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Selber Röhren testen
Verfasst: Do 19. Jan 2006, 14:20
von Amerigo
Hallo Leute
Ich habe mit einem Freund zusammen Röhren selber getestet, mit einem BK 747 Röhrentestgerät.
Fazit: von 20 Röhren des Typs 6922 (EC88) waren nur 2 okay, die anderen hatten alle unter 50% Kapazität. Natürlich waren das alles alte NOS-Röhren - wir haben sie aber bei den bekannten Händlern wie Tubeman gekauft, die eigentlich behaupten, sie testen alles, was rausgeht.
Auch meine Lorenz waren total hinüber, die kamen noch auf etwa 40%. Und was noch viel schlimmer ist: die Röhren waren samt und sonders un-matched, die waren total ungleich. Es handelt sich dabei um Doppeltrioden, und die Werte der einen Triode waren immer total verschieden von der anderen Triode.
Fazit: Alles Ausschuss, teuer bezahlt.
Frage: Wer von euch überprüft eigentlich die Qualität seiner Röhren?
Gruss
David
Verfasst: Do 19. Jan 2006, 14:25
von Erzkanzler
Hallo David,
das hört sich nicht gut an.
Ist der Röhrentester kalibiriert gewesen? Ich kenn den B&K nicht.
Optimal ist das L3-3 aus diesem Thread:
http://www.wp1029595.wp050.webpack.host ... c&start=30
Vor der Messung werden die einzelnen System referiert, da ist eine 100%ige Matchung möglich.
Grüße
Martin
Verfasst: Do 19. Jan 2006, 14:40
von Amerigo
Erzkanzler hat geschrieben: Ist der Röhrentester kalibiriert gewesen? Ich kenn den B&K nicht.
Ja, ist kalibriert und hat bei einer Vergleichs-Röhre von Siemens auch 100% angezeigt.
Es ist wirklich wahr ... viele dieser online-NOS Röhren sind einfach Schrott.
Gruss
David
Verfasst: Do 19. Jan 2006, 14:49
von Erzkanzler
Ich habe vor einigen Wochen meine NOS 6SN7 und 6SL7 bei Heiner durchgemessen, und die waren zumindest alle okay. Auch die Triodensysteme zueinander waren meist in der Toleranz.
Bei den 6922 und ECC8x gibt es herstellerspezifische Unterschiede in der Steilheit, etc.
Also bitte nicht ein Datenblatt der Herstellers XY nehmen sondern dann auch mit dem zugehörigen Datenblatt vergleichen.
Grüße
Martin
Verfasst: Do 19. Jan 2006, 14:55
von Amerigo
Martin
Wir haben das Buch genommen, das beim Röhrentestgerät dabei ist. Denkst du, das ist falsch?
Gruss
David
Verfasst: Do 19. Jan 2006, 15:23
von Erzkanzler
David,
ich will damit nur sagen eine 6922 ist keine ECC88 sondern der amerikanische Pendant zur 88er. Die Kenndaten können sich unterscheiden.
Ihr müsst schon die Datenblätter der 6922 heranziehen wenn gemessen wird.
Grüße
Martin
Verfasst: Do 19. Jan 2006, 17:51
von Amerigo
Martin
Das wissen wir natürlich

aber danke für den Hinweis. Meistens kann man auch nicht 'falsch' messen, weil dann einfach entweder die Röhre futsch ist, oder gar nichts passiert.
Der Typ ist ein Röhrenguru sondergleichen, der weiss schon, was er macht. Ich kann nur sagen .. schlimm, das sollte die Fachpresse mal untersuchen: wie gut sind diese NOS-Röhren wirklich?
Gruss
David
Verfasst: Do 19. Jan 2006, 17:57
von rec
Hallo!
wie ich verstehe, du sprichst von Emission werte, und bei nicht leistung röhre ist das irrelevant fürs matchen
ich weis nicht ob du mit dem abgebildete tester die steilheit messen kannst
wie Martin schon sagt die röhren haben toleranzen, beispiel die 6SL7 der idealer wert ist beim Emission 2,3 mA, und wen die 1,4mA hat , ist genau so gut
die steilheit dagegen muss identisch wie möglist sein
Verfasst: Do 19. Jan 2006, 19:41
von gkrivanec
Kenne das Problem. Habe mit selber mal einen Satz ECC85 TFK zur Reserve gekauft. Gute Werte, aber im Gerät
Muß man mit leben
Günter
Verfasst: Do 19. Jan 2006, 20:16
von Brimar
rec hat geschrieben:Hallo!
wie ich verstehe, du sprichst von Emission werte, und bei nicht leistung röhre ist das irrelevant fürs matchen
ich weis nicht ob du mit dem abgebildete tester die steilheit messen kannst
wie Martin schon sagt die röhren haben toleranzen, beispiel die 6SL7 der idealer wert ist beim Emission 2,3 mA, und wen die 1,4mA hat , ist genau so gut
die steilheit dagegen muss identisch wie möglist sein
Muß dich leider korregieren,
der "ideale" Wert der 6SL7 ist 2,6 ma-was fast keine auf die Beine bringt!!

