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Röhrenschaltung für diesen Übertrager?
Verfasst: Mi 31. Mär 2010, 15:48
von ADausF
Hallo,
diesen Übertrager habe ich gesichtet für wenig Geld.
http://www.conrad.de/ce/de/product/5161 ... 0.ASTPCCP4
Könnte man mit ihm eine Röhrenschaltung aufbauen, und wenn, welche?
Es soll ein Einstiegsobjekt werden mit Lerneffekt.
Gruss
Andreas
Verfasst: Mi 31. Mär 2010, 16:03
von VinylSavor
Hallo Andreas,
das ist, so wie es aussieht ein 100V ELA Uebertrager. Nicht unbedingt fuer Roehrenendstufen geeignet.
Eine Schaltung nachdem Uebertrgaer aussuchen ist auch nicht gerade der passende Weg zum Einstieg in den Selbstbau. Besser eine einfache Schaltung suchen, die man einigermassen versteht und dann die Bauteile dafuer besorgen. geeignete Universaluebertrgaer fuer kleines Geld gibts z.B. bei Hammond. Aber Du musst da schon mit ein bischen mehr Kosten als 5 Euro rechnen, wenn der Uebertrager eingermassen brauchbar sein soll.
AlexK hat in einem Thread sehr schoene, einfache Schaltungen mit der 6EM7 gepostet, die sind gut zum Einstieg geeignet.
Gruss
Thomas
Verfasst: Mi 31. Mär 2010, 20:15
von ADausF
..es soll nur irgendeine kleine Schaltung damit gebastelt werden. Das "brauchbare" Übertrager mehr Kosten verstehe ich schon.
Es soll eine funktionierende Schaltung damit entstehen. Ob in einem kleinen Amp/ Radio oder KHV ist egal. Daher.. umso günstiger umso besser. Der Lerneffekt ist das Ziel.
Vielleicht kennt da jemand was im Niedervoltbereich das man damit realisieren kann...
Verfasst: Mi 31. Mär 2010, 21:21
von marty
Hallo Andreas,
da Du ja keine Ruhe gibst ....
Martin Thewes hat mit diesem ÜT einen Gitarrenverstärker mit EL84 als Endröhre und ECC83 als Treiber entwickelt.
Das Projekt wurde 2008 oder 09 in der Zeitschrift Gitarre und Bass vorgestellt, wenn Du magst such ich Dir die Schaltung mal raus.
Gruß
Martin
Verfasst: Do 1. Apr 2010, 08:02
von ADausF
Hallo Martin,
das ist ja schonmal ein guter Ansatz!..
obwohl ich damit im Endeffekt nichts anfangen kann
Vielleicht kann man die Schaltung für NF Eingang modifizieren, bzw. auslegen?
Schick mal bitte
... dann kann ich hier den Kollegen und RFT Meister weiterquälen.. der muss mir daraus was fummeln
Gruss und Dank!
Verfasst: Do 1. Apr 2010, 08:52
von Arkadi
Hallo Andreas,
Du kannst beliebige Schaltung mit EL84 nehmen, muss aber dafür sorgen das da ein Lüftspalt ensteht. Am besten mit eine Metalsäge einfach die Schweissnäte durchschneiden, gerade feilen und ein ca. 0,2-0,3mm Papierstreifen zwischen E und I Bleche reinlegen.
Der Last, bei Pentodenbetrieb, von 4ohm soll auf das ganze Sek. Wicklung geschaltet werden. Bei Triodenbetrieb soll 8 ohm Last gleich angeschlossen werden.
Verfasst: Do 1. Apr 2010, 09:01
von marty
Hallo Andreas,
ich habe die Schaltungen verwechselt, sei gnädig mit mir, es war Oktober 2007, die EL84 läuft mit einem Übertrager von Jan Wüsten.
http://www1.gitarrebass.de/magazine/ind ... =200710244
Download mit (Click & Buy)
AAAber, die angesprochene Schaltung mit dem Conrad-Trafo gibt es natürlich auch, allerdings mit PCF 82 Röhre:
http://tubecraft.de/TubeSpot.html
Freier Download auf der Seite ganz unten.
Man kann das Tone-Stack auch weglassen und mit Kondensator koppeln, wie im Artikel beschrieben.
