Zwei Rotoren zu Besuch bei einem Micro Seiki

Man besucht sich, manchmal ist es auch Flucht

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Analog_Tom
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Zwei Rotoren zu Besuch bei einem Micro Seiki

Beitrag von Analog_Tom »

Moin JunKs,

gestern war es wieder einmal so weit ich habe eine kleine Reise zu Gleichgesinnten unternommen und wieder führte mich mein Weg nach Koblenz.
Dieses mal steuerte ich unseren Axel aka 2285b an.

Wir hatten uns vor Wochen bereits für Donnerstag verabredet, damit ich Gelegenheit bekommen sollte seinen voll ausgebauten Hörwege Phono-Pre anzuhören, außerdem so muss ich gestehen ist die Kette die Axel hat eine der für meinen Geschmack interessantesten Ketten im Ganzen Forum und ich war natürlich neugierig mir einmal anzuhören, was sie kann.
Soviel sei schon einmal verraten, es ist eine ganze Menge!!!:wink:

Wie es aber manchmal so ist hatte die Aktualität die Planung überholt, so dass wir das Thema erweiterten.
Ein lockerer Laufwerksvergleich sollte auch noch stattfinden, an dem auch Klaus-Bernd aka K-B, ebenfalls in der schönen Stadt Koblenz zu Hause, teilnahm.
Dieser Wunsch kam von mir da ich gerne einmal den Connoiseur, den ich eigentlich verkaufen wollte gegen den Zet 1 von Klaus-Bernd hören wollte, der mir bei meinem Besuch bei Klaus-Bernd vor ein paar Wochen so ausnehmend gut gefallen hatte.
Eigentlich wollte Axel noch seinen Transrotor Iron aufbauen um sogar drei Rotoren nebeneinander zu hören.
Dies funktionierte dann aus Platzgründen leider doch nicht.

Zu diesem Zweck brachte ich also meinen Transrotor Connoiseur mit SME 3500 , Frog Gold und Phono-Moped mit nach Koblenz. Klaus-Bernd brachte seinen Zet 1 mit Rega RB250, Goldring 1042 und ebenfalls sein Phono-Moped mit.
Und Axel? Der brachte natürlich gar nichts mit! :mrgreen:
Der hatte schon aufgebaut und zwar seinen kürzlich erworbenen ganzen Stolz, den Micro Seiki RX5000 mitsamt seinem SME 309, einem Dynavector Karat MK2, ebenfalls einem Phono-Moped(Wir hatten 3 Phono-Mopeds zusammengetragen) und natürlich seinem Hörwege Phono-Pre.

Nach einer kurzen Begrüßung ging es dann erst einmal ans Ausladen und ans Aufbauen, was aber durch praktiziertes Teamwork recht schnell von statten ging, so das Axels Höraltar an diesem Nachmittag ein Analogaltar wurde... :wink:

Damit Ihr wisst was ich meine jetzt zuerst einmal ein Bild:

[IMG:1024:657]http://img337.imageshack.us/img337/192/ ... hopqi3.jpg[/img]

Wie ihr seht hat Axel eine Unmenge an Gerätschaften versammelt, die locker für mehr als eine Anlage reichen würden.
Ich will hier aber nur auf die Teile eingehen, die wir an diesem Nachmittag gehört haben...

Zuerst wäre da natürlich der Grund meines Kommens, die Hörwege Phonostufe:

[IMG:984:540]http://img254.imageshack.us/img254/8558 ... hoptd9.jpg[/img]

Darunter ist noch ein Teil von Axels Phono-Moped zu sehen.

Was diese beiden Phono-Pres und die beiden anderen mitgebrachten Mopeds an aufgepäppelten Spannungswerten ausgaben wurde dann an die
Line-Vorstufe von Cayin weitergereicht, die bei Axel aufgrund einer besonders ausladender Röhrenbestückung allerdings ohne Deckel betrieben wird, was durchaus seinen Reiz hat, man sieht die kleinen Glühwürmchen wenigsten... :wink:

[IMG:1024:552]http://img411.imageshack.us/img411/2391 ... hopzo1.jpg[/img]

