wir ja schon an anderer Stelle berichtet, konnte ich am Freitag den auf Ebay ersteigerten Linn Axis mit Akito-Tonarm in Empfang nehmen.
Die Lieferung kam in der OVP, und bei auspacken erste Freude.... ein Laufwerk der letzten Baureihe. Der Tonarm sah aus wie neu. Lager freigängig, alles vom feinsten.
Nach der Grundreinigung sah das Schätzchen super aus, nur minimale Spuren am Laufwerk und die üblichen Putzschäden auf der Haube.
Der nächste Durchgang galt der Justierung von Laufwerk und System, wobei am Laufwerk nicht allzuviel erforderlich ist. Das beigepackte Ortofon OM40 erschien mir erst mal ideal, da ich auf dem Thorens TD147 ebenfalls ein OM30 nutze. So ist ein direkter Vergleich durch Nadeltausch möglich.
Die Aufstellung der Anlage im Arbeitszimmer ist nicht ganz unkritisch in einem Stand-Regal, eine Abkopplung vom Boden leider ebenso unmöglich wie die Anbringung eines Regals an die Wand (Rigips auf Dielen).
(Ich habe extra für dieses Bild die Spickzettel an den Geräten entfernt!)
Der Thorens machte mir in dieser Konstellation arge Sorgen, Trittschall überträgt sich massiv auf das Laufwerk, das Subchassis arbeitet zwar aber der Tonarm bleibt leider nicht in der Rille. Weiterhin fängt das System ab einer bestimmten Verstärkung an zu resonieren.
Mit dem Axis ist sofort Ruhe, Trittschall kein Thema, von Resonanzen keine Spur.
Aber was viel wichtiger ist, der Axis liefert eine irre Rauminformation, bringt einen präzisen Bass und klingt viel agiler als der TD147. Es ist das erste Mal, das bei Analog mit dieser Anlage das Klangbild einrastet. Ohne stundenlangen Justageorgien!
Also eine dicke Empfehlung, wobei fairerweise folgendes beachtet werden sollte:
- der Tonarm muss freigängig sein. Es ist öfter schon mal von Lagerschäden zu lesen, die daher rühren, dass die VTA-Schraube zu stark angeknallt wird und sich dadurch das Rohr verzieht und das Lager anfängt zu springen. Lässt sich aber reparieren.
- der Plattenspieler sollte nach Ende der Hörsession mechanisch vom Netz getrennt werden, ich habe gelesen das sich einige Netzteile durch Überhitzung abgeschossen haben. Ob das auch für die letzte Baureihe gilt weiß ich nicht. Bei mir läuft der Dreher über eine Master/Slave-Steckdose.
Der Akito ist ein Allrounder bei 10gr. eff. Masse, und völlig unkompliziert was die Auswahl der Systeme angeht. Lediglich schwerere Systeme mit hoher Nadelnachgiebigkeit mag er nicht. Ein AT33PTG sollte prima gehen, ebenso das hauseigene Adikt, ein Vero II, das 1042 etc.
Preislich ist er teurer als die Thorens-Modelle, ich habe meinen mit etwas Glück für 350EUR erstanden und gleichzeitig den TD160S MkV für das gleiche Geld verkaufen können.
Die vorherigen Auktionen sind alle deutlich über 450EUR gelaufen.
Grüße
Martin






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