Ruhestrom für KR 300B?
Moderator: Moderatorenteam
- souldriver
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Ruhestrom für KR 300B?
Tagchen!
Habe heute die KR 300B Balloon bekommen. Kann mir jemand sagen, auf wieviel ich den Ruhstrom einstellen muss?
Vielen Dank schon im voraus!
Urs
Habe heute die KR 300B Balloon bekommen. Kann mir jemand sagen, auf wieviel ich den Ruhstrom einstellen muss?
Vielen Dank schon im voraus!
Urs
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????
Was heisst zu stark? Ich habe noch nie gehört oder gelesen, dass eine Röhre zu stark sein soll. Eine Empfehlung seitens Melody gibt es nicht. Weder auf der Internetseite noch in der (dürftigen) Betriebsanleitung. Im Gegenteil. Nach einem ersten Test stelle ich fest, dass die Wärmeentwicklung deutlich geringer ist, als mit den Originalröhren. Kannst Du mir bitte erklären, warum du zu dieser Aussage kommst?
Grüsse und Dank
Urs
Was heisst zu stark? Ich habe noch nie gehört oder gelesen, dass eine Röhre zu stark sein soll. Eine Empfehlung seitens Melody gibt es nicht. Weder auf der Internetseite noch in der (dürftigen) Betriebsanleitung. Im Gegenteil. Nach einem ersten Test stelle ich fest, dass die Wärmeentwicklung deutlich geringer ist, als mit den Originalröhren. Kannst Du mir bitte erklären, warum du zu dieser Aussage kommst?
Grüsse und Dank
Urs
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Hallo Urs
Ganz einfach. Miss die Heizspannung. Mal schauen was dabei raus kommt. Die Kr 300B zieht 1.9 A. wenn's den stimmt was so angeben wird. Eine " normale" echte 300B zieht 1.2 A Heizstrom. Beim Bias kommt es kommt es auf die Verlustleistung(Watt) an. Das kann man leicht berechnen.! Deine verträgt ja viel mehr. Komisch, das man da noch die Bezeichnung 300B angibt! Schau Dir die Kennlinien von der WE300B an.
Gruess
Gimondi
Ganz einfach. Miss die Heizspannung. Mal schauen was dabei raus kommt. Die Kr 300B zieht 1.9 A. wenn's den stimmt was so angeben wird. Eine " normale" echte 300B zieht 1.2 A Heizstrom. Beim Bias kommt es kommt es auf die Verlustleistung(Watt) an. Das kann man leicht berechnen.! Deine verträgt ja viel mehr. Komisch, das man da noch die Bezeichnung 300B angibt! Schau Dir die Kennlinien von der WE300B an.
Gruess
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- souldriver
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wie misst man das? Bin absoluter Anfänger und habe heute gerade einen Multimeter besorgt. Am Melody gibts auf beiden Seiten je 2 Anschlüsse (+/-) und in der Mitte befindet sich die Biasschraube....Wie muss ich vorgehen?
Vielen Dank für eine schnelle Antwort.
Urs
Vielen Dank für eine schnelle Antwort.
Urs
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.....ALLES IN ORDNUNG!!!
Hatte gerade Rec am Telefon, der mir ausgiebig erklärt hat, wie die ganze Sache funktioniert. Auf dem mitgeliefertem Datenblatt steht bei Filament Current 1,2 und 1,19A. Komischerweise sind auf den Internetseiten von xxx.kraudio.cz und http://xxx.kraudioproducts.com völlig andere Angaben zur identischen 300B Baloon verzeichnet.
Ein erster Test der KR Tubes (ca. 1 Stunde) war absolut der Hammer. Kein Vergleich zu den originalen Meshplates (liefen etwa 30 Std.). Die Bühne war wesentlich breiter und tiefer. Stimmen viel Presenter und wärmer und dann war da noch diese unglaubliche Transparenz bis ins letzte Detail. Und das obwohl sie noch gar nicht eingespielt sind...! Mal sehen, was da noch kommt. Man hat das Gefühl, einen völlig anderes Gerät zu hören.
