Seite 2 von 3
Verfasst: Fr 30. Apr 2010, 10:45
von marty
Hallo Andreas,
ich schließe mich Jens an, die m.E. besten Bücher zum Thema.
Aber, damit Du weiter kommst, lade Dir den PSU-Designer aus dem Web:
http://www.duncanamps.com/psud2/index.html
...und dann schaust Du mal wie Du damit klar kommst, ansonsten meld Dich hier.
Gruß
Martin
Verfasst: Fr 30. Apr 2010, 12:18
von ADausF
Mach ich!
Danke euch!
Verfasst: Sa 1. Mai 2010, 12:50
von ADausF
mit dem PSU Designer komme ich nicht weiter.
Der will Dinge wissen die ich ihm nicht geben kann.
Bei den Trafoangaben:
T1 Wert: Spannung der Sekundärseite?
Und welchen Widerstandswert will das Programm?
C1 Wert: Kondensatorwert okay, aber woher kommt der Widerstandswert (Ohm) beim Kondensator?
R1: was soll der dort am Ende? Nur zum Schliessen des Stromkreises/Messen? Aber was soll ich da für ein Wert einsetzen bei der Simmu?
Das ist alles ausgehend wenn ich mir das Programm runterlade und aufmache. Dann erscheinen diese Bauteile.
Wie kann ich eigentlich Bauteile löschen/einfügen in dieses Programm?
Ich habe mich mal etwas schlauer gelesen was Siebung etc anbetrifft.
Bin aber immer noch etwas hilflos bei dem Thema.
Soll ich bei meinem Vorhaben (TRA 200 von 250V auf 310V) nach dem Gleichrichter ein Ladeelko setzen Plus nachfolgend eine Siebung mit Widerstand + C? Also CRC?
Das Verändert mir die Spannung doch nochmals wenn ich nach dem CL ein R + C1 setze?
Eine CLC Siebung ist größer (Abmaße wg. Spule) + teurer aber verlustärmer? Weil der Innenwiderstand der L gering ist? Also wird eine CLC dort eingesetzt wo ich hohe Spannungen brauch?
Okay. Ich habe zuviele Fragen...
..bleiben wir mal bei der Simmu Software...
Verfasst: Sa 1. Mai 2010, 13:10
von ADausF
Ich bin wie Ihr merkt noch ganz am Anfang mit meinem Wissen.
Ein Spezi werde ich nie werden und habe dies auch nicht vor.
Nur wenn ich etwas anfange, möchte ich auch wissen was ich tue.
Bei dem Thema kommen schon Fragen zusammen.
Ich liste für mich mal die Fragen die ich habe, oft nicht brennend, aber doch offen. Wer also Lust mir auf die Sprünge zu helfen dem bin ich dankbar.
offene Frage zu diesem Amp.
laut Schaltung kommt da ne Anodenspannung von 310V drauf...laut Datenblatt der ECF 82 ist das extrem hoch. Empfohlen wird max 300V.
Habe ich ein falsches Datenblatt oder ist die höhere Spannung nur eine Empfehlung und beschränkt nur die Lebensdauer im Endeffekt?
Wo soll ich Sicherungen bei dieser Schaltung einbauen? Vorm NT... welcher Wert.. woanders noch?
Verfasst: Sa 1. Mai 2010, 14:11
von marty
Hallo Andreas,
kurz ein paar Antworten, ich schreibe heute Abend/Nacht ausführlicher.
Den V-Wert am eingezeichneten Trafo kannst Du ändern, indem Du mit der rechten Maustaste auf die Zahl drückst, hier gibst Du 230V ein.
Am Trafo misst Du mit dem Ohm-Meter den Gleichstrom(DC)-Widerstand, der wird dann ca. zwischen 50 und 150 Ohm liegen und gibst ihn wie oben beschrieben ein.
Die Kondensator Werte kannst Du ebenfalls so ändern.
Die Widerstände am Kondensator sind die sog. ESR-Widerstände, Wikipedia öffnen Kondensator eingeben und mal durchlesen. Die Werte kennst Du nicht, kannst aber mal ca. 10 Ohm eingeben.
Wenn Du auf C-Filter in der Zeichnung mit der rechten Maustaste drückst, dann kannst Du ein zus. Siebglied einfügen.
Den Ladewiderstand am Schluss kannst Du auf eben diese Weise in eine Stromverbraucher umwandeln, die 10mA sind geschätzt.
Für die Schaltung am Besten eine CRC-Siebung.
