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Röhren-Äqvivalent

Verfasst: So 2. Jul 2006, 22:18
von Saarmichel
Hallo,

habe mal einige Fragen was für Röhren ich denn austauschen könnte wenn ich meinen Mr.Liung 845 denn jemals erhalten sollte.Die Treiberröhre für die 845 und die VV-Röhre aus chinesischer Produktion möchte ich evtl. austauschen, die 845 werde ich sicherlich erst einmal drin lassen weil sich eine bezahlbare und besser Alternative schwer finden lassen dürfte.Auch ist mir einiges unklar weil auf dem Gehäuse steht 6P3P or 300B :(

[IMG:152:130]http://img440.imageshack.us/img440/3188 ... 9th.th.jpg[/img]
© jennychan4028

Habe mal ein wenig gegoogelt und als Äqvivalent für die Treiberröhre 6P3P die 6L6-G oder die 5881, evtl. auch die KT66 gefunden.Wo liegen bei diesen Röhren überhaupt die Unterschiede.Soweit ich weis sind alle diese Röhren doch 8-Pin Röhren mit Oktalsockel während eine 300B doch nur 4 Pins hat, was bedeutet das die Röhren 6P3P und die 300B gar nicht Pin-Kompatibel sind.Wieso so ein Käse dann auf dem Gehäuse steht ist mir echt schleierhaft.Gehe mal stark davon aus das eine 300B sich nicht doch in einen Oktalsockel stöpseln lässt und dort evtl. korrekt funktioniert.

Über die VV-Röhre 6J4P habe ich ausser einem russischen Datenblatt bei Google rein gar nix heraus gefunden.Gibt es für die 6J4P überhaupt ein Äqvivalent das sich an dieser Stelle einsetzen lässt.

Gruß.

Michael

Verfasst: So 2. Jul 2006, 22:37
von rec
Hallo!
Über die VV-Röhre 6J4P habe ich ausser einem russischen Datenblatt bei Google rein gar nix heraus gefunden.

http://www.mif.pg.gda.pl/homepages/fran ... 6/6J4P.pdf

Verfasst: So 2. Jul 2006, 22:58
von Saarmichel
Hallo Cornel,

"Danke" für den Tip.Allerdings scheint es sich um eine sehr ungängige Röhre zu handeln das einzige Äqvivalent scheint eine sogenannte CV1763 zu sein, über die ich auch nichts weiter herausfinden konnte.

Gruß.

Michael

Verfasst: So 2. Jul 2006, 23:00
von rec
Hallo!

ich macht dir leichter

6V6

Verfasst: Mo 3. Jul 2006, 23:38
von Saarmichel
Hallo Cornel,

habe heute mal noch ein bisschen in Sachen Röhren-Äqvivalente recherschiert und dabei habe ich dann folgendes im www gefunden.

6V6 = CV0510 = Beam Power Tetrode
6J4 = CV1763 = UHF Triode = 6AC7 (EL34=Pentode)
6J4P = ????? = Pentode

Auf http://www.qsl.net/dl7avf/roehren/xref6j.html#TOC ist zu lesen das für die 6J4P der Austauschtyp die 6AC7 ist was ja dann im Grunde eine schnöde EL34 wäre.Die 6V6 hat lt. dieser Seite auch ganz andere Grenzwerte.
[IMG:779:86]http://img387.imageshack.us/img387/132/rdata8ev.jpg[/img]
Copyright © 2005Franz Hamberger, Berlin, Germany

Was evtl. natürlich nicht ausschließt die Tetrode 6V6 als einfache Triode zu betreiben.Die 6V6 scheint es ja genau wie die 6L6 in unzähligen Ausführungen gegeben zu haben.Also das wird ja immer verwirrender :( ,wobei die 6J4 ja mir als Ultra-High-Frequenz-Triode am meisten zusagen würde.Allerdings braucht man sich dann aber auch nicht zu wundern wenn die Kiste evtl. anfängt zu schwingen weil diese Triode bestimmt gerade oben herum ganz andere Parameter hat die eine penibel angepasste Schaltungsauslegung verlangt.Also nichts alles was sich einstöpseln lässt und auf den ersten Blick vielleicht auch läuft (klingt) muss auch technisch gesehen bedenkenlos sein.

Gruß.

