Moin,
kion hat geschrieben:Was der Rest der Welt darüber denken mag ist mir relativ wurscht - mein Herz erfreut es, daß es diese Qualität noch gibt.
... genau so sehe ich das übrigens auch ... ich pflege das Hobby für mich persönlich und für sonst niemanden ...
... mir geht es auch mehr um das Musikhören ... also Musikwiedergabe auf für mich ganz persönlich höchstmöglichem Niveau ... für mich und für meine Sinne ... was Andere darüber denken kann mir doch vollkommen egal sein ... und ist es auch ...
... gleiches gilt beim Wasteln ... oder anderen Hobbies ... das muß mich ganz persönlich anmachen ... meine Sinne betören ... sozusagen meine "individuelle" "Lust" befriedigen ...
... das gilt z.B. für die Ausfahrt im Oldtimer, das Teilnehmen an einer Rallye, das Fahren auf Alpenpässen, das Radeln an der Isar oder sonstwo, den Konzertbesuch, den Genuß von Wein, anderen Alkoholika, Zigarren, Kuchen, anderen Speisen und Getränken, das Kochen, die Arbeit ...
... das ist für mich nichts anderes als die "Befriedigung meiner ganz persönlichen Lust darauf" ...
... mir ist es also wichtiger, daß ich "die Nuß geknackt" habe ... für mich ganz persönlich wohlgemerkt ... der Applaus von den Rängen tangiert mich eher perifer ...
Frank mag ja mit seiner psychologischen Beschreibung einen häufig vertretenen Motivationspunkt angeschrieben haben ...
... aber dann läge das in diesem Kontext bei mir eher auf dem Niveau der Ärzteschaft ... das Machtgefühl kommt bie mir also nur auf, wenn ich es sozusagen geschafft habe, duch Veränderung mich meinem Ziel der Musikwiedegabe auf höchstmöglichem Niveau wieder ein Stück weiter gebracht zu haben ... also ist der als Macht begriffene Effekt dann nur der Wastelerfolg ... das Gefühl doch noch etwas zum Positiven verändern gekonnt zu haben ... und noch etwas dazugelernt zu haben ...
... das ist dann also eher wie im Sport ... es reizt einfach, die alte Streckenleistung doch noch unterbieten zu können ... also "schneller", "besser", "gewiefter" als bei der letzten Durchfahrt/ dem vorangegangenen Versuch zu sein ... oder, auf z.B. die Arbeit oder das Wasteln bezogen, das Ziel auf kürzerer Strecke, mit weniger Aufwand, insgesamt besser steuerbar, mit Komfortfunktion und bei Reduktion zukünftiger Aufwände und der Komplexität erreicht zu haben
... aber auch das ist eine Befriedigung, die mich nur bei mir und meinen Bedürfnissen bleiben läßt ... und unabhängig von der Anerkennung Anderer ...
Die Anzahl der Schallplatten, die hier schon mehrfach ins Rennen geführt wurde, taugt auch nicht wirklich als Statussymbol ... das ist in der heutigen Zeit wenn dann doch zuerst einmal Ausdruck von Individualität ...
... das kann natürlich auch persönlicher Status sein ... also im Sinne von "hauptsache anders" als der Rest der Welt ...
... für mich ist es aber eher eine Aussage über die Wertigkeit, die man persönlich der Musik zuspricht ... also in etwa ... je mehr Schallplatten, desto höher der persönliche Wertmaßstab bei Musik ...
... je mehr Musik im Download, desto geringer ist die persönliche Wertschätzung von Musik ...
... und ich würde sogar fast unterstellen, daß je mehr die eigene Anlage und/ oder die Plattensammlung als Statussymbol begriffen wird, desto weniger geht es anscheinend um die Musik und deren Wiedergabe ... also auch eine Verschiebung der Wertigkeit von Musik ...