Sollte dann ungefähr so aussehen:
[img:132:147]http://www.abload.de/thumb/andreas_ampb418.jpg[/img]
Du must dann mit dem Siebwiederstand, Wattzahl beachten, die Spannung über Erhöhung/Erniedrigung der Ohmwerte einstellen.
Je höher desto mehr Siebwirkung, gilt auch für die Kondensatoren.
Alles weitere später...
Gruß
Martin
Verfasst: Sa 1. Mai 2010, 16:52
von ADausF
Danke!
Dann geh ich mal schauen....
Da kannst auch mal schauen... so die Richtung soll es optisch werden...
(in Paint gemalt, wie immer)
[IMG:1300:1300]http://s1.directupload.net/images/100501/srjyidwu.jpg[/img]
hier schonmal das V2A Blech für die Mitte... eben im Keller gebogen und gebohrt...
[IMG:2177:2376]http://s5.directupload.net/images/100501/w4mrdvhn.jpg[/img]
Verfasst: Sa 1. Mai 2010, 17:15
von ADausF
Trafo
Primärseite 35 Ohm
Sekundär (230V) 100 Ohm
Sekundär (20V) 10 Ohm
Also mit 110 Ohm Rechnen?
Verfasst: Sa 1. Mai 2010, 17:46
von ADausF
Hallo Martin,
ich habe mit 250V gerechnet weil ich ja 2 Wicklungen an dem Ding hab.
230V + 20V (+2x6,3V)
Oder soll ich die 2. Wicklung einfach Arbeitslos lassen?
Mein Simmuprogramm wirft mir aber nix raus rechts im Feld? (Dunkelgrau)
Wenn ichs mit der CRC Siebung geschnallt und gerechnet habe, bin ich eigentlich für die nächste Zeit zufrieden

Verfasst: Sa 1. Mai 2010, 21:59
von mb-de
Hallo Martin!
Ein paar Ergaenzungen zu Deinen Kommentaren:
marty hat geschrieben:
Am Trafo misst Du mit dem Ohm-Meter den Gleichstrom(DC)-Widerstand, der wird dann ca. zwischen 50 und 150 Ohm liegen und gibst ihn wie oben beschrieben ein.
Nicht vergessen: Primaer- und Sekundaerwiderstand messen, dann Sekundaerleerlaufspannung des Trafos ermitteln (Primaerseite ans Netz - mit Sicherung - Sekundaerspannung mit hochohmigem Wechselstromvoltmeter messen - selbiges am besten schon vor dem Anschalten der Primaerwicklung ans Netz anschliessen) - Netzspannung an der Primaerwicklung messen, Uebersetzungsverhaeltnis des Trafos berechnen N=Usek/Upri.
Angepasste Leerlaufsekundaerspannung fuer Netznennspannung U=N*230V.
Trafowiderstand fuer die Berechnung R=Rsek+N^2*Rpri.
Hallo Martin!
marty hat geschrieben:Die Widerstände am Kondensator sind die sog. ESR-Widerstände, Wikipedia öffnen Kondensator eingeben und mal durchlesen. Die Werte kennst Du nicht, kannst aber mal ca. 10 Ohm eingeben.
Die Werte stehen im Datenblatt des Kondensators - im Internet danach suche lohnt sich. Zehn Ohm ist viel zu hoch - bei der Mehrzahl moderner Elkos liegt der Wert unter ein Ohm...
Fuettert man PSUD mit falsche Werten, wird das Ergebnis unzuverlaessig...
Gruesse
Micha
===
Verfasst: Sa 1. Mai 2010, 22:52
von marty
Hallo Micha,
danke für die Ergänzung zu meinen Angaben.
Ich bin auch gerade bei meinen 'Bauvorhaben' am Thema ESR.
Ich benutze allerdings Folien-Cs und meine darauf folgende PSU-Analyse kommt zu völlig anderen Ergebnissen als die Realität.
Bei Elkos hatte ich bisher keine Probleme mit PSU-D. Wie verhalten sich den die ESR-Werte bei Folien?
Ich hatte die Meinung, dass nur der DC-Widerstand sekundär benötigt wird, durch die quadratische Übersetzung des Wickelverhältnisses von R bei AC, sieht dass ja völlig anders aus.
Hier könnte auch der Grund für die Abweichung bei meiner Spannungsversorgung zu finden sein. Werde ich mal prüfen.
Danke und Gruß
Martin
Verfasst: Sa 1. Mai 2010, 23:13
von marty
Hallo Andreas,
da bin ich wieder...
ADausF hat geschrieben:
ich habe mit 250V gerechnet weil ich ja 2 Wicklungen an dem Ding hab.
