Umschaltung Ultraliear/Triode

Hier gehts nur um Verstärkung, egal welcher Art.

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olibar
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Umschaltung Ultraliear/Triode

Beitrag von olibar »

Hallo Leute,

bei meinen heutigen Recherchen bin bei einigen Amps (Cayin, Prima Luna) auf die Möglichkeit gestoßen, zwischen Ultralinear und Triode zu wechseln. Bei Prima Luna schreiben die dazu, dass die KT88 oder EL34 Röhren (Pentoden?) bei Ultra Linear straff, dynamisch klingen. Bei Triode dem 300B-Klang nahe kommen.

Ist das so, dass Pentoden (?) dann einfach nur als Triode angesteuert werden?

Beim Cayin Ti88 gibt es dazu ja eine manuelle Umschaltung, beim Lyric Ti120 ist dies Umschaltung automatisiert, je nach Last. Was würdet Ihr für besser halten?

Ich jedenfalls hab' mir morgen frei genommen (von der Familie :mrgreen: ) und werde in Berlin mal den einen oder anderen Händler zum Probehören anfahren. Aber von der Ausstattung scheint mir der Lyric Ti 120 ja seeeeeehr interessant.

Freu
Grüße

Oliver
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Analog_Tom
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Beitrag von Analog_Tom »

Hallo Oliver,

ich kenne leider keine 300B-Verstärker, aber wenn bei den Trioden die Höhen abgeschnitten sind und auch ein Teil des Basbereiches fehlt, so wie das im sogenannten Triodenmodus des Cayin der Fall ist, dann brauche ich auch keine 300B :lips:
Ist dann wohl eher etwas für ältere Herrn, wo durch den natürlichen Alterungsprozeß nicht mehr das ganze Gehör vorhanden ist.... :mrgreen:
So, ich muß jetzt verschwinden bevor die 300B-Opis mich steinigen... :uw

Viele analoge Grüße

Tom

PS. und nehmt mir es nicht übel, vielleicht komme ich ja auch noch auf die 300B, wenn ich älter werde... :mrgreen:
LG

Tom
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toaotom
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Beitrag von toaotom »

Hallo,

ich bevorzuge eine manuelle Umschaltung. Auch mein Cayin A50T hat sowas und es klingt doch deutlich anders. (Allerdings finde ich nicht das die Höhen und der Bassbereich abgeschnitten werden.) Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie sowas beim Lyric automatisiert sein soll. Das würde doch das ganze Klangbild zerstören. IMHO

Ich finde im Triode Modus klingen z.B. Instrumente deutlich "getragener"... die Musik "singt" mehr. Bei Ultralinear klingts eher Transistorlike, steriler und trockener.

Gruß,
Tom
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vintage64
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Beitrag von vintage64 »

Moin Tom ! (TommiS)
... aber wenn bei den Trioden die Höhen abgeschnitten sind und auch ein Teil des Basbereiches fehlt, so wie das im sogenannten Triodenmodus des Cayin der Fall ist, dann brauche ich auch keine 300B :lips:
Deine Vermutung stimmt nur zum Teil. Die Höhen einer 300B sind nicht abgeschnitten, sondern musikalischer, weil natürlicher als bei einer KT88. Das betrifft gerade auch die frappierende räumliche Darstellung.
Hingegen ist der Bassbereich nach meinen Beobachtungen leider eine Schwäche der 300B. Selbst bei meinen 96dB Monitoren haben sie die 30cm Bassmembrane
nicht so fest im Griff, wie es für eine saubere Basswiedergabe notwendig wäre. Hier kann die KT88 ihre Stärken wirklich ausspielen.
Die Lösung für mich: bi-amping. Der Bassbereich wird künftig über eine 845-SET angesteuert.
Die 845 zeigt der KT88 im Bassbereich genauso die Rücklichter wie es die 300B im Bereich der Mitten-/Höhen tut ! :mrgreen:

Wahrscheinlich gibt es eine zweite "Lösungsmöglichkeit":
Mono-Endstufen mit der 845 als Powerlieferant und einer 300B als Treiber. Ich glaube, Martin hat diese Verstärkerträume im Einsatz ! :OK:

Wenn Du also irgendwann mal auf ne 300B umsteigen willst Tom, dann mach' es bitte gleich richtig und behalte Deinen Cayin zunächst als Basszuspieler !
Ansonsten würdest Du eine herbe Enttäuschung erleben, glaub' mir ! :wink:
Der Wunsch nach einer zusätzlichen 845-SET kommt dann vielleicht später ganz von alleine ... :OK:

