Das war davor nicht blau oder war ich davor blau?Thargor hat geschrieben:Klick doch einfach den Link an da oben.....
Tipps aus der (audiophilen) Jukebox
Moderatoren: Tubes, Moderatorenteam, China
KERI NOBLE - Fearless -

Diese CD ist eigentlich nicht in Worte zu fassen. Nachdem uns Künstler wie Katie Melua oder Norah Jones in den letzten beiden Jahren begeistert haben, kommt nun mit Keri Noble eine weitere Künstlerin, die sich vom Start weg in den Reigen der ganz großen neuen Stimmen einreiht und sie vielleicht noch übertrifft. Ihre Stimme ist mit Worten nicht zu beschreiben, allein aus diesem Grund kann ich nur empfehlen, diese sich einmal selber anzuhören und einfach nur zu genießen. Die Lyrics auf diesem Album sind sehr persönlich, eben ganz "fearless" und zeichnen ein Bild einer jungen Sängerin, die noch für Größeres bestimmt sein wird und demnächst in allen Medien auftauchen wird.
Wer auf getragene und sinnliche Popmusik mit intelligenten Lyrics in Kombination mit leichten Jazz- und Blueselementen steht, der sollte diese CD auf jeden Fall in seiner Sammlung beherrbergen. Aber auch wer einfach nur mal Musik zum abschalten und genießen kaufen möchte, macht beim Erwerb dieses Albums keinen Fehler. Keri Noble, noch ein Insider-Tipp, der aber demnächst nicht mehr so "unbekannt" sein wird. Darum seien sie die ersten, die sich dieses Meisterwerk der modernen Musik sichern; es gibt nicht mehr viele davon!!!
Mir ist diese CD zufällig in einem Plattenladen in die Hände gefallen und da ich noch Zeit hatte, habe ich mal reingehört. Ich war sehr überrascht ohne jegliche Empfehlung auf dieses Sahnestückchen gestoßen zu sein.
Diese kraft- und gleichzeitig gefühlvolle Stimme, die ähnlich wie bei Eva Cassidy und Jewel, ein riesiges Spektrum an Klangfarben zeigt, ist wirklich gigantisch. Die Musik selbst ist, wie bei Norah Jones, eher ruhig und stark klavierorientiert aber äußerst facettenreich. Es ist wirklich jedes Mal ein Erlebnis, diese CD zu hören und ich kann sie nur jedem empfehlen, der auf Musik von Eva Cassidy, Norah Jones und die frühen Werke von Jewel steht. Für Leute, die (wie ich) gerne in Empfehlungen von Amazon-Rezensionen hineinschnuppern, kann ich auch die leider nicht mehr existierende Band "Vaya Con Dios" empfehlen, die auf hohem Niveau eine breite musikalische Vielfalt bietet, die durch die wundervolle Stimme der Sängerin Dani Klein gekrönt wird.
Ich habe eine Prelistening-CD von Keri Nobles CD "Fearless" auf einem Konzert von Norah Jones in die Hand gedrückt bekommen und war schon beim ersten Hören begeistert! Seit ich sie endlich in voller Länge zuhause habe, läuft sie nur noch in der Endlosschleife.
Alle Tracks begeistern, denn Keris Stimme, die sich schön "anders" aus dem normalen Popbrei abhebt, passt wunderbar zum Klavier, einer Gitarre (zu der mein Vater fragte: "Ist das Carlos Santana?") oder einer kompletten Band.
Besonders tolle Stücke sind "Look At Me", "A Dream About You", "Piece Of Me" und "I Won't" - aber einen wirklichen Favoriten finde ich nicht, es sind alle Tracks wunderschön!
Sehr gefreut haben mich auch Keris Kommentare zu jedem einzelnen Song, in denen sie beschreibt, wann und vor welchem Hintergrund sie entstanden sind.
KERI NOBLE ist zwar nicht die erste junge Singer / Songwriterin, deren Debüt ein großes Talent offenbart. Gleichwohl kann man mit Sicherheit sagen, dass es in den letzten Jahren selten ein Debütwerk gegeben hat, das sich so ausgereift präsentierte. Mehr noch: Nur wenige Künstler vor ihr haben jemals ein Album von derart emotionaler Tiefe und musikalischer Klarheit veröffentlicht wie ´Fearless´, das vom filigranen, nur von Stimme, Klavier und leiser Orgel getragenem Opener ´Look At Me´ bis zum eindringlichen Finale ´If No One Will Listen´ einen unglaublich schönen Songreigen voller Passion und Poesie eröffnet.
Ihre beispielhafte Offenheit, die stilistische Bandbreite der Songs und ihre vielseitige, ausdrucksstarke Vokaltechnik wurden von Kritikern bereits mit der frühen Rickie Lee Jones, mit Fiona Apple, Sarah McLachlan und Patty Griffin verglichen.
Und der Name Norah Jones fällt auch, was jedoch weniger auf musikalischen Parallelen beruht, als vielmehr auf der Mitwirkung des legendären Produzenten, Arrangeurs und zehnfachen Grammy-Gewinners Arif Mardin, der beide Alben von Norah Jones produzierte und auch bei ´Fearless´ als Produzent fungiert. So arrangierte und leitete Arif Mardin die Streicherpassagen. Als Co-Produzent zeichnete Jeff Arundel verantwortlich. Kein Wunder also, dass der Chef von EMI Jazz & Classics, Bruce Lundvall, in den höchsten Tönen von seiner Neuverpflichtung schwärmt und KERI NOBLE für das wieder belebte EMI-Sublabel Manhattan (Natalie Cole, Bobby McFerrin) unter Vertrag nahm.
C. Hammer in stereoplay 9 / 04: "Entdeckt wurde die 26Jährige aus Minneapolis von Arif Mardin, der zuletzt auch die Norah-Jones-Erfolgsstory in Gang brachte. Die amerikanische Produzenten- und A&R-Ikone war "sofort beeindruckt von Keri als Songwriterin und Performerin, sie schreibt wirklich Lieder aus dem Herzen heraus und singt sie mit Leidenschaft und Überzeugung". So ist es: Oft serviert Keri Noble ihre Songs "pur", sich selbst mit dezentem Spiel auf dem Piano begleitend, und schon da wirkt ihre Musik sehr nah und intim. Noch mehr Eindruck aber machen jene Kompositionen, die etwas stärker instrumentiert sind. In der Summe liegt Keris Nobles Musik zwischen der Transparenz einer Joni Mitchell und der Expressivität einer Tori Amos." Zitate und Phrasen
Kein Jazz

