auch wenn das Wachs noch nicht getrocknet ist, will ich mal meine Basteleien der letzten Wochen in Forum werfen. Und weil alle immer nach Bildern rufen:
[IMG:113:165]http://img222.imageshack.us/img222/9937 ... xe3.th.jpg[/img]
[img=http:150:128]http://img215.imageshack.us/img215/8497 ... qw3.th.jpg[/img]
[IMG:113:165]http://img80.imageshack.us/img80/452/dscn0607cp8.th.jpg[/img]
[IMG:113:165]http://img89.imageshack.us/img89/258/dscn0609zh9.th.jpg[/img]
Ausgangspunkt war mein "zwangsweiser" Umzug mit dem Röhrengeraffel in vom Wohn- ins Arbeitszimmer. Dazu musste ein neues Rack her. Als alter Hobby-Holz-Bastler natürlich DIY.
Als Material habe ich alte Konstruktionslatten die noch so rumlagen verwendet. Für die Böden habe ich mir im Baumarkt sechs preiswerte Fichtenholzplatten zuschneiden lassen. Leisten und Regalkanten wurden mit der Oberfräse gerundet. Als Deko habe ich fertige Halbrundleisten verwendet. Die Rackböden sind mit Sand gefüllt. Die Materialkosten lagen bei ca. 40 €.
Das Holz habe ich mit stark verdünnter Mahagonie Beize vorbehandelt und dann mit Antik-Flüssigwachs (Kirschbaum dunkel von Liberon) behandelt.
Nach Trocknung wurde das Wachs poliert. Dann wurde Schnellschliffgrund (Clou) mit einem Ballen aufgetragen. Zwischenschliff mit feiner Stahlwolle, dann mehrere Schichten Ballen-Mattierung (Clou), weiterer Zwischenschliff und zum Schluss nochmal Wachs.
Das Gerät unten im Rack ist ein preiswertes Q-Sonic Media-Center, das ich als Musikserver nutze. Weil das Kunststoffgehäuse sehr billig aussah und nach meiner Meinung auch zu klein für die Wäremeentwicklung einer 400GB Platte ist, habe ich ein neues Gehäuse gebaut. Basis war Sperrholz von einer alten Weinkiste.
Die Frontblende habe ich wie bei den anderen Geräten aus Pappel-Maserholz gemacht. Es gibt hier in Hamburg-Harburg die Firma Max Cropp, einen Im- und Export für alle möglichen exotischen Hölzer. Dort habe ich mir sogenannte Kanteln besorgt. Die Kanteln sind kleine Holzstücke (ca. 5x5x30 cm) die an Hobby- Drechsler verkauft werden.
Da ich in meiner Werkstatt keine Gerätschaft habe, um größere Werkstücke zu bearbeiten, habe ich ein wenig improvisiert:
Die Kanteln habe ich in gleich große Stücke gesägt und auf einer 5mm Sperrhozlplatte mit den Maßen der Front verleimt. Also fast das gleiche Prinzip wie bei der industriellen Herstellung von Leimbindern.
Die Methode hat für mich den Vorteil das ich die Stücke mit der schönsten Maserung zusammen leimen kann. Bei Wurzelholz ist das immer eine Glückssache. Durch das verleimen verzieht sich das Holz auch kaum und da ich mit Stärken von 20-25mm konnte Fasen und Rundungen fräsen und so Formen verwenden, die mit Furnier nicht machbar sind. Die Oberfläche des Maserholz wurde wie das Rack behandelt ( allerdings ohne vorbeizen)
Schöner Nebeneffekt des optimierten Materialeinsatzes: Das Maserholz für alle drei Geräte hat nur 15 € gekostet.
Beste Grüße
Matthias


