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Selbstbauprojekt: Gerätebase
Verfasst: So 7. Jan 2007, 11:51
von Worm
Hallo,
ich werde mich jetzt (mit Hilfe meines Schwagers) auch mal an ein Selbstbauprojekt wagen. Ich will mir zwei Gerätebasen bauen.
Entweder eine feste Bodenplatte (25 mm Multiplex), Echtholzrand der oben etwas überstehen wird. In die Mulde dann eine dünne Schicht Sand und darauf eine 12er oder 18er Multiplexplatte (also schwimmend gelagert - hat sich offensichtlich bewährt).
Oder aber statt der festen Bodenplatte eine in Sandwich-Bausweise (mit Quarzsand oder Bleischrot gefüllt). Oben dann aber auch noch eine schwimmend gelagerte Platte.
Meint Ihr, der Aufwand für die Bodenplatte in Sandwichbauweise lohnt sich? Oder wirkt sich das nicht mehr aus, wenn die oberste Platte schwimmend gelagert wird?
Und würdet Ihr die Basen vom Boden entkoppeln oder ankoppeln? Also das Möbel auf dem sie dann stehen werden, ist zwar stabil aber nicht Bombenfest und könnte schon mal ein klein wenig schwingen. Daher dachte ich in meinem Fall lieber an Entkopplung. Nur reichen dazu Möbelfilzgleiter? Oder sollte man lieber in etwas Besseres investieren?
Freue mich schon auf Eure Anregungen.
Markus
Verfasst: So 7. Jan 2007, 22:44
von waterl00
Hi Markus,
ich kann zwar nix zum Thema beitragen, aber berichte mal wie es weiter geht.
Schöne Basen würden mich nämlich auch interessieren.
Gruß
Jost
Verfasst: Mo 8. Jan 2007, 09:00
von Worm
Hallo Jost,
na klar, sobald ich das Material habe und meinen Schwager in die Werkstatt nötigen konnte, gibt es weitere Infos (plus Bilder).
Markus
Verfasst: Di 9. Jan 2007, 23:11
von Kalle
Hallo Markus,
solche Nachbauten bekannter Lösungen habe ich auch schon einmal in diversen Bauarten probiert, auch mit Stringaufhängung und Granitplatten. Jetzt steht meine Elektronik auf Sanwich-Regalbrettern aus Fichtenblockholz verleimt mit jeweils einer Lage 9 mm Multiplex oben und unten. Die Geräte stehen auf losen oder mit den Geräten fest verschraubten Messinghutmuttern. So gefällt es mir bestens. SSC-Füße und Blotevogelringe liegen ungenutzt im Schrank. Eigentlich lehne ich mittlerweile Sand und erst recht Blei in solchen Konstruktionen ab. Es wird Geschwindigkeit aus der Wiedergabe genommen ohne zusätzliche Ruhe und Klarheit zu schaffen ........... aber das alles gilt nur für meine Geräte und meinen Hörgeschmack und sollen nur zur Anregung dienen.
Viel Erfolg bei deinen Versuchen.
Jrooß Kalle
Verfasst: Mi 10. Jan 2007, 10:10
von Worm
Ich werd das wohl mal ausprobieren:
Einen Boden in Sandwichbauweise. Und einfach ein "Brett" aus Multiplex (36er könnte reichen), dann mal sehen was mir besser gefällt.
Von der Optik wäre natürlich auch Massivholz wunderschön. Weiß jemand, in welcher Stärke man Rosenholz bekommen kann?
Markus
Verfasst: Mi 10. Jan 2007, 11:05
von Kalle
Hallo Markus,
das Sandwich funktioniert besser als Multiplex "brutal".
Jrooß Kalle
Verfasst: Mi 10. Jan 2007, 12:13
von waterl00
Hallo Kalle,
hattu mal nen Foto davon?
Gruß
Jost
Kalle hat geschrieben:Hallo Markus,
solche Nachbauten bekannter Lösungen habe ich auch schon einmal in diversen Bauarten probiert, auch mit Stringaufhängung und Granitplatten. Jetzt steht meine Elektronik auf Sanwich-Regalbrettern aus Fichtenblockholz verleimt mit jeweils einer Lage 9 mm Multiplex oben und unten. Die Geräte stehen auf losen oder mit den Geräten fest verschraubten Messinghutmuttern. So gefällt es mir bestens. SSC-Füße und Blotevogelringe liegen ungenutzt im Schrank. Eigentlich lehne ich mittlerweile Sand und erst recht Blei in solchen Konstruktionen ab. Es wird Geschwindigkeit aus der Wiedergabe genommen ohne zusätzliche Ruhe und Klarheit zu schaffen ........... aber das alles gilt nur für meine Geräte und meinen Hörgeschmack und sollen nur zur Anregung dienen.
Viel Erfolg bei deinen Versuchen.
Jrooß Kalle
Verfasst: Mi 10. Jan 2007, 14:56
von Worm
Ja, ein Bild würde mich auch interessieren.
Nochmal zum Material:
was ist denn von Granit oder Schiefer zu halten? Dann bräuchte ich nur noch Absorber oder Spikes und fertig.
Markus
Verfasst: Mi 10. Jan 2007, 15:15
von frido_
Hallo Markus
Sag es mal ganz einfach :
Granit oder Schiefer ist natülich schwerer wie Holz.
Eine schwere Sache liegt meiner Meinung nach ruhiger.
Daran könntest du dann mit Spikes oder mit der "sagenumwobenen" Xindak/Harmonix-Connection ankoppeln.
Oder mit Absorbern wieder etwas abkoppeln.
Je nach Bedarf.
