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interessanter Servicehinweis

Verfasst: Do 20. Dez 2007, 08:23
von Rund
Think of a DC motor like a stylus. It will slowly wear out, how frequently you change it depends on the price / performance ratio you're willing to accept.

Since the motors only cost about $80.00 each I advise people who build with a DC motor to replace it every 1000 hours or so.

Mark Kelly

Verfasst: Do 20. Dez 2007, 09:49
von Doppelkopf0_1
Moin René .

1000 Stunden ? Scheint stark übertrieben , oder die Qualität der Lager ist unter aller Sau !

Verfasst: Mo 24. Dez 2007, 09:41
von Rund
Doppelkopf0_1 hat geschrieben:Moin René .

1000 Stunden ? Scheint stark übertrieben , oder die Qualität der Lager ist unter aller Sau !
Hi Dirk,

da Mark Kelly sich seit weit über 15 Jahren mit dem Thema beschäftigt, aus der DIY Szene kommt und
inzwischen arrivierte Hersteller seine Antriebskonzepte nutzen,
würde ich ihm schlicht und einfach glauben!

Er hat sich mit so ziemlich jedem Motor den es gibt, ausführlich auseinandergesetzt und gehört zu den ganz wenigen die sich wirklich auskennen und dies nicht nur vorgeben.

Schöne Weihnacht

René

P.S. Nett ist auch seine Untersuchung zum Thema Riemen- vs. Reibrad-Antrieb und die Beweisführung, dass der Riemenantrieb grundsätzlich immer schlechter ist (meß- und hörtechnisch belegt!).

Ich weiss jetzt kommt hier der große Aufschrei - ändert aber nichts an den Tatsachen!- und selbst z.B. VPI war danach überzeugt und wandte sich nun vom Riemenantrieb ab.

Verfasst: Mo 24. Dez 2007, 12:58
von SDJungle
Oh du fröhliche. Natürlich ist Kelly vööööllig unumstritten und hat natüüürlich in allem recht. Und die dummen Motorenhersteller machen einfach ihre Hausaufgaben nicht, wenn sie zur Lebensdauer Gegenteiliges 'behaupten' in ihen Datenblättern. Ho Ho Ho... :mrgreen:
Dass sich VPI vom Riemenantrieb abgewendet haben soll, ist genauso wenig glaubwürdig - es sei denn man traut sich damit nicht an die Öffentlichkeit. Im aktuellen Produktportfolio sieht es jedenfalls 'etwas' anders aus...
Weihnachtliche Provokation mit gaaanz laaangem Bart?
:wink:

Verfasst: Mo 24. Dez 2007, 13:10
von Analog_Tom
Moin Rene´

gilt das denn dann auch für die Motoren in DDs?

Viele Grüße

Tom

Verfasst: Mo 24. Dez 2007, 13:24
von SDJungle
Konsequenter- bzw. logischerweise müsste das auch für in Werkzeugmaschinen genutzte hochdrehende DC-Motoren gelten. Wenn dem so wäre, könnte man die unter diesen Umständen allerdings nicht mehr verkaufen... :mrgreen:

Verfasst: Mo 24. Dez 2007, 13:36
von Rund
SDJungle hat geschrieben:Konsequenter- bzw. logischerweise müsste das auch für in Werkzeugmaschinen genutzte hochdrehende DC-Motoren gelten. Wenn dem so wäre, könnte man die unter diesen Umständen allerdings nicht mehr verkaufen... :mrgreen:
Sofern Du damit Platten hören möchtest, wahrscheinlich schon .... :)

Verfasst: Mo 24. Dez 2007, 13:39
von Rund
Analog_Tom hat geschrieben:Moin Rene´

gilt das denn dann auch für die Motoren in DDs?

Viele Grüße

Tom

Moin Tom,

frag doch mal Mark Kelly... zudem hängt dies sicherlich vom jeweils verwandten DD Motor ab.
Da gibt es welche die eine durchschnittliche LD von deutlich über 100.000 Std und mehr haben....(bezogen auf die Nutzung als Plattenspielerantrieb - im Gegensatz zu den Angaben anderer Motoren, die ja für irgendetwas anderes gebaut wurden).

Merry X-Mas

René

Verfasst: Mo 24. Dez 2007, 13:42
von Analog_Tom
Hallo Rene´,

was ich nicht verstehe ist warum es im Bereich der DDs Motoren gibt, die 10000 Stunden laufen können und bei anderen Antriebskonzepten soll schon bei 1000 Stunden Schluss sein.
Bei den alten Thorensmotoren weiss ich z.B. dass diese ebenfalls auf eine Laufleistung von ca.n10000 Stunden ausgelegt sind....

