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wie entkoppelt ihr LS?
Verfasst: Mi 16. Feb 2005, 17:50
von nordlicht
hallo an alle ...... meine etwa 45 kg schweren ASW Alfa stehen auf Parket-Fussboden.
Zunächst habe ich eine Platte aus "diesem nicht ganz klaren Styropor" fester Konsistenz - etwas kleiner als eine Marmorplatte - zugeschnitten.
Soll ausschließlich dem Schutz des Boden dienen.
Die Marmorplatte ist wiederum umlaufend ca. 6-8 cm größer als der auf Spikes auf dieser Platte stehende LS-Fuß. Der Bass LS ist nach unten ausgerichtet
Habe das Gefühl das ist i.O. Ggf. mal den Marmor gegen Schiefer bzw. Granit tauschen.
In meinem Arbeitszimmer habe ich Auslegeware. Da stehen zur Zeit der Pilot CS800 LS auf einer Stahlplatte, die ebenfalls etwas größer ist als die LS. Das Blech ist vorne nach unten und hinten nach oben gekantet und ist somit stabil.
Das ganze ist mit preiswerten Rollen rollbar gemacht. Die LS wiegen etwa 30-35 kg schätze ich.
Nun meine Frage - was empfiehlt ihr zur Entkopplung dieser LS? Habe das Gefühl, es könnte besser sein.
Idee von mir - Spikes und LS auf eine Granitplatte gestellt. Auf jeden Fall nicht den LS mit den vorhanden Gleitern bzw. nach Montage von Spikes direkt auf die Auslegegware stellen.
Grüße nordlicht
Verfasst: Mi 16. Feb 2005, 18:35
von AJA
Hallo nordlicht,
entkoppeln und ankoppeln ist ein Unterschied. Wenn du Spikes benutzt, am besten mit dem Gehäuse verschraubt, koppelst du den LS an die Unterlage an. Das ist die beste Lösung, denn es geht darum, möglichst keine zusätzliche Bewegung des LS zuzulassen und Energien in die Unterlage abzuleiten. Die Masse, an die du ankoppelst, sollte möglichst groß sein. D.h. bei Teppich mit den Spikes durch den Boden auf den Estrich oder bei schwingenden Böden mittels Steinplatte, Granit o.ä.. Masse ist durch nichts zu ersetzen.
Jegliches Gummi o.ö. entkoppelt von der Unterlage und ist eher ratsam für Geräte, ebenso wie Seillösungen.
Gruß Jan
Re: wie entkoppelt ihr LS?
Verfasst: Mi 16. Feb 2005, 18:36
von hifi-tubbie
Hi,
ich habe zwar Parkett, aber seit ich eine sehr schwere Granitplatte unter den LS liegen habe, ist der Klang doch sehr viel besser geworden. Vor allem der Bass ist sauberer.....
Bye!
Verfasst: Mi 16. Feb 2005, 18:42
von Tubes
Antispikes von Audioplan
Verfasst: Mi 16. Feb 2005, 19:01
von nordlicht
@all - hört sich gut an, sieht gut aus, ist auf wendigeres und weniger aufwendiges dabei.
Auf jeden Fall etwas für mich zum zeitnahen Relisieren oder zum langfristigen Erstellen.
Zunächst schon einmal danke, Grüße und einen schönen Abend - jetzt geht es ab zum Elternabend. Mit völlig anderen Themen ........
Grüße Manfred
Verfasst: Mi 16. Feb 2005, 20:26
von Tubes
Physik!

Verfasst: Mi 16. Feb 2005, 21:14
von Yoda-ohne-Soda
Anonym hat geschrieben:Physik!

hi tubbie... bist aber heute sehr wortgewaltig unterwegs
's Grüßle
Frank
Verfasst: Mi 16. Feb 2005, 21:16
von Tubes
Wenn Du auf einer Schaukel sitzt und kommst mit den Beinen nicht an den Boden, kannst Du nicht schaukeln.
Wenn Du mit glatten Sohlen über das Eis gehst, kannst Du Dich nicht abdrücken.
Der Lautsprecher, sprich die Membran, soll die Luft bewegen. Dazu muss der Korb wie festgenagelt sein, sonst drückt sich der Lautsprecher vom trägen Luftvolumen ab und oszilliert.

Verfasst: Mi 16. Feb 2005, 21:24
von AJA
Neostat hat geschrieben:AJA hat geschrieben:Hallo nordlicht,
entkoppeln und ankoppeln ist ein Unterschied. Wenn du Spikes benutzt, am besten mit dem Gehäuse verschraubt, koppelst du den LS an die Unterlage an. Das ist die beste Lösung, denn es geht darum, möglichst keine zusätzliche Bewegung des LS zuzulassen und Energien in die Unterlage abzuleiten. Die Masse, an die du ankoppelst, sollte möglichst groß sein. D.h. bei Teppich mit den Spikes durch den Boden auf den Estrich oder bei schwingenden Böden mittels Steinplatte, Granit o.ä.. Masse ist durch nichts zu ersetzen.
Jegliches Gummi o.ö. entkoppelt von der Unterlage und ist eher ratsam für Geräte, ebenso wie Seillösungen.
Gruß Jan
gelöscht
Sorry Rolf,
das ist keine Meinung, das sind Tatsachen. Alles physikalisch (Kinetik) erklärbar.
Gruß Jan
P.S. Schön erklärt Anonym

