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Verfasst: So 30. Nov 2008, 13:18
von frido_
Hi Carsten, Hi M;chele, Hi all
carawu hat geschrieben:...der Unterschied Hiraga zu Le-Pacific RIAA ist bekannt????
Dachte die hätten was miteinander zu tun.
Da ich dies:
be.audiophil hat geschrieben:... ja, die Le Pacific wird immer alleinig mit Walther in Verbindung gebracht, soll aber von Jean Hiraga mitentwickelt worden sein bzw. auf einen Entwurf von Hiraga zurückgehen ...
hier mal gelesen hatte.
Wie verhält es sich denn nun genau...?
Wer hat denn da genaues Hintergrundwissen?
Gruß und ansonsten nen schönen Sonntag
Frido
Verfasst: So 30. Nov 2008, 20:40
von carawu
Moin,
den Klang von MKP 10 empfinde
ich als leicht verfärbt. KS tendiert
m.E. zu einem warmen Klangbild, Feinheiten und Dynamikumfang gehen verloren. yemv!
Die Le Pacific wird mit Walther in Verbindung gebracht. Von Hiraga gab es einen passenden MC-Prepre mit identischen Fets. Wer wem geholfen haben soll ist unerheblich, denn hier geht es um die
Le Pacific 2005 "reloaded" von
Thorsten Loesch.
LG Carsten
PS: ja, den Kiwamehändler meinte ich.
Verfasst: So 30. Nov 2008, 21:00
von Michael B
Hai Junks,
hier mal ein kleiner Anreiz zum Ausprobieren:
MKP10 nur in solchen Applikationen verwenden, wo der Betriebsspannungsbereich nahezu stimmt! Ein 250V MKP10 in einer Schaltung mit 24 Volt zum Auskoppeln klingt nicht. Woran das liegt, weiss ich nicht sorry, ist aber in langen Hörvergleichen immer wieder so empfunden worden. Micas sind mbMn überbewertet. Die habe ich auch alle durchgehört und ich habe davon genügend um mir eine Meinung bilden zu können. Es gibt nicht den Kondensator, es gibt nur den passenden für die jeweilige Anwendung. Hier muss probiert und gehört werden. Da hauts mitunter mit einem Teil hin, welches andere wegschmeissen........
Lieben Gruss
M;chele
Verfasst: Mo 1. Dez 2008, 06:46
von bionear
Moin Michael,
MKP10 nur in solchen Applikationen verwenden, wo der Betriebsspannungsbereich nahezu stimmt! Ein 250V MKP10 in einer Schaltung mit 24 Volt zum Auskoppeln klingt nicht.
trifft das nur auf den MKP10 zu oder auch auf andere Caps?
Peter
Verfasst: Mo 1. Dez 2008, 07:52
von Michael B
Hai,
das war nur ein Beispiel, wir haben es auch mit anderen Typen probiert, da war es vergleichbar. Möglicherweise ist die "Vorspannung" der Grund hierfür.. Einfach mal ausprobieren!
Lieben Gruss
M;chele
Verfasst: Mo 1. Dez 2008, 17:47
von bionear
das war nur ein Beispiel, wir haben es auch mit anderen Typen probiert, da war es vergleichbar
Das wäre nicht schön...
Viele gute Caps gibt es zunehmend nur noch mit hoher Spannungsfestigkeit.
Gruß,
Peter
Verfasst: Mo 1. Dez 2008, 17:48
von frido_
Tach M;chele und all
Die MKP10 die ich benutze, habe ich nach einer höheren Betriebsspannungfestigkeit ausgesucht
weil bei ihnen die Spannungssteilheit höher ist als bei kleineren Spannungsfestigkeiten.
Mein Gedanke dazu:
Je kleiner der pfui-bääh tan-δ je größer ist die Spannungssteilheit (mein Wissen oder nicht Wissen

)
Da war für mich der Umkehrschluß...je größer die Spannungssteilheit desto kleiner tan-δ.
Also habe ich mich für höhere Betriebsspannugsfestigkeit entschieden.
Wo liegt da bei mir der Casus Knactus...das ich falsch liege?
Liegt es wömöglich daran das die Spannungssteilheit nicht über den gesamten Betriebsspannungsbereich gleich ist?
Ergo ich mit meiner "niedrigen" Betriebsspannung natürlich ganz weit unten im Betriebsspannungsbereich des C´s liege?