Viele Grüße

Tom

Verfasst: Mo 24. Dez 2007, 13:47
von Rund
Analog_Tom hat geschrieben:Hallo Rene´,

was ich nicht verstehe ist warum es im Bereich der DDs Motoren gibt, die 10000 Stunden laufen können und bei anderen Antriebskonzepten soll schon bei 1000 Stunden Schluss sein.
Bei den alten Thorensmotoren weiss ich z.B. dass diese ebenfalls auf eine Laufleistung von ca.n10000 Stunden ausgelegt sind....

Viele Grüße

Tom

Hi Tom,

zu Thorens weiß doch Joel bestimmt mehr. Könnte mir vorstellen, dass damals genug Motoren abgenommen wurden, dass die nach deren Specs gefertigt wurden.

Motoren die heute in vielen Plattenspielern verbaut werden, wurden jedoch definitiv für andere Einsatzzwecke entwickelt und ich gehe davon aus, dass Kellys Aussage sich auf diese Motoren bezieht.

Merry X-Mas

René


P.S. Da die Info von Mark Kelly stammt (VinylAsylum) fragt doch direkt...
ich fand den Hinweis nur interessant...ist aber nicht auf meinem Mist gewachsen, daher kann ich da auch wenig an tiefschürfenden Hintergründen beitragen.

Verfasst: Mo 24. Dez 2007, 14:02
von Analog_Tom
Hallo Rene´,

das ist eine so exorbitant geringe Lebenszeit für Motoren, dass ich mir das überhaupt nicht vorstellen kann.
Meiner Meinung nach kann und darf es wegen geringerer Stückzahlen nicht zu solchen Qualitätsdefiziten kommen, besonders wenn man die Preise aktueller Laufwerke sieht.
Ich betreibe seit ca. 8 Jahren einen Transrotor, der immer läuft wenn ich zu Hause bin und damit auf mittlerweile so mindestens ca. 10000 Betriebsstunden gekommen sein dürfte.
Keine Ahnung wie lange er noch hält aber die 1000-Grenze hat er sicher schon um ein 10-faches unterschritten.
Das alleine wäre für mich ein Grund mich für kein aktuelles Laufwerk zu interessieren...

Viele Grüße

Tom

Verfasst: Mo 24. Dez 2007, 14:10
von Rund
Analog_Tom hat geschrieben:Hallo Rene´,

das ist eine so exorbitant geringe Lebenszeit für Motoren, dass ich mir das überhaupt nicht vorstellen kann.
Meiner Meinung nach kann und darf es wegen geringerer Stückzahlen nicht zu solchen Qualitätsdefiziten kommen, besonders wenn man die Preise aktueller Laufwerke sieht.
Ich betreibe seit ca. 8 Jahren einen Transrotor, der immer läuft wenn ich zu Hause bin und damit auf mittlerweile so mindestens ca. 10000 Betriebsstunden gekommen sein dürfte.
Keine Ahnung wie lange er noch hält aber die 1000-Grenze hat er sicher schon um ein 10-faches unterschritten.
Das alleine wäre für mich ein Grund mich für kein aktuelles Laufwerk zu interessieren...

Viele Grüße

Tom

Hallo Tom,

ich zitiere: " It will slowly wear out" ich schätze den langsamen Verschleiß wird wohl keiner so direkt bemerken, ausser er vergleicht das Laufwerk gegen ein Brandneues.

Nun, ob alte Laufwerke besser als neue sind sollte jeder für sich selbst entscheiden. Billiger sind sie zunächst allemal und man schön rumpimpen... und viel nettes Zubehör und Aufrüstungen kaufen ... hat ja auch was.

