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First Watt F4 als Nachbrenner für einen Röhrenverstärker

Verfasst: Fr 27. Jun 2008, 21:43
von KlausM.
Hallo Leute,

in der Suche habe ich nichts passendes gefunden und ich glaube auch kaum, dass bisher jemand in diesem Forum auf die folgende Idee kam.

Hintergrund: Ich meiner Kette betreibe ich eine First Watt F4 in Verbindung mit dem LAP2 von Funk. Das funktioniert soweit auch sehr gut, da die Funk einerseits 13 V RMS bereitstellen kann und ca 23 dB Gain hat.

Die F4 ist also ein reiner Impedanzwandler und gibt nur soviel Spannung aus, wie vorne reinkommt!

Nun habe ich mir überlegt, dass ein Röhren- Voll(!)verstärker in der Regel mit Spannung keine Probleme hat, sondern eher mit Strom. Da der Strom aber durch die F4 geliefert wird, scheint ein derartiger Verstärker durch die Bereitstellung der Spannung gut zum Treiben der F4 geeignet zu sein.

Meine Fragen sind nun:

1. Ist diese Idee total bescheuert?
2. Falls nein, wie kann man sowas umsetzen?
3. Worauf ist dabei zu achten?

Natürlich kann man sich nun fragen, warum ich mir das überhaupt antun möchte, da es schließlich auch genug Röhrenvorverstärker gibt. Das stimmt zwar, aber Röhrenvorverstärker mit einer 300B oder einer 45 sind eher selten und zudem fast unbezahlbar. Man denke nur mal an die netten Geräte von Manley Labs oder Unison...

Falls mir übrigens jemand einen entsprechenden Röhrenverstärker bauen kann/möchte, bin ich übrigens auch nicht abgeneigt! :-)

Verfasst: Fr 27. Jun 2008, 22:09
von AudiophileKasi
Hi Klaus,

ich finde Deine Idee sehr interessant (auch wenn da perverse Tendenzen ersichtlich sind :lol: ) und hoffe, dass Dir jemand helfen kann.

ABER: früher oder später steht bei Dir auch ne 300B und Deine Transen verstauben :OK:

So, nun lass ich den Technikern den Vortritt....

:beer

Verfasst: Sa 28. Jun 2008, 07:49
von Hedlund
Hi Klaus,

wenn ich jetzt nicht alles falsch verstanden habe, ist dies genau das , was Papa sich dabei gedacht hat.

Dein Vorhaben wird hier genau beschrieben.

hxxp://www.6moons.com/audioreviews/firstwatt6/f4.html

Bitte darauf achten, daß der treibende Röhrenverstärker einen Lastwiederstand braucht!

Grüße
Andreas

Verfasst: Sa 28. Jun 2008, 10:23
von KlausM.
Hallo Andreas,

vielen Dank für die Antwort und den Link! In meiner Signatur steht zwar, dass ich eine DIY F4 habe, jedoch war ich leider nicht derjenige, der für die Montage verantwortlich war. Ich kenne mich in den Tiefen der Elektrotechnik daher nur sehr wage aus...

Bei Sixmoons habe ich gesehen, dass als Lastwiderstand einfach ein 8,3 Ohm Widerstand zwischen die Anschlüsse des Lautsprecherkabels gelötet wurde. Ist das schon alles?

Ich weiß, dass die F4 +/- 20 Volt verträgt. Bei den meisten Röhrenverstärkern wird allerdings die Ausgangsspannung in der Regel nicht angegeben. Woher weiß ich, ob ein Röhrenverstärker für diese Aufgabe geeignet ist? Auf eine abgerauchte F4 kann ich gerne verzichten ;-)

Nebenbei finde ich es irgendwie merkwürdig, ein Lautsprecherlabel ausgangsseitig mit Cinch-Steckern zu konfektioneren. Muss ich dabei auf irgendwas achten? Sollte ich für die Verbindung besser ein Lautsprecher- oder ein Cinchkabel nehmen?

Verfasst: Sa 28. Jun 2008, 14:13
von Hedlund
Hallo Klaus,

da müssen jetzt andere ran.
Leider habe ich auch keine weitreichenden technischen Fähigkeiten.
Habe nur verstanden, daß Deine Frage und der Artikel zusammenpassen.

Solche Experimente ohne den richtigen Hintergrund sollte man dann wirklich lassen.

Grüße
Andreas

Verfasst: Mo 30. Jun 2008, 10:22
von hbhifi
dass als Lastwiderstand einfach ein 8,3 Ohm Widerstand zwischen die Anschlüsse des Lautsprecherkabels gelötet wurde. Ist das schon alles?
Jawohl. Der Widerstand dient einfach dazu, dem Röhrenverstärker eine definierte Last zu geben. Dieser Widerstand sollte übrigens mächtig belastbar sein, weil er die gesamte Ausgangsleistung der Röhre als Wärme verpulvern muss.
Woher weiß ich, ob ein Röhrenverstärker für diese Aufgabe geeignet ist? Auf eine abgerauchte F4 kann ich gerne verzichten
Da passiert nix. Bevor's gefährlich wird, wird's unerträglich verzerren, und dann drehst du ganz freiwillig wieder runter.
... besser ein Lautsprecher- oder ein Cinchkabel ...
Der Weg zwischen Lautsprecherklemmen und Lastwiderstand sollte aus LS-Kabel bestehen, weil hier ganz ordentlich Strom fließt. Danach (also zwischen Lastwiderstand und F4 isses egal.

Verfasst: Mi 2. Jul 2008, 13:26
von KlausM.
Hallo Holger,

vielen Dank für den helfenden Kommentar. Wenn ich dieses Vorhaben in der nächsten Zeit umsetzen sollte, werde ich auf jeden Fall berichten, wie gut (oder schlecht) es funktioniert hat.

Eine Frage hätte ich aber noch: Der Widerstand muss doch "nur" die Leistung des Röhrenamps verkraften. Falls dieser also (wie im Fall des Yamamoto A08s bei Sixmoons) nur 2 Watt hat, dürfte auch theoretisch ein, mit 2 Watt belastbarer Widerstand ausreichen, oder?

Verfasst: Mi 2. Jul 2008, 13:56
von hbhifi
Mach fünf draus, dann bist du auf der sicheren Seite.