Grüßle Frido
Verfasst: Di 2. Dez 2008, 08:02
von Michael B
Hai Frido,
wenn die Spannungssteilheit für den Bereich der Nennspannung optimiert wurde, sollte demnach auch der tanigittigitt in dem Breich optimal sein, aber ob das der Grund für die gehörten Unterschiede ist, wenn der Kondi im Bereich seiner Nennspannung betrieben wird, i wäs net. Wir haben Kondensatoren gleichen Typs, gleichen Herstellers mit unterschiedlicher Spannungsfestigkeit in der Pacific ausprobiert, hier klangen die Versionen, z.B. MKP4 mit geringerer Spannungsfestigkeit, besser. Mehr Feinzeichnung, mehr Details auch im Bass, dadurch mehr Raum nach hinten, also typisch das, was man sich mit guten Caps erhofft..und derweil auch teuer bezahlt.
Lieben Gruss
M;chele
P.S. Carsten wo bist Du?????
Verfasst: Di 2. Dez 2008, 15:41
von frido_
Tach M;chele und All
Michael B hat geschrieben:Wir haben Kondensatoren gleichen Typs, gleichen Herstellers mit unterschiedlicher Spannungsfestigkeit in der Pacific ausprobiert, hier klangen die Versionen, z.B. MKP4 mit geringerer Spannungsfestigkeit, besser. Mehr Feinzeichnung, mehr Details auch im Bass, dadurch mehr Raum nach hinten, also typisch das, was man sich mit guten Caps erhofft..und derweil auch teuer bezahlt.
.....das ist doch mal ein Anhaltspunkt für die Zukunft.
Hier nur mal ein paar Zahlen:
MKP10: 33nF in 1600VDC = 2100 V/µs
CD42: 33nF in 500VDC = 100000V/µs
Um auf 2100V/µs bei Metall/Kunststoff zu kommen braucht man schon 1600VDC Spannungsfestigkeit.
Wobei ein Glimmerding bei 500V Spannungsfestigkeit 100000V/µs Spannungssteilheit hat.
Ist für mich absolut erstaunlich...
Aber letztendlich zeigts die Praxis.......
Nodda und Gruß
Frido
Verfasst: Do 4. Dez 2008, 20:51
von Frank Löhr
Hallo,
heute bin ich mal mit der Hepos - L`pacific bei Frido vorbeigebremst um mir ein Bild zu machen. Nachdem Frido noch kurz den Lötkolben geschwungen hatte um eine defekte Steckverbindung für mich zu reparieren, konnte gehört werden.
Als erstes trat die Variante "ohne Glimmer" von Frido an. Ich hatte zuletzt Fridos Kette mit dem Volpe2 von Ole gehört...was die Pacific jetzt hier leistete war einfach schwach. Ich hatte extra nochmal Frido gefragt, ob sich sonst etwas in der Kette verändert hätte, war aber wohl nicht. Die Pacific spielte tonal unausgewogen und brachte selbst Fridos recht schlanke Kette zum wummern....imho ist das Ding nix, da muß nochmal Hand angelegt werden, Höhen und Mitten standen etwas schwach einem fetten Grundton und Oberbass gegenüber. Dynamik, Räumlichkeit, Auflösung...alles ok, aber tonal total verbogen.

knödelte irgendwie vor sich hin
Als zweites wurde nun die Glimmer-Pacific gehört, was zu einigen Irritationen führte. Wurde nicht gesagt, die Glimmer hätte "wärmer" geklungen. Auch in Telefonaten hatte ich das so verstanden
Die Glimmer spielte in meinen Ohren bei gleichem Abschluß auf 100kOhm deutlich offener, tonal ausgewogener, dynamischer, mit mehr Auflösung, stellte dem Bass und Grundton jetzt ein mehr als ausreichendes Gegengewicht in Form von Mitten und Höhen entgegen, imho deutlich zuviel Hochton, der sich teilweise in unnatürlichen Zischgeräuschen äußerte. Besser auf alle Fälle, aber wärmer? Nach meiner Definition würde ich von einem deutlich analytischem Klangbild und einer kühlen Tendenz sprechen
Der Vergleich zu meiner Pacific zeigte diese tonal im HT etwas zurückhaltender, für meine Begriffe auch mit einemn Tick mehr "Swing". Mir persönlich hätte dies in Fridos Kette eher zugesagt. Gleichzeitig muß man aber eingestehen, daß die Glimmer in anderen Bereichen die Nasse vorne zu haben schien.
Als letzter Versuch wurde jetzt die Glimmer mit 1kOhm gehört...imho war das eine wesentlich passendere Einstellung für das Shelter an der Glimmer, 10kOhm waren aber auch noch deutlich besser als die 100k. Jetzt empfand ich die Wiedergabe wesentlich natürlicher, dabei ging die Dynamik und Räumlichkeit ebensowenig verloren wie die Auflösung. Für mich der Favorit des Tages
Letztlich liegen wir bezüglich unserer Vorstellung einer naturgetreuen Wiedergabe zwar auseinander, aber wenn Frido seine L`Pacific auf 1-10kOhm stellt wenn ich zum Hören komme, kann ich damit sehr gut leben.