Zugegebenermaßen gehöre ich mit dieser Auffassung zu einem "super-exklusiven" Kreis einer Handvoll "Verrückter" ... aber man muß auch über sich selbst schmunzeln können ! :D

P.S.: das Ganze hat mit dem Lebensalter nix zu schaffen ! :bumping:

Viele analoge Grüße,
Henning
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florentino
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Beitrag von florentino »

moin,
ich hab auch die umschaltung am cayin
aber wenn ich erlich bin benutze ich die nie
höhre immer triode

als der amp neu war hab ich damit rumgespielt und mal umgeschaltet bei yello kraftwerk oder anderen sünden(wegen dynamik)

es klinkt ja schon anders
mir gefällt es aber nicht (ich finde es geht zuviel raum und prätzision verlohren)

also automatische umschaltung kann ich mir nicht gut vorstellen
ich wollte nen cayin weil er so purristisch ist und keine spielereien hat
bis die tage

florian
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Fitzroy2309
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Beitrag von Fitzroy2309 »

Hallo,
der Lyric schaltet m.E. nicht um.
Du meinst warscheinlich den automatischen Übergang von Class A in B.
Ich habe mir eben mal die techn. Daten auf der Cayin HP angesehen und bin mir ziemlich sicher das der nicht umschaltet.
Alle "Umschaltbaren" sind mit Leistungsangaben für Triode und UL Betrieb angegeben nur der Lyric nicht.
Desweiteren wäre es für die Röhren alles andere als schonend im Betrieb die Spannungen der Gitter "umzulegen".

Grüsse Fitzroy
Jazz oder nie!!!
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olibar
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Beitrag von olibar »

...Du hast wohl recht, ich hab das irgendwie falsch verstanden.
Stereoplay hat geschrieben:So besitzt der neue TI 120 nun nicht mehr die Umschaltungsmöglichkeit zwischen zwei "ultralinear" und "Triode" genannten Endstufen-Betriebsmodi. Stattdessen fanden die Kelkheimer jetzt in einer ultrastabilen Spannungsversorgung des Schirmgitters (das die Elektronen nach dem passieren des Streugitters noch einmal kräftig beschleunigt) den Stein der Weisen heraus. Deswegen ordneten sie nach der üblichen Aufbereitung eine mit kräftigen Hochvolttransistoren regelnde Konstanthaltungsstufe und dann direkt bei den Röhrenanschlüssen abermals als Ausgleichsspeicher fungierende Elkos...
Zu entnehmen unter Testberichten zum Ti 120. Also hier keine Umschaltung mehr, sondern - so verstehe ich als Nichtelektroniker das - einfach den goldenen Mittelweg.
Grüße

Oliver
old tube
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Beitrag von old tube »

Hallo Oliver,
wenn es da zukünftig die Umschaltung Ultralinear/Triode nicht mehr gibt, finde ich das sehr schade. Ich selber habe zwei meiner Amps die nur Ultalinear konnten (T.A.C.88 mit KT88 und Cayin734 mit EL34/KT77 ) nachträglich auf Triodenbetrieb umgerüstet. Ich war erst skeptisch, weil ja die Leistung halbiert wird und wegen LS-Wirkungsgrad.

:D Im Nachhinein muss ich feststellen, das ist für mich das Röhrenfeeling überhaupt, sonst kann ich ja gleich mit meinen MOSFET- oder Digitalendstufen hören und die haben auch weitaus mehr Power. An den seidigen Sound der Röhre im Triodenmodus kommen sie aber nicht ran. Dieser Genuß sollte allen Besitzern eines Röhrenamps möglich sein!

Gruß Norbert
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Analog_Tom
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Beitrag von Analog_Tom »

vintage64 hat geschrieben:Moin Tom ! (TommiS)
... aber wenn bei den Trioden die Höhen abgeschnitten sind und auch ein Teil des Basbereiches fehlt, so wie das im sogenannten Triodenmodus des Cayin der Fall ist, dann brauche ich auch keine 300B :lips:
Deine Vermutung stimmt nur zum Teil. Die Höhen einer 300B sind nicht abgeschnitten, sondern musikalischer, weil natürlicher als bei einer KT88. Das betrifft gerade auch die frappierende räumliche Darstellung.
Hingegen ist der Bassbereich nach meinen Beobachtungen leider eine Schwäche der 300B. Selbst bei meinen 96dB Monitoren haben sie die 30cm Bassmembrane
nicht so fest im Griff, wie es für eine saubere Basswiedergabe notwendig wäre. Hier kann die KT88 ihre Stärken wirklich ausspielen.
Die Lösung für mich: bi-amping. Der Bassbereich wird künftig über eine 845-SET angesteuert.
Die 845 zeigt der KT88 im Bassbereich genauso die Rücklichter wie es die 300B im Bereich der Mitten-/Höhen tut ! :mrgreen:

Wahrscheinlich gibt es eine zweite "Lösungsmöglichkeit":
Mono-Endstufen mit der 845 als Powerlieferant und einer 300B als Treiber. Ich glaube, Martin hat diese Verstärkerträume im Einsatz ! :OK:

Wenn Du also irgendwann mal auf ne 300B umsteigen willst Tom, dann mach' es bitte gleich richtig und behalte Deinen Cayin zunächst als Basszuspieler !
Ansonsten würdest Du eine herbe Enttäuschung erleben, glaub' mir ! :wink:
Der Wunsch nach einer zusätzlichen 845-SET kommt dann vielleicht später ganz von alleine ... :OK:

Zugegebenermaßen gehöre ich mit dieser Auffassung zu einem "super-exklusiven" Kreis einer Handvoll "Verrückter" ... aber man muß auch über sich selbst schmunzeln können ! :D

P.S.: das Ganze hat mit dem Lebensalter nix zu schaffen ! :bumping:

Viele analoge Grüße,
Henning
Hallo Henning,

ich wollte Dich ja immer mal besuchen, vielleicht klappt das ja dieses Jahr, dann kannst Du mir auch die Vorzüge der Triode vor Augen führen, ich glaube Deine Anlage ist im Moment eine der Anlagen hier aus dem Forum, die mich am meisten interessiert!

Viele analoge Grüße

Tom
LG

Tom
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vintage64
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Beitrag von vintage64 »

Moin Tom,

herzlich gerne ! Ich würde mich sehr über Deinen Besuch freuen. :OK: :D
Diesen Herbst werde ich voraussichtlich den einstweiligen "Endausbau" erreicht haben. Follgende Maßnahmen stehen bis dahin noch an:

1. "Veredelung" des FV-66S
2. Schafwolle in die Tannoys
3. "Veredelung" des MC-7R (u.a. Einbau des Leitplastikpotis TKD CP-2500)
4. Aufbau des Incognito I-1000
5. Montage des Tonabnehmers "TR Uccello Reference" (auf G1042-Basis)
6. Zwei Sätze Harmonix RF-900 für die Verstärker
7. Verwendung der Phonostufe gsp audio "Era Gold Intro" und mittels meines bereits vorhandenen PSU1 Upgrading auf eine vollwertige "Era Gold"
8. Austausch des Netzkabels der PSU1 gegen ein Supra LoRad 2.5

Oh, mir wird ganz schwindelig ... :wink:
Es freut mich, daß Dich meine Anlage besonders interessiert. Was die Tonarm-/Tonabnehmer Kombination anbelangt, habe ich beschlossen,
es bei o.g. erstmal eine Weile bewenden zu lassen.
Ich will auf jeden Fall bei MM oder MI bleiben. Vielleicht mal eines Tages ein OL Illustrious (mit Incognito Verk.) + Music Maker MkIII ?! Ich weiß nicht ...

Auf jedenfall bin ich bereits jetzt - auch ohne obigen Veränderungen - schon sehr zufrieden mit dem Ergebnis. :mrgreen:
Habe den Ehrgeiz, zum nächsten Nordtreff, der bei mir stattfindet, wenigstens den FV-66S "veredelt" zu haben ...

Entschuldigung an alle, da etwas o.T. :oops:

Viele analoge Grüße,
Henning
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Beitrag von DB »

Stereoplay hat geschrieben:Stattdessen fanden die Kelkheimer jetzt in einer ultrastabilen Spannungsversorgung des Schirmgitters (das die Elektronen nach dem passieren des Streugitters noch einmal kräftig beschleunigt) den Stein der Weisen heraus.
Das ist ja geradezu fundamental.
Wenn man sich in der Hifijubelpresse endlich mal durchringen könnte, sich wirklich mit der Technik auseinanderzusetzen; dann wüßte man auch, daß die Forderung nach stabiler Schirmgitterspannung 10 Minuten nach Erfindung der Tetrode / Pentode klar war.

MfG

DB
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