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RCA Living Stereo vs Mercury Living Presence vs Decca SXL
Verfasst: Sa 8. Jan 2005, 22:32
von Tubes
Moin,
da in einem Tubistenforum überwiegend analog hörende Aficionados parlieren, lade ich zu einem Informationsaustausch über o.g. Analog-Pretiosen ein. Diskussionsgrundlage sollen die wunderbaren Aufnahmen der Jahre 1954 (Deutschland Weltmeister, ich geboren) bis ca. Ende 1970 sein. Egal ob Klassik, Pop oder Jazz, wichtig ist allein die maßstabsetzende Klangqualität (viel Zeit, geringe Kosten) dieser zum größten Teil interpretatorischen Referenzaufnahmen. Vielleicht hat der eine oder andere von euch dazu auch noch Literaturempfehlungen.
Hope
Heiner

Re: RCA Living Stereo vs Mercury Living Presence vs Decca SX
Verfasst: So 9. Jan 2005, 20:46
von 2285b
Anonym hat geschrieben:Moin,
da in einem Tubistenforum überwiegend analog hörende Aficionados parlieren
ob das hier irgendjemand so streng nimmt
...aber ist wirklich ein interessantes Thema. Ich habe von den o.g. noch ca. 1,2 m in meinem Regalen. Nur ist z. Zt. mein Dreher "im Trockendock"
also kommt Zeit, kommt Diskussion
Gruß
Axel
Verfasst: Mo 6. Jun 2005, 19:06
von Tubes
Moin,
für Interessierte gibt es hier die passende Literatur zum Thema:
1. Mercury Living Presence - von Wolfgang Beinhauer
2. Full Frequency Stereophonic Sound , London und Decca - by Robert Moon and Michael Gray
3. The RCA Bible - by Jonathan Valin
4. Living Stereo - von D. Brakemeyer (zu teuer)
Viel Spass beim Stöbern

Verfasst: Mo 6. Jun 2005, 22:18
von Thargor
Hi Heiner,
soweit ich weiss ist keines davon mehr im Handel erhältlich? Hast Du eine Bezugsquelle?
Das Brakemeier-Teil ist gerade im Analog-Forum im Angebot. Aber ich habe erneut beschlossen, dass meine Sammlung viel zu klein ist, als die Anschaffung zu Rechtfertigen
Gruß Thargor.
Verfasst: Mo 6. Jun 2005, 22:56
von Tubes
Na ja,
ich habe 1-3 original und 4 als Kopie (Brake).

Verfasst: Mo 6. Jun 2005, 23:46
von vintage64
Hi,
dieses Thema ist vielleicht noch etwas vielschichtiger als "nur" analog

:
Ich genieße die RCA Living Stereos und Mercury Living Presence Aufnahmen auf SACD Stereo.

Sie sind wirklich phantastisch. Selbst direkt in DSD aufgenommene Klassikaufnahmen kommen imho nicht ganz an diese urgewaltige Präsenz heran.
Als Beispiel kann ich da Rachmaninov, Symphony no. 2 u.a., Ivan Fischer, BFO auf Channel Classics nennen:
h**p://
www.sa-cd.net/showtitle/1992
Die Dynamik ist einen Tick weniger spektakulär und die räumliche Aura vielleicht einen Hauch geringer als bei den altvorderen Aufnahmen. Nichts desto Trotz eine gleichfalls phänomenale Aufnahme.
SACD hat eine Dynamik und Detailpräsenz, die vielleicht von Vinyl in dieser Kombination nur auf wirklich exquisiten Laufwerken erreicht oder gar übertrumpft werden kann.
Dafür klingt Vinyl - schon auf einfachen Drehern wie meinem - irgendwie lebendiger, organischer und von den Klangfarben her schöner...
Aber SACD ist klanglich ganz nah dran am Vinyl, klingt nur eben etwas anders...
Beides phantastisch. Bestimmt haben diese legendären Aufnahmen gerade auf Vinyl ihren besonderen Reiz. Muß allerdings gestehen, sie bislang nicht auf diesem Medium gehört zu haben, so daß mir der Vergleich fehlt. Und außerdem im Moment ein diesen Aufnahmen würdiger Dreher...
Viele Grüße, Henning
Verfasst: Di 7. Jun 2005, 21:33
von Tubes
Moin Henning,
wart's ab.
Die o.g. Literatur ist allerdings sehr schwer zu bekommen.
Wenn einer von euch Informationen zu Deccas (Londons), Mercs oder RCAs braucht, wende er sich an mich.
@ Kleines Kaff
Die Brakemeyer-Schwarte lohnt nicht, sie wimmelt nur so von Halbwissen und Spekulationen und ist restlos überteuert, genau wie die von ihm damals angebotenen Schallplatten.