Diese CD ist eigentlich nicht in Worte zu fassen. Nachdem uns Künstler wie Katie Melua oder Norah Jones in den letzten beiden Jahren begeistert haben, kommt nun mit Keri Noble eine weitere Künstlerin, die sich vom Start weg in den Reigen der ganz großen neuen Stimmen einreiht und sie vielleicht noch übertrifft. Ihre Stimme ist mit Worten nicht zu beschreiben, allein aus diesem Grund kann ich nur empfehlen, diese sich einmal selber anzuhören und einfach nur zu genießen. Die Lyrics auf diesem Album sind sehr persönlich, eben ganz "fearless" und zeichnen ein Bild einer jungen Sängerin, die noch für Größeres bestimmt sein wird und demnächst in allen Medien auftauchen wird.
Wer auf getragene und sinnliche Popmusik mit intelligenten Lyrics in Kombination mit leichten Jazz- und Blueselementen steht, der sollte diese CD auf jeden Fall in seiner Sammlung beherrbergen. Aber auch wer einfach nur mal Musik zum abschalten und genießen kaufen möchte, macht beim Erwerb dieses Albums keinen Fehler. Keri Noble, noch ein Insider-Tipp, der aber demnächst nicht mehr so "unbekannt" sein wird. Darum seien sie die ersten, die sich dieses Meisterwerk der modernen Musik sichern; es gibt nicht mehr viele davon!!!
Mir ist diese CD zufällig in einem Plattenladen in die Hände gefallen und da ich noch Zeit hatte, habe ich mal reingehört. Ich war sehr überrascht ohne jegliche Empfehlung auf dieses Sahnestückchen gestoßen zu sein.
Diese kraft- und gleichzeitig gefühlvolle Stimme, die ähnlich wie bei Eva Cassidy und Jewel, ein riesiges Spektrum an Klangfarben zeigt, ist wirklich gigantisch. Die Musik selbst ist, wie bei Norah Jones, eher ruhig und stark klavierorientiert aber äußerst facettenreich. Es ist wirklich jedes Mal ein Erlebnis, diese CD zu hören und ich kann sie nur jedem empfehlen, der auf Musik von Eva Cassidy, Norah Jones und die frühen Werke von Jewel steht. Für Leute, die (wie ich) gerne in Empfehlungen von Amazon-Rezensionen hineinschnuppern, kann ich auch die leider nicht mehr existierende Band "Vaya Con Dios" empfehlen, die auf hohem Niveau eine breite musikalische Vielfalt bietet, die durch die wundervolle Stimme der Sängerin Dani Klein gekrönt wird.
Ich habe eine Prelistening-CD von Keri Nobles CD "Fearless" auf einem Konzert von Norah Jones in die Hand gedrückt bekommen und war schon beim ersten Hören begeistert! Seit ich sie endlich in voller Länge zuhause habe, läuft sie nur noch in der Endlosschleife.
Alle Tracks begeistern, denn Keris Stimme, die sich schön "anders" aus dem normalen Popbrei abhebt, passt wunderbar zum Klavier, einer Gitarre (zu der mein Vater fragte: "Ist das Carlos Santana?") oder einer kompletten Band.
Besonders tolle Stücke sind "Look At Me", "A Dream About You", "Piece Of Me" und "I Won't" - aber einen wirklichen Favoriten finde ich nicht, es sind alle Tracks wunderschön!
Sehr gefreut haben mich auch Keris Kommentare zu jedem einzelnen Song, in denen sie beschreibt, wann und vor welchem Hintergrund sie entstanden sind.
KERI NOBLE ist zwar nicht die erste junge Singer / Songwriterin, deren Debüt ein großes Talent offenbart. Gleichwohl kann man mit Sicherheit sagen, dass es in den letzten Jahren selten ein Debütwerk gegeben hat, das sich so ausgereift präsentierte. Mehr noch: Nur wenige Künstler vor ihr haben jemals ein Album von derart emotionaler Tiefe und musikalischer Klarheit veröffentlicht wie ´Fearless´, das vom filigranen, nur von Stimme, Klavier und leiser Orgel getragenem Opener ´Look At Me´ bis zum eindringlichen Finale ´If No One Will Listen´ einen unglaublich schönen Songreigen voller Passion und Poesie eröffnet.
Ihre beispielhafte Offenheit, die stilistische Bandbreite der Songs und ihre vielseitige, ausdrucksstarke Vokaltechnik wurden von Kritikern bereits mit der frühen Rickie Lee Jones, mit Fiona Apple, Sarah McLachlan und Patty Griffin verglichen.
Und der Name Norah Jones fällt auch, was jedoch weniger auf musikalischen Parallelen beruht, als vielmehr auf der Mitwirkung des legendären Produzenten, Arrangeurs und zehnfachen Grammy-Gewinners Arif Mardin, der beide Alben von Norah Jones produzierte und auch bei ´Fearless´ als Produzent fungiert. So arrangierte und leitete Arif Mardin die Streicherpassagen. Als Co-Produzent zeichnete Jeff Arundel verantwortlich. Kein Wunder also, dass der Chef von EMI Jazz & Classics, Bruce Lundvall, in den höchsten Tönen von seiner Neuverpflichtung schwärmt und KERI NOBLE für das wieder belebte EMI-Sublabel Manhattan (Natalie Cole, Bobby McFerrin) unter Vertrag nahm.
C. Hammer in stereoplay 9 / 04: "Entdeckt wurde die 26Jährige aus Minneapolis von Arif Mardin, der zuletzt auch die Norah-Jones-Erfolgsstory in Gang brachte. Die amerikanische Produzenten- und A&R-Ikone war "sofort beeindruckt von Keri als Songwriterin und Performerin, sie schreibt wirklich Lieder aus dem Herzen heraus und singt sie mit Leidenschaft und Überzeugung". So ist es: Oft serviert Keri Noble ihre Songs "pur", sich selbst mit dezentem Spiel auf dem Piano begleitend, und schon da wirkt ihre Musik sehr nah und intim. Noch mehr Eindruck aber machen jene Kompositionen, die etwas stärker instrumentiert sind. In der Summe liegt Keris Nobles Musik zwischen der Transparenz einer Joni Mitchell und der Expressivität einer Tori Amos." Zitate und Phrasen
Kein Jazz
STEELY DAN - Everything must go -

