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Röhren altern

Verfasst: Di 21. Jul 2009, 07:57
von triode
Hallo,
da ich einen weichen Klang bevorzuge und gehört habe das alte gebrauchte Röhren so klingen und meine Gedult begrenzt ist habe ich die Idee meine Röhren (6L6) künstlich zu altern.
Dazu hätte ich gerne Tipps und Tricks.

Verfasst: Di 21. Jul 2009, 11:08
von AndreasS
Hallo Gerhard,

es ist nicht erwiesen, ob der "Klang" alter Röhren seine Ursache in der Alterung (Abnahme der Emission usw.) hat; genauso könnte die Technologie der Röhrenproduktion in den Anfängen der Grund sein.

Einfachste Methode für Deinen Wunsch: gebrauchte Röhren kaufen, die sind bestimmt billiger als neue.

Gruß Andreas

Verfasst: Di 21. Jul 2009, 21:34
von kaspie
Lieber Gerhard,

bevor Du auf hörensagen reinfällst, solltest Du Dich ein wenig mit Literatur auseinandersetzen.

Wenn Dein Verstärker hart klingt, muß das nicht unbedingt mit den Röhren zusammenhängen.
Da gibt es noch die Schaltung, die Bauteile, der Lautsprecher usw....


Was macht eine Triode den mit einer Beam Power Tetrode?

Gruß
Kay

Verfasst: Mi 22. Jul 2009, 23:17
von triode
kaspie hat geschrieben: Was macht eine Triode den mit einer Beam Power Tetrode?
Gruß
Kay
Hallo Kay, bin umgestiegen. Habe mein Glück mit 6L6 Stahlröhren in Class A Schaltung gefunden! Die schrillen Röhrensätze werde ich verkaufen.

Verfasst: Do 23. Jul 2009, 08:18
von mb-de
Hallo Gerhard,

aus Neugierde:

6L6 im A-Betrieb, ok.

Aber: Eintakt oder Gegentakt, welcher Arbeitspunkt, welche Anpassung, welcher Treiber?

Gruesse

Micha
=-=

Verfasst: Do 23. Jul 2009, 11:13
von triode
mb-de hat geschrieben: aus Neugierde:
Aber: Eintakt oder Gegentakt, welcher Arbeitspunkt, welche Anpassung, welcher Treiber?
Hallo Micha,
der Verstärker (Rogers E20a ~ Audio Note) arbeitet im Gegentakt mit 6SN7 als Treiber und einer ECC83 im Eingang. Nach etwas tuberoling stellten sich RCA 6L6 Stahlmantel, SOVTEK NOS 6SN7 und JJ803s als ideale Röhenkombi heraus. Der Klang ist transparent, schnell, fein, farbig, unglaublich lebendig und nervt nicht. Zum Arbeitspunkt und zur Anpassung kann ich nichts sagen. Es ist ein Autobiasverstärker mit Partridge Übertrager.

Verfasst: Do 23. Jul 2009, 17:27
von mb-de
Hallo Gerhard,

habe mal ein wenig gegoogelt.

Das gute Stueck ist ja auch schon qua Papierform und Aufbau recht nett...

Wenn der rudimentaere Text bei Rogers nicht irrefuehrend ist, werden die Endroehren als Katodenfolger betrieben, und die eigentliche Spannungsverstaerkung ueber ECC83 und 6SN7 ausgefuehrt, die dann auch den Klang dominieren - die Katodenfolger liefern dann nur noch eine Strom- und damit Leistungsverstaerkung - wenn alles in Klasse A laeuft, ein Konzept, welches zwar nicht allzuviel Leistung, aber dafuer ein sehr sauberes Ausgangssignal produzieren kann...

Selbst in konventioneller Verschaltung mit Endroehren in klassischer Pentodenschaltung und Ueber-Alles-GK ist die Sache vielversprechend.

Dank & Gruss

Micha
=->

Verfasst: Fr 24. Jul 2009, 10:29
von kaspie
triode hat geschrieben:
mb-de hat geschrieben:
Hallo Micha,
der Verstärker (Rogers E20a ~ Audio Note) arbeitet im Gegentakt mit 6SN7 als Treiber und einer ECC83 im Eingang. Nach etwas tuberoling stellten sich RCA 6L6 Stahlmantel, SOVTEK NOS 6SN7 und JJ803s als ideale Röhenkombi heraus. Der Klang ist transparent, schnell, fein, farbig, unglaublich lebendig und nervt nicht. Zum Arbeitspunkt und zur Anpassung kann ich nichts sagen. Es ist ein Autobiasverstärker mit Partridge Übertrager.
Hallo Gerhard,

welche Röhre ist den jetzt im Eingang, die 6 SN 7 oder die ECC 83?
Die Röhren, die die Endröhren antreiben, sie als mit Strom versorgen, bezeichnet man als "Treiber"
Und welche Röhre wird als " Phasensplitter" benutzt?
Das sind die Röhren, die die Phase um 180° drehen, damit die Endröhren im Gegentakt (push-pull) arbeiten können.
Und was ist ein Autobiasverstärker?
Autobias ist auf deutsch " automatische Gittervorspannung". Dieses ist im Normalfall ein R bzw ein RC Glied.

Welchen Lautsprecher betreibst Du und wie sieht die Impedanzlinearisierung dafür aus?

Gruß

Kay

Verfasst: Fr 24. Jul 2009, 12:11
von EL156
kaspie hat geschrieben:Autobias ist auf deutsch " automatische Gittervorspannung". Dieses ist im Normalfall ein R bzw ein RC Glied.
Hallo Kay, alter Junge,

laut Wernicke (Rohde & Schwarz) heißt automatic bias - so der korrekte Ausdruck - übersetzt vollautomatische Gittervorspannung.-

Vorige Tage bin ich im Santa Fe-Express von Düsseldorf in Richtung Dortmund an deiner Hausmarke vorbeigedonnert. Die weithin sichtbare Tafel ist irgendwie imponierend und machte einen nachhaltigen Eindruck auf mich.

Herzliche Grüße,
Kurt

Verfasst: Fr 24. Jul 2009, 14:30
von kaspie
Hallo Kurt,

kann man jetzt daraus auch einen Verstärker bauen? :wink:

Als Lokalpatriot und Vereinsmitglied in eine der 13 Schwelmer Nachbarschaften kommt man nicht an dieses leckere Gebräu dran vorbei :mrgreen:


lieben Gruß

Kay

PS. schön von Dir zu hören bzw.zu lesen