Den Ruhestrom habe ich übrigens mit 14,6 und 14,7 volt gemessen (Hersteller gibt 12,5 als Ideal an). Die Röhren werden warm, aber nicht heiss und der Netztrafe entwickelt nicht mal Körperwärme. Das heisst, dass die Röhren nicht annähernd mit der möglichen Leistung betrieben werden und demnach noch gehörig Potential haben. Werde stündlich in kleinen Schritten den Bias gaaaaaaaaaaaanz langsam jeweils leicht erhöhen und die Wärme des Netztrafos kontinuierlich prüffen.
An dieser Stelle möchte ich Rec herzlich für seine Hilfsbereitschaft danken. Bin froh, dass es solche Leute wie ihn gibt, von denen man lernen kann.
Nochmals vielen Dank an Alle für eure Mithilfe.
Grüsse
Urs
Hatte gerade Rec am Telefon, der mir ausgiebig erklärt hat, wie die ganze Sache funktioniert. Auf dem mitgeliefertem Datenblatt steht bei Filament Current 1,2 und 1,19A. Komischerweise sind auf den Internetseiten von xxx.kraudio.cz und http://xxx.kraudioproducts.com völlig andere Angaben zur identischen 300B Baloon verzeichnet.
Ein erster Test der KR Tubes (ca. 1 Stunde) war absolut der Hammer. Kein Vergleich zu den originalen Meshplates (liefen etwa 30 Std.). Die Bühne war wesentlich breiter und tiefer. Stimmen viel Presenter und wärmer und dann war da noch diese unglaubliche Transparenz bis ins letzte Detail. Und das obwohl sie noch gar nicht eingespielt sind...! Mal sehen, was da noch kommt. Man hat das Gefühl, einen völlig anderes Gerät zu hören.
Den Ruhestrom habe ich übrigens mit 14,6 und 14,7 volt gemessen (Hersteller gibt 12,5 als Ideal an). Die Röhren werden warm, aber nicht heiss und der Netztrafe entwickelt nicht mal Körperwärme. Das heisst, dass die Röhren nicht annähernd mit der möglichen Leistung betrieben werden und demnach noch gehörig Potential haben. Werde stündlich in kleinen Schritten den Bias gaaaaaaaaaaaanz langsam jeweils leicht erhöhen und die Wärme des Netztrafos kontinuierlich prüffen.
An dieser Stelle möchte ich Rec herzlich für seine Hilfsbereitschaft danken. Bin froh, dass es solche Leute wie ihn gibt, von denen man lernen kann.
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Hi Urs,
ich muss doch nochmal eine Lanze für die TJ brechen, die haben wirklich ihren Reiz, wenn sie eingespielt sind. Am Anfang waren sie schlechter als einfache Valve Art Chinakracher, lahm und bedeckt, ohne Bass und ohne Höhen, wie das manchmal beschrieben wird. Wenn dann noch eine 6sn7 als Treiber verwendet wird mit hohem Klirranteil und auch schon sehr "röhrig " klingend, dann klingts wirklich
.
Ich hätte sie fast wieder verkauft, hab den Amp aber dann 3 Wochen den ganzen Tag laufen lassen und siehe da, der Bass war tiefer und besser als die VA, die Höhen fein und so weiter.
Vielleicht bringen die KR auch ein paar Watt mehr in die Lautsprecher, das macht natürlich eine Menge aus. Die KR sind aber wirklich goile Tuben und bestimmt so ziemlich das Optimum, würde ich gerne mal hören.
Wieviel kostet der Spass eigentlich und wo?

Ach ja, wenn dein Amp 6sl7 benutzt,
probier mal Mullard oder Miniwatt ecc35, fall du sie nicht schon hast
, die sind der Knaller!
