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Beste Röhrensockel?
Verfasst: Mo 31. Mai 2010, 19:35
von yawg
Hallo,
Ich will die Fassungen der Power-Pentoden in meinen EAR Monos upgraden. Hat hier jemand einen Tipp welche Typen ich mir am Besten zulegen sollte? Bei den Endröhren handelt es sich um PL519 bzw. PL509.
Nachdem mir jetzt wieder ein Widerstand abgebrannt ist meinte mein Elektroniker, eigentlich kämen nur schlechte Kontakte im Sockel als Schuldige in Frage.
Die Amps spielten vorher tagelang problemlos. Nachdem ich die EARs nach mehr als einer Woche wieder einschaltete, stank es sofort penetrant nach verbrannter Metallfolie
Schon mal herzlichen Dank für Euren Input.
Gruß, Jörg.
Verfasst: Di 1. Jun 2010, 09:00
von hoersen
hallo jörg,
bin fast laie, aber wenn du den übergangswiderstand an den sockelkontakten meinst, dann müssten schlechte kontakte ja sogar andere bauteile/widerstände schützen, da der strom des betr. kreises doch durch den widerstandsanstieg wohl sinkt. oder meinst du, dass da z. t. überhaupt kein kontakt besteht?
kann mir nich vorstellen, das gerade EAR an sockeln gespart hat. obwohl: heute ist wohl nichts mehr unmöglich. (auch, oder gerade bei marken , die von ihrem namen gut leben...).
horst
Verfasst: Di 1. Jun 2010, 18:45
von erhard
Hallo Jörg,
ich nehme an, daß Du statt der "Sockel" Röhrenfassungen meinst. Das könnte die Suche vereinfachen.
Die Sockelstifte können allerdings auch korrodieren- da hilft gelegentlich ein Glasfaserradierer.
Bei den Fassungen kannst Du es ja einmal mit Pfeifenreinigern und einem brauchbaren Reinigungsmittel versuchen. Es sollte aber nicht die Brutalversion der Kontaktchemie sein, da sind die Folgeprobleme schon absehbar.
Gruß
Erhard
Verfasst: Di 1. Jun 2010, 18:52
von mb-de
erhard hat geschrieben:... statt der "Sockel" auf der Suche nach Röhrenfassungen bist...

: Das ist eine wichtige Feststellung.
Der Sockel ist fest an der Roehre.
Die Roehre wird mit dem Sockel in eine Fassung gesteckt.
Und Joerg sucht nach Magnovalfassungen.
Vielleicht sollte er mal eine PN an den Forenbenutzer "
EL156" schicken - der kann eventuell weiterhelfen...
Beste Gruesse
Micha
===
Verfasst: Mi 2. Jun 2010, 16:05
von EL156
mb-de hat geschrieben:Und Joerg sucht nach Magnovalfassungen.
Vielleicht sollte er mal eine PN an den Forenbenutzer "EL156" schicken - der kann eventuell weiterhelfen...
Du meinst sicherlich die gezeigten Typen, Micha.
Diese Fassungen wurden früher in den heißen Zeilenkäfigen der Fernseher eingesetzt. HF-Keramik (kein chinesisches Frühstücksporzellan), Schabefedern für strammen Sitz der PL519, echte Qualität.
Grüße, Kurt
[img:708:291]
http://www.schenk-audio.de/JogisForum/M ... uppe_3.jpg[/img]
[img:572:444]
http://www.schenk-audio.de/JogisForum/M ... solo_1.jpg[/img]
Verfasst: Mi 2. Jun 2010, 16:44
von mb-de
Hallo Kurt,
genau diese meinte ich - vielen Dank

...
Beste Gruesse aus Herefordshire!
Micha
===
Verfasst: Do 3. Jun 2010, 18:30
von yawg
Hallo Kurt und Micha,
Danke für den Tipp, aber leider sind die abgebildeten Fassungen nicht geeignet für Montage auf der Platine.
Hat sonst noch jemand eine gute Idee?
Gruß, Jörg.
Verfasst: Do 3. Jun 2010, 22:57
von mb-de
Hallo Joerg,
Platineneinbau von Magnoval-Fassungen fuer Endroehren vom Kaliber der '519 ist immer ein riskantes Spiel, auch wenn es von TdP kommt.