Gruß

René

Verfasst: Mo 24. Dez 2007, 14:17
von SDJungle
Rund hat geschrieben: Sofern Du damit Platten hören möchtest, wahrscheinlich schon .... :)
Ich hör da schon jemanden mit der Rute wedeln. Die bösen Platten sind also schuld - die machen die Motoren schnell kaputt... :Chry:

Verfasst: Mo 24. Dez 2007, 14:38
von 2285b
SDJungle hat geschrieben:
Rund hat geschrieben: Sofern Du damit Platten hören möchtest, wahrscheinlich schon .... :)
Ich hör da schon jemanden mit der Rute wedeln. Die bösen Platten sind also schuld - die machen die Motoren schnell kaputt... :Chry:
Wieder mal sehr konstruktiv, Stefan. Bravo, weiter so... :roll:

Verfasst: Mo 24. Dez 2007, 14:45
von SDJungle
Ungefähr genauso konstruktiv wie die in den Raum gestellte Aussage von Mark Kelly. :wink:

Re: interessanter Servicehinweis

Verfasst: Di 25. Dez 2007, 21:52
von Gast
Hi René,
Rund hat geschrieben:Think of a DC motor like a stylus. It will slowly wear out, how frequently you change it depends on the price / performance ratio you're willing to accept.
... interessanter Ansatz und imho sogar mechanisch in der Theorie nachvollziehbar, wenn wir die Riemenspannung noch als alterungsbestimmende Größe dazu nehmen ...

... je höher die Riemenspannung desto größer die einseitige Belastung für die Motorlager ... je geringer die Umlauf-/ Winkelgeschwindigkeit desto höher ist auch gleichzeitig der einseitige Lagerdruck ... und desto höher der Lagerverschleiß ...

... hat also auch nix mit schnell drehenden DC-Motoren bei Werkzeugmaschinen gemein :roll:

Verfasst: Mi 26. Dez 2007, 01:56
von SDJungle
..und damit schliesst sich der Kreis - wenn nach 1000 Betriebsstunden das Lager nachgibt, dann ist es eine Fehlkonstruktion. Leute - macht die Motorenhersteller doch nicht dümmer als sie sind... :roll:
Denkt doch mal ein ganz klein wenig über den Zahlenwert nach - wenn ihr den Motor Tag und nacht laufen lasst, würde das bedeuten dass ihr nach 42 Tagen das Ding auf den Müll werfen müsst. Soll das ein Witz sein? : roll

Verfasst: Mi 26. Dez 2007, 09:43
von Analog_Tom
SDJungle hat geschrieben:..und damit schliesst sich der Kreis - wenn nach 1000 Betriebsstunden das Lager nachgibt, dann ist es eine Fehlkonstruktion. Leute - macht die Motorenhersteller doch nicht dümmer als sie sind... :roll:
Denkt doch mal ein ganz klein wenig über den Zahlenwert nach - wenn ihr den Motor Tag und nacht laufen lasst, würde das bedeuten dass ihr nach 42 Tagen das Ding auf den Müll werfen müsst. Soll das ein Witz sein? : roll
Moin JunKs,

ich sehe das nicht anders als Stefan, sorry...

Viele Grüße

Tom

Verfasst: Mi 26. Dez 2007, 09:52
von Rund
Moin,

zwischen erstem Verschleiß und Motor kaputt ist sicherlich ein Unterschied zu sehen Stefan, dennoch läuft ein Plattenspuieler dann nicht mehr innerhalb der ursprünglichen Parameter!

Zudem ist der Vergleich mit dem Verschleiss einer Nadel des Tonabnehmers nicht so verkehrt.
Bei manchen Ndeln ist schon recht früh erster Verschleiss erkennbar, bei anderen dauert dies viel länger. Dennoch kann man bei erstem Verschleiß sicherlich noch Musik hören.

Was ist eigentlich so schlimm daran, dass es jemand besonders genau nimmt und einen billigen Motor in einem teuren Plattenspieler einfach vor dem ersten Verschleiss austauschen will bzw. dies empfiehlt?

Gruß

René

Verfasst: Mi 26. Dez 2007, 09:58
von Wolfs Audio
Hallo Rolf,

nicht nur am Motorlager, sondern auch am Tellerlager. Bei hoher Riemenspannung kommen ganz andere Kräfte und weitere Parameter zum Tragen.
Ja, Transmissionsriemen und ihre Beschaffenheit haben einen großen Einfluß auf die Performance und z.B. den Gleichlauf.

Man kann natürlich, wie Mark Kelly, den Status Quo beschreiben. Aber eine wirklich gute Lösung mit Riemenatrieb ist offensichtlich noch nicht gefunden. Er geht auf den Motor, als Teil des Antriebskonzeptes ein.
Das Problem des gesamten Riemenantriebskonzept ist, wie ich finde, noch nicht gelöst.
Direct Drive und Reibrad sind näher am Optimum. Aber auch vom realisierbaren Optimum noch entfernt.

Die Diskussionen, die in verschiedensten Foren laufen, finde ich sehr interessant.

Just my 2 Cent

Weihnachtliche Grüße

Wolfgang