Ciao,
Jürgen
ich muss doch nochmal eine Lanze für die TJ brechen, die haben wirklich ihren Reiz, wenn sie eingespielt sind. Am Anfang waren sie schlechter als einfache Valve Art Chinakracher, lahm und bedeckt, ohne Bass und ohne Höhen, wie das manchmal beschrieben wird. Wenn dann noch eine 6sn7 als Treiber verwendet wird mit hohem Klirranteil und auch schon sehr "röhrig " klingend, dann klingts wirklich
Ich hätte sie fast wieder verkauft, hab den Amp aber dann 3 Wochen den ganzen Tag laufen lassen und siehe da, der Bass war tiefer und besser als die VA, die Höhen fein und so weiter.
Vielleicht bringen die KR auch ein paar Watt mehr in die Lautsprecher, das macht natürlich eine Menge aus. Die KR sind aber wirklich goile Tuben und bestimmt so ziemlich das Optimum, würde ich gerne mal hören.
Wieviel kostet der Spass eigentlich und wo?
Ach ja, wenn dein Amp 6sl7 benutzt,
probier mal Mullard oder Miniwatt ecc35, fall du sie nicht schon hast
Ciao,
Jürgen
Moin,
die TJ Full Music kommen natürlich auch aus China um es gleich zu sagen.
Habe bei mir die 300BS-C von Shuguang laufen und muss sagen bin absolut zufrieden.Die Klangsteigerung im Vergleich zur Serienbestückung ist immens.
Mit der ECC85 wäre ich vorsichtig.Sie funktioniert nicht in jeder Schaltung.
Versuche es mal mit einer TungSol 6SL7GT.
Zu den Krons gibt es auch diverse Ansichten und Meinung und diese sind nicht nur positiv in Anbetracht des Preises.
Gruss
Dennis
die TJ Full Music kommen natürlich auch aus China um es gleich zu sagen.
Habe bei mir die 300BS-C von Shuguang laufen und muss sagen bin absolut zufrieden.Die Klangsteigerung im Vergleich zur Serienbestückung ist immens.
Mit der ECC85 wäre ich vorsichtig.Sie funktioniert nicht in jeder Schaltung.
Versuche es mal mit einer TungSol 6SL7GT.
Zu den Krons gibt es auch diverse Ansichten und Meinung und diese sind nicht nur positiv in Anbetracht des Preises.
Gruss
Dennis
das_sams hat geschrieben:Moin,
Mit der ECC85 wäre ich vorsichtig.Sie funktioniert nicht in jeder Schaltung.
Versuche es mal mit einer TungSol 6SL7GT.
Gruss
Dennis
Hi Dennis,
stimmt, mit der ecc85 wär ich sogar sehr vorsichtig
Auch die National Union 6sl7 sind ganz gut, und auch preiswert, haben aber nicht diese schönen "Mullard-Mitten ".
Ciao,
Jürgen
- souldriver
- Stammgast

- Beiträge: 103
- Registriert: Fr 27. Mai 2005, 18:44
tja mittlerweile haben die kr's etwa 30 std. auf dem buckel und was soll ich sagen...die tönen von stunde zu stunde (noch) besser. im vergleich zur tj bringen sie (im moment) noch ein bisschen weniger bass (vergleich ohne subs). sie gehen nicht ganz so tief runter. allerdings ist das gesammtklangbild viel ruhiger und aufgeräumter als bei den tj's.
ich möchte kurz anhand einer meiner referenzaufnahme von dave brubeck (time out - titel "take five" von 1959) erklären was die unterschiede zwischen Cayin A-88T, Melody 300B mit TJ und mit den KR 300B's sind. als VV nos-röhren sind in allen drei varianten die cryos von channelmaster 6 sn gtb und die jan sl6 vt 229 gtb sylvania zum einsatz gekommen.
zuerst einige (objektive?) bermerkungen zum stück "Take Five" von dave brubeck.
