Hallo Andreas,
ADausF hat geschrieben:Hallo Martin,
ich habe bei dem Heizkreis gemeint das ich den Kreis gegen PE /Masse liegen habe.
Tu mir doch einen gefallen

und versuche Dir das Ohmsche-Gesetz, immer mal wieder abzurufen, so im Hintergrund, wie Zähne putzen vorm ins Bett gehen
Was passiert wenn 6,3V Heizkreis gegen Masse gehen -> Genau Kurzschluss, es fließt ein annähernd unendlicher Strom denn die Anschlusskabel haben ja (fast) keinen Widerstand.
So Du baust also 2 x 100 Ohm Widerstände ein gegen Masse, würde ich übrigends auch so machen, da fließt dann ein kleiner Strom. Alles Roger.
Die Masse hat, wenn mit Erde verbunden, immer 0 Volt.
Soweit konnte ich Dir hoffentlich Deine Frage beantworten, jetzt noch ein paar Beispiele, damit das 'Zähne putzen' nicht so schwer fällt.
So, Dein Trafo macht nach dem Gleichrichter und dem Ladeelko rund 360V ohne Last, lassen wir mal die Elkos aussen vor, was passiert wenn Du 360V auf 2 in Reihe geschaltete 820 Ohm Widerstände losläßt und dann nach Masse verbindest:
360V durch 1640 Ohm ergibt 220 mA die dann im Widerstand in Wärme umgewandelt werden (Niiicht ausprobieren, kann der Trafo nicht !!!!)
Watt = Spannung mal Strom -> 0,220 A x 360V = 79,2 Watt müssen dann in Wärme umgewandelt, also verheizt werden.
Hättest Du nur einen Widerstand mit 1640 Ohm müsste dieser also knapp
80 Watt verheizen:
Da Du das ganze ja mit 2 Widerständen gleich großen Widerständen von 820 Ohm machst, teilt sich die Spannung auch in 2 gleich große Teile auf:
Vor dem ersten Widerstand auf Masse gemessen hast Du die 360 V nach dem ersten Widerstand auf Masse misst Du 180 V. Das heißt an jedem Widerstand fallen 180V ab, das bedeutet:
jeder Widerstand wir 'nur' mit (180V x 0,220 A) belastet, also jeder muss rund 40 Watt aushalten.
Hier mal ein Bild:
http://de.wikipedia.org/w/index.php?tit ... 0207210415
So jetzt verbinden wir nicht direkt über einen Draht nach Masse, sondern über einen 150.000 Ohm Widerstand (150k).
360 durch 151.640 Ohm (die 2 820ger sind dazugerechnet) ergibt 2,4 mA
Watt = Spannung mal Strom -> 0,0024 A x 360V = 0,86 W -> die nun verheizt werden müssen.
Schauen wir uns hier mal die Teilspannungen an
R = U : I --> Ohmsches Gesetz umgestellt ergibt --> U = R x I
Also 820 x 0,0024 = 1,968 Volt also rund 2 Volt
Diese 2 Volt fallen je nach den beiden 820gern ab.
Das heißt misst Du vor dem 1. 820 Ohm Widerstand hast Du 360 Volt, also die Ausgangsspannung nach dem Gleichrichter, dann nach dem 1. Widerstand 358 V nach dem 2. 820ger 356V.
2 Volt x 0,0024 A = 0,005 Watt muss je der 820 Ohm Widerstand aushalten, das ist fast nichts.
Irgendwie logisch, der 150k Widerstand muss dann den Rest übernehmen.
356 Volt x 0,0024 A = ca. 0,85 Watt, auch noch nicht weltbewegend aber doch rund 170 mal mehr.
So jetzt weißt Du auch was auf der Messuhr stehen wird, wenn Du Deine Schaltung misst, rund 356 Volt also fast keine Veränderung zu den 360 Volt nach dem Gleichrichter.
Solltest Du 2 x 150k anstatt den vorher eingesetzten 2 x 900k verwendet haben so ist der resultierende Widerstand nur noch halb so groß -> also 75k
Kannst ja jetzt selber mal rechnen, wie es sich mit 75k verhält
Los, keine Müdigkeit vortäuschen.
Gruß
Martin
PS Und wenn Du Dich darüber wunderst warum sich jetzt der Widerstand in Parallelschaltung halbiert hat, dann empfehle ich die Wikipedia, einmal suchen nach Reihenschaltung und einmal suchen nach Parallelschaltung.
