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Verfasst: Mi 18. Jul 2007, 13:09
von dukeboris
OK OK, ich werde meine Röhren testen lassen.
Gibt es hier im Forum jemanden der das machen kann und zufällig gerade hier mitliest und dazu noch in der Nähe von Bochum wohnt? Würde mich sehr freuen.
Gruß,
Boris
Verfasst: Mi 18. Jul 2007, 13:34
von Johannes LeBong
... nicht nur die Röhren testen lassen - ich schrieb 'unter anderem die Röhren' - es könnte ja alles mögliche kaputt sein. Die Reparatur ist an sich kein Problem.
Der Vorteil vom Dynaco ist, das es z.B. in USA eine Fangemeinde gibt (ich bin keiner!) und man von daher Ersatzteile oder sogar verbesserte Teile wie z.B. die Hauptplatine aus hochwertigem Epoxy bekommt. Ich meine, ich hätte auch schon neu gefertigte Trafos dafür gesehen.
Grüße, Jo
Verfasst: Mi 18. Jul 2007, 13:43
von dukeboris
Hallo Jo,
Dann muß ich meine Anfrage wohl erweitern.
Wer hilft mir den Dynaco auseinanderzubauen
Gruß,
Boris
Verfasst: Mi 18. Jul 2007, 14:26
von erhard
Hallo Boris,
eigentlich hatten wir ja den Fehlerbereich ja bereits eingekreist.
Es dürfte sich mit größter Wahrscheinlichkeit um das Netzteil handeln, da ja beide Kanäle plötzlich ausfielen.
Das Netzteil besteht aus Gleichrichter und dem Sieb- und Ladeelko sowie der Siedrossel und weiteren RC-Kombinationen für die Vorröhren.
Was ist zu erwarten?
1.Die GZ 34 ist ohne weitere Ursachen gestorben
2.Falls ein zu hoher Strom fließt (s.oben), ist der Mehrfachkondensator hin.
3.Kein Strtom- Leitungsunterbrechung, eventuell Siedrossel gestorben.
Die Stufe nach Drossel und Siebkondensator ist vom Strom her durch einen Siebwiderstand begrenzt, so daß sich dieser Bereich nicht sehr stark auf den Stromfluß auswirkt.
Die Heizung funktioniert offensichtlich.
Die Vermutung, daß "alles mögliche kaputt" sein könnte, ist eher unwahrscheinlich. Allerdings schließe ich nicht aus, daß gleichzeitig die Potis für den Ruhestrom ausfielen, die Übertrager abgeraucht und sämtliche Widerstände abgeraucht sind.
Ein paar Postings zuvor warst Du doch noch der Meinung, daß Du das selbst in den Griff bekommst und jetzt kneifst Du den Selbigen ein???
Also mach Dich auf nach Dortmund, laß die Röhren testen und dann an die Arbeit!!
Schier am Verzweifeln-
Erhard
Verfasst: Mi 18. Jul 2007, 14:32
von dukeboris
Hallo Erhard,
Mit dem Schaltplan in der Hand werde ich heute abend ein paar Messungen machen. Du hast recht: Schwanz einkneifen ist blöd.
Ich werden Strom wie oben beschrieben messen und dann wissen wir mehr. Ich werde es gut dokumentieren, dann haben alle was davon. Vor allem ich :-)
Also bis später dann.
Röhren prüfen steht dann auch noch an.
Gruß,
Boris
Verfasst: Mi 18. Jul 2007, 16:04
von Johannes LeBong
... liegt überhaupt noch Spannung an - an der Sekundär HV-Wicklung am Trafo? (Nur falls dies noch nicht geprüft wurde. Habe ich vielleicht im Verlauf der Diskussion nicht mitgekriegt)
Der Netztrafo könnte ja auch kaputt sein, oder nur eine Lötstelle, oder...
Grüße, Jo
OK, ich klinke mich wieder aus...

Verfasst: Mi 18. Jul 2007, 17:58
von dukeboris
Ihr werdet mich steinigen
Ich habe den Verstärker gerade aufgemacht und bin direkt zielstrebig auf Pin 8 der GZ34 los. Am Ende des Kabl zum Alukapp gibt es keine Lötverbindung mehr.
Ich sofort angelötet und gut ist. Ich habe noch keine LS angeschlossen kann aber eine Spannung von außen an den dafür vorgesehen Buchsen von 1,56V messen. Ich bin SOOooooooooooooooooooo glücklich.
Aber jetzt können wir mal über den Kondensatorkap nachdenken :-)
Gruß,
Boris
Verfasst: Mi 18. Jul 2007, 18:07
von erhard
Boris,
diese peinlichen Erlebnisse sind die, die man so leicht nicht vergißt.
Zumindest kannst Du Dir erst eimal das Geld für eine neue GZ34 sparen!
Gruß
Erhard
Verfasst: Mi 18. Jul 2007, 18:15
von Johannes LeBong
dukeboris hat geschrieben:
Aber jetzt können wir mal über den Kondensatorkap nachdenken :-)
Kondensatorkap?

Ich schätze mal, Du meinst den 'Ladekondensator'.
Wenn dieser noch orginal 'vintage' ist, würde ich ihn unbedingt ersetzen, auch wenn er äußerlich noch nicht offensichtlich durchkorrodiert ist.
MFG, Jo
Verfasst: Mi 18. Jul 2007, 18:23
von dukeboris
Hallo,
Ich habe gerade noch mal die Kiste herausgeholt, die be.audiophil mir mit dem Verstärker zugeschickt hat. Er hat dort folgende Kondensatoren reingelegt und er wird sich sicherlich was dabei gedacht haben.