230V + 20V (+2x6,3V)
Oder soll ich die 2. Wicklung einfach Arbeitslos lassen?
Genau, auf die Wicklungsabgänge von 20V kommen am Besten 2 Schrumpfschläuche drauf.
ADausF hat geschrieben:
Mein Simmuprogramm wirft mir aber nix raus rechts im Feld? (Dunkelgrau)
Du musst links im Feld einen Haken setzen z.B. bei V(I1). Dann drückst Du ganz rechts auf die Lupe mit dem roten Kreuz, dann siehst Du, die Spannungsschwankungen Deiner bis dahin gesiebten Gleichspannung.
Wenn Du es etwas kleiner sehen möchtest, das Lupensymbol in der Mitte.
Wenn was nicht klappt, versuche ich es gerne auch nochmal zu erläutern, auch zum Thema Bauteile austauschen, etc. Ich kann Leute nicht ausstehen die mit irgendwelchem Wissen protzen und es nicht weiter geben können. Wobei mein Wissen ja gar nicht zum Protzen reichen würde.
ADausF hat geschrieben:
offene Frage zu diesem Amp.
laut Schaltung kommt da ne Anodenspannung von 310V drauf...laut Datenblatt der ECF 82 ist das extrem hoch. Empfohlen wird max 300V.
Habe ich ein falsches Datenblatt oder ist die höhere Spannung nur eine Empfehlung und beschränkt nur die Lebensdauer im Endeffekt?
Die Röhre wird nicht diese Spannung 'sehen' weil zwischen der Anode und der Spannungszuführung noch Widerstände sind. Der linke Teil am Eingang wo der Pentodenteil der Röhre ist macht mir hierbei keine Sorgen. Hier ist ein 'echter' Widerstand. Beim rechten Teil wo der Übertrager ist, sieht das etwas anders aus. Der Übertrager hat einen unterschiedlichen Gleich- und Wechselstromwiderstand. Miss doch mal die Primärwicklung (DC). Martin Thewes hat eine Anodenspannung von 150V angegeben. Das finde ich als eher wenig. Das würde auf einen sehr hohen Gleichstromwiderstand hinweisen.
Gruß
Martin
PS Das was Micha zum Thema Trafo messen geschrieben hat, solltest Du, mal prüfen. Dieser Wert kann auf jeden Fall einen deutlich stärkeren Wert auf Deine Siebung haben als die abweichenden ESR-Werte der Elkos
Verfasst: Sa 1. Mai 2010, 23:44
von ADausF
Hallo Ihr 2,
bei mir fallen langsam die Rolläden runter...
Ihr seit wohl eher Nachtmenschen...
Schau mal ob ich da richtig Messe bei dem Übertrager...wenn ja, dann 150 Ohm.
[IMG:1200:900]http://s5.directupload.net/images/100501/4mhec4kd.jpg[/img]
Bei Dieter habe ich mir die Bürklin AÜ 6 mitbestellt. Als Alternative zu diesem hier.... sollte ich vielleicht den Bürklin AÜ 6 einsetzten?
https://www.buerklin.com/default.asp?srch=C106300
Es soll fest beim Erstlings und Übungs Amp bleiben... aber wenn ich schon ein nettes Gehäuse baue... vielleicht würde es den AÜ 6 Einsatz schon rechtfertigen, oder denkst Du das die ganze Schaltung eher überhaupt keine Erwartungen erfüllen wird...? Dann bleib ich beim 100V Conrad Übertrager...
Die anderen Messungen mit Fuppes mach ich morgen.
Danke!

Verfasst: Sa 1. Mai 2010, 23:52
von ADausF
okay... ich habe mein zweites Auge auch nochmal aufgemacht... (reiner Parallaxefehler)
die 2 Äußeren ( 0 / 0,625W) ergeben 454 Ohm!

Verfasst: So 2. Mai 2010, 00:40
von marty
Hallo Andreas,
ADausF hat geschrieben:
bei mir fallen langsam die Rolläden runter...
Ihr seit wohl eher Nachtmenschen...
Nee, eher Familienmensch meine Frau macht schon Heia und ich häng auch bereits in den Seilen.
Ich meld mich dann morgen wieder.
Gute Nacht
Martin
Verfasst: So 2. Mai 2010, 10:23
von ADausF
Neuer Tag, neues Glück....
könnte so die Siebung passen?
[IMG:754:579]http://s10.directupload.net/images/100502/t7nded6x.jpg[/img]
Teile habe ich so da....