Gruß
Martin
Verfasst: Do 1. Apr 2010, 09:26
von ADausF
Hallo Martin!
Super Super Super!!!!
Da ist doch mein Bastelamp der für ein Appel und ein Ei zu bauen ist...
Da kann ich mal "antesten" ohne mich zu verletzen
Gruss und tausend Dank!
Andreas
Verfasst: Do 1. Apr 2010, 10:10
von marty
Hallo Andreas,
freut mich
....trotzdem auch diese Spannung ist nicht ungefährlich !!!
Ich messe grundsätzlich nichts am offenen Amp wenn er eingesteckt ist.
Wenn die Elkos (sofern vorhanden) entladen sind, klemme ich ein Messgerät an, dann schalte ich den Amp mit ferngesteuerter Steckdose (unter 10 Euro) ein und aus, dann werden die Elkos entladen und erst dann wieder mit den Händen an die Schaltung.
Mein Sohn soll nicht ohne seinen Papa aufwachsen, dann muss er womöglich alleine Eisenbahn spielen. Wer will denn sowas.
Gruß
Martin
Verfasst: Do 1. Apr 2010, 11:15
von ADausF
Ah... habs auch gerade gesehen.. 310V... dachte es wären nur 9V vom Netzteil.....
Verfasst: Do 1. Apr 2010, 13:00
von ADausF
Hallo Martin,
hast Du Dir den Schaltplan des "Netzteils" mal angesehen. Da ist ja neben dem 9V Steckernetzteil ja noch ein Trafo (oder 2?) im Spiel. Das verstehe ich jetzt nicht. Wie bekomme ich die 310V DC hin?
Verfasst: Do 1. Apr 2010, 14:22
von D.Achenbach
ADausF hat geschrieben:Hallo Martin,
hast Du Dir den Schaltplan des "Netzteils" mal angesehen. Da ist ja neben dem 9V Steckernetzteil ja noch ein Trafo (oder 2?) im Spiel. Das verstehe ich jetzt nicht. Wie bekomme ich die 310V DC hin?
Hallo Andreas,
da sind 2 Trafos drin. Zwei Steckernetzteile, die alten mit Trafo. Mit dem ersten wird noch die Röhre geheizt, der zweite wird "falsch" herum benutzt. Die eigentliche Sekundärwicklung wird die Primärwicklung und umgekehrt. Dadurch hat man am Ausgang des zweiten Trafos 210V Wechselspannung.
Auch die tut RICHTIG weh, wenn man dran langt. Kannst es ja mit dicken Gummihandschuhen versuchen.
Spannung ansich ist ja nicht so gefährlich. "Interessant" wird es erst, wenn Strom fließen kann. D.h. eine Hand an der Spannung, die andere hält das Chassis fest, Schweißfüße gehen auch gut. Ganz schlechte Idee.
Nur mal als Beispiel: Ganz, ganz alte Fernsehgeräte hatten oft eine Gleichrichtung direkt am Netz hängen. Minus ging schnurstracks an die Masse. Hat man die angefasst, ist halt so lange nix passiert, bis Strom fließen konnte.
Weiß gar nicht, wie oft ich die draußen beim Kunden ohne was zu merken angefasst habe - ich lebe immer noch.
DAS SOLL JETZT KEIN FREIBRIEF SEIN, HEMMUNGSLOS IN SPANNUNGSFÜHRENDEN GERÄTEN ZU HANTIEREN!
Wichtig ist, wenn man in Geräten misst, dass diese einen wackelfreien Stand haben. Mit den richtigen Messspitzen - die mit ganz kleiner freien Spitze - ist dann auch das Messen gefahrlos möglich.
Gruß
Dieter
Verfasst: Do 1. Apr 2010, 15:42
von marty
Hallo Andreas,
in Ergänzung zu Dieters Post.
Im Prinzip brauchst Du 2 Steckertrafos, bei denen Du das Gehäuse aufmachst und die Trafos rausholst.
Wichtig, die meisten Steckernetzteile (Ladegeräte, etc) sind DC (Gleichstrom), die bringen Dir nichts, also nach AC (Wechselstrom) in 9 Volt schauen, die, die empfohlenen 1 Ampere Stromlieferfähigkeit haben.