Hoppala, damit durfte man nicht rechnen: Keine drei Jahre sind schließlich erst ins Land gegangen, seit Steely Dan die Grammy-dekorierte CD ("Album des Jahres") Two Against Nature veröffentlichten -- da kommt mit Everything Must Go auch schon der Nachfolger. Sind Walter Becker und Donald Fagen, die beiden Steely-Dan-Macher, auf ihre alten Tage etwa noch fleißige Fließbandmusiker geworden? Schließlich ist das in den frühen 70er-Jahren in New York gegründete Projekt für ihre sparsame Veröffentlichungspolitik berühmt. Egal, was zählt ist die Musik. Und die erfüllt selbstverständlich, darf man getrost sagen, wieder einmal die höchsten Ansprüche.
Wie keinem anderen Act gelingt es Becker und Fagen, Einflüsse aus Jazz, Funk, Soul, Blues und Pop filigran und geschmackvoll zum eigenen, urtypischen Sound zu verknüpfen. Auch auf Everything Must Go kommen ihre Klänge so lässig und cool daher, wie George Cloony in Ocean's Eleven -- allerdings mit mehr Tiefgang. Denn jeder einzelne der neun neuen Titel verfügt vermutlich über mehr Harmonien, als die Top-Ten der deutschen Single-Hitparade zusammengenommen. Von den cleveren Texten ganz zu schweigen. Der Gag dabei: Die komplizierte, komplexe und perfekt zurechtgeschliffene Beschaffenheit dieser Song-Edelsteine drängt sich nicht sofort auf, sondern erschließt sich erst bei genauerem Hinhören. Das ist vor allem der geradlinig vorwärts treibenden Spielweise von Drummer Keith Carlock zu verdanken. Selbst an Bebop erinnernde Arrangements wie bei "Lunch With Gina" oder dem Titeltrack werden durch einen knackigen Off-Beat konterkariert und somit von jeder jazzigen Schwerfälligkeit befreit.
Diese statische Rhythmik ist aber auch das einzige Zugeständnis an die Neuzeit. Ansonsten könnte sich so gut wie jeder neue Song auch auf Steely-Dan-Meilensteinen wie Aja (1977) oder Gaucho (1980) finden. Und das ist garantiert als Kompliment gemeint. Also: zugreifen! Diese Musik werden Sie auch noch in zehn oder 20 Jahren aus ihrem CD-Regal holen, immer wieder hören -- und vielleicht immer wieder Neues darin entdecken. Wie heißt es so schön: Qualität kennt kein Verfallsdatum.
Es klingt nicht anders als Fagens "Kamakiriad" oder die 2000er Reunion "Two against Nature" - also ungemein superb. "Everything must go" ist eine einzige glorreiche Definition für Perfektion (vor allem auf der parallel erscheinenden DVD-Audio-Version). Gemächlich schlurfen und grooven die sanften Sarkasten Becker/Fagen durch die Großstadtnacht, Sax- und Trompetenfetzen flattern vorbei, jemand pickt kühl die E-Gitarre, es zwinkert das Rhodes-Piano, und ewig murmelt der Bass: Hier fließen Jazz, Soul, Funk und Pop zusammen wie am Nordpol die vier Himmelsrichtungen. Und bei aller Perfektion begeistert die Ökonomie der Mittel am meisten; wie sie es schaffen, einen derart dichten Citysound so luzide aufzufächern, wissen nur die (Studio-)Götter. Es mag am analogen Equipment liegen, das viele Chromblitzer mattiert und dem Sound ein warmes Timbre gibt. Und dann erleben wir auch noch ein Debüt: Walter Becker singt! Doch seine sonore Klarheit sticht zu sehr heraus. Es muss schon das gleichsam instrumental eingesetzte gepresste Organ von Donald Fagen sein, damit wir gemächlich schlurfen und grooven können durch die Großstadtnacht.
Walter Becker und Donald Fagen sind immer wieder für eine Überraschung gut: Da hatte man sich schon darauf eingestellt, den Abstand zwischen zwei neuen Steely Dan-Alben eher in Jahrzehnten als in Jahren zu zählen, und nun liegt tatsächlich "schon" drei Jahre nach dem grandiosen "Two against Nature" wieder ein neues Steely Dan-Werk in den CD-Regalen.
Mit dem neuen Werk "Everything must go" bestätigt sich, dass das Schreiben und Einspielen zeitlos guter Songs für Becker/Fagen das ist, was für Normalsterbliche das Fahrradfahren darstellt: Einmal gelernt, vergisst man es nie wieder. Seit gut 30 Jahren schaffen es Becker und Fagen nämlich immer noch nicht, ein wirklich schlechtes Album auf die Beine zu stellen. So glänzt auch das neue Album mit süffigen und trotzdem anspruchsvollen Melodien, die sich sofort in den Gehörgängen festsetzen und wahrscheinlich so schnell nicht mehr von dort verschwinden, gekrönt von einer brillanten Klangqualität. Insgesamt klingt "Everything must go" dabei noch entspannter als das Vorgängeralbum. Sehr gut gefällt mir auch die schnoddrige Lässigkeit, mit der Walter Becker "Slang of Ages" vorträgt (Beckers einziger Solo-Gesangspart, der mir bekannt ist). So bleibt als einziger "Kritikpunkt" festzuhalten, dass das Album mit ca. 42 Minuten Laufzeit viel zu schnell vorbei ist. So lange allerdings die Quantität von soviel Qualität überstrahlt wird, kann man damit sehr gut leben. Deshalb verleihe ich fünf fette Sterne.
Zum Schluss bleibt allerdings ein großes Fragezeichen: Befinden sich Steely Dan in einem zweiten künstlerischen Frühling, der uns noch das eine oder andere Meisterwerk beschert, oder muss man die letzten Songzeilen des Titeltracks tatsächlich als Beckers und Fagens musikalischen Abschied interpretieren: "We're goin' out of business - Everything must go"? Letzteres möchte ich in meinen schlimmsten Träumen nicht hoffen...
...passen die beiden Herren doch so gar nicht in die schöne neue Welt des Musikbusiness. Ohne Synthi-Teppichunterlagen, ohne Singlehit, ohne Hype, ohne Anbiederung an gemeine Hörgewohnheiten wirken Herr Becker und Herr Fagen wie die Hauptattraktionen im Jurrassic-Park. Schön, dass es Euch noch gibt und Eure liebevoll ausgetüfftelten Arrangements, Eure tollen Melodien, in denen die Strophen nicht zu Füllmaterial zwischen sogenannten Hooklines degradiert werden, Eure Spielfreude, die aus jeder Note lacht, usw. Diese Platte läuft NONSTOP bei mir und zählt zu Steelys best. Hugh!
Alles hohle Phrasen...