Diese Methode - auch und gerade in (teil)roehrenbestueckten Farbfernsehgeraeten (PAL) der ersten und zweiten Generation - zu manchem thermisch verursachten Fruehausfall gefuehrt - Platine und Fassung werden durch Erhitzen vorgeschaedigt... oft wurde die Platine in dem Bereich schlicht verbrannt.
In jungen Jahren brachte mir ein (leider schon lange verstorbener) Handwerksmeister (Radio/Fernsehtechnik) den Trick bei, in solchen Faellen die Fassung auszuloeten, dann vorsichtig mit Laubsaege oder Lochsaege ein hinreichend grosses Loch in die Platine zu machen, um eine Magnoval-Fassung fuer Chassismontage einzubauen, dann genau dies zu tun, und die Anschluesse ueber kurze flexible Litzenstuecke mit den Leiterbahnenden zu verbinden... ich habe damit dem einen oder anderen Fernseher zu einem zweiten Leben verholfen, und den Trick auch schon beim einen oder anderen verhunzten Roehrenverstaerker benutzt - da meisst mit Oktalfassungen.
Das ginge natuerlich auch mit Deinen EARs...
Gruesse
Micha
===
Verfasst: Fr 4. Jun 2010, 09:34
von Bobelix
Hallo Micha,
ich finde es wirklich sehr nett, dass Du und auch Kurt so schöne Fassungen empfehlt, da läuft mir immer ein wenig das Wasser im Mund zusammen, da ich mir denke: ja genau so eine Fassung habe ich auch gesucht.
Doch wo kann man solche Fassungen noch kaufen?
(Für Magnoval habe ich bisher immer die russischen Keramikfassungen genommen, sich fand ich auch nicht schlecht. Allerdings fehlen mir Erfahrungen mit extremen Temperaturen)
Grüße
Boris
Verfasst: Fr 4. Jun 2010, 10:37
von mb-de
Hallo Boris,
von Kurts schoenen Fassungen habe ich leider auch nur sehr wenige Exempare, die ich fuer Adapter fuer Roehrenpruefer und Kennlinienschreiber benutze. Im Handel scheinen sie eher selten.
Im Geraet verbaue ich meisst die inzwischen auch selten gewordenen 'guten' Vollkeramikfassungen aus RU - davon hatte ich vor laengerer Zeit einen 'Lebenszeitvorrat' vom Polenmarkt mitgebracht. Sie sind recht brauchbar, aber leider auch weniger robust als Kurts Baumuster.
Bezueglich der Fassungen, die Kurt zeigt - vielleicht kannst Du ja per PN mit Kurt abklaeren, ob er welche verkauft

...
Gruesse
Micha
===
Verfasst: Fr 4. Jun 2010, 13:34
von EL156
mb-de hat geschrieben:
In jungen Jahren brachte mir ein (leider schon lange verstorbener) Handwerksmeister (Radio/Fernsehtechnik) den Trick bei, in solchen Faellen die Fassung auszuloeten, dann vorsichtig mit Laubsaege oder Lochsaege ein hinreichend grosses Loch in die Platine zu machen, um eine Magnoval-Fassung fuer Chassismontage einzubauen, dann genau dies zu tun, und die Anschluesse ueber kurze flexible Litzenstuecke mit den Leiterbahnenden zu verbinden... ich habe damit dem einen oder anderen Fernseher zu einem zweiten Leben verholfen, und den Trick auch schon beim einen oder anderen verhunzten Roehrenverstaerker benutzt - da meist mit Oktalfassungen.
Hallo Micha,
die Idee mit Loch und Durchstecken empfiehlt ebenfalls Rainer zur Linde, der sicherlich mehr als einmal verbratene Platinen - insbesondere von Gitarrenverstärkern - verarzten durfte.
Und nicht nur für den Reparaturfall, sondern auch bei brandneuen Bestückungen bietet sich diese unkonventionelle Methode an. Allerdings biegt er die Enden der Federkontakte, also die Lötösen, winklig um und verlötet sie - mit sattem Lötzinn versehen - auf den breiten Leiterbahnen (min. 70 µm Stärke) der Platine, die damit zusätzlich als Wärmeableiter dienen.