die aufnahmen wurden im laufe von 1959 in den 30th street columbia studios nach damaligen verfahren gemacht. das heisst, es wurden, wie damals üblich, direkt eingespielt und mehr mit raummikrophonen gearbeitet. die mikrophone wurden ca. 1m über oder neben dem jeweilligen instrument platziert. dadurch enstand ein klangbild mit wesentlich mehr rauminformationen als dies beispielsweise heute der fall ist. der dadurch eingefangene indirekt schall (raumreflexionen) ist auf diesem album, je nach qualität der hifikette, gut bis sehr gut zu höhren. trotz der indirekten abnahme, sind die instrument auf der aufnahme klar räumlich zu positionieren. das schlagzeug ist auf der linken seite und leicht nach hinten platziert, der bass in der mitte auch eher im hinteren bereich, das saxophon vor dem bass und das piano von brubeck auf der rechten seite mittig platziert. eine weitere eigenheit damaliger aufnahmen ist die dynamikbandbreite. die analoge aufnahmetechnik macht(e) es möglich den "headroom" (austeuerungsgrenze) eines analogbandes voll auszunutzen und demnach dynamische sprünge auf band zu verewigen (höre schlagzeugsolo von joe morello).
cayin A-88 (kt88 von EH) im ultralinear mode
der cayin hat einen ausgesprochenen hang zu einem sehr höhen betonten klangbild. während dem ganzen stück von "take five" spielt der schlagzeuger ein rythmustreibendes ride, dass sehr dominant aus halblinker position kommt. da die aufnahme, wie schon erwähnt, ein sehr breites dynamisches spektrum hat, übertönt das ride je nach passage sogar das saxophon. auch das saxophon hat in den höheren lagen mühe, natürlich zu klingen (dachte zuerst es seien die saba greencones!). es tönte nicht gerade schrill aber einfach überbetont in den oberen mitten. der kontrobass hingegen kam gut kontrolliert und rund wogegen auch das piano in den höheren lagen gestresst klang.
melody 300B mit den TJ's (ca. 30 std. eingespielt)
das klangbild zeigt sich mit den TJ's viel homogener. die überbetonungen in den oberen mitten und höhen sind weg. das ride von schlagzeuger morello ist immer noch klar wahrnehmbar und hat im vergleich zum cayin dem saxophon platz gemacht. dieses tönt nun auch natürlich und ausgewogen. gerade die saxophonparts bringen die unterschiede zum cayin deutlich ans tageslicht. da hört man phrasierungen, die der cayin einfach grosszügig unterschlagen hat. auch die bühne wurde breiter und tiefer. gerade beim schlagzeugsolo wird der raum viel deutlicher ausgeleuchtet. der nachhall ist deutlich länger und viel presenter. das gefühl einer livedarbietung beizuwohnen wird dadurch deutlich verstärkt. interessant fand ich, dass der bass vielleicht nicht ganz so kontrolliert aber dafür tiefer ging als beim cayin.
melody 300B mit den kr's baloon(ebenfalls ca. 30 std. eingespielt)
zuerst, wie in einem meiner treads schon erwähnt, musste ich den ruhestrom neu einstellen. 15volt (hersteller gibt 12,5 an) stellte sich als guter kompromiss zwischen überheitzung des trafos und guter soundqualität dar. der trafo entwickelt nun auch nach stunden nur erhöhte körpertemperatur. den ersten grossen unterschied zur tj ist die auf gleicher lautstärkeposition wesentlich lauteren pegel. da machen sich die paar zusätzlichen watts deutlich bemerkbar. im gegensatz zur tj klingen die kr's deutlich runder, heisst feiner. vorallem die dynamik (zusätzliche watts?) und die phrasierungen sind noch ausgeprägter. beispielsweise hört man die fussarbeit von brubeck am piano oder das mechanisch klingende fingerspiel von paul desmond am sax ganz deutlich. man hört nicht nur die instrumente spielen, man hört auch wie sie gespielt wurden. ich habe diese aufnahme immer und immer wieder gehört und es kamen laufend neue details zum vorschein. die ganze aufnahme bekam viel mehr leben und wurde dadurch viel interessanter. der unterschied zum tj ist wirklich gross und im vergleich zum cayin sind es welten. der einzige nachteil, den ich feststellen konnte, ist ein sehr dezenter, nicht allzu tiefreichender bass. ich denke, dass dies eher der fehlenden einspielzeit zuzuordnen ist.
die kr's haben mich 530US$ (mit transport) gekostet, sie sind aber jeden cent wert. ich wusste, dass durch tuberolling einiges zu machen ist, aber dass der zusätzliche qualitätsgewinn so gross sein würde, hätte ich nicht gedacht.