Hoppala, damit durfte man nicht rechnen: Keine drei Jahre sind schließlich erst ins Land gegangen, seit Steely Dan die Grammy-dekorierte CD ("Album des Jahres") Two Against Nature veröffentlichten -- da kommt mit Everything Must Go auch schon der Nachfolger. Sind Walter Becker und Donald Fagen, die beiden Steely-Dan-Macher, auf ihre alten Tage etwa noch fleißige Fließbandmusiker geworden? Schließlich ist das in den frühen 70er-Jahren in New York gegründete Projekt für ihre sparsame Veröffentlichungspolitik berühmt. Egal, was zählt ist die Musik. Und die erfüllt selbstverständlich, darf man getrost sagen, wieder einmal die höchsten Ansprüche.
Wie keinem anderen Act gelingt es Becker und Fagen, Einflüsse aus Jazz, Funk, Soul, Blues und Pop filigran und geschmackvoll zum eigenen, urtypischen Sound zu verknüpfen. Auch auf Everything Must Go kommen ihre Klänge so lässig und cool daher, wie George Cloony in Ocean's Eleven -- allerdings mit mehr Tiefgang. Denn jeder einzelne der neun neuen Titel verfügt vermutlich über mehr Harmonien, als die Top-Ten der deutschen Single-Hitparade zusammengenommen. Von den cleveren Texten ganz zu schweigen. Der Gag dabei: Die komplizierte, komplexe und perfekt zurechtgeschliffene Beschaffenheit dieser Song-Edelsteine drängt sich nicht sofort auf, sondern erschließt sich erst bei genauerem Hinhören. Das ist vor allem der geradlinig vorwärts treibenden Spielweise von Drummer Keith Carlock zu verdanken. Selbst an Bebop erinnernde Arrangements wie bei "Lunch With Gina" oder dem Titeltrack werden durch einen knackigen Off-Beat konterkariert und somit von jeder jazzigen Schwerfälligkeit befreit.
Diese statische Rhythmik ist aber auch das einzige Zugeständnis an die Neuzeit. Ansonsten könnte sich so gut wie jeder neue Song auch auf Steely-Dan-Meilensteinen wie Aja (1977) oder Gaucho (1980) finden. Und das ist garantiert als Kompliment gemeint. Also: zugreifen! Diese Musik werden Sie auch noch in zehn oder 20 Jahren aus ihrem CD-Regal holen, immer wieder hören -- und vielleicht immer wieder Neues darin entdecken. Wie heißt es so schön: Qualität kennt kein Verfallsdatum.
Es klingt nicht anders als Fagens "Kamakiriad" oder die 2000er Reunion "Two against Nature" - also ungemein superb. "Everything must go" ist eine einzige glorreiche Definition für Perfektion (vor allem auf der parallel erscheinenden DVD-Audio-Version). Gemächlich schlurfen und grooven die sanften Sarkasten Becker/Fagen durch die Großstadtnacht, Sax- und Trompetenfetzen flattern vorbei, jemand pickt kühl die E-Gitarre, es zwinkert das Rhodes-Piano, und ewig murmelt der Bass: Hier fließen Jazz, Soul, Funk und Pop zusammen wie am Nordpol die vier Himmelsrichtungen. Und bei aller Perfektion begeistert die Ökonomie der Mittel am meisten; wie sie es schaffen, einen derart dichten Citysound so luzide aufzufächern, wissen nur die (Studio-)Götter. Es mag am analogen Equipment liegen, das viele Chromblitzer mattiert und dem Sound ein warmes Timbre gibt. Und dann erleben wir auch noch ein Debüt: Walter Becker singt! Doch seine sonore Klarheit sticht zu sehr heraus. Es muss schon das gleichsam instrumental eingesetzte gepresste Organ von Donald Fagen sein, damit wir gemächlich schlurfen und grooven können durch die Großstadtnacht.
Walter Becker und Donald Fagen sind immer wieder für eine Überraschung gut: Da hatte man sich schon darauf eingestellt, den Abstand zwischen zwei neuen Steely Dan-Alben eher in Jahrzehnten als in Jahren zu zählen, und nun liegt tatsächlich "schon" drei Jahre nach dem grandiosen "Two against Nature" wieder ein neues Steely Dan-Werk in den CD-Regalen.
Mit dem neuen Werk "Everything must go" bestätigt sich, dass das Schreiben und Einspielen zeitlos guter Songs für Becker/Fagen das ist, was für Normalsterbliche das Fahrradfahren darstellt: Einmal gelernt, vergisst man es nie wieder. Seit gut 30 Jahren schaffen es Becker und Fagen nämlich immer noch nicht, ein wirklich schlechtes Album auf die Beine zu stellen. So glänzt auch das neue Album mit süffigen und trotzdem anspruchsvollen Melodien, die sich sofort in den Gehörgängen festsetzen und wahrscheinlich so schnell nicht mehr von dort verschwinden, gekrönt von einer brillanten Klangqualität. Insgesamt klingt "Everything must go" dabei noch entspannter als das Vorgängeralbum. Sehr gut gefällt mir auch die schnoddrige Lässigkeit, mit der Walter Becker "Slang of Ages" vorträgt (Beckers einziger Solo-Gesangspart, der mir bekannt ist). So bleibt als einziger "Kritikpunkt" festzuhalten, dass das Album mit ca. 42 Minuten Laufzeit viel zu schnell vorbei ist. So lange allerdings die Quantität von soviel Qualität überstrahlt wird, kann man damit sehr gut leben. Deshalb verleihe ich fünf fette Sterne.
Zum Schluss bleibt allerdings ein großes Fragezeichen: Befinden sich Steely Dan in einem zweiten künstlerischen Frühling, der uns noch das eine oder andere Meisterwerk beschert, oder muss man die letzten Songzeilen des Titeltracks tatsächlich als Beckers und Fagens musikalischen Abschied interpretieren: "We're goin' out of business - Everything must go"? Letzteres möchte ich in meinen schlimmsten Träumen nicht hoffen...
...passen die beiden Herren doch so gar nicht in die schöne neue Welt des Musikbusiness. Ohne Synthi-Teppichunterlagen, ohne Singlehit, ohne Hype, ohne Anbiederung an gemeine Hörgewohnheiten wirken Herr Becker und Herr Fagen wie die Hauptattraktionen im Jurrassic-Park. Schön, dass es Euch noch gibt und Eure liebevoll ausgetüfftelten Arrangements, Eure tollen Melodien, in denen die Strophen nicht zu Füllmaterial zwischen sogenannten Hooklines degradiert werden, Eure Spielfreude, die aus jeder Note lacht, usw. Diese Platte läuft NONSTOP bei mir und zählt zu Steelys best. Hugh!
Alles hohle Phrasen...
STEAMHAMMER - Mountains -