Von dort aus werden die Signale dann an die klanglich hervorragenden Thörres 300B Monoendstufen weitergeleitet, aber sorry, an den Nato-Look der Thörres werde ich mich wohl nie gewöhnen können. :wink:
Hier seht ihr eine der beiden Monoblöcke neben dem mächtigen aktiven Subwoofer des Cabasse Lautsprechersystems, welches neben der Tatsache das es hervorragend klingt auch all das wieder herausreist, was die Thörres optisch anrichten :wink:

[IMG:1024:1012]http://img254.imageshack.us/img254/1995 ... hopkh7.jpg[/img]


[[IMG:508:904]http://img107.imageshack.us/img107/5537 ... op2fa5.jpg[/img]


Dann ging es ans Musikhören, Axel legte zuerst etwas von den Beatles auf seinen Micro Seiki auf.
Dieses Laufwerk, welches, wie Axel sagt, noch in keinster Weise optimiert ist, sondern nur hingestellt und eingeschaltet wurde, ist wirklich ein Traum.
Es ist vor allen Dingen die Basis für Tonarmexperimente jeder Art, da an den vier Ecken des Chassis bis zu 4 Tonarme untergebracht werden können.
Es hat mich schwer beeindruckt eine solche Maschine einmal live zu sehen und zu hören, soviel schon jetzt.

Und hier ist dann einmal ein Bildchen dazu:

[IMG:1024:682]http://img254.imageshack.us/img254/2590 ... hoptg1.jpg[/img]

und noch eines

[IMG:1024:696]http://img233.imageshack.us/img233/2500 ... hopjh6.jpg[/img]

und noch eines :wink:

[IMG:1024:920]http://img262.imageshack.us/img262/8297 ... hopau5.jpg[/img]

Die Anlage spielte nie lästig und es ist natürlich auch interessant zu verfolgen wie sie Axel sehr ordentlich dimensionierten Hörraum mit Musik zu füllen weiß.
Das Cabasse-Sub-System spielt dabei total locker und unangestrengt.
Wirklich eine in jeder Hinsicht schöne Lautsprecherlösung...

Das aufgelegte Musikmaterial wurde dann jeweils zum nächsten Laufwerk weitergereicht, was aber nicht immer in der gleichen Reihenfolge geschah.

So durfte dann auch Klaus-Bernds Zet 1 seine Qualitäten zeigen:

[IMG:1024:712]http://img518.imageshack.us/img518/4657 ... hopkl1.jpg[/img]

und auch mein Connoiseur wusste zu überzeugen, wobei dieser natürlich mit seinem Frog und dem darauf optimierten Phono-Moped in einer optimalen Bestückung antreten durfte:

[IMG:1024:625]http://img61.imageshack.us/img61/4016/d ... hopdc4.jpg[/img]

Die beiden Rotoren waren auch strommäßig optimal versorgt.
Der Zet1 nuckelte an einem Dr. Fuss Netzteil und der Connoiseur wurde vom Netzteil Fein versorgt.
Hier seht ihr die beiden einträchtig nebeneinander:

[IMG:1024:539]http://img110.imageshack.us/img110/1484 ... hopvh5.jpg[/img]

...und hier Ihr Klaus-Bernd und Axel über die Vorzüge der einen oder anderen Kombi philosophieren...

[IMG:1024:617]http://img504.imageshack.us/img504/1572 ... hopir5.jpg[/img]

Dann beschlossen wir das Frog auf den Micro Seiki aufzubauen, was dank der wechselbaren Headshells der SME-Arme relativ einfach von statten ging und lauschten wieder der Musik...

[IMG:1024:830]http://img253.imageshack.us/img253/582/ ... hopix5.jpg[/img]

Eine Kombination, die für mein Dafürhalten zu überzeugen wußte...


Wir hörten zuerst mit meinem auf das Frog optimierte Moped, dann durfte die Hörwege zeigen zu was sie in der Lage ist und das ist wirklich eine ganze Menge.

So wanderten im Laufe des Abends nochAlben von den Beatles, Jonny Cash, Hugh Masakela, Pquito de Rivera, Miles Davis, Supertramp, Vivaldis four Seasons und viele die mir schon nicht mehr einfallen auf den Plattenteller der Laufwerke und später nur noch des Micro, was nicht etwa daran lag, dass die anderen Laufwerke nicht auch gut geklungen hätten sondern eher, daran , dass es etwas umständlich gewesen wäre ständig den Tonabnehmer zu wechseln und neu zu justieren...