Verfasst: Mi 16. Feb 2005, 21:34
von Tubes
Sorry Rolf, hier kommt die 'Pysik' zum Tragen.
Verfasst: Mi 16. Feb 2005, 21:48
von hifi-tubbie
Anonym hat geschrieben:Sorry Rolf, hier kommt die 'Pysik' zum Tragen.
....in der Theorie. Die Frage ist doch, ob der auftretende (negative) Effekt nicht aufgrund anderer (positiver) Effekte zu vernachlässigen ist.
Bye!
Verfasst: Mi 16. Feb 2005, 21:50
von Tubes
Pax tecum!
Du musst nicht gleich einschnappen. Ich hab' gehört, Du bist ein netter Typ und das ist gut so.
Ich glaube Dir gern, dass es bei Dir toll klingt; das werden alle aus dem Forum auch von ihren Anlagen behaupten.
Wahrscheinlich passen alle dynamischen Parameter in Deinem 'Hörraum' so zusammen, dass es zu günstigen Kompensationen und Synergien kommt. Klasse für Dich, aber nicht allgemein übertragbar, ...leider.
Gruß
Anonym
Verfasst: Mi 16. Feb 2005, 22:06
von rubicon
Jetzt mal in aller Ruhe:
Ob man einen Lautsprecher besser entkoppeln oder ankoppeln sollte, hängt sowohl vom Lausprecher selbst, als auch vom Untergrund ab, auf dem er steht. Dazu kommt noch der Raum, mit dem jeder Lautsprecher interagiert.
Bei meinen aktiven, schweren und großen Standlautsprechern hat sich eine Entkopplung als sinnvoll erwiesen. Sie stehen auf einer speziell für diesen Zweck konstruierten Base (Fisch "Trampolin x-heavy)Bei anderen Konstruktionen könnte eine Ankopplung sinnvoll sein.
Auch hier gilt - wie üblich - : Probieren geht über Studieren. Man sollte Verallgemeinerungen tunlichst meiden.
Gruß
Franz
PS. Bei einer Ankopplung würde ich ja den Untergrund geradezu zur Resonanz anregen. Das soll ja eben verhindert werden.
Verfasst: Mi 16. Feb 2005, 22:11
von Tubes
Also Liebkind,
die Gummielemente schwingen vornehmlich axial, nicht radial. Will heißen, dass sie vertikale Schwingungen (z.B. vom Fußboden) in einem bestimmten Bereich dämpfen können, in der Horizontalen ( mehrere in Reihe) geben sie kaum nach (diese Elemente benutzt man auch für Schwingböden). Also, kein Vergleich mit der Seilkonstruktion.
An Rolf
Noch einmal ausdrücklich: Toll, dass es bei Dir funktioniert, Rolf.
Dein Geräte-Rack würde ich übrigens sofort nehmen und noch ein Spezialteil für die Platine extra ordern!
Verfasst: Mi 16. Feb 2005, 22:19
von nordlicht
@all vielen Dank für den inhaltlich lebhaften und gehaltvollen Informations- und Erfahrungsaustausch.
Was neben der Physik ja auch noch hinzukommt ist das eigene subjektive Hör- und Klangempfinden.
Da habe ich mit meiner mir seit 20 Jahren anvertrauten besseren Hälfte ein derart unterschiedliches Empfinden für "DAS IST ES", dass dann die - Theorie hin - Praxis her - oft zur größtten Nebensache der Welt wird.
Geschmack ist was gefällt!! Das ist es ja, was unser Hobby so auszeichnet und uns den Riesenspaß bereitet.
Wem von Euch gefällt denn `ne PSONe auf Sicherungseinsätzen, auf Bieruntersetzern aus Schiefer stehend und mit einem Türstopper beschwert? Aber es bringt SPAß!!
Schöne Grüße und gute Nacht
Manfred
Verfasst: Mi 16. Feb 2005, 22:21
von Tubes
Rolf,
Dein missionarischer Eifer ehrt Dich. Doch wenn es so wäre, wie Du sagst, warum benutzt kein offizieller Hersteller das Prinzip, was übrigens älter ist als die halbierten Tennisbälle unter den Boxen?
Vielleicht waren sie noch nicht bei Dir und sind deshalb nicht schlauer.
Rolf, jeder von uns hat Recht: Richtig ist, was gefällt!
Gruß
Anonym
Verfasst: Mi 16. Feb 2005, 22:26
von rubicon
warum benutzt kein offizieller Hersteller das Prinzip,
Lösungen zur Entkopplung von Lautsprechern findest du bei fast allen renommierten Lautsprecherherstellern auf deren homepage im Zubehörteil.
Oder google einfach mal...
Gruß
Franz
Verfasst: Mi 16. Feb 2005, 22:29
von Tubes
Klasse, Franz,
zeig mir nur ein Beispiel, da Du ja schon alles durchgegoogelt hast.
Sei so lieb!
Verfasst: Mi 16. Feb 2005, 22:32
von rubicon
Verfasst: Mi 16. Feb 2005, 22:36
von Tubes
Ich will Seile sehen; den Rest kenn ich zur Genüge.
Ansonsten werde ich den Advocatus Diaboli jetzt wieder einpacken - er hat den Meisten einen unterhaltsamen Abend beschert.
Nichts für ungut.
Gruß
Anonym