Steamhammer war eine recht kurzlebige Bluesrock-Band aus GB, die sich jedoch durch ihre ersten drei Alben in der Zeit von Anfang 1969 bis 1970 in Europa einen Namen machte und zudem gern gesehene Gäste auf den Rock-Festivals der späten 60er und Anfang 70er Jahre waren. Und tatsächlich waren "Steamhammer", "MK II" und "Mountains" klasse Alben, die auch heute, 30 Jahre später, immer noch interessant sind. Die Band hat sich auf ihren Alben nicht nur an das traditionelle Blues-Schema gehalten, sondern experimentierte, insbesondere auf "MK II", auch mit langen Improvisationen und Einflüssen aus dem Jazz ("Another Travelling Tune"-16 Min.).
"Mountains" beinhaltet mit "Riding On The L & N" und "Hold That Train" zwei Live-Titel (16 Min.), die im Londoner Lyceum aufgenommen wurden und durch Improvisation, tollen Gesang sowie Harmonika- und Gitarrenarbeit von Kieran White und Martin Pugh glänzen. Schade, dass die Band aus diesem Konzert nicht mehr veröffentlicht hat, denn Steamhammer liefen - wie so viele andere Bands auch - erst live zu Höchstform auf.
"I Woudn't Have Thought" ist ein weiterer Titel der CD, der sehr gut ist, mit einem herrlich schönen und gefühlvollen Gitarren-Solo einer verzerrten Gibson. Allein diese drei Titel rechtfertigen den Kauf der CD, wobei aber auch der Rest des Albums nicht schlecht ist; so z.B. das Percussion-lastige "Walking Down The Road". Wer noch mehr von Steamhammer hören will, empfehle ich neben "MK II" auch "Steamhammer", das erste Album der Band, das noch sehr Blues-orientiert war und auf dem "Junior's Wailing", ein bekannterer Bluesrock-Titel der Rock-Disco-Zeit der frühen 70er, zu finden ist. Hohle Phrase und Zitat
Über Hornlautsprecher ein Hammer, ein Steamhammer


