Mythos Ruhestrom...

Hier gehst um das, was die Tube-Amps usw. ausmacht

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hoersen
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Mythos Ruhestrom...

Beitrag von hoersen »

hallo gemeinde,

hab hier viel über ruhestromeinstellung gelesen und möchte dazu ne empfehlung abgeben (die viell. für unruhe sorgt...) - falls nicht ohnehin schon bekannt.

ruhestrom bei "ruhe" (leerlauf des amps) einstellen macht sinn und ist notwendig wie wir fast alle (nicht besser) wissen. hab ich ja bei meinen monos (je 2x6550) auch immer fein gemacht. und dachte mir, das klingt dann schon sehr gut. tuts ja im prinzip auch, jedenfalls bestimmt besser als wenn man garnichts einstellt (und die bleche evtl. glühen...).
was dann bei abgabe von leistung (= unruhe) im betrieb davon übrigbleibt, kann man dann nur noch spekulieren, weil die kennlinien der röhren garantiert NICHT identisch verlaufen.

auf empfehlung eines freaks habe ich meine monos von einem techniker am oszi bei ca. 2/3 der max. el. leistung synchronisieren lassen. mein lieber mann - kann ich nur empfehlen! beim ersten hinhören vielleicht nicht so auffällig, aber dann ist man doch sprachlos wie viel mehr information, flüssigkeit und timing da noch herauszuholen waren. die "ruhe"-ströme sind wahrscheinlich garnicht mehr so identisch, aber welcher amp soll schon in ruhe betrieben werden?

ich werde jedenfalls bei neuen röhren immer wieder ein paar teuronen extra für ne "unruhestrom"-einstellung investieren!

cheers!
horst
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Bender
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Beitrag von Bender »

Ist da was dran? Wie macht man, wenns gut ist, sowas? Wo sind die Experten?

Gruss /// Ole
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VinylSavor
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Beitrag von VinylSavor »

Hallo,

bei dem ein oder anderen amp kann sowas durchaus Vorteile bringen. Aber man kann schlecht verallgemeinern, dass eine ensprechende Reduktion des Ruhestroms bei allen Schaltungskonfigurationen, Roehren und Ausgangsuebertragern einen Vorteil bringt.

Wenn der Uebertrager qualitativ hochwertig und korrekt dimensioniert ist, evntuell mit noch etwas Reserve., dann wird eine Reduktion des Ruhestroms eine Leistungsminderung nach sich ziehen und sonst nichts. Vorausgesetzt wir reden ueber ein Class A Konzept. Bei Class AB siehts wieder anders aus, dann werden die Roehren frueher in den Class B Betrieb gleiten, was eher schlechter klingen wird.

Insbesondere bei Gegentaktamps ist wichtiger, dass beide Roehren auf gleichen Ruhestrom eingestellt sind.

Im Zweifelsfall einfach probieren. Den Ruhestrom bei allen Roehren in kleinen Schritten runterdrehen und hoeren, obs was bringt. Wenn man mit der geringeren Lebensleistung leben kann, wird man dadurch auf jeden Fall eine laengere Lebenserwartung der Roehren haben.


Gruss

Thomas
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Beitrag von GlowingTube »

Moin zusammen,

aus Horst's Post geht imho nicht hervor, ob Class-A oder -B.

LG
Rainer
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Hedlund
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Beitrag von Hedlund »

"Wenn man mit der geringeren Lebensleistung leben kann, wird man dadurch auf jeden Fall eine laengere Lebenserwartung der Roehren haben. "

Hallo Thomas,

den Satz verstehe ich nicht. Stehe ich auf der Leitung?
Lebensleistung=Ausgangsleistung?

Ein Röhrenschrauber hat mir gesagt, daß es den Trafo (welchen weiß ich auch nicht) dahin raffen könnte, wenn man den Ruhestrom reduziert.
Eine Idee, was er gemeint haben könnte.

Grüße
Andreas
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Beitrag von GlowingTube »

Hi Andreas,

ich schätze, daß der Ausgangsübertrager gemeint ist. Aber der geht entweder kaputt, wenn man keine Last angeschlossen hat (also im Leerlauf betreibt) oder wenn der Ruhestrom (auf der Primärseite) zu hoch wäre.

Alles andere macht imho keinen Sinn.