Gruß Frank
Verfasst: Do 4. Dez 2008, 21:00
von Bender
Man Frido du altes Holzohr,
hast du mir letsten Freitag nen Trip in die Limo geschmissen. So schlimm wars doch nicht, oder?
Bin ich halt auch ein Holzohr
Gruss /// Ole
Verfasst: Do 4. Dez 2008, 22:04
von frido_
Nabend
Bender hat geschrieben:Bin ich halt auch ein Holzohr
....plus Ira sind wir schon zu Dritt....
Bender hat geschrieben:So schlimm wars doch nicht, oder?
...für einen mit anderem Hörgeschmack wohl doch....
Ne im Ernst....kühl, analytisch für mich keine Spur
und Zischgeräusche.....nö.
Aber im Alter lassen ja auch die hohen Frequenzen nach.
Schlaf gut Frank...
Gruß Frido
Verfasst: Do 4. Dez 2008, 23:15
von carawu
Moin,
Michael B hat geschrieben:P.S. Carsten wo bist Du?????
Hier bin ich doch...
Michael B hat geschrieben:MKP10 nur in solchen Applikationen verwenden, wo der Betriebsspannungsbereich nahezu stimmt! .... Woran das liegt, weiss ich nicht sorry, .......
Kann ich nur unterschreiben.
Michael B hat geschrieben:Spannungssteilheit ....tanigittigitt....
Schön, daß die Diskussion nicht in Esoterik und Rechthaberei ausartet. Frido's Verweis auf greifbare Parameter gefällt mir.
Wie ist es mit der Induktivität von Hochvolt-C's in Niedervolt-Umgebung? Ist hier ein Erklärungsansatz möglich?
Hat jemand die V/µs Werte für KS und FKP?
LG Carsten
Verfasst: Do 4. Dez 2008, 23:45
von Analog_Tom
Moin JunKs,
da hat Frank aber mit schonungsloser Offenheit gesprochen.
Ob es wirklich so schlimm ist, naja, ich denke vieles von dem da geschrieben wurde liegt im Bereich des persönlichen Geschmackes.
Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen das Frido, so total daneben liegt mit seiner Einschätzung des Teils.
Wenn Frank nun gänzlich andere Parameter bevorzugt, als Frido, dann kommt sowas heraus, wie das heute geschriebene.
Es besteht aber immerhin die Möglichkeit, dass noch andere Holzohren so gepolt sind wie die von Frido, Ole und Ira.
Was folgt? Frido, lass Dir den Spass an der Musik nicht vergällen und hör Dir das Teil einfach ne Weile an.
Wenn es dann immer noch OK für Dich ist, dann hast Du alles richtig gemacht, wenn nicht, dann muss er wieder rauchen, der Lötkolben...
Viele Grüße
Tom
Verfasst: Fr 5. Dez 2008, 08:25
von Bender
Moin,
Frido, lass Dir den Spass an der Musik nicht vergällen und hör Dir das Teil einfach ne Weile an.
...und wenn es wirklich so schlimm ist, entsorg ich dir das Teil gerne

aber dazu wird wohl leider es nicht kommen
Gruss /// Ole
Verfasst: Fr 5. Dez 2008, 09:00
von heijopo
Hallo Jungs
Es ist schon interessant wie hier auf ein bisschen Kritik oder persöhnliche
Vorlieben reagiert wird.
Frank sagt, wie er es emfindet, und das ist gut so, hat er bei mir auch gemacht.
Bei mir ist immer viel Besuch in Sachen Musik, und ich müßte jeden Tag
meine Anlage ändern wenn ich auf jeden Geschmack reagieren würde.
Es ist immer wieder erstaunlich wie weit die Geschäcker auseinanderliegen. WELTEN
Der eine kommt, und sagt, du hast hier vielzuviel Bass, eine Stunde später
sagt der nächste, wo ist dein Bass, ich hab viel mehr bei mir.
Dann,die Anlage klingt schnell und dynamisch und leicht hell, der nächste
findet sie typisch Röhre wunderschön weich und warm.
Und das schöne, jeder meint seine Ansichten wären die einzig Waren
JOOO mei, leckst mie om Orsch :angelfinger :angelfinger :angelfinger
Gruß Heinzi
PS Bei Besuchen ist es ja besonders schlimm, da schreibt man aus Höflichkeit, hat mir Saugut gefallen

Verfasst: Fr 5. Dez 2008, 09:24
von heijopo
Man sollteauch noch erwähnen, eine Hiraga mal eben mitnehmen, einschalten und vergleichen geht auch garnicht.
