken beträgt die Brummspannung übrigens rechts wie links 3 mV (AC) an der 4 Ohm Anzapfung und 4 mV (AC) an der 8 Ohm Anzapfung. Das ist ansich nicht viel, allerdings bei 107-110 db/1W/1m Wirkungsgrad meiner auf möglicht hohen Wirkungsgrad gezüchteten Vollbereichshörner ist das schon sehr deutlich hörbar.

[IMG:150:128]http://img516.imageshack.us/img516/2751 ... ca2.th.jpg[/img]

Edit: Habs mal gerade nachgerechnet: 28600mV/3mV=9533, dass entspräche dann ca. -40 db (wenn ich mich nicht irre) 107 db - 40 db = 67 db/1m Brumm, pro Lautsprecher wohlgemerkt !!!. Bei einen 97 db/1W/1m Lautsprecher also 57 db/1m Brumm und bei einem 87 db/1W/1m Lautsprecher dann 47 db/1m Brumm.

Im Grunde disqualizieren sich die Meixing/Ming Da schon von vorne herein, eine Verstärker sollte nämlich im Neuzustand nicht brummen, dass der Käufer erst einmal nachbessern muß bevor die Kisten brummfrei werden ist eigentlich ein Unding. Das es auch ohne brummen geht beweist der Audioromy FU-13, da muss nämlich ab Auslieferungszustand nix nachgebessert werden.

Verfasst: Di 16. Sep 2008, 18:15
von GlowingTube
vintage64 hat geschrieben:Hallo Thomas,

woran könnte es Deiner Meinung nach liegen, daß mein rechter Mono-Block (MC-845C) deutlich mehr brummt als mein linker, dessen Brummen fast unhörbar ist [img:19:15]http://www.cosgan.de/images/smilie/konfus/d075.gif[/img]

Ich werde auf jeden Fall im Herbst mal den Versuch unternehmen, die Monos mit 115V zu betreiben.
Der interne Umschalter scheint komplett verkabelt zu sein ... werde berichten.

Gruß,
Henning
Moin Henning,

weil ich es kürzlich auch ein Brummen bei einem Mono hatte, meine Frage, ob Du von verschiedenen Steckdosenplätzen die Monos versorgst? Mache dann ggf. den Test mit einer Verlängerungskabel und speise von der SD ein, wo es nicht brummt.

Oder wie verhält es sich, wenn Du die Verkabelung lässt und nur mal die beiden Monos vertauscht? Welcher brummt dann?

LG
Rainer

Verfasst: Di 16. Sep 2008, 20:04
von Saarmichel
GlowingTube hat geschrieben: Moin Henning,

weil ich es kürzlich auch ein Brummen bei einem Mono hatte, meine Frage, ob Du von verschiedenen Steckdosenplätzen die Monos versorgst? Mache dann ggf. den Test mit einer Verlängerungskabel und speise von der SD ein, wo es nicht brummt.

Oder wie verhält es sich, wenn Du die Verkabelung lässt und nur mal die beiden Monos vertauscht? Welcher brummt dann?

LG
Rainer
Hallo Rainer,

mit dieser Annahme könntest Du absolut recht haben, als ich neulich den Stromverbrauch der Unison Research Smart 845-SE Monoblöcke per Steckmessgerät überprüfen wollte haben beide Monoblock auch gebrummt . Das Messgerät stecke in der benachbarten Steckdose (Doppelsteckdose) wo normalerweise auch eine Mehrfachsteckdose angeschlossen ist. An dieser Mehrfachsteckdose sind die Monoblöcke und der CD-Player angeschlossen. Dieser geringe Potenzialunterschied reichte schon aus um ein sehr lautes brummen zu verursachen.

Verfasst: Di 16. Sep 2008, 20:09
von GlowingTube
Hi Michael,

ich denke genau so, daß es minimale Potentialunterschiede sind, die das Brummen (bei mir jedenfalls) verursacht haben.

Und ich denke, daß Henning das auf jeden Fall prüfen sollte bevor er an's Eingemachte geht.

Meine Cayin-Monos habe ich schon wieder wechgemacht und dafür hat nun ein Vau-Siebzig Einzug gehalten... neben dem Cayin A-88T R&R.

Tschüssi
Rainer

Verfasst: Di 16. Sep 2008, 22:13
von vintage64
Hallo Thomas,

herzlichen Dank für Deine ausführlichen Hinweise und Tipps ! :beer
Muß ich gerad' mal abspeichern ...

Rainer, auch Dank für diesen Hinweis. Ich versorge die gesamte Kette von einer Steckdose, an dieser hängt eine 6-fach Leiste, an dieser wiederum eine 6-fach Leiste. Die Monos werden von der letzten Leiste versorgt. Obwohl ... so sicher bin ich mir momentan nicht. Werde auf jeden Fall morgen mal einen Versuch zum Potentialausgleich anstellen.

Vinni, noch hab' ich die Monos nicht nach Anleitung entbrummt. Habe lediglich beide Koppel-Kondensatoren gegen besseres getauscht.