- 2 x 80uF 450V
- 2 x 100uF 400V
Die Originalen in dem Alugehäuse sind allerdings
- 3 x 20uF
- 1 x 30uF
Ich denke schon, daß sich mein Wohltäter bei der Zugabe der Kondensatoren was gedacht, aber was?
Gruß,
Boris
Verfasst: Mi 18. Jul 2007, 18:58
von erhard
Hallo Boris,
Kondensatoren hinter Röhrengleichrichtern sind nicht ganz ohne!
Erstens muß die Spannungsfestigkeit passen, zweitens sollten sie nicht zu groß sein, sonst stirbt die GZ34 einen Heldentod. Zumindest der Ladekondensator darf bei der GZ 34 nicht mehr als 50 mikrofarad haben.
Gelegentlich werden ja gerade für die Dynaco- Endstufen passende Kondensatoren angeboten(Jan Wüstens)??
Und noch eines:
Wenn Du Dir keine teure Servicewerstatt leisten kannst, mußt Du eben selber ran. Erwarte bitte nicht, daß Dir Deine Mitmenschen Röhrenkennlinien usw. bis in alle Ewigkeit auswerten- es wird Zeit für Dich, da selber etwas mehr einzuarbeiten- es lohnt sich!!!
Literatur ist reichlich vorhanden, auch im Netz.
Die ST70 ist übrigens ein wunderbarer Einstieg in das Röhrenthema, kein anderes Röhrengerät ist derart Opfer von Bastelaktionen geworden.
Eine Vintage-Fisher- Geschichte kann da nicht unbedingt mehr und Besseres ist deutlich teurer.
Ich habe meine nur deshalb abgegeben, weil ich so um 6 weitere Röhren-Endstufen hier stehen habe, die deutlich aufwendiger konzipiert sind.
Wenn Du bislang der Meinung warst, das die ST70 Dir gehört, Du gehörst der ST70!
Weiterhin viel Erfolg
Erhard
Verfasst: Mi 18. Jul 2007, 21:16
von Gast
Hallo Boris,
erhard hat geschrieben:Hallo Boris,
Kondensatoren hinter Röhrengleichrichtern sind nicht ganz ohne!
Erstens muß die Spannungsfestigkeit passen, zweitens sollten sie nicht zu groß sein, sonst stirbt die GZ34 einen Heldentod. Zumindest der Ladekondensator darf bei der GZ 34 nicht mehr als 50 mikrofarad haben.
... si, die Kondensatoren müssen zumindest bzw. erstmal ausreichende Spannungsfestigkeit vorweisen ...
... der Ladekondensator - also der Kondensotor direkt hinter einer GZ34 sollte entspr. Datenblatt nicht größer als 60 µF sein - vgl. [img:1274:1753]
http://www.wps.com/archives/tube-datash ... F656/7.JPG[/img]
... an Pin 2 und 8 der GZ34 liegen bei einer Stereo 70 genau 435 Volt an ...
...danach finden wir die Drossel mit parallel geschaltetem 30µF ...
... somit gehören die 450 Volt Typen parallel und direkt hinter die Drossel ... die Abweichung von 20µF beim ersten Kondi ist an dieser Stelle imho vernachlässigbar ... wenn ich mich richtig erinnere, so sollte ich Dir aber auch mind. 2 Stck. 47 µF/450 Volt BC beigelegt haben ...
... wenn nicht, so würde ich ggf. auch darüber nachdenken, die beiden 60 µF z.B. einfach seriell zu verschalten - hierdurch verdoppelt sich die Spannungsfestigkeit und die Kapazität reduziert sich .... das ist aber imho nicht wirklich erforderlich ...
Der Vierfach-Kondi im Alubecher hat an seiner Unterseite vier Abgriffe/ Anschlüsse - zwischen jedem Abgriff findet sich ein Widerstand - somit sind das dann mehrere R-C-Siebglieder ...
.... und deren Siebwirkung ist zwar auch von der Kapazität der Elkos abhängig, doch da Du im Netzteil zudem auch noch die Drossel hast, nicht mehr so ganz entscheidend. Imho bringt es auch in klanglicher Hinsicht mehr, hier jeden Elko mit guten Qualitäten - also z.B. MKPs oder Ölpapier - und kleinen Werten - so ca. 0,1 bis 0,47 µF - zu brücken ...
Die übrigen Spannungen am Alubecher sind dann ...
-> beim Halbkreis 435V
-> beim unbezeichneten Anschluß 415V
-> beim Dreieck 375V
-> beim Viereck 305V
... ansonsten könnte ich Dir gerne noch eine für die in der ursprünglichen Dimensionierung des Ladekondensators und des ersten Siebgliedes ausreichende Anzahl F&T 10µF/450V - also 4 Stck. - schicken, die Du dann halt parallel verschalten müßtest.
Interessanter würde ich an dieser Stelle die Frage sehen, weshalb sich das Kabel wie von Dir beschrieben selbst entlötet hat. Kannst Du Dir bitte das Aussehen der Lötstelle und des selbsttätig abgefallenen Kabels nochmal genau ins Gedächtnis rufen? Sah das evtl. so aus, als ob dort ein sehr hoher Strom gewirkt hat? ODer könnte es auch sein, daß Du an dieser Stelle einfach nur "schlecht gelötet/ gebraten" hattest?