Verfasst: Di 7. Jun 2005, 22:21
von rubicon
Hallo,
erstklassige ältere Aufnahmen gibt´s auch vom DOT-Label in Amerika. Hab zuhause eine Sammlung älterer Songs aus den 50er Jahren (Pat Boone, Conway Twitty u.a.) von diesem Label. Sagenhaft gute Aufnahmequalität!
Gruß
Franz
Verfasst: Mi 8. Jun 2005, 12:04
von Thargor
Angus hat geschrieben:@ Kleines Kaff
Die Brakemeyer-Schwarte lohnt nicht, sie wimmelt nur so von Halbwissen und Spekulationen und ist restlos überteuert, genau wie die von ihm damals angebotenen Schallplatten.

Das hatte ich bereits befürchtet.... Aber der Preis und das Marketing seinerzeit waren schon High-Endig.....
@Franz Danke für den DOT-Tip.

Werde mal nach solchen Ausschau halten.
Gruß Thargor.
Verfasst: Mi 8. Jun 2005, 13:29
von rubicon
Verfasst: Mi 8. Jun 2005, 18:23
von Tubes
Harry Langer von Black*Pearls hat immer wieder 'mal
Bücher zum Thema.
Im Zweifelsfall direkt Harry fragen, er ist Mitglied im RuH unter Black*Pearls. Er sagt, es käme demnächst wieder was rein.

Verfasst: Mo 13. Jun 2005, 18:39
von 2285b
Moin,
eine gute Seite mit Infos über die Decca SXLs habe ich
hier gefunden.
Heiner, wie ich sehe handelt Harry jetzt auch mit Phonozubehör.
Grüße
Axel
Verfasst: Mo 13. Jun 2005, 20:20
von Tubes
Yep,
und ich glaube, dass man gut von ihm beraten wird.

Verfasst: Do 30. Jun 2005, 22:34
von Tubes
Ich habe heute richtig Geld bei ihm gelassen. Zwei original Soria-Pressungen von Strauss' - Don Quichote - und Bizets - Carmen - für gute Teuros ersteigert. Sorias sind die Alben mit den üppigen, Klebebildern ausgestatteten Librettos in Luxusausführung. Heute unbezahlbar.

Verfasst: Do 30. Jun 2005, 22:36
von hifiwilli
Hallo Heiner,
stell doch mal ein Foto ein. Hab ich noch nie gesehen.
mfg Jürgen
Verfasst: Do 30. Jun 2005, 22:46
von 2285b
Sorias sind die Alben mit den üppigen, Klebebildern ausgestatteten Librettos in Luxusausführung. Heute unbezahlbar.
hoißt es nicht Libretti ?
Abziehbildchen auf toiren LPs

ein Bild würde mich auch interessieren...
Verfasst: Do 30. Jun 2005, 22:54
von hifiwilli
Bevor es hier Streit gibt...
libretto
li'bret•to [~t??] pl librettos, libretti [~t?] s Libretto n: a) Textbuch n, b) (Opern- etc) Text m.
(c) Langenscheidt.
Ist wohl beides richtig, warum auch immer....
mfg Jürgen
Verfasst: Do 30. Jun 2005, 22:55
von Tubes
Ich weiß nicht, wie das geht.
Aber stell Dir 'mal eine CD im LP-Format vor und darin findest Du ein Heft (Libretto, 60seitig) mit Texten, eingeklebten Bildern und weiteren Informationen zur Aufnahme. Dazu haben sich die besten Toningenieure und Produzenten eingefunden, um klanglich das Optimum aus der Aufnahme 'rauszukitzeln und auf LP zu pressen. Das war in den Mitt- bis Endfünfzigern!

Verfasst: Do 30. Jun 2005, 22:58
von 2285b
Das war in den Mitt- bis Endfünfzigern!
Da haben die Toningenieure auch noch so etwas wie Berufsethos gehabt! Die goldene Ära...
Jürgen, da gibt keinen Streit unter Latoinern

Verfasst: Do 30. Jun 2005, 23:02
von hifiwilli
Errare humanum est,
sprach der Igel und stieg von der drahtbürste
