
Am Montag hatte ich die Gelegenheit, mit meiner Frau ein Konzert von Hannes Wader in Koblenz zu besuchen. Er stellte dort sein neues Album vor: "...und es wechseln die Zeiten".
Natürlich sang er auch ältere Stücke, wie "Heute hier, morgen dort", "Der Rattenfänger von Hameln" u.a.
In seinen neuen Liedern verbindet Wader schöne poetische Texte von Eichendorff und sogar Nietzsche mit seiner ihm eigenen Art der Interpretation - mal melancholisch berührend, mal kämpferisch trotzig. Sein Gitarrenspiel ist immer noch filigran und komplex.
Die Akustik in der Rhein-Mosel-Halle war sauber - Stimme und Instrument kamen sehr schön rüber.
Was mir besonders auffiel war, daß bei dem gut besuchten Konzert es nur wenig Jugendliche gab. Das Gros der Besucher befand sich in meinem Alter - fast könnte man von Nostalgie oder einem "Grufti-Treffen" sprechen. Fand ich eigentlich schade, daß Wader anscheinend den Anschluß an die Jugend verpaßt hat, gerade, weil er sozialkritische Töne anschlägt.
Ich kann jedem nur empfehlen, ihn sich einmal anzuhören. Ein Mann, der etwas zu sagen und zu singen hat.
Gruß
Franz