Kann man das dann prüfen/Testen ?
Gruss
Andreas
Verfasst: So 2. Mai 2010, 10:26
von ADausF
Post it!: (gelber Zettel damit ich es nicht vergesse)
(PSUD2) wie soll das Bild rechts aussehen, worauf muss man achten?
Ich habe ja nur mehr oder weniger auf die erzielte Spannung geachtet...
Was würde sich in der Schaltung wohlmöglich alles ändern mit dem Bürklin AÜ 6?
Verfasst: So 2. Mai 2010, 10:41
von marty
Guten Morgen,
ADausF hat geschrieben:
Bei Dieter habe ich mir die Bürklin AÜ 6 mitbestellt. Als Alternative zu diesem hier.... sollte ich vielleicht den Bürklin AÜ 6 einsetzten?
...... oder denkst Du das die ganze Schaltung eher überhaupt keine Erwartungen erfüllen wird...?
Vielleicht habe ich ja auch einen Denkfehler, aber die Angaben im Schaltplan bei der rechten Triodenstufe 'gefallen' mir gar nicht. Nachdem Du auch den Trafo gemessen hast.
1. Der Übertrager kann keine 160V abbauen damit, wie im Schaltplan, angegeben, die Anode 'nur' 150 V sieht. (rund 10V Spannungsabfall sind nach Deiner Messung realistisch und nachvollziehbar).
2. 150V und 18mA sind weit über der angegebenen Leistung der Röhre, über kurz oder lang verabschiedet sich die Röhre, was dann durchaus zu einem Kurzschluss führen kann.
Vielleicht ist die Schaltung für E-Gitarre eher (als Endstufenverzerrer

) ja durchaus geeignet.
Zum Thema Aü6 Schau doch mal hier:
http://www.roehrenkramladen.de/ECL82/ecl82_text.htm
Der ist für Hifi gebaut, sauberer Schaltplan, verspricht deutlich besseren Klang, die Netzversorgung läßt sich prima mit dem Wüsten-Trafo realisieren. Gut, 2 neue Röhren (ab 15 Euro das Paar) und sicher auch ein paar Euro in Kleinteile wären nochmal zu investieren.
Dein Gehäusekonzept dürfte sich auch weiterhin verwenden lassen.
Gruß
Martin
Verfasst: So 2. Mai 2010, 10:43
von marty
Hallo Andreas,
Jetzt haben sich unsere Posts überschnitten. Ich schaue es mir gleich an.
Gruß
Martin
Verfasst: So 2. Mai 2010, 10:48
von ADausF

2 Deppen ein Gedanke... (sorry)
ich denke schon seit geraumer Zeit auf Änderung in dieses...
[IMG:704:529]http://s10.directupload.net/images/100502/mehwvqnp.jpg[/img]
bei
www.tube-amp.ch
gesehen.
Wenn ich den Trafo weiter verwenden kann.... sei es drum...
aber bitte werf mal ein Blick auf den AÜ 6 von Bürklin... geht der auch mit diesem Amp?
Verfasst: So 2. Mai 2010, 11:19
von marty
Hallo Andreas,
der Bürklin Trafo hat genau wie der Conrad Trafo keinen sog. Luftspalt, für das 'Abfangen' der auftretenden Vormagnetisierung durch den Ruhestrom der Enröhre fließt.
Diese Ausgangstrafos sind im Grundsatz keine Schönklinger, aber eben preiswert.
Letztendlich war, EDIT Hans Borngräber EDIT, damit so zufrieden, dass er die Bürklin AÜTs, die eigentlich nur als Testobjekte geplant waren, eingebaut gelassen hat.
Zu der, zugegeben optisch sehr schönen, schweizer Lösung:
Der Übertrager , Bürklin hat 3200 Ohm Impedanz für 4Ohm Lautsprecher, der Reinhöfer AÜT 6600 Ohm, mit mehreren Sekundärabgriffen und den angesprochenen Luftspalt.
Ich würde den Bürklin ohne Luftspalt nicht an dieser Schaltung betreiben.
Schwierig zu sagen welcher der beiden Amps besser klingen wird, beide sind gegengekoppelt, der schweizer hat sicher den flexibleren aber auch teureren Übertrager (Stk. 37Euro) eingebaut.
Gruß
Martin
EDIT: Teil gelöscht, weil so nicht stimmig. Der Kondensator hat hier eine andere Aufgabe. Es gibt aber tatsächlich Möglichkeiten in sog. Parafeed Schaltungen AÜTs ohne Luftspalt 'sauber' einzusetzen.