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Verfasst: Do 10. Mär 2005, 08:09
von Erzkanzler
Die chienesen stellen die Röhren meist nicht so genau ein.
Ich hab mittlerweile das Gefühl die stellen garnicht ein. Oder mit einem Analoginstrument, Auflösung 0 - 1A
Grüße
Martin
Verfasst: Do 10. Mär 2005, 08:15
von Mel*84
Nicht vergessen, dass die mit 220V arbeiten.........
Das hatte bereits Rolf mehrfach erwähnt.

Verfasst: Do 10. Mär 2005, 08:26
von Erzkanzler
Klugscheißmodus an:
Enstpricht einer Spannungserhöhung von 4,5%, die so auch sekundärseitig auftritt.
Macht aus 50mA --> 52,25mA, aber an allen Röhren gleich.
Klugscheißmodus aus.
Ist nicht die Welt, das erklärt noch lange nicht die großen Differenzen.
Grüße
Martin
Verfasst: Do 10. Mär 2005, 08:29
von Mel*84
Starke Stromschwankungen............

Verfasst: Do 10. Mär 2005, 10:27
von Erzkanzler
Der einzige der i.A. unter Spannung steht bin ich.
Werte die 1-2mA abweichen kann man problemlos akzeptieren, Nachkommastellen sind lediglich zur Befriedigung der Digitalitis.
Verfasst: Do 10. Mär 2005, 22:08
von Gast
Erzkanzler hat geschrieben:Die chienesen stellen die Röhren meist nicht so genau ein.
Ich hab mittlerweile das Gefühl die stellen garnicht ein. Oder mit einem Analoginstrument, Auflösung 0 - 1A
Grüße
Martin
Was lernen wir daraus?
Zur Sicherheit sollte man seinen Röhrenamp vor Gebrauch mal durchmessen-falls man Kenntnisse Hat
Grüße
Rolf
Verfasst: Do 10. Mär 2005, 22:17
von Gast
hm, okay. Ich werde bei einem Adapter bleiben - dauert dann zwar lange, bis alle vier eingestellt sind

, aber ich mach' das ja nicht jede Woche.
Was ist denn eigentlich der "normale" Ruhestrom für eine KT88 im Cayin? Irgendwas mit 45mA oder war das die 6550?
Bye!
Hallo Tubbie,
ich rate Dir aus meinen Erfahrungen, dringend (mindestens) 2 Adapter zu nehmen! Du wirst Dich früher oder später ärgern, wenn Du jedes Mal den Amp abschalten, abkühlen, wieder einschalten und wieder warten mußt. Die 20 Teuro mehr oder was das kostet, da würde ich nicht dran sparen.
Ich hatte mal einen entsprechenden Adapter (hier 2-fach) für meinen Tube Technology gekauft, der pro Seite 4 x EL84 hatte. Ich bin fast wahnsinnig geworden beim BIAS Einstellen! Weil die Spezialanfertigung mit Noval-Steckern nur bei einem Anbieter in USA zu finden war, habe ich mir dann selbst einen 4-fach Adapter selbst gebaut. Das ging die Sache blitzschnell. Zu bemerken ist auch, daß sich der BIAS der "anderen" Röhre durch das BIAS-Einstellen der 2. Röhre verändern kann (so war es zumindest beim TT !).
Überlege es Dir. Das ist nur mein persönlich gut gemeinter Ratschlag (kriege keine Provision

)
Tschüss,
Rainer
Verfasst: Fr 11. Mär 2005, 17:38
von Gast
Hi alle,
ich konnte es mir nicht verkneifen, mal eben den Cayin aufschrauben, um einmal einen Blick rein zu tun und dann mal eben die BIASse checken.
Gut, daß ich sofort rangegangen war - das war ja Chaos pur mit den "Einstellungen" ! Ich hatte zuvor die Zehn-Öhmer gemessen, die alle gleich bei 10,2 Ohm liegen.
So, dann vorsichtig eingeschaltet und gewartet. Interessant, daß während der Startphase (blinkende LED im LS-Poti) die Anodenspannungen n.n. freigegeben werden.
Dann gings los. Das Display kommt in Wallung und bleibt nach einigen Minuten bei 356 mV stehen. Pahh, das ist doch etwas wenig. Die anderen Messungen ergeben: 473mV, 560mV und 360mV ! So was kann doch nicht Warstein !!!
Habt Ihr auch so gewaltige Abweichungen gehabt ?
Ich habe nun alle auf 500mV (entspricht rund 49mA) eingestellt. Ein paar Mal hin- und hergemessen und es blieb soweit stabil. Klar, gerade bei neuen Röhren ist der BIAS alsbald zu korrigieren.
Ich würde gern mal wissen, was Eure Cayin für "Werkseinstellungen" hatten !?
Übrigens wurde selbst mir (als Elektrofachmensch) wieder etwas "kribbelig warm", als ich mit den Messklemmen am "offenen Herzen" war. Ich denke dann immer an diesen hohen Spannungen
Schönes sonniges WE,
Rainer
Verfasst: Fr 11. Mär 2005, 17:40
von Mel*84
Bei mir sah das nicht viel anders aus!