Fazit:
der cayin ist sicher ein gutes röhrengerät und je nach geschmack und anforderung eine empfehlung wert. wer eher pop und rock hört und vielleicht nicht die wirkungsgradstärksten lautsprecher hat, kann mit diesem gerät sehr glücklich werden.
die tj's sind mit 30 std. sicher noch nicht eingespielt und werden ihre qualitäten nach ca. 100 bis 150 std. deutlicher zum vorschein bringen.
über die kr's gibt es ja einige überschwengliche testberichte (bsp. 6moons, tnt, etc.). vergleiche mit den ursprünglichen we 300B wurden verschiedene male angestellt. bei meiner bestellung war mir ehrlich gesagt auch nicht ganz wohl. 500US$ sind auch kein pappenstiel aber heute finde ich den preis (vorallem im vergleich mit der original we) geradezu günstig.
grüsse und nochmals vielen dank für die wortmeldungen
urs
ich möchte kurz anhand einer meiner referenzaufnahme von dave brubeck (time out - titel "take five" von 1959) erklären was die unterschiede zwischen Cayin A-88T, Melody 300B mit TJ und mit den KR 300B's sind. als VV nos-röhren sind in allen drei varianten die cryos von channelmaster 6 sn gtb und die jan sl6 vt 229 gtb sylvania zum einsatz gekommen.
zuerst einige (objektive?) bermerkungen zum stück "Take Five" von dave brubeck.
die aufnahmen wurden im laufe von 1959 in den 30th street columbia studios nach damaligen verfahren gemacht. das heisst, es wurden, wie damals üblich, direkt eingespielt und mehr mit raummikrophonen gearbeitet. die mikrophone wurden ca. 1m über oder neben dem jeweilligen instrument platziert. dadurch enstand ein klangbild mit wesentlich mehr rauminformationen als dies beispielsweise heute der fall ist. der dadurch eingefangene indirekt schall (raumreflexionen) ist auf diesem album, je nach qualität der hifikette, gut bis sehr gut zu höhren. trotz der indirekten abnahme, sind die instrument auf der aufnahme klar räumlich zu positionieren. das schlagzeug ist auf der linken seite und leicht nach hinten platziert, der bass in der mitte auch eher im hinteren bereich, das saxophon vor dem bass und das piano von brubeck auf der rechten seite mittig platziert. eine weitere eigenheit damaliger aufnahmen ist die dynamikbandbreite. die analoge aufnahmetechnik macht(e) es möglich den "headroom" (austeuerungsgrenze) eines analogbandes voll auszunutzen und demnach dynamische sprünge auf band zu verewigen (höre schlagzeugsolo von joe morello).
cayin A-88 (kt88 von EH) im ultralinear mode
der cayin hat einen ausgesprochenen hang zu einem sehr höhen betonten klangbild. während dem ganzen stück von "take five" spielt der schlagzeuger ein rythmustreibendes ride, dass sehr dominant aus halblinker position kommt. da die aufnahme, wie schon erwähnt, ein sehr breites dynamisches spektrum hat, übertönt das ride je nach passage sogar das saxophon. auch das saxophon hat in den höheren lagen mühe, natürlich zu klingen (dachte zuerst es seien die saba greencones!). es tönte nicht gerade schrill aber einfach überbetont in den oberen mitten. der kontrobass hingegen kam gut kontrolliert und rund wogegen auch das piano in den höheren lagen gestresst klang.