Hättest dann viel Spielraum im nachhinein fürs variieren.
Gruß Frido
Verfasst: Mi 10. Jan 2007, 15:26
von Kalle
Hallo Markus,
Schiefer ist mir noch nicht untergekommen, aber Versuche sind schon angedacht. Granit hat eine hochfeste Struktur und neigt zum heftigen "Klingeln", kann also durchaus kontraproduktiv sein. Ich setze es nur noch, wenn überhaupt, mit einer Bitumendämmplatte auf der Unterseite ein.
Jrooß Kalle
Ich würde gerne Bilder einstellen, finde aber den link zu der schönen Erklärung vom Thargor. Wer hilft?
Verfasst: Mi 10. Jan 2007, 15:28
von Worm
O.k., danke für die Tipps. Dann wohl doch was aus Holz, dürfte auch günstiger werden.
Zu den Xindak Harmonix Teilen: der Preis ist mir dann doch etwas zu astronomisch, da bleib ich wohl bei Filzgleitern.
Markus
Verfasst: Mi 10. Jan 2007, 15:39
von boarder
Schiefer dürfte so ziemlich das beste Material sein um Resonanzen zu unterbinden.
Nicht umsonst baut Fischer&Fischer seine Lautsprechergehäuse komplett aus Schiefer.
Verfasst: Mi 10. Jan 2007, 15:49
von Eisplanet
Jrooß Kalle
Ich würde gerne Bilder einstellen, finde aber den link zu der schönen Erklärung vom Thargor. Wer hilft?
Bilder hochladen über:
http://www.imageshack.us/
Anleitung dazu:
http://www.aconcagua2000.de/web/imageshack.html
Gruss
Eros
Verfasst: Mi 10. Jan 2007, 15:49
von Kalle
boarder hat geschrieben:Schiefer dürfte so ziemlich das beste Material sein um Resonanzen zu unterbinden.
Nicht umsonst baut Fischer&Fischer seine Lautsprechergehäuse komplett aus Schiefer.
Hi,
erstens gibt es zig verschiedenen Schiefersorten, das Material ist nicht homogen, und zweitens habe ich noch keinen überzeugenden Fischer&Fischer Lautsprecher gehört, dennoch ganz viele mit Holzkorpus. Watt nu?
[IMG:113:165]http://img243.imageshack.us/img243/7041 ... bo7.th.jpg[/img]
Hier sind Bilder einer Versuchsphase vor 1 1/2 Jahren, Granitsandwich mit Bitumen unter dem 160B, der Sony auf 3 fest verschraubten M8Messinghutmuttern ( ist noch aktuell), die Audi Note ist nicht geblieben, weil der Ausgangswiderstand zum Treiben der langen Leitungen zu den Aktivboxen einfach zu groß war.
Jrooß Kalle
Verfasst: Mi 10. Jan 2007, 15:57
von waterl00
Kalle hat geschrieben:Watt nu?
Bilder einstellen, datt nu!

Verfasst: Mi 10. Jan 2007, 16:01
von frido_
Hallo
Schiefer ist geschichtet. Deshalb sollen sich die Schwingungen verlaufen.
Habe ich mal gelesen.
Schieferplatten hatten mir mal unter den LS geholfen. Wegen Dielenboden.
[IMG:480:640]http://img476.imageshack.us/img476/8264 ... 91ajq6.jpg[/img]
Worm hat geschrieben:Zu den Xindak Harmonix Teilen: der Preis ist mir dann doch etwas zu astronomisch,
Ja ist schon heftig.....Denke festmontierte Spikes tun es genauso.
Gruß Frido
Verfasst: Mi 10. Jan 2007, 16:05
von Kalle
Danke für die Anleitung und die Geduld!
Es wird schon noch besser werden.
Jrooß Kalle
Verfasst: Mi 10. Jan 2007, 16:06
von boarder
Ziel einer Base sollte doch sein, Schwingungen erfolgreich zu unterbinden oder liege ich da falsch?
Bernd Timmermanns (HobbyHifi) hatte mal Untersuchungen angestellt, welches Material am unempfindlichsten gegen Resonanzen reagiert. Dabei ging es um Materialresonzen zum Bau von Lautsprechergehäusen.
Die Ergebnisse sollten sich meiner Meinung aber auch auf Basen übertragen könne, wüßte zumindest nicht was dagegen spricht. Das Ergebnis in Kurzform: Schieferplatte ist optimal, Betonspanplatte ist sehr gut, MDF ist gut, Tischlerplatte etwas schlechter. Je dicker die Platte desto besser.
Verfasst: Mi 10. Jan 2007, 16:09
von Kalle
Hallo boarder,
doch stimmt schon so, ich habe das Heft auch. Aber es kommt auch auf die zu dämpfenden Frequenzen an. Und .... man kann auch totdämpfen. Seit clockwork an meinenm Sony die doppelten Böden und so auch noch einiges herausgerissen haben spielt der jetzt plötzlich viel freier.
Mit Fischer&Fischer habe ich so meine Schwierigkeiten.
Aber das liegt wohl eher an der Cassisauswahl und der Abstimmung.
Jrooß Kalle
Verfasst: Mi 10. Jan 2007, 16:21
von frido_
Hallo
boarder hat geschrieben:Ziel einer Base sollte doch sein, Schwingungen erfolgreich zu unterbinden oder liege ich da falsch?
Also mit dem Hausfundament festverschrauben.
Im Ernst...Ankoppeln ist für mich auch zur Zeit das logischste.
Kalle hat geschrieben:.. Granit hat eine hochfeste Struktur und neigt zum heftigen "Klingeln",
Würde mich interessieren was damit gemeint ist.
Gruß Frido