Am Abend kam dann noch Klaus-Bernds bessere Hälfte Julia dazu, die auch die Freude an der Musik mit Klaus-Bernd teilt...

So hörten wir noch lange Musik.

Als wir dann zusammenpackten war es schon spät.

Es war insgesamt ein sehr gelungener Tag an dem wir denke ich alle unsere Freude hatte.

Für mich brachte der Tag die Erkenntnis, dass der Connoiseur ein ganz hervorragendes Laufwerk ist von dem ich mich wohl doch nicht trennen werde.
Es sieht im Moment eher danach aus, das sich der dritte Plattenspieler fest im Wohnzimmer etabliert um dem dritten Tonarm Platz zu bieten,
zumindest so lange bis ich eine überzeugende Idee für mein ultimatives Laufwerk habe....


Ich möchte mich bei Axel ganz herzlich für seine Gastfreundschaft bedanken, insbesondere bei seiner Gattin für das leckere Abendessen und die Toleranz dafür, dass wir 3 Hifi-Verrückten den ganzen Tag und einen Großteil des Abends das Wohnzimmer in Beschlag nehmen durften und natürlich auch bei der kleinen Martha, dem Sonnenschein von Axel und seiner Frau, die so nett war, mir ihren Tisch für den Connoiseur zur Verfügung zu stellen....

Viele analoge Grüße

Tom


Bilder-Links korrigiert, Axel
Zuletzt geändert von Analog_Tom am Fr 10. Aug 2007, 22:47, insgesamt 1-mal geändert.
LG

Tom
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Beitrag von Tubes »

:shock: :shock: :shock:

"Mehr, mehr!", sprach der kleine Hävelmann.

TommiS, der rasende RuH-Reporter unterwegs in highfidelen, deutschen Gefilden. Welchem Ton ist er heute auf der Spur? Möglicherweise abgelenkt vom fehlerhaften Spurfehlwinkel und falschen Überhang?
Keineswegs, die Nulldurchgänge stimmen und der VTA ist optimal eingestellt.

Wir sind gespannt, wie's weiter geht, Tom... :OK:
Grüße
Heiner

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Beitrag von Erzkanzler »

Tubesox hat geschrieben::shock: :shock: :shock:

"Mehr, mehr!", sprach der kleine Hävelmann.

TommiS, der rasende RuH-Reporter unterwegs in highfidelen, deutschen Gefilden. Welchem Ton ist er heute auf der Spur? Möglicherweise abgelenkt vom fehlerhaften Spurfehlwinkel und falschen Überhang?
Keineswegs, die Nulldurchgänge stimmen und der VTA ist optimal eingestellt.

Wir sind gespannt, wie's weiter geht, Tom... :OK:
: roll :OK:
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Thargor
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Beitrag von Thargor »

Klasse Bericht! :OK: :OK: ( : roll )

Vielleicht sagen "die Anderen" ja auch noch was zu der Veranstaltung....
Viele Grüße von Guido, dem langsamsten Barkeeper der Welt! :drink:

Wann war Dein letztes Live-Konzert?
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Re: Zwei Rotoren zu Besuch bei einem Micro Seiki

Beitrag von oswald »

TommiS hat geschrieben: Für mich brachte der Tag die Erkenntnis, dass der Connoiseur ein ganz hervorragendes Laufwerk ist von dem ich mich wohl doch nicht trennen werde.

Tom
netter bericht mit guter erkenntnis, das macht den schreiber zufrieden :mrgreen: und so ist es optimal :OK:

ich könnte mich in die "natokisten" reinsetzen, so "grün" finde ich die :wink:

oswald
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Beitrag von 2285b »

Moin zusammen,

ich kann mich Tom nur anschließen, das war ein sehr kurzweiliger und aufschlußreicher Tag. Hier noch ein paar Eindrücke:

Tom und Klaus-Bernd beim Aufbau des Conoisseurs auf den hochwertigen Laufwerkstisch

[IMG:640:480]http://img488.imageshack.us/img488/3903/tomkb003ad9.jpg[/img]

Das ganze Ensemble nach dem Aufbau

[IMG:640:480]http://img249.imageshack.us/img249/6458/tomkb009ec1.jpg[/img]

[IMG:640:480]http://img488.imageshack.us/img488/5669/tomkb007dg3.jpg[/img]

Wie Tom schon schrieb war durch den Einsatz von 3 Moppeds ein relativ aussagekräftiger Vergleich der 3 Laufwerke möglich. Während Toms und mein Hoffmann Phono-pre mit den russischen PIOs und WE 396A aufgerüstet waren, präsentierte sich K-Bs Pre noch in der Originalversion, dafür aber im schicken Open-Air-Gehäuse. Ausgerüstet war der Zet-1 mit Rega 250/ Goldring 1042, der Conoisseur mit SME 309/VdH Frog Gold und der RX5000 mit SME 309/Dynavector 17D2 Mk2.