Rolf
Verfasst: Do 19. Jan 2006, 20:25
von Erzkanzler
Brimar hat geschrieben:
Muß dich leider korregieren,
der "ideale" Wert der 6SL7 ist 2,6 ma-was fast keine auf die Beine bringt!!

Rolf
Moin Rolf,
vielleicht die Brimar.
GE und RCA spezifizieren 2,3mA. Wobei wir uns hier über 10% nicht streiten sollten.
Grüße
Martin
Verfasst: Do 19. Jan 2006, 20:50
von Brimar
Hi Martin
Eine 6SL7 ist Imoh-laut meinen Unterlagen Herstellerunabhängig mit 2,6 ma angegeben!
Denke auch nicht,das es bei anderen Testern anders vorgegeben ist!
Aber wie du sch sagst-wir wollen uns nicht um 10% "streiten"
Im übrigen,hatte ich noch nie eine,die diesen Spitzenwert erreicht hat!
Weder neue noch eingebrannte!
LG
Rolf
Verfasst: Do 19. Jan 2006, 21:02
von Tubes
Laut Rainer Zur Linde sind es 2,3 mA, ich habe gerade in seinem Buch 'Audio- und HiFi-Röhren' nachgesehen.
Verfasst: Do 19. Jan 2006, 23:16
von Sufrimiento
Hallo Jungs..
Mich interessiert erstmal, was Ihr unter Ideal versteht. Ist das die Grenze, ab der man die Röhre erst verwenden sollte?? Oder einfach nur die Grenze, ab der man die Röhre als GUT bezeichnen kann?
Ich habe hier in meinem Buch nachgeschaut. Da beginnt der Gutwert so ab ca. 2mA..
In einer anderen Datei, die man kostenlos runterladen kann, steht auch 2mA..
Also das sind die Werte, wo die Röhre mit Gut anfängt.. Achja, dass sind die Daten von den Funke Testern....
MfG Den
Verfasst: Fr 20. Jan 2006, 14:35
von rec
hallo
1,4mA unteren Gw. 2,3mA mitlere Gw 3,2 obere Gw
Verfasst: Fr 20. Jan 2006, 16:16
von Brimar
Hi zusammen,
muß mich berrichtigen 2,3 ma war und ist richtig!!
Weiß der Henker,warum Hichock die mit 2,6 ma angibt
Hier noch eine tolle Seite zu nachlesen!
http://tdsl.duncanamps.com/index.php
LG
Rolf
Verfasst: Fr 20. Jan 2006, 16:19
von Mel*84
Vielleicht hat sich mal einer verschrieben und der nächste kupfert dann ab....

Verfasst: Fr 20. Jan 2006, 21:47
von Brimar
Mel*84 hat geschrieben:Vielleicht hat sich mal einer verschrieben und der nächste kupfert dann ab....

Im Originalen Datenbuch und Rolle von Hichock
Solch ein Fehler darf aber nicht passieren
Grüße
Rolf
Verfasst: Sa 21. Jan 2006, 08:05
von Mel*84
Brimar hat geschrieben:Mel*84 hat geschrieben:Vielleicht hat sich mal einer verschrieben und der nächste kupfert dann ab....

Im Originalen Datenbuch und Rolle von Hichock
Solch ein Fehler darf aber nicht passieren
Grüße
Rolf
Moin Rolf,
passiert aber leider doch. Denke mal an die Amps, welche angeblich mit Autobias beworben wurden und hinterher konntest Du das auch suchen!

Verfasst: Sa 21. Jan 2006, 10:23
von Brimar
Hi Mel,
der Tester ist ja erste Sahne-aber das Manuel ist Sch....
die geben bei der 6sn7 1,0 mA an,wo diese 1,6mA haben sollten
Naja dann werde ich wohl das ganze Manuel überarbeiten-kontrolieren müßen
Die hatten scheinbar einen Tag zuvor einen Saufabend eingelegt
Grüße
Rolf