Moin Kion,
kion hat geschrieben:
Wenn ich die Beiträge so durchlese, scheint mir die Kombination aus Rega RB600 und Denon DL103 als Start ganz vernünftig zu sein, und auch in dem Preisrahmen zu liegen (natürlich ohne den Preis für den Verdier).
... nö, das steht da eigentlich nirgends ...
... zumal ein DL-103 an einem Rega-Arm nur ein Kompromis darstellt ... der Tonarm sollte für ein 103er schon etwas schwerer sein ... das geht also nur annähernd, aber nicht wirklich auf hohem Niveau (=Kompromis).
Den Rega würde ich ebenso wie den Ittok eher mit einem MMchen oder einem der größeren 1/2-Zoll Ortoföner wie z.B. dem Rohmann paaren. Und bevor ich einen Rega nähme würde ich eher nach einem Origin Live Ausschau halten, der zwar auf dem Rega basiert, aber nochmals mehr kann und trotzdem preislich sehr ähnlich liegt.
kion hat geschrieben:
Den RB600 habe ich für 750 neu gesehen, das Alu-Board mit Rega - Bohrung ist ja dabei. Ginge evtl. auch ein RB 700?
Alle Tonarme die der Rega-Geometrie folgen, würden dann auf die gleiche Basis passen ... hier geht es immer um den Montageabstand zwischen Tellerachse und Tonarmdrehpunkt sowie den für den Tonarm benötigten Befestigungspunkten.
So haben z.B. die Linn-Arme eine andere Befestigung (Schraubenabstand und Teilungswinkel - also auf die 360 Grad des Kreisbogens um das Loch für den Armschaft bezogen - der Tonarmbasis und Durchmesser des Tonarmschaftes an sich - der muß ja irgendwie durch dei Tonarmbasis hindurch) als z.B. Rega-Arme ...
... der SME z.B. braucht i.d.R. das Langloch für die Verstellung des Drehpunktes/ aka in diesem Zusammenhang Überhang über den Schlitten ...
... er wird also auch anders eingestellt ... während Du also z.B. bei einem Rega oder Ittok vorne in der Headshell den TA nach vorne oder hinten verschiebst, damit sich die richtige Einstellung des Überhanges einstellt, verschiebst Du bei einem SME den Tonarmdrehpunkt solange bis der Überhang stimmt. Zu diesem Zweck ist der Abstand der Nadelspitze vom Tonarmdrehpunkt bei der originalen SME-Headshell auch nciht veränderlich ...
In diesem Zusammenhang ist es aber nachher bei der Armmontage ausgesprochen wichtig, daß Du den Montageabstand bei der Positionierung der von Dir gewählten Basis, die ja drehbar auf der Platine angebracht wird, exakt stimmt ...
... also mußt Du den Tonarmausleger so positionieren, daß der Abstand von Tellerachse zu Tonarmdrehpunkt wirklich exakt den Herstellerangaben entspricht ... für einen Rega wären das 237 mm, für einen Ittok 229 mm und für einen FR-64S 245 mm, für einen Hadcock GH228 228,6 mm ...
kion hat geschrieben:
Bei unbegrenztem Budget wäre Ortofon SPU und 3012 wohl die Kombination der Wahl. Richtig?
Jein ... eher ebenso eine mögliche Kombination, wie z.B. FR-64S mit FR-7 oder Ortofon RMG309i mit SPU Classic oder ... eine Frage des persönlichen Geschmacks ...
kion hat geschrieben:
Gibt es eigentlich irgendwas bei der Verbindung der Teile zu beachten? Sind die Arme zu den Tonabnehmern kompatibel?
Es gibt Tonabnehmer mit 1/2-Zoll-Montage ... also die TAs, die mittels 2 Schraube in eine Headshell geschraubt werden und solche, die bereits ihre eigene Headshell mitbringen, wie z.B. EMT TSD15 oder Ortofon SPU Classic in der G-Shell ...
... die 1/2-Zoll-Systeme passen unter jede Headhsell und auch unter Atonarme, die selbst eine feste Headshell mitbringen, wie z.B. ein Ittok, ein Rega oder Hadcock/ Mayware/ Pluto/ Schröder und Co. ...
... Tonarme wie ein SME 3009/ 3012, ein Ortofon RMG 309i oder die sog. EMT Banane haben eine abnehmbare Headshell, die über einen Bajonettanschluß zuerst gesteckt und dann mittels Überwurfmutter verschraubt werden ... hier gibt es einen Unterschied ... den SME/IEA-Standard, der den Zentrierpin auf der anderen Seite hat, wie z.B. die klassischen EMT-Arme und Headshells ... eine SME-kompatibel Headshell paßt also nicht auf einen EMT 929-Arm, ein TSD-15 in der EMT-Headshell deshalb auch nicht auf einen SME oder SONY-PUA ...
Dann kannst Du an jedem SME-Bajonett auch verschiedene aus dem Zubehörhandel stammende Headshells wie z.B. das Orsonic/ Clearaudio Stability oder die neuerdings gehypten Holzderivate montieren ... einzig zu beachtender Punkt ist das Eigengewicht der verwendeten Headshell, da Du darüber die effektive Masse des Tonarmes veränderst ... je schwerer die Headshell, desto "schwerer" wird nachher die dynamische (effektive) Masse des betreffenden Arms.
P.S:
Und bitte Vorsicht bei den SPUs ... die gibt es sowohl für noramle 1/2-Zollmontage ... z.B. Royal N ... und sowohl in der kürzeren A-Shell als auch in der längeren G-Shell ... die A-Shell ist nur für die alten Tonarme RMA-309 und RMA-212 von Ortofon und deren Pendants unter der EMT-Flagge ... die G-Shell-System passen z.B. an einen SME 3012 oder 3009 oder jeden anderen Arm mit ausreichend schwer effektiver Masse und SME-Bajonett, die 1/2-Zoll-Systeme dann unter jede Headshell ...