LG
Rainer
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Beitrag von VinylSavor »

Hedlund hat geschrieben:"Wenn man mit der geringeren Lebensleistung leben kann, wird man dadurch auf jeden Fall eine laengere Lebenserwartung der Roehren haben. "

Hallo Thomas,

den Satz verstehe ich nicht. Stehe ich auf der Leitung?
Lebensleistung=Ausgangsleistung?
Sorry Vertippser, natuerlich geringere Ausgangsleistung, dafuer haelt die Roehre dann laenger
Hedlund hat geschrieben:"Ein Röhrenschrauber hat mir gesagt, daß es den Trafo (welchen weiß ich auch nicht) dahin raffen könnte, wenn man den Ruhestrom reduziert.
Eigentlich nicht. Den Trafo koennte es hoechstens dahinraffen, wenn man den Strom deutlich erhoeht, aber da wuerde die Roehre eher schlapp machen, als der Trafo

Gruss

Thomas
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hoersen
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Beitrag von hoersen »

hallo leute,
von reduzierung des ruhestroms hatte ich nichts geschrieben. mein techniker hat die ruhströme unter last abgeglichen. wie hoch/niedrig er sie eingstellt hat, weiß ich nicht einmal...

h.
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Beitrag von VinylSavor »

Hallo!

Ich bin davon ausgegangen, dass es sich um einen Class A amp handelt. Ein "Abgleich auf 2/3 Leistung" mittels Ruhestromeinstellung geht dann nur mittels Reduzierung desselben. Ja, streng genommen koennte man den auch weiter erhoehen, aber das waere nicht empfehlenswert.

Bei Class AB sieht das etwas anders aus. Aber bei Class AB amps hat man in der Regel gar keine Einstellmoeglichkeit fuer den Ruehstrom.

Was ist das denn fuer ein Amp ? Gegentakt oder Single Ended ? Class A oder AB ?

Gruss

Thomas
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hoersen
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Beitrag von hoersen »

hallo thomas,

sind welter ACPP60 monoblöcke (push/pull) mit je 2x6550. garantiert kein reiner A-betrieb...

h.

p.s.: wen es interssiert, findet im web bei welter ein ausfürlichen testbericht aus "image hifi" über die monos...
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VinylSavor
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Beitrag von VinylSavor »

Hallo!

Ich nehme mal an, dass Dein Techniker den Class A Bereich erweitert hat. D.h. den Ruhestrom erhoeht, do dass die Amps dann erst spaeter in den Class B Bereich wechseln. Das hat dann eine geringere max. Leistung zur Folge. Dass das besser klingt kann ich gut nachvollziehen.

Aber frag Deinen Techniker doch mal was er gemacht hat, damit wir hier nicht weiter rumspekulieren.

Gruss

Thomas
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hoersen
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Beitrag von hoersen »

hab zu dem spezi im moment keinen kontakt, aber lies, was mir mal ein anderer röhrenfreak dazu mal gmailt hat:

"was und wie der Techniker das gemacht hat kann ich mir vorstellen. Sowas mach ich seit 20Jahren.
Alle Bauteile haben mehr oder weniger Toleranzen.
Der Ruhestrom wird mindestens so hoch eingestellt das im Nulldurchgang keine Übernahmeverzerrungen mehr auftreten und der Sinus am Ausgang absolut sauber ist.
Danach werden die Endstufenröhren symetriert. Bei Vollaussteuerung müssen beide Sinushalbwellen gleichmäßig abflachen. Die ganze Prozedur wird am besten bei verschiedenen Frequenzen gemacht. Bei 1KHz wird die Grundeinstellung vorgenommen. Danach bei verschiedenen Frequenzen das ganze noch mal überprüft.
Bei meiner Endstufe kann ich für jede Röhre den Ruhestrom einzeln einstellen. Pro Kanal habe ich auch noch ein Symetrierpoti. Insgesammt pro Stereokanal also 3 Einstellmöglichkeiten.
Das ganze gilt natürlich nur für Gegentaktendstufen."

so viel dazu.
horst
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Beitrag von VinylSavor »

Hi!

Ja das macht Sinn!

Besser waere natuerlich einen reinen Class A amp zu haben, da stellt sich das Problem mit den Uebernahmeverzerrungen erts gar nicht :wink:

Ansonsten ist es eh gute Praxis den Amp so Einzustellen, dass das Clipping am Leistungslimit symmetrisch auftritt.

Gruss

Thomas
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hoersen
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Beitrag von hoersen »

hier noch ein hilfreicher link zum thema...


http://www.frihu.com/content/diy/bias/index.html


h.
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