Nach dem überraschend schnellen Aufbau ging es flugs ans Hören mit Röhren.

Davon später mehr...
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frido_
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Beitrag von frido_ »

Hallo Jungs

Das ist ja so schön da traut man sich ja nicht Musik mit zu hören... :mrgreen:

Auch das dunkelrot in den Racks unterstreicht das zauberhafte der Elemente. :OK:

schwelgenden Gruß
Frido
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Beitrag von Steffi »

Hallo,

schöner Bericht vom rasenden Reporter Tom, wie immer kurzweilig zu lesen! :OK:

Dass ich wieder einmal einen 5000er Micro im Bild bewundern durfte, finde ich als alter Microianer toll. Meine Cousine besitzt zwar in 10 km Entfernung ebenfalls einen 5000er, jedoch dermaßen umgemodelt und mit Souther Lineartonarm, dass es mir das Herz blutet! :cry

Axel, meinen Glückwunsch, sehr schön in Szene gesetzt, ja in einem solchen Zimmer macht es sicherlich sehr viel Spaß entspannt der Musik zu lauschen.

Nochmals danke für den Bericht und die schönen Bilder!

Grüße aus Nettetal sendet

Stefan
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Analog_Tom
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Beitrag von Analog_Tom »

Moin Steffi,

durch meinen Besuch bei Axel bin ich nun auf die Micro Seiki Laufwerke aufmerksam geworden, die ich bis dahin sträflich vernachlässigt habe.
Könntest Du Deinen 1500 einmal in der Rubrik "Player" vorstellen, mit schönen Bildern und einer ausführlichen Klangbeschreibung wenn es geht....
Ich muss gestehen, dass ich auch dieses Laufwerk total interessant finde.
Was sind eigentlich die Unterschiede zum RX 5000 wie ihn Axel hat ?

Viele analoge Grüße

Tom
LG

Tom
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Beitrag von Steffi »

Hallo Tom,

ich möchte den schönen Thread nicht kapern, deshalb kurz dazu:

Man kann den beiden Laufwerken kaum Gemeinsamkeiten unterstellen, dazu sind Zarge, Teller und Lager doch zu unterschiedlich.

Ich hatte vor ca. 2 Jahren Gelegenheit, das 5000er Lager zu sichten, dass sich in den Abmaßen vom 1500er (welches ich vor Jahren auf eine vertikale Komplett-Keramikausführung umgebaut hatte) unterscheidet.

Auch die Zarge ist eine komplett andere, gemeinsam haben sie halt die Möglichkeit 4 Tonarme gleichzeitig zu betreiben, sowie den separaten Motorstand.

Genaue Unterschiede und Hinweise gibt es aber auf der MyMicro-Seite des Mario Pohlmann zu lesen, er ist der Experte.

Durch Digicam-Defekt ist es mir derzeit nicht möglich Aufnahmen zu machen.

Ich habe bisher noch keinen Originalen 5000er hören können, kann mir aber vorstellen, dass alleine durch das grössere Massenträgheitsmoment des Tellers eine noch deutlichere stoische Ruhe im Klangbild herrscht und somit einzelne Klangelemente noch klarer dargebracht werden.

Dies ist aber reine Vermutung. Lt. M.Pohlmann sollen ja die Micro-Luftlager nochmals eine Schippe drauflegen, diese Modelle sind jedoch kaum noch zu bekommen... :cry und optisch als Holzzarge mein absoluter Traum!! Ich durfte 1983 beim Erstgespräch mit meinem Händler selbige Modelle in Augenschein nehmen, einfach großartig!!

Jetzt aber weiter mit dem eigentlichen Inhalt!!