Ergänzend sind noch zwei kurze Abstandsbolzen vorzusehen, die den Metallkragen der Fassung beidseitig mit der Platine bombenfest verbinden. Dann kann man nämlich auch ohne Angstschweiß eine Röhre ziehen, ohne nicht gleich noch die Fassung aus der Platine herauszurupfen.
Aus der Praxis für die Praxis!
Grüße, Kurt
PS: Die Genehmigung zur Veröffentlichung der Kopie habe ich mir zuvor vom Redakteur der Elektor-Verlag GmbH, Herrn Raimund Krings, eingeholt.
[img:444:827]
http://www.schenk-audio.de/roehren_hoer ... sockel.png[/img]
Verfasst: Fr 4. Jun 2010, 21:18
von AndreasS
Hallo Kurt,
wobei vielleicht noch zu ergänzen wäre, daß bei Noval-, Magnoval- und Miniaturfassungen während des Lötens ein "Phantom" (das kann irgendeine passende Röhre sein) in der Fassung stecken sollte.
Du und viele andere wissen den Grund..., daher für den Rest (sorry

) die Erklärung: die Fassungskontakte von Fassungen für Chassismontage haben etwas Beweglichkeit, um die Glasdurchführung der Sockelstifte nicht zu belasten, ihre endgültige Position nehmen sie erst nach dem Einstecken der Röhre ein.
Gruß Andreas
Verfasst: So 4. Jul 2010, 22:39
von yawg
Hallo Kurt,
Wo gibt's denn die auf dem Elektor-Foto abgebildeten Magnoval-Fassungen? Das sind doch wohl andere als die von Dir angebotenen?
Gruß, Jörg.
Super!
Verfasst: Mi 18. Aug 2010, 12:36
von yawg
Hallo,
Gestern bekamen meine EARs endlich den Magnoval-Upgrade mit Kurt's Fassungen. Jetzt sitzen die Endröhren bombenfest. Dank an alle! Leider war mein letzter Schaden doch keine Folge von schlechten Fassungskontakten sondern wieder mal ein interner Kurzschluß in einer PL 519. Ich dachte immer, das seien ganz besonders robuste Röhren
Isch halt elles nemme dees ...
P.S.: Weiß hier zufällig jemand noch eine Quelle für mehrere günstige PL519?
Und ich suche die Adresse von der 1-Mann-Firma in der Nähe von Heidenheim/Schwaben die unter dem Namen Classic DIY-Kits, Teile für DIY und komplette Röhrenverstärker anbietet/angeboten hat. Die Verstärker haben Chromgehäuse mit dem Classic-Logo, Schriftart Fraktur. Google ist in diesem Fall nicht mein Freund
Gruß, Jörg.
Re: Super!
Verfasst: Do 2. Sep 2010, 12:32
von sierra2.0
yawg hat geschrieben:
...ich suche die Adresse von der 1-Mann-Firma in der Nähe von Heidenheim/Schwaben die unter dem Namen Classic DIY-Kits, Teile für DIY und komplette Röhrenverstärker anbietet/angeboten hat. Die Verstärker haben Chromgehäuse mit dem Classic-Logo, Schriftart Fraktur...
Hallo Jörg,
ich habe das gerade zufällig gelesen(ist ja noch nicht so alt), und denke du solltest mal nach "Experience Electronics" googlen, oder einfach
hier mal klicken ob das die Firma ist die du suchst
Gruß
Hartmut
Verfasst: Do 2. Sep 2010, 17:54
von yawg
Hallo Hartmut,
Vielen Dank fùr Deinen Tip. Genau den meinte ich. Ist ein älterer Herr von dem ich mal vier Siebdrosseln gekauft habe um meinen Klimo Linnets das Brummen abzugewòhnen. Das half aber gar nichts.
Jetzt habe ich die vier Drosseln rumliegen und weiß deren Werte (mH) nicht mehr auswendig.
Evtl. möchte ich die hier anbieten ...
Gruß, Jörg.