Steamhammer war eine recht kurzlebige Bluesrock-Band aus GB, die sich jedoch durch ihre ersten drei Alben in der Zeit von Anfang 1969 bis 1970 in Europa einen Namen machte und zudem gern gesehene Gäste auf den Rock-Festivals der späten 60er und Anfang 70er Jahre waren. Und tatsächlich waren "Steamhammer", "MK II" und "Mountains" klasse Alben, die auch heute, 30 Jahre später, immer noch interessant sind. Die Band hat sich auf ihren Alben nicht nur an das traditionelle Blues-Schema gehalten, sondern experimentierte, insbesondere auf "MK II", auch mit langen Improvisationen und Einflüssen aus dem Jazz ("Another Travelling Tune"-16 Min.).
"Mountains" beinhaltet mit "Riding On The L & N" und "Hold That Train" zwei Live-Titel (16 Min.), die im Londoner Lyceum aufgenommen wurden und durch Improvisation, tollen Gesang sowie Harmonika- und Gitarrenarbeit von Kieran White und Martin Pugh glänzen. Schade, dass die Band aus diesem Konzert nicht mehr veröffentlicht hat, denn Steamhammer liefen - wie so viele andere Bands auch - erst live zu Höchstform auf.
"I Woudn't Have Thought" ist ein weiterer Titel der CD, der sehr gut ist, mit einem herrlich schönen und gefühlvollen Gitarren-Solo einer verzerrten Gibson. Allein diese drei Titel rechtfertigen den Kauf der CD, wobei aber auch der Rest des Albums nicht schlecht ist; so z.B. das Percussion-lastige "Walking Down The Road". Wer noch mehr von Steamhammer hören will, empfehle ich neben "MK II" auch "Steamhammer", das erste Album der Band, das noch sehr Blues-orientiert war und auf dem "Junior's Wailing", ein bekannterer Bluesrock-Titel der Rock-Disco-Zeit der frühen 70er, zu finden ist. Hohle Phrase und Zitat
Über Hornlautsprecher ein Hammer, ein Steamhammer
Moin Axel,
ich habe sie auch gerade eingelegt. Schon klasse, was die Burschen da spielen.
Momentan sitz ich hier mit einer Flasche Roten und akuter Lumbalgie. Dazu hatte meine Festplatte den Geist aufgegeben
, so dass ich jetzt renovieren muss; vieles ist einfach wech!
Auch die Skype Anmeldung; jetzt unter heizuja. Ob's klappt, weiß ich nicht. 
P.S. Hast Du die 'Madeleine' auch bekommen?
ich habe sie auch gerade eingelegt. Schon klasse, was die Burschen da spielen.
Momentan sitz ich hier mit einer Flasche Roten und akuter Lumbalgie. Dazu hatte meine Festplatte den Geist aufgegeben
P.S. Hast Du die 'Madeleine' auch bekommen?
A.J. CROCE - Same -

A.J. Croce hat mit diesem Album gezeigt, daß Jazz nicht nur von "alten Männern" gespielt und interpretiert werden kann. Dies ist die optimale Musik für lange Autofahrten oder gemütliche Abende zu Hause. Easy listening at it's best!
Dieses Debütalbum wurde ursprünglich von Privat Music / BMG herausgegeben und ist nun im Zuge der Veröffentlichung des aktuellen Croce-Albums "Fit To Serve" (s.d) von Ruf Records neu aufgelegt worden. Wenn man es sich so anhört, käme man nie und nimmer auf die Idee, daß sich erstens um ein Debüt-Album handelt und zweitens von einem jungen Spund (oder heißt es Spunt?) stammt, der zu dem Zeitpunkt justamente den zwanstigsten Geburtstag hinter sich gebracht hatte. Okay, er hatte die Unterstützung von diversen Musikergrößen des Genres, Robben Ford und Jim Keltner ... . Daß er auch ohne sie gekonnt hätte, zeigt sein o.g "Fit To serve". Kaufen, kaufen, kaufen!!! (31/98) MaSch
Produziert von T. Bone Burnett - klanglich auch super!