melody 300B mit den TJ's (ca. 30 std. eingespielt)
das klangbild zeigt sich mit den TJ's viel homogener. die überbetonungen in den oberen mitten und höhen sind weg. das ride von schlagzeuger morello ist immer noch klar wahrnehmbar und hat im vergleich zum cayin dem saxophon platz gemacht. dieses tönt nun auch natürlich und ausgewogen. gerade die saxophonparts bringen die unterschiede zum cayin deutlich ans tageslicht. da hört man phrasierungen, die der cayin einfach grosszügig unterschlagen hat. auch die bühne wurde breiter und tiefer. gerade beim schlagzeugsolo wird der raum viel deutlicher ausgeleuchtet. der nachhall ist deutlich länger und viel presenter. das gefühl einer livedarbietung beizuwohnen wird dadurch deutlich verstärkt. interessant fand ich, dass der bass vielleicht nicht ganz so kontrolliert aber dafür tiefer ging als beim cayin.
melody 300B mit den kr's baloon(ebenfalls ca. 30 std. eingespielt)
zuerst, wie in einem meiner treads schon erwähnt, musste ich den ruhestrom neu einstellen. 15volt (hersteller gibt 12,5 an) stellte sich als guter kompromiss zwischen überheitzung des trafos und guter soundqualität dar. der trafo entwickelt nun auch nach stunden nur erhöhte körpertemperatur. den ersten grossen unterschied zur tj ist die auf gleicher lautstärkeposition wesentlich lauteren pegel. da machen sich die paar zusätzlichen watts deutlich bemerkbar. im gegensatz zur tj klingen die kr's deutlich runder, heisst feiner. vorallem die dynamik (zusätzliche watts?) und die phrasierungen sind noch ausgeprägter. beispielsweise hört man die fussarbeit von brubeck am piano oder das mechanisch klingende fingerspiel von paul desmond am sax ganz deutlich. man hört nicht nur die instrumente spielen, man hört auch wie sie gespielt wurden. ich habe diese aufnahme immer und immer wieder gehört und es kamen laufend neue details zum vorschein. die ganze aufnahme bekam viel mehr leben und wurde dadurch viel interessanter. der unterschied zum tj ist wirklich gross und im vergleich zum cayin sind es welten. der einzige nachteil, den ich feststellen konnte, ist ein sehr dezenter, nicht allzu tiefreichender bass. ich denke, dass dies eher der fehlenden einspielzeit zuzuordnen ist.
die kr's haben mich 530US$ (mit transport) gekostet, sie sind aber jeden cent wert. ich wusste, dass durch tuberolling einiges zu machen ist, aber dass der zusätzliche qualitätsgewinn so gross sein würde, hätte ich nicht gedacht.
Fazit:
der cayin ist sicher ein gutes röhrengerät und je nach geschmack und anforderung eine empfehlung wert. wer eher pop und rock hört und vielleicht nicht die wirkungsgradstärksten lautsprecher hat, kann mit diesem gerät sehr glücklich werden.
die tj's sind mit 30 std. sicher noch nicht eingespielt und werden ihre qualitäten nach ca. 100 bis 150 std. deutlicher zum vorschein bringen.
über die kr's gibt es ja einige überschwengliche testberichte (bsp. 6moons, tnt, etc.). vergleiche mit den ursprünglichen we 300B wurden verschiedene male angestellt. bei meiner bestellung war mir ehrlich gesagt auch nicht ganz wohl. 500US$ sind auch kein pappenstiel aber heute finde ich den preis (vorallem im vergleich mit der original we) geradezu günstig.
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- 2285b
- Honourable Member of RuH-Society

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Hallo Urs,
habe Deinen tollen Bericht erst heute gelesen. Klasse !