Michael, Du hast Recht. Die allermeisten Chinesen scheinen zu brummen ! :(
Was den Brumm an meinen Monos angeht: immerhin doch so gering, daß ich mich auf keinen Fall zum gegenwärtigen Zeitpunkt in aufwändiges Löten und Prüfen stürzen will. Vor allem auch wegen sehr schlechter Erfahrungen beim aufwändigen Tunen meines Yarland 845 SET. Trotzdem bin ich für die Infos von Thomas sehr dankbar ! Sobald ich mich aufraffen kann, ernsthaft loszulegen, werden mir diese Infos sehr helfen. Ebenso natürlich die pdf-Datei zum Umbau von Martin. :Chin3:

Es ist ein gleichmäßiges, für's Ohr eher "angenehmes" Brummen. Ist es nicht so, daß bauartbedingt Verstärker mit Single Ended Trioden immer einen Restbrumm haben ?!
Jemand hat bei einem Online Versand zu den 805 Meixings (alter Bauart) einen Kommentar abgegeben und behauptet, die würden mit 115 V deutlich weniger brummen. Auch bei ihm brummte ein Gerät stärker bei Versorgung mit 230 V ...
Angesichts des gezahlten Preises bin ich sehr zufrieden, trotz dieses "kleinen Wermutstropfens". :wink:

Zum Klang meiner Monos muß ich doch sagen, mit deutlichem Abstand das Beste, was ich seit 4 Jahren im Röhrenbereich an meiner Kette hatte ! :mrgreen: :D

Vielen Dank an Euch alle und einen schönen Abend,
Gruß, Henning

P.S.: Der Audioromy Fu-13 ist imho mal einen Test wert. Hoffentlich haben die keine zu hohe Serienstreuung. Die Tatsache, daß er derart brummfrei ist, sollte zwar eigentlich selbstverständlich sein, darf aber in Anbetracht der mit den China-Amps gemachten Erfahrungen als veritable Überraschung gelten ! :D

Verfasst: Di 16. Sep 2008, 22:36
von Saarmichel
vintage64 hat geschrieben:Ist es nicht so, daß bauartbedingt Verstärker mit Single Ended Trioden immer einen Restbrumm haben ?!
Hallo Henning,

nee, ein SE-Amp (spez. Hochspannungs-Senderöhren-SE Amp) muss eben nicht bauartbedingt brummen wenn er richtig konstruiert wurde.

Ein Audioromy FU-13 brummt auch an meinen Hörnern nicht das geringste bisschen. Außerdem ist dazu der Klang vom allerfeinsten. Und selbst eine 845, 211, 805 ist im Vergleich zur hell leuchtende FU-13 ein stink langweilige Funzel.

[IMG:113:165]http://img398.imageshack.us/img398/5649 ... cb6.th.jpg[/img]

Und, eine FU-13 oder auch 813 wackelt im Gegensatz zu einer 211, 845, 805 nicht wie ein Kuhschwanz in der Röhrenfassung herum.

Mein Red Dragon 211-SE hatte bei erwärmen übrigens auch mal immer angefangen zu brummen. Ursache war ein schlechte Kontaktierung der 211er Röhrenpins zu den Federlaschen des Röhrensockels. Ein mehrmaliges rein+raus drehen (in der Bajonett-Fassung) hat dieses Problem beseitigt.

Verfasst: Di 16. Sep 2008, 22:44
von vintage64
Hallo Michael,

wirklich beeindruckendes "Feuerwerk" ! :OK: :shock:

Wenn der klanglich auch nur halb so lecker ist, wie er aussieht ... :mrgreen: :wink:

Stimmt, bei meinem Yarland 845SE wackelten die großen Tuben auch beängstigend in der Fassung. Bei den Monos doch deutlich fester arretiert.
Hast Du mal was zur Lebensdauer einer 813 gelesen ? Die 845 soll doch beeindruckend lange halten. Habe irgendwas von >10.000 h in Erinnerung.

Viele Grüße,
Henning

Verfasst: Di 16. Sep 2008, 22:48
von Saarmichel
Hallo Henning,
vintage64 hat geschrieben:
P.S.: Der Audioromy Fu-13 ist imho mal einen Test wert. Hoffentlich haben die keine zu hohe Serienstreuung. Die Tatsache, daß er derart brummfrei ist, sollte zwar eigentlich selbstverständlich sein, darf aber in Anbetracht der mit den China-Amps gemachten Erfahrungen als veritable Überraschung gelten ! :D
Auch dazu noch ein paar Komentare.
koifarm hat geschrieben:Was wichtig ist dass da gar kein brummen an meiner 90db lautsprecher ist. Und ich finde denn klang deutlich besser als den yaqin 300B.
sucher hat geschrieben: Absolut brummfrei, keine Nebengeräusche, knapp 50 Watt Single Ended. Die absolute Präzisionsmaschine. Auflösung total an meinen Elektrostaten. Ohne irgendwas weichzuspülen.......einfach nur einsame Klasse !
Auch mein Audioromy FU-13 ist wie schon mehrfach erwähnt absolut brummfrei. In dem Ding ist ja vergleichsweise wenig drin, weshalb die Serienkonstanz sehr gut zu sein scheint.