A.J. Croce hat mit diesem Album gezeigt, daß Jazz nicht nur von "alten Männern" gespielt und interpretiert werden kann. Dies ist die optimale Musik für lange Autofahrten oder gemütliche Abende zu Hause. Easy listening at it's best!
Dieses Debütalbum wurde ursprünglich von Privat Music / BMG herausgegeben und ist nun im Zuge der Veröffentlichung des aktuellen Croce-Albums "Fit To Serve" (s.d) von Ruf Records neu aufgelegt worden. Wenn man es sich so anhört, käme man nie und nimmer auf die Idee, daß sich erstens um ein Debüt-Album handelt und zweitens von einem jungen Spund (oder heißt es Spunt?) stammt, der zu dem Zeitpunkt justamente den zwanstigsten Geburtstag hinter sich gebracht hatte. Okay, er hatte die Unterstützung von diversen Musikergrößen des Genres, Robben Ford und Jim Keltner ... . Daß er auch ohne sie gekonnt hätte, zeigt sein o.g "Fit To serve". Kaufen, kaufen, kaufen!!! (31/98) MaSch
Produziert von T. Bone Burnett - klanglich auch super!
- 2285b
- Honourable Member of RuH-Society

- Beiträge: 4857
- Registriert: Do 14. Okt 2004, 20:04
- Wohnort: Weltkulturerbe Oberes Mittelrheintal
Heute friedlich?Momentan sitz ich hier mit einer Flasche Roten und akuter Lumbalgie. Dazu hatte meine Festplatte den Geist aufgegeben , so dass ich jetzt renovieren muss; vieles ist einfach wech! Auch die Skype Anmeldung; jetzt unter heizuja. Ob's klappt, weiß ich nicht.
P.S. Hast Du die 'Madeleine' auch bekommen?
Madeleine habe ich nicht, gibts die auch als LP? Gefällt mir ausnehmend gut. Sensationeller Sound!
Gruß
Axel
In der Musik ist RuHe entscheidend - Don Cherry
TEXAS - The Hush -

ME / Sounds 6 / 99: "Angeführt von der immer selbstbewußter auftrumpfenden Sängerin Sharleen Spiteri legen sie ein Brit-Soul-Pop-Album vor, das in den 80er Jahren gerade in Schottland desöfteren in Angriff genommen, aber nie realisiert wurde. Jeder, aber auch jeder Song hat eine richtige Melodie, die selbst dann keinerlei peinliche Berührung hervorruft, wenn sie hartnäckig im Ohr umherkreist. Immer sind Texas bis in die Haarspitzen motiviert, alles zu geben, immer gehen sie leidenschaftlich zur Sache, wie das nur Briten können."

ME / Sounds 6 / 99: "Angeführt von der immer selbstbewußter auftrumpfenden Sängerin Sharleen Spiteri legen sie ein Brit-Soul-Pop-Album vor, das in den 80er Jahren gerade in Schottland desöfteren in Angriff genommen, aber nie realisiert wurde. Jeder, aber auch jeder Song hat eine richtige Melodie, die selbst dann keinerlei peinliche Berührung hervorruft, wenn sie hartnäckig im Ohr umherkreist. Immer sind Texas bis in die Haarspitzen motiviert, alles zu geben, immer gehen sie leidenschaftlich zur Sache, wie das nur Briten können."
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/B000001DZQ/qid=1113845
ROY BUCHANAN - Sweet Dreams / Anth.

roy buchanan (1939-1988), dessen akustisches vermächtnis in dieser anthologie vorliegt, lernte die hillbilly-steel-guitar im alter von neun jahren spielen, erlebte gemeinsame gottesdienste von schwarzen und weißen im süden der USA: sein vater war prediger in der "pentecostal church of god" und seine mutter, erzählte er, sang besser als billie holiday. blind boy fuller oder elvis, delta-blues oder rockabilly lagen also in seiner wiege. den lick in "susie Q" spielte er jeden zweiten abend, "tantalized" (wir kennen das wort von den "tantalus-qualen") von dem wunsch, die aufmerksamkeit der damenwelt zu erregen. um 1963 lebte buchanan dann mit seiner frau judy in der gegend um washington und musste seine kleine familie zuweilen durchbringen, indem er als friseur arbeitete. nach einem rolling stone-interview 1971 wurde er endlich öffentlich breiter bekannt, er spielte in einer ausverkauften carnegie hall, seine erste LP erschien und eine fernsehsendung wurde ausgestrahlt mit dem titel "the best unknown guitarist in the world". er spielte mit "claptonesquen" gitarristen zusammen, kam in großbritannien mit einer CC-rider-version in die charts, trat in japan und amsterdam auf - und erhängte sich in einer ausnüchterungszelle, back in the USA 1988. die rückseite seiner großen musikalischen genialität war eine psychische labilität. traurig dies - und tröstlich, dass dank vieler studio-aufzeichnung hier eine sammlung zusammengetragen werden konnte, die seine erfülltesten und kreativsten lebens-momente uns nahebringen. den abschluss der doppel-CD bildet eine beeindruckende a-tempi 12 minuten-improvisation (DUAL SOLILOQUY), die lügen straft, was einst ein polydor-manager über seine musik gesagt hatte: keine sänger auf der platte? dann wird das nichts, veröffentlichen wir nicht...Dietmar Fritze aus Hattingen, NRW Deutschland
Musician's musician, einer der Besten,
Weltklasse ist seine Version von Hey Joe