Alternativ, holst Du Dir einen Trafo, z.B. von Jan Wüsten, um die 20 Euro, der hat einen Abgriff für 6,3V Heizspannung, dann wird aus der PCF 82 eine ECF 82 werden, weil sonst die Heizspannung zu niedrig ist.
Ansonsten sind die Röhren baugleich.
Die 310V ergeben sich aus der Brücken-Gleichrichtung mit Ladeelko. Da der 'Wüsten-Trafo' etwas mehr als 210 V (nämlich 230 V) auf der Sekundärseite macht, werden nach Gleichrichtung mehr als 310 V anliegen, hier brauchst Du dann Vorwiderstände, die die Spannung reduzieren. Das wird auch unter Umständen dann etwas 'besser' klingen.
Hast Du Dir schon etwas in Richtung Gehäuse überlegt?
Gruß
Martin
Verfasst: Do 1. Apr 2010, 15:51
von ADausF
Gehäuse :-)
Ja. Klar. Das ist in meinem Kopf schon fertig.
Ist aber schwer zu erklären.
Dann werde ich mal ummodeln... mit den ECF 82.. und dem Trafo.. gefällt mir besser die Lösung.
Dieter,.. es wird Arbeit geben!
Verfasst: Do 1. Apr 2010, 15:58
von ADausF
Site für den Trafo?
oder besser direktlink :-)?
Verfasst: Do 1. Apr 2010, 16:00
von ADausF
Gehäuse ungefähr so... Front aufgeteilt, rechts dann ein Gitter zum durchgucken für die Ansicht auf die Röhen... so ungefähr schwebt es mir vor...
[IMG:425:248]http://s10.directupload.net/images/100401/dt5xyluf.png[/img]
Verfasst: Do 1. Apr 2010, 16:54
von marty
Du hälst einen ganz schön in Atem....
Direktlink ist nicht möglich daher:
http://www.askjanfirst.de/dindex.htm
Dann auf Katalog, dann auf Trafos, dann unter 4. klicken
Der Trafo heißt TRA 200
Wenn Du ihn stehend montieren möchtest nimm, die angebotenen Fußwinkel dazu.
Dann besorgst Du Dir noch eine Kaltgerätebuchse und einen bis 3 Sicherungshalter, und läßt Dir von Dieter die Masseverlegung und die optimale Verlegung der Röhrenheizung erklären.
Der Amp hat nur eine kleine Röhre pro Kanal (Die Pentode im Eingang und die Triode am Ausgang ist in einem Glaskolben untergebracht.)
Dafür ist Dein Gehäuse sehr 'wohlwollend' ausgelegt.
Gruß
Martin
Edit: Anzahl der Sicherungshalter
Verfasst: Do 1. Apr 2010, 20:19
von ADausF
Hallo Martin,
ja... schlafen könnt Ihr Nachts!
Danke für den Link.
Wahrscheinlich das ich den Dieter wieder belästigen tue.
Aber anders kennt er mich nicht.
Das Gehäuse wird so ähnlich. Aus Multiplexresten und Blech zusammengebaut. Optisch solls aber schon einigermassen aussehen.
Pures Hinwürgen liegt mir nicht. Das Gehäusematerial muss ich nicht kaufen, ist alles da.
Verfasst: Fr 30. Apr 2010, 09:23
von ADausF
So Mädels,
ich habe die Bauteile zusammen.
Ich habe mir den TRA 200 von Jan Wüsten wie von Martin vorgeschlagen zugelegt.
Meine erste Frage...
wie lege ich die Spannung von 230V auf die geforderten Volt (310V) und wie soll ich Sieben?
Also ich hätte gerne Bauteilewerte oder noch besser... Ne Erklärung wie man das berechnen kann und wie man da rangeht...
Also... Hilfe willkommen... :-)
Verfasst: Fr 30. Apr 2010, 09:46
von jens r.
ADausF hat geschrieben:
Ne Erklärung wie man das berechnen kann und wie man da rangeht...
Moin Moin
Hier steht alles was Du wissen möchtest:
http://www.amazon.de/R%C3%B6hren-NF-Ver ... 430&sr=8-1
http://www.amazon.de/Valve-Amplifiers-M ... -2-catcorr
Viel Erfolg
Jens