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Philips AG 9016 verzerrt auf einem Kanal
Verfasst: So 29. Apr 2007, 12:06
von dukeboris
Hallo,
Ich bin total ratlos. Habe einen meiner beiden Philips AG9016 modifiziert.
Modifikationen sind eigentlich nur folgende gewesen:
- Kondensatoren austauschen
- 2 Widerstände
- Röhrensockel
- Einbau von Cinchbuchsen auf der Rückseite
Nun verzerrt das schöne Stück auf dem linken Kanal total.
Ich habe mit meinem Multimeter versucht die Ursache zu finden, aber leider bin ich nicht dahinter gekommen. Wodurch kann verzerren auftreten? Da das Signal scheinbar von vorne bis hinten durchkommt dachte ich, daß es eigentlich nur an parallel zum Signal eingebauten Bauteilen liegen kann. Bin über jede Idee dankbar.
Danke und Gruß!
Boris!
[img:653:499]
http://img101.imageshack.us/img101/2185 ... 2bryu4.jpg[/img]
Verfasst: So 29. Apr 2007, 12:28
von heijopo
Hi Boris
Erst mal wie immer, Kanäle tauschen, Röhren wechseln, Spannungen
überprüfen.und und.
Sollte das nicht helfen, kannst du mit dem Ding bei mir vorbei kommen,
hab selbst so einen im Arbeitszimmer in Betrieb.
Gruß Heinzi
Verfasst: So 29. Apr 2007, 12:33
von dukeboris
Hallo Heinzi,
Habe ich ganz vergessen zu schreiben.
- Eingangskanäle habe ich vertauscht --> keine Änderung
- Röhren vertauscht --> keine Änderung
- Spannungen verglichen --> leichte Abweichungen, aber nichts signifikantes
Ich habe noch einen zweiten AG9016 in Originalzustand. Kann ich da was vergleichen? Ich habe bei den oben geschilderten Problemen immer den linken mit dem rechten Kanal verglichen.
Gruß,
Boris
Verfasst: So 29. Apr 2007, 12:34
von rec
Hallo,
was für Widerstände?
Verfasst: So 29. Apr 2007, 12:54
von dukeboris
Hallo,
Ich habe 2 330Ohm Widestände getauscht, da sie in einem Kanal aus 2 in Reihe geschalteten Widerständen und auf dem anderen aus einem bestand. Habe dann alle 3 ausgebaut und gegen 330Ohm neu getauscht.
Ich habe aber gerade herausgefunden, daß das Zerren nach 5 Minuten weg ist. Jetzt läuft er eine halbe Stunde und funktioniert. Was meint ihr: So lassen oder weiter suchen? So wie er sich jetzt anhört kann ich damit leben.
Guß,
Boris
Verfasst: So 29. Apr 2007, 13:05
von rec
Hallo,
da die Katode Widerstände von die Leistung Röhre sind
ist mit 90% sicher das die sind die Verursacher
Wen nach 5 Minuten das Problem verschwindet bedeutet das leicht
unterdimensioniert sind (2W, 5W)
Verfasst: So 29. Apr 2007, 13:14
von dukeboris
Hallo,
Kannst du mir die Widerstände benennen mit den Bezeichnungen vom Schaltplan?
Danke,
Boris
Verfasst: So 29. Apr 2007, 13:17
von rec
Hallo,
R21, R51
die zeichnung ist nicht deutlich genug
Verfasst: So 29. Apr 2007, 13:24
von dukeboris
Hi,
Genau die Widerstände habe ich getauscht. Jetzt sind 5W eingebaut. Vorher waren die kleiner.
Gruß,
Boris
Verfasst: So 29. Apr 2007, 13:58
von DB
1. Wenn Du nur an der Katodenkombination warst, sollte es doch auch ein Leichtes sein, per Spannungsmessung dahinterzukommen, was nun faul ist.
2. Wozu solche sinnlos überdimensionierten Katodenwiderstände?
P = U² / R
Im Beispiel AG9016 ergibt sich für U = 8,5V, R = 330 Ohm eine notwendige Belastbarkeit von nicht einmal 0,25W.
Widerstände
praxisgerecht zu dimensionieren hilft auch, das Leben der Röhren zu schonen. Wenn nämlich der Koppelkondensator am Gitter der EL95 mal einen Schluß hat, raucht der Katodenwiderstand ab. Das würde mit einem 5W-Widerstand so schnell nicht passieren.
Ach ja, bei den Elektrolytkondensatoren auch schauen, daß die richtigrum drin sind und annähernd die gleiche Größe haben. Falsch herum eingebaute Elkos und / oder zu groß dimensionierte Kondensatoren können unschöne Überraschungen ergeben.
MfG
DB
Verfasst: Di 1. Mai 2007, 21:06
von dukeboris
Hallo und Dank an alle die mir hier helfen.
Habe heute noch mal alles haarklein kontrolliert. Dabei ist mir aufgefallen, daß ich einen Kondi gewechselt habe und anstatt einen 2,2 nF einzubauen habe ich einen 22 nF eingebaut.
Zerren ist nun weg. Leider ist ein Kanal sehr viel leiser als der andere. Um einen möglichst mittigen Klang hinzubekommen muß der Balanceregler so auf 2-3 Uhr stehen.
Woran kann das nun liegen?
Ich habe mir jetzt noch vorgenommen, den überdimensionierten 330Ohm Widerstand gegen einen kleinen zu tauschen und einen alten 330 pF Kondensator werde ich auch noch erneuern (den hatte ich vergessen mitzubestellen beim letzten Mal).
Er läuft jetzt erst einmal und ich bin zufrieden, daß ich jede Menge über Röhrengeräte gelernt habe.
Leider muß ich gestehen, daß die Änderungen der Bauteile nach der folgenden Anleitung den Klang nicht wirklich verbessert haben.
http://www.hifi-forum.de/index.php?acti ... hread=1163
Ist der lange Beitrag von Pragmatiker.
Schönen Abend,
Boris
Verfasst: Di 1. Mai 2007, 21:19
von DB
Hallo,
bei dem Gerät sollte man nicht zuviel erwarten.
Es ist ein billig gemachter Stereoverstärker, der 2W durch winzige Ausgangsübertrager quält (zum Vergleich: die AÜ eines Rema 2072 für eine EL84 sind größer als der Netztrafo des Philips).
MfG
DB
Verfasst: Di 1. Mai 2007, 21:31
von dukeboris
Hallo DB,
Ich erwarte auch nicht zu viel von diesem kleinen Monster. Ich will halt nur was über Schaltungen lernen. Ich denke zu diesem Zweck ist ein billiger kleiner Verstärker das beste.
Hast du noch eine Idee woher der Pegelunterschied auf den beiden Kanälen kommen kann? Da bin ich echt ratlos!
Gruß,
Boris
PS: Hier noch ein besseres Schaltbild, was ich heute von einem netten Dänen im Hifi-Forum bekommen habe.
[img:2840:2170]
http://img159.imageshack.us/img159/4880/ag9016tp6.jpg[/img]