roy buchanan (1939-1988), dessen akustisches vermächtnis in dieser anthologie vorliegt, lernte die hillbilly-steel-guitar im alter von neun jahren spielen, erlebte gemeinsame gottesdienste von schwarzen und weißen im süden der USA: sein vater war prediger in der "pentecostal church of god" und seine mutter, erzählte er, sang besser als billie holiday. blind boy fuller oder elvis, delta-blues oder rockabilly lagen also in seiner wiege. den lick in "susie Q" spielte er jeden zweiten abend, "tantalized" (wir kennen das wort von den "tantalus-qualen") von dem wunsch, die aufmerksamkeit der damenwelt zu erregen. um 1963 lebte buchanan dann mit seiner frau judy in der gegend um washington und musste seine kleine familie zuweilen durchbringen, indem er als friseur arbeitete. nach einem rolling stone-interview 1971 wurde er endlich öffentlich breiter bekannt, er spielte in einer ausverkauften carnegie hall, seine erste LP erschien und eine fernsehsendung wurde ausgestrahlt mit dem titel "the best unknown guitarist in the world". er spielte mit "claptonesquen" gitarristen zusammen, kam in großbritannien mit einer CC-rider-version in die charts, trat in japan und amsterdam auf - und erhängte sich in einer ausnüchterungszelle, back in the USA 1988. die rückseite seiner großen musikalischen genialität war eine psychische labilität. traurig dies - und tröstlich, dass dank vieler studio-aufzeichnung hier eine sammlung zusammengetragen werden konnte, die seine erfülltesten und kreativsten lebens-momente uns nahebringen. den abschluss der doppel-CD bildet eine beeindruckende a-tempi 12 minuten-improvisation (DUAL SOLILOQUY), die lügen straft, was einst ein polydor-manager über seine musik gesagt hatte: keine sänger auf der platte? dann wird das nichts, veröffentlichen wir nicht...Dietmar Fritze aus Hattingen, NRW Deutschland
Musician's musician, einer der Besten,
Weltklasse ist seine Version von Hey Joe
Stimmt ja - glatt überlesen.
Die Buchanan-Anthology hab ich schon seit Jahren. Der Typ - leider erhängte er sich in einer Ausnüchterungszelle - war einer der begnadesten Blues-Gitarristen überhaupt, und sein "Hey Joe" ist in der Tat ein wundervolles Stück.
Angus - du hast Geschmack!!
Gruß
Franz
Die Buchanan-Anthology hab ich schon seit Jahren. Der Typ - leider erhängte er sich in einer Ausnüchterungszelle - war einer der begnadesten Blues-Gitarristen überhaupt, und sein "Hey Joe" ist in der Tat ein wundervolles Stück.
Angus - du hast Geschmack!!
Gruß
Franz
"Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum..." ( F. Nietzsche )
Manuel de Falla - Der Droispitz / El amoir brujo

Als das Ballett The Three Cornered Hat, das Falla für Diaghilev verfasste, im Jahre 1919 seine Premiere erlebte, wünschte Diaghilev, dass der Komponist dirigieren sollte. Falla übernahm die Leitung einer Probe und sah ein, dass er nicht genügend Erfahrung mitbrachte, um mit der rhythmischen Komplexität dieser Musik zurechtzukommen, und er übergab den Dirigentenstab an seinen Freund Ernest Ansermet. Zweiundvierzig Jahre später nahm Ansermet das Werk mit dem Orchestre de la Suisse Romande auf, das er in der Zwischenzeit gegründet hatte.
Diese Aufnahme wurde nun von Decca bearbeitet, neu aufgelegt und in die Reihe 'Legendary Performances' aufgenommen. Hinzu kommen ein Zwischenspiel aus Fallas erster Oper La vida breve und die vollständige Ballettmusik aus Love the Magician, wobei dieses letztere 1956 in Genf aufgezeichnet wurde. Ansermet liefert nicht nur eine direkte Verbindung zu dem Komponisten, er hat diese Musik zutiefst verstanden und geliebt. Die Rhythmus- und Stimmungswechsel gelingen ihm mühelos, ohne auch nur ein einziges Mal die Gesamtstruktur des Werkes aus den Augen zu verlieren. Seine Musiker reagieren auf jede Nuance. Die individuelle Platzierung der Mikrofone für die einzelnen Instrumente kann dazu führen, dass ein 'klinischer' Eindruck entsteht und die Aufnahme ist vielleicht im Durchschnitt technisch gar nicht so schlecht. Ansermet webt hier auf jeden Fall ein Netz von glänzenden Klangmustern. --Richard Fawkes
Fast so gut wie die Platte, aber viiiel billiger!

Als das Ballett The Three Cornered Hat, das Falla für Diaghilev verfasste, im Jahre 1919 seine Premiere erlebte, wünschte Diaghilev, dass der Komponist dirigieren sollte. Falla übernahm die Leitung einer Probe und sah ein, dass er nicht genügend Erfahrung mitbrachte, um mit der rhythmischen Komplexität dieser Musik zurechtzukommen, und er übergab den Dirigentenstab an seinen Freund Ernest Ansermet. Zweiundvierzig Jahre später nahm Ansermet das Werk mit dem Orchestre de la Suisse Romande auf, das er in der Zwischenzeit gegründet hatte.
Diese Aufnahme wurde nun von Decca bearbeitet, neu aufgelegt und in die Reihe 'Legendary Performances' aufgenommen. Hinzu kommen ein Zwischenspiel aus Fallas erster Oper La vida breve und die vollständige Ballettmusik aus Love the Magician, wobei dieses letztere 1956 in Genf aufgezeichnet wurde. Ansermet liefert nicht nur eine direkte Verbindung zu dem Komponisten, er hat diese Musik zutiefst verstanden und geliebt. Die Rhythmus- und Stimmungswechsel gelingen ihm mühelos, ohne auch nur ein einziges Mal die Gesamtstruktur des Werkes aus den Augen zu verlieren. Seine Musiker reagieren auf jede Nuance. Die individuelle Platzierung der Mikrofone für die einzelnen Instrumente kann dazu führen, dass ein 'klinischer' Eindruck entsteht und die Aufnahme ist vielleicht im Durchschnitt technisch gar nicht so schlecht. Ansermet webt hier auf jeden Fall ein Netz von glänzenden Klangmustern. --Richard Fawkes
Fast so gut wie die Platte, aber viiiel billiger!