Verfasst: Fr 11. Mär 2005, 17:45
von Mel*84
Lasse mich noch bemerken, dass gerade für Ungeübte der BIAS-Master wohl etwas sicherer zu handhaben ist.
Die Spezialisten mögen mir diese Aussage verzeihen..........

Verfasst: Fr 11. Mär 2005, 18:32
von Gast
Mel*84 hat geschrieben:Lasse mich noch bemerken, dass gerade für Ungeübte der BIAS-Master wohl etwas sicherer zu handhaben ist.
Die Spezialisten mögen mir diese Aussage verzeihen..........

Hallo Thomas,
Deine Bemerkung ist ABSOLUT RICHTIG !!! Auch ich werde mir aus Sicherheitsgründen und um die Sache geschickter zu machen, etwas überlegen. Es wird sicherlich prinzipiell in der Art sein, wie es wohl von Martin vorgeschlagen wurde: In die Bodenplatte kommen Buchsen, wo man direkt die Spannungsfälle über die 4 R's messen kann. Allerdings werde ich vermutlich 2 3-pol. Buchsen verwenden, wenn man etwas in kompakter Bauform für die benötigte Spannungsfestigkeit bekommt?
Vermutlich werde ich dann meinen noch vorhanden EL84-Messadapter (4-fach Drehschalter mit integriertem DVM-Modul) dazu umbauen.
Durch die jetzt gleichen BIAS-Settings ist der Amp abermals um eine Klasse aufgestiegen!
Grüße
Rainer
Verfasst: Sa 12. Mär 2005, 07:14
von Hannes
Hallo,
eine Ideezum BIAS der Cayin 88T:
Man nehme gutes abgeschirmtes Kabel , löte die Bias-Potis aus. Dann besorge sich andere (da gibts bestimmt auch bessere) vom gleichen Wert, die in die Seitenwand eingeschraubt werden können. Da gibts sich im Fachhandel sehr schöne keine Potis. Die mit den leitungen verbinden. Die Leitungen müssen ja nur 6 - 8 cm sein. Neben die Potis kann man dann die Buchsen einbauen. Mit etwas Geschick sieht das sogar nocht mal sehr schlecht aus.
Ich kann mir auch Vorstellen ein Messgerät da irgendwo noch einzubauen, einen 4 fach Umschalter und die BIAS-Einstellung ist sehr einfach und immer überprüfbar.
Mich würde es aber wirklich mal brennend interessieren wie Symetrisch die Ausgangsübertrager da wirklich sind. Traut sich jemand zu das zu messen, Martin? So wie ich die Schaltung sehe muss man ja "nur" je eine Leitung ablten um den Trafo "Ohmsch" zu messen, evtl. ist es sogar ohne ablöten möglich. Wenn die Wicklungen wirklich alle gelich sind kann man auch alle Ströme gleich einstellen. Wenn nicht muß man das entsprechend anpassen.
Hannes
Verfasst: Sa 12. Mär 2005, 10:17
von Gast
Moin Hannes,
Dein Vorschlag mit der Integration eines Umschalters und eines DVM-Moduls ist sicherlich auch denkbar - wenn man es mag.
Da bei mir der Amp auf einem Spider Rack steht, bietet sich - zumindest in meinem Fall - es IMHO förmlich an, eine oder zwei mehrpolige Buchsen für den Meßadapter-Anschluß in die Bodenplatte zu setzen. Die Potis sind dann entweder durch Bohrungen in der Bodenplatte mit einem Schraubendreher zu erreichen (Martin's Vorschlag) oder durch Achsen-Verlängernungen aus Kunststoff, sodaß die Potiachsen dann noch ca. 10mm unten aus der Platte herausragen.
Aber da gibt es sicherlich noch viel mehr Möglichkeiten. Im Grunde ist so eine Mod prinzipiell sehr simpel.
Wer geschickt ist, könnte evtl. auch die 4 Haltebuchsen für den Käfig als Potieinstellöffnungen verwenden, wenn man die Potis umpositionert..
Frage an die elektrotechnischen Kollegen zum Punkt Sicherheit:
Die 4 Kathodenwiderstände sind zumindest im Normalfall nicht an der hohen Anodenspannung liegend. Jeweils ein Punkt der Kathodenwiderstände liegt auf Erdpotential. Der Gegenpunkt des/der Widerstände liegt spannungsmäßig nur minimal höher. Hättest Ihr Bedenken, für die o.g. mehrpolige Buchse bspw. eine XLR-Buchse zu verwenden? Ich meine, daß selbst im Störungsfall über diesen Widerständen keine hohen Spannungen liegen sollten, weil dann zumindest der jeweilige Kathodenwiderstand durchbrennen sollte. Weiter sollte m.E. der FI-Schalter (bei uns 40mA) bei bereits geringen Fehlspannungen ansprechen, wenn so ein Fehlerfall überhaupt theoretisch möglich wäre?
Wie seht Ihr das - etwaige Bedenken ?
Danke,
Rainer
Verfasst: Sa 26. Aug 2006, 13:35
von rob
Hallo.
Bin im Analogforum unter dem Nick "rob" unterwegs. Mein Erscheinen hier zu diesem Zeitpunkt hat wenig mit den dortigen Befindlichkeiten zu tun. Ich hab im RUH schon öfters nach Antworten auf konkrete Fragen meinerseits gestöbert, will es nun doch genauer wissen und gezielt nachfragen.
Vor knapp 3 Jahren habe ich aus der elektrischen Bucht einen Synthesis Seamus zu einem vernünftigen Kurs angeln können.
Pentode. 4x 12AU7/6189, 4x 6CA7/EL34. Das Gerät war eine Inzahlungnahme und stammte ursprünglich von einem HiFi-Studio, woher ich auch bereits meine LS Zingali 3S, ein SpaceDeck mit HD-Kitt und später noch den Phonopre E.A.R.834P her hatte. Es war ein Volltreffer. Seither sind bei mir bezüglich Musikwiedergabe nur noch Kleinstwünsche offen.
Letztes Wochenende hat sich wiedermal eine Röhre verabschiedet. Der Verstärker läuft ca 5 Stunden am Tag. Vorher hatte ich Sätze ElectroHarmonix verbraten. Nun hatte ich noch eine Set vorrätig, da steht fett und stolz Made in China drauf.
Zum Abggleich habe ich folgende Anweisung befolgt:
Auf der Unterseite der Platine sind 4 winzige Drehpotis, daneben jeweils Widerstände zu sehen. Bei einem der Widerstände sind jeweils gegen Masse zwischen 37 bis 45 V zu messen.
( Das Messgerät zeigt Minuswertec an ) Es sollten alle auf 45V eingetrimmt werden. Habe ich gemacht, bin aber bei allen drei Sätzen etwas darunter geblieben. Der jetzige Chinasatz tönt bei exakt 45V
im Bass wummerig, schwammig, in den Höhen verwischt. Bei 41V klingt er gut.
Nun meine konkreten Fragen:
Ich weiss, das ist nicht ganz die schulbuchmässige Bias-Einstellung. Ebenfalls meine ich zu wissen, es gibt eine gewisse Bandbreite von zu kalt bis zu heiss.
1. Sollte ich mir doch diese Sockeladapter zur korrekten Einmessung zulegen oder komm ich so zum gleichen Ergebnis ? Eigentlich ist es mir egal, wieviel Volt der Ruhestrom tatsächlich ist und zur Einstellung habe ich auch nur dieselben 4 Potis.Hauptsache es tönt gut und es geht nichts kaputt.
2. Was genau stelle ich mit dieser (falschen?) Methode ein und bis zu welchen Eckwerten nach unten und oben darf ich experimentieren ?
Ich habe das Angebot, einen Satz wirklich feiner NOS Röhren zu testen, möchte aber vorher mal genau wissen, wie damit richtig umgehen.
Grüss Euch und vielen Dank vorab für aufklärerische Antworten.
Verfasst: Sa 26. Aug 2006, 15:49
von DB
Die 37-45V werden die Gittervorspannung bzw. ein Teil davon sein. Entscheidend für ein sauberes Arbeiten ist aber nicht die Gittervorspannung, sondern der Anodenstrom. Den bekommt man damit nicht heraus, man stellt auch nur irgendeinen Strom ein, aber nicht den korrekten Ruhestrom.
Besser ist es, von Katode nach Null-Volt einen kleinen Widerstand (10 Ohm reichen völlig aus) zu schalten und den darüber entstehenden Spannungsabfall zu messen. Das ist dan der Katodenstrom (also Ia + Ig2), weil das g2 aber sehr wenig Strom aufnimmt, genügt diese Messung völlig.
Wie hoch Du den Anodenstrom einstellen darfst, hängt von der Verstärkerschaltung ab und von den Grenzwerten der Röhren.
MfG
DB