Das ist bei mir die einzige Mimose, die Zwei Tage am Netz braucht um
ordentlich zu spielen
Gruß Heinzi
Verfasst: Fr 5. Dez 2008, 09:33
von Frank Löhr
Hallo,
ich überlege gerade ob es zu den Holzohren auch Holzaugen gibt
Ok, den ersten mit den Non-Glimmer hab ich recht deutlich verrissen, seh ich auch so. Den Glimmer habe ich als besser als den von Heinz mit Röderstein aufgebauten beschrieben, wenn man das Shelter 901 nicht auf 100k sondern auf 1k - 10k laufen läßt. Warum fangt ihr jetzt an, den Frido zu trösten
Gleichzeitig muß man aber eingestehen, daß die Glimmer in anderen Bereichen die Nasse vorne zu haben schien.
Als letzter Versuch wurde jetzt die Glimmer mit 1kOhm gehört...imho war das eine wesentlich passendere Einstellung für das Shelter an der Glimmer, 10kOhm waren aber auch noch deutlich besser als die 100k. Jetzt empfand ich die Wiedergabe wesentlich natürlicher, dabei ging die Dynamik und Räumlichkeit ebensowenig verloren wie die Auflösung. Für mich der Favorit des Tages
Ich halte die Glimmer für richtig gut, aber wenn sie analytischer klingt als meine Pacific, die wiederum schlanker als die Hoffmann und Volpe spielt, weiß ich nicht wie man zu der Bezeichnung "warm" kommt.
Gruß Frank
Verfasst: Fr 5. Dez 2008, 09:45
von Bender
heijopo hat geschrieben:Man sollteauch noch erwähnen, eine Hiraga mal eben mitnehmen, einschalten und vergleichen geht auch garnicht.
Das ist bei mir die einzige Mimose, die Zwei Tage am Netz braucht um
ordentlich zu spielen
Gruß Heinzi
moin Heinz, und alle anderen auch
da hab ich mal ne Frage, was braucht da eigentlich so lange, ist es das Netztteil oder eher die Hiraga. Und was genau passiert in den zwei Tagen - hab das schon oft gehört, meine VOLPE ist so nach ca 1/2 Stunden (in meinen Holzohren) voll da, das könnte ich noch auf Wärme zurückführen. Vor Jahren haben wir mal mit Franks VOLPE und dem Riesen Netzteil so einen krassen Effekt beim Probehören gehabt. Gleichen sich da Potenziale aus
Gruss /// Ole
Verfasst: Fr 5. Dez 2008, 10:06
von Gast
heijopo hat geschrieben:
Es ist schon interessant wie hier auf ein bisschen Kritik oder persöhnliche
Vorlieben reagiert wird.
... yepp ... da kommen dann auch noch auf beiden Seiten gedankliche "Vorurteile" gegen Bauprinzipien und Bauteile sozusagen hinzu ...
heijopo hat geschrieben:
Frank sagt, wie er es emfindet, und das ist gut so, hat er bei mir auch gemacht.
Bei mir ist immer viel Besuch in Sachen Musik, und ich müßte jeden Tag
meine Anlage ändern wenn ich auf jeden Geschmack reagieren würde.
Es ist immer wieder erstaunlich wie weit die Geschäcker auseinanderliegen. WELTEN
... und noch "schöner" ist es zu erleben, wie manche auf die Optik reagieren ...
... stellt man einen "Bananenkarton" hin, rümpfen die Leuts zuerst die Nase, fängt das Teil zu spielen an und klingt, rastet dann der Unterkiefer für die nächste halbe Stunde aus
Und ja, ich habe "gelernt", daß sich speziell im Bassbereich die Geister ganz gravierend unterscheiden und daß in vielen klanglichen Beschreibungen manchmal auch Begriffe wie Tonalität, Wärme, Klangfarben, Farbigkeit, Auflösung und Co. sehr häufig durcheinander geschmissen werden ...
... irgendwie versteht jeder unter de Begriff auch etwas leicht bis komplett unterschiedliches ... vielleciht hängt das auch deutlich mit der eigenen Erwartungshaltung zusammen?
heijopo hat geschrieben:
PS Bei Besuchen ist es ja besonders schlimm, da schreibt man aus Höflichkeit, hat mir Saugut gefallen

... jo mei, as Bia hat g´schmeckt, da Heinzi un´d Ilse warn griabig ... oiso wars a Schau ...
Gebt Euch also wieder die Patschehändchen und vertragt Euch ...
... ich kann einiges von Franks Beschreibungen aus Gesprächen über seine Hörpräferenzen schon irgendwie nachvollziehen, habe aber Fridos Kette natürlich ob der Entfernung noch nie gehört ... es kann also auch ganz anders klingen, als wir Mitleser uns das immer vorzustellen versuchen ...