Michael

Verfasst: Di 4. Jul 2006, 10:25
von Saarmichel
Hallo,

[IMG:152:81]http://img153.imageshack.us/img153/5728/sp8456cw.th.jpg[/img]

Nach welcher Röhren-Bauart ist denn die 6J4P lt.obrigen Schaltplan da überhaupt verschaltet.Wie es aussieht sind ja bei der Eingangsröhre zwei Steuergitter angeschlossen und ein zusätzliches parallel zur Kathode (Brems oder Schirmgitter???).Bei der Treiber-Röhre sieht es für mich auf den ersten Blick so aus als wäre es eine Trioden-Schaltung.Allerdings ist da dann doch noch ein Gitter (Brems oder Schirmgitter???) angeschlossen das von der Anode über einen Widerstand angesteuert wird.Nur die 845 ist so angeschlossen wie ich mir eigentlich eine klassische Trioden-Schaltung vorstelle.Direkt geheizte Kathode->Steuergitter->Anode.Allerdings verstehte ich bei dieser 845-Schaltung nicht warum das Steuergitter über den Koppelkondensator an der indirekt geheizten Kathode der Treiberröhre hängt.Dachte immer das die Anode das Gitter steuert.

Ich sehe das ich als Röhren-Neuling noch einiges lernen muss.Aber vielleicht ist ja hier jemand so nett und versucht mir das ein wenig zu erklären-wenn es nicht zuviel Aufwand ist.

Sonnige Grüße aus dem heissen Saarland.

Michael

Ps.Ist jetzt ja leider bei diesen hohen Temperaturen nicht gerade angenehm wenn die Röhren zusätzlich einheizen.Oder ist Euch das völlig Wurscht ???.

Verfasst: Di 4. Jul 2006, 10:34
von China
Ps.Ist jetzt ja leider bei diesen hohen Temperaturen nicht gerade angenehm wenn die Röhren zusätzlich einheizen.Oder ist Euch das völlig Wurscht ???.
Wer gut hoeren will, muss leiden. :wink:

Verfasst: Di 4. Jul 2006, 11:18
von Erzkanzler
Moin,

die Vorstufenröhre ist als Pentode angeschlossen.

Die 6P3P ist eine Tetrode und da ist zusätzlich zur Triode ein Schirmgitter eingebaut.
Die Treiberschaltung für die 834er ist als Kathodenfolger ausgeführt, was mich etwas irritiert, da bei dieser Schaltung keine Spannungsverstärkung erfolgt - und das wäre für eine kräftige Ansteuerung der 845er notwendig.

Alles in allem recht exotische Vorstufen- und Treiberröhren aus ursprünglich russischer Entwicklung.

Grüße
Martin

Verfasst: Mi 5. Jul 2006, 08:41
von Saarmichel
Moin Martin,

"Danke" für die Erleuterungen.Habe mal gestern noch ein bisschen gegooglet und erfahren das man eine Kathodenfolgerstufe einsetzt weil der Ausgangswiderstand geringer als bei einer Kathodenbasisschaltung ist.Wird ja deshalb vor allem für Vorstufen eingesetzt weil es den Vorteil zu haben scheint das dann die Kabellänge zwischen Vor+Endstufedann keine so große Rolle mehr spielen.
Ob das aber bei den wenigen cm Kabellänge im Gehäuse noch einen Vorteil bringt ist fraglich.

Wie hoch ist eigentlich der Spannungshub der erforderlich ist um eine 845 voll auszusteuern ???.Konnte leider auf der Web-Seite (vom Link weiter oben) die Röhre und deren Parameter nicht finden-da gibt es gar keine 845er.
Vielleicht wurde ja die benötigte Versorgungsspannung (Anodenspannung) der Treiberröhre 6J4P ausreichent hoch gewählt das es auch so zur Vollaussteuerung reicht.

Wenn der Amp kommt werde ich jedenfalls mal nachmessen welche max. Ausgangsspannung der Amp an 4+8 Ohm abliefern kann bevor sich der Sinus abzuflachen zu beginnt.Kann man dann ja hochrechnen welche Ausgangsleistung das dann ist.Die angegebene 20Watt sollte eine 845 ja eigentlich liefern können.Laut AJ-Horn sind für 20 Watt an 8 Ohm 12,65 Volt erforderlich.Allerdings weis ich im Moment noch nicht ob dafür 12,65 Veff oder 12,65 Vss gemessen werden muß und was mein Messsystem (DAAS3L+) überhaupt misst.Der Anzeige nach +- Volt.Kann ja neben der Spannungsmessung ja auch den Klirrfaktor/Spannung messen und den Frequenzgang natürlich.
Da ganze sieht dann so aus-gemessen wurde ein Yarland A1
http://img151.imageshack.us/img151/7907/voltpen4sz.jpg

Also, jetzt muß der Amp nur noch kommen und ein paar Stunden eingespielt werden und dann wird er durchgemessen.Möchte auf jeden Fall im Rahmen meiner Möglichkeiten eine ausführliche Dokumentation des MR'LIUNG 845-L1 hier im Forum veröffendlichen-wenn Du nichts dagegen hast.


Gruß.

Michael.