Der unikative, etwas andersartige Ultra-Marlux
Verfasst: Mi 27. Aug 2008, 22:24
Es war einmal vor langer, langer Zeit ...
... da sichtete ich im Nebenraum eines Plattenladens einen Haufen Hifi-Geräte, die der Messi-hafte Eigentümer dort " abgeladen " hatte und schlichtweg versüffen ließ. Die anwesende Person outete sich als inkompetenter Mischling aus Ladenhüter / Wachhund / Kassierer und konnte / wollte / durfte mir keine Infos und auch keine Preise anbieten.
Nun gut, dachte ich mir: " Viele Wege führen nach Rom ! " , und ich übte mich in Geduld.
So 6 - 8 Monate später , irgendwann im Herbst 2007 , war ich wieder in der Gegend und mußte entdecken, daß die Großstadtpatina auf den Geräten immer dicker geworden war. Ich ließ mich aber nicht davon abhalten, ein weiteres Mal nachzufragen. Ich fertigte eine " Wolle kaufen ! " - Liste an, die ich dem bereits bekannten Mischling übergab, damit er seinen " Massa " informieren konnte.
Als Analogi interessierten mich natürlich insbesondere die Laufwerke, doch die Thorense waren alle so abschreckend defekt , daß ich nicht einmal an ein Schlachtefest dachte. Der interessierte Leser mag mir verzeihen, daß ich meine triftigen Gründe hatte, sogar einem angegammelten Thorens TD 521 in Mahagonizarge mit schiefhängendem SME 3012 und kabellosem Orsonic-Headshell nicht anzufassen, geschweige denn - wie ich später hören mußte - die gewünschten 500 Euro DAFÜR abzudrücken !!!
Letztendlich kaufte ich 2 manuelle Laufwerke inkl. Ärmchen, von denen mich insbesondere der Tonarm Ultracraft AC-300 MKII interessierte, da mir diverse Einpunktarm-Sympathisanten - so auch Rolf / be.audiophil - diesen Tonarm ans Herz gelegt hatten. Beruhigenderweise ist der Tonarm subjektiv völlig okay. Das andere Gedönz verkaufte ich und machte mich auf die Suche nach einem Laufwerk, bei dem ich zwecks Verwendung des Ultracraft nicht an die Grenzen meines handwerklichen Könnens und meines geplanten Budgets stoßen würde.
... Zeitsprung ...
Im Frühjahr 2008 fischte ich aus der Bucht einen kompletten Marlux MX-86, einen japanischen Direkttriebler mit Jelco-Tonarm, dessen Montageabstand zufälligerweise genau 222mm beträgt und der ein Montageloch von 22mm besaß, welches ich dieser Tage ohne weiteres auf die gewünschten 26mm für den Ultracraft erweitern konnte.
Randbemerkung: Die 2-Euro-Münze hat übrigens dieses Außenmaß und war eine gute Hilfe zur Randmarkierung !
... Zeitsprung ...
Durch puren Zufall verkaufte mir diesen Monat ein anderer Berliner Analogi solch einen Marlux in sehr gut erhaltenen Zustand OHNE TONARM ! Hurra: Ich brauche also mein anderes Schnuckelchen nicht auseinanderzurupfen und habe das bekommen, was ich eigentlich wollte: Ein passables Retro-Laufwerk als gesunde Basis für den Ultracraft, der natürlich an dem Marlux unterfordert sein dürfte. Doch dies stört mich jetzt erstmal herzlich wenig, denn ich möchte erstmal gucken und hören, inwieweit ich Freude an der Kombination haben könnte.
Mit einem leichten Hang zur Perfektion versteifte ich die Original-Multiplexzarge innen mit diversen Holzstücken und ölte auch gleich neu das Tellerlager, welches leider nur mit einem Kunststofflagerspiegel ausgestattet ist. Eindeutig ein Fall für Joel / violette als Lagerspiegelproduzent !
[img:600:439]http://www.photoondemand.net/imagehosti ... rlux05.jpg[/img]
Den zu dünnen Holzboden und die 4 höhenverstellbaren Füße entfernte ich natürlich. Stattdessen gab es eine 13mm Multiplexplatte und 4 vergoldete Metallkegel als Erstversuch. Ist auch nur ein erster Schritt, wie die Zargenfreaks unter Euch bestätigen werden. Obwohl ich als halbfreiwilliger Single in meiner Wohnung frei Fahrt habe und schon meine Lautsprecher einen liebreizend hohen Anti-WAF haben , möchte ich mir nicht so eine Monsterzarge als Staubfänger oder Eyecatcher ins Wohnzimmer stellen. Ist wie mit den Frauen: Allzu üppich muß nich' sein !!!
Glücklicherweise ist die Zarge innen hoch genug für das Cinchkabel, welches mit dem 5-poligen GERADEN Stecker ausgestattet ist. DAS hatte ich im Eifer des Bastelns glatt vergessen. Ansonsten hätte ich die Bodenplatte wieder aufsägen müssen. Ach ja: Bei dem Ultracraft ist die flache Kontermutter dabei, damit Mann ggfs. den Tonarm auch an Subchassis-Laufwerke relativ unkompliziert montieren kann.