Mittlerweile dürften die KR´s und die TJ´s auch ein paar Stunden mehr geglüht haben. Bei mir wurden die KR´s erst nach über 100h richtig gut, vielleicht kannst Du ja noch einmal dazu schreiben.
zu den neuen WE´s:
http://www.6moons.com/audioreviews/west ... /300b.html
http://www.6moons.com/audioreviews/we300b/300b.html
Viele Grüße
Axel
habe Deinen tollen Bericht erst heute gelesen. Klasse !
Korrekterweise waren es NOS WE´s aus den 60er Jahren gegen die Standard EH 300B. Da war der Unterschied schon gewaltig. KR gegen NOS WE oder gegen WE aus der neuen Produktion habe ich noch nicht gehört. Von der neuen WE 300B hört man ja nur gutes. Thomas Woschnik (der den Raven baut) betreibt die gleichen Thöress 300B-Monos wie ich. Er findet die WE Reissue 300B bessser (genauer gesagt, neutraler) als die KR. So ein Vergleich zwischen den verschiedenen Kandidaten wäre sicherlich sehr reizvoll...Tubesox hat geschrieben:
Der Kollege 2285b ist auch begeistert von den KRs und hat sie den 300Bs von WE in seinen Thöress-Monos vorgezogen.
zu den neuen WE´s:
http://www.6moons.com/audioreviews/west ... /300b.html
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Viele Grüße
Axel
In der Musik ist RuHe entscheidend - Don Cherry
- souldriver
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- Registriert: Fr 27. Mai 2005, 18:44
Hallo Axel
Danke für's Kompliment. War in der Zwischenzeit in New York und deshalb haben die KR's haben nur einige Stunden (ca. 80-100) mehr auf dem Buckel. Im Moment teste ich verschiedene Ruhestromeinstellungen aus. Zur Zeit sind sie auf 13.0 mV eingestellt (Werk gibt 12.5 an) und bin nicht so zufrieden. Man merkt, dass die KR's wesentlich mehr vertragen könnten aber das liebe Trafo seine Grenzen aufzeigt. Ursprünglich hatte ich 15.0mV und es klang deutlich besser. Allerdings wurde das Netztrafo (nach 4 Stunden Laufzeit) deutlich wärmer. Irgendwo zwischen heiss und warm. Beim direkten Vergleich mit dem Cayin A-88T war der Unterschied allerdings gering. Die Frage ist, wieviel das Ding verträgt ohne dass es in den ewigen Transformerhimmel geht. Auf wieviel hast deine KR's eingestellt?
Grüsse
Urs
Danke für's Kompliment. War in der Zwischenzeit in New York und deshalb haben die KR's haben nur einige Stunden (ca. 80-100) mehr auf dem Buckel. Im Moment teste ich verschiedene Ruhestromeinstellungen aus. Zur Zeit sind sie auf 13.0 mV eingestellt (Werk gibt 12.5 an) und bin nicht so zufrieden. Man merkt, dass die KR's wesentlich mehr vertragen könnten aber das liebe Trafo seine Grenzen aufzeigt. Ursprünglich hatte ich 15.0mV und es klang deutlich besser. Allerdings wurde das Netztrafo (nach 4 Stunden Laufzeit) deutlich wärmer. Irgendwo zwischen heiss und warm. Beim direkten Vergleich mit dem Cayin A-88T war der Unterschied allerdings gering. Die Frage ist, wieviel das Ding verträgt ohne dass es in den ewigen Transformerhimmel geht. Auf wieviel hast deine KR's eingestellt?
Grüsse
Urs
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hab noch was vergessen!...die WE's scheinen ja das Nonplusultra zu sein. Ein Vergleich würde mich auch interessieren. Allerdings sind die Greencones klanglich zu Eingeschränkt. Ich warte Sehnsüchtig auf meine Altecs, die in etwa 2-3 Wochen hier sein sollten. Zu bedenken ist der Preis der WE's. Immerhin kosten sie mehr als das Doppelte der KR's. Ist die Qualität wirklich diesen Aufschlag wert? Aber trotzdem...ein Vergleich wäre spannend.
Grüsse
Urs
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Urs
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