Phase 1 ist beendet - Hier issa nun, komplett, aber noch un-justiert und un-erhört:
[img:640:330]http://www.photoondemand.net/imagehosti ... rlux04.jpg[/img]
Fortsetzung folgt,
Malle
... da sichtete ich im Nebenraum eines Plattenladens einen Haufen Hifi-Geräte, die der Messi-hafte Eigentümer dort " abgeladen " hatte und schlichtweg versüffen ließ. Die anwesende Person outete sich als inkompetenter Mischling aus Ladenhüter / Wachhund / Kassierer und konnte / wollte / durfte mir keine Infos und auch keine Preise anbieten.
Nun gut, dachte ich mir: " Viele Wege führen nach Rom ! " , und ich übte mich in Geduld.
So 6 - 8 Monate später , irgendwann im Herbst 2007 , war ich wieder in der Gegend und mußte entdecken, daß die Großstadtpatina auf den Geräten immer dicker geworden war. Ich ließ mich aber nicht davon abhalten, ein weiteres Mal nachzufragen. Ich fertigte eine " Wolle kaufen ! " - Liste an, die ich dem bereits bekannten Mischling übergab, damit er seinen " Massa " informieren konnte.
Als Analogi interessierten mich natürlich insbesondere die Laufwerke, doch die Thorense waren alle so abschreckend defekt , daß ich nicht einmal an ein Schlachtefest dachte. Der interessierte Leser mag mir verzeihen, daß ich meine triftigen Gründe hatte, sogar einem angegammelten Thorens TD 521 in Mahagonizarge mit schiefhängendem SME 3012 und kabellosem Orsonic-Headshell nicht anzufassen, geschweige denn - wie ich später hören mußte - die gewünschten 500 Euro DAFÜR abzudrücken !!!
Letztendlich kaufte ich 2 manuelle Laufwerke inkl. Ärmchen, von denen mich insbesondere der Tonarm Ultracraft AC-300 MKII interessierte, da mir diverse Einpunktarm-Sympathisanten - so auch Rolf / be.audiophil - diesen Tonarm ans Herz gelegt hatten. Beruhigenderweise ist der Tonarm subjektiv völlig okay. Das andere Gedönz verkaufte ich und machte mich auf die Suche nach einem Laufwerk, bei dem ich zwecks Verwendung des Ultracraft nicht an die Grenzen meines handwerklichen Könnens und meines geplanten Budgets stoßen würde.
... Zeitsprung ...
Im Frühjahr 2008 fischte ich aus der Bucht einen kompletten Marlux MX-86, einen japanischen Direkttriebler mit Jelco-Tonarm, dessen Montageabstand zufälligerweise genau 222mm beträgt und der ein Montageloch von 22mm besaß, welches ich dieser Tage ohne weiteres auf die gewünschten 26mm für den Ultracraft erweitern konnte.
Randbemerkung: Die 2-Euro-Münze hat übrigens dieses Außenmaß und war eine gute Hilfe zur Randmarkierung !
... Zeitsprung ...
Durch puren Zufall verkaufte mir diesen Monat ein anderer Berliner Analogi solch einen Marlux in sehr gut erhaltenen Zustand OHNE TONARM ! Hurra: Ich brauche also mein anderes Schnuckelchen nicht auseinanderzurupfen und habe das bekommen, was ich eigentlich wollte: Ein passables Retro-Laufwerk als gesunde Basis für den Ultracraft, der natürlich an dem Marlux unterfordert sein dürfte. Doch dies stört mich jetzt erstmal herzlich wenig, denn ich möchte erstmal gucken und hören, inwieweit ich Freude an der Kombination haben könnte.
Mit einem leichten Hang zur Perfektion versteifte ich die Original-Multiplexzarge innen mit diversen Holzstücken und ölte auch gleich neu das Tellerlager, welches leider nur mit einem Kunststofflagerspiegel ausgestattet ist. Eindeutig ein Fall für Joel / violette als Lagerspiegelproduzent !
[img:600:439]http://www.photoondemand.net/imagehosti ... rlux05.jpg[/img]
Den zu dünnen Holzboden und die 4 höhenverstellbaren Füße entfernte ich natürlich. Stattdessen gab es eine 13mm Multiplexplatte und 4 vergoldete Metallkegel als Erstversuch. Ist auch nur ein erster Schritt, wie die Zargenfreaks unter Euch bestätigen werden. Obwohl ich als halbfreiwilliger Single in meiner Wohnung frei Fahrt habe und schon meine Lautsprecher einen liebreizend hohen Anti-WAF haben , möchte ich mir nicht so eine Monsterzarge als Staubfänger oder Eyecatcher ins Wohnzimmer stellen. Ist wie mit den Frauen: Allzu üppich muß nich' sein !!!
Glücklicherweise ist die Zarge innen hoch genug für das Cinchkabel, welches mit dem 5-poligen GERADEN Stecker ausgestattet ist. DAS hatte ich im Eifer des Bastelns glatt vergessen. Ansonsten hätte ich die Bodenplatte wieder aufsägen müssen. Ach ja: Bei dem Ultracraft ist die flache Kontermutter dabei, damit Mann ggfs. den Tonarm auch an Subchassis-Laufwerke relativ unkompliziert montieren kann.
Phase 1 ist beendet - Hier issa nun, komplett, aber noch un-justiert und un-erhört:
[img:640:330]http://www.photoondemand.net/imagehosti ... rlux04.jpg[/img]
Fortsetzung folgt,
Malle