Grüße aus Nettetal sendet

Stefan
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K-B
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Beitrag von K-B »

Hallo zusammen,
Axel und ich sind sozusagen Nachbarn, da sind regelmäßige Besuche natürlich normal, allerdings steht dabei nicht immer die Musik und die analoge Wiedergabe so im Mittelpunkt, wie am Donnerstag. Wir konnten immerhin einen richtig ernsthaften Laufwerksvergleich unter annähernd gleichen Rahmenbedingungen durchführen! Beim Hören zeigte sich, dass Tommis 10 Jahre alter Connaisseur noch lange nicht zum alten Eisen gehört, im Gegenteil! Wobei der Spieler ja auch mit optimal abgestimmter System-Arm-Phonostufen-Kombination aufspielt und Tommi auch das Lager noch optimiert hat. Etwas Anderes hätte wohl hier auch niemand von ihm erwartet :wink: Zum Glück will Tommi das gute Stück doch nicht verkaufen, diese Entscheidung hätte er sicherlich schnell bereut.
Axel hat die Gelegenheit ergriffen und sich einen seltenen Micro Seiki an Land gezogen. Wie Stefan schon richtig vermutet hat, spielt der Player unheimlich souverän und ruhig. Gleichzeitig bringt das Laufwerk trotzdem die Musik mit viel Drive rüber, unabhängig von der Musikrichtung. Genau aus dem Grund passt der Micro auch so gut zu Axels restlicher Anlage: Selbst feinste Informationen des Tonträgers werden hörbar gemacht, trotzdem ist die Wiedergabe nie penetrant oder nervig, selbst nicht bei großer Lautstärke ("Walkürenritt" :ebh: , "Supertramp", "ZZ Top" :gittar: ) Dazu kommt noch die tolle Räumlichkeit... Musik hören macht bei Axel einfach SPASS :OK: Klar, dass ein solches Laufwerk viele Möglichkeiten des montierten Tonabnehmers herauskitzeln kann. Das war dann am Schluss in Kombination mit Tommis "Frog" schon traumhaft : hail
Der bisher noch praktisch serienmäßige ZET 1 schlug sich dagegen ganz ordentlich, immerhin ist er (noch) mit dem modifizierten RB 250 und "nur" dem Goldring 1042 ausgerüstet. Es fehlte halt eben der oben zitierte Drive, die Wiedergabe war insgesamt zurückhaltender. (Diese Unterschiede können die beiden "alten Hasen" Axel und Tommi aber sicherlich in treffendere Worte kleiden...) In meinem Hausaufgabenheft für den ZET 1 stehen jedenfalls die Baustellen "Lager", "System" und "Tonarm", schau'n mer mal... Insgesamt wieder einmal ein schöner Nachmittag mit netten Menschen, der uns drei viele Informationen er-hören ließ und außerdem richtig SPASS gemacht hat. Nicht zuletzt danke an Axel und seine Damen für die wie immer tolle Gastfreundschaft. Wird fortgesetzt... Viele Grüße, Klaus-Bernd
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Beitrag von 2285b »

Dann legten wir einige Musikstücke auf die verschiedenen Player, die alle auf hohem Niveau spielten, jedoch kristallisierten sich nach und nach Feinheiten heraus, die die einzelnen Kandidaten unterschieden. Für meinem Gechmack spielte der Zet-1 sehr souverän, jedoch etwas blutleer auf. J. Cash klang auf den anderen beiden deutlich lebendiger. Jedoch darf man in diesem Zusammenhang die preislichen Unterschiede der Tonarm/-abnehmer Kombi nicht vergessen. Der Conoisseur glänzte mit einer sehr warmen und ungeheuer detailreichen Wiedergabe, der RX5000 hatte für meinen Geschmack den meisten Punch, aber auch eine gewisse Härte. Der Yamaha-Fügel von Monty Alexander kam gnadenlos.

Ein echter Schwarz-hörer bringt natürlich Cash mit... :mrgreen:

[IMG:640:480]http://img265.imageshack.us/img265/9650/tomkb010dg8.jpg[/img]


Daraufhin beschlossen wir das Frog auf den Micro-Seiki zu montieren. Dazu mußten ein paar CDs herhalten - nach Tom die einzig vernünftige Verwendung für selbige - um seine elektronische Tonarmwaage auf die richtige Höhe zu bringen :wink:

[IMG:640:480]http://img407.imageshack.us/img407/5333/tomkb011fv5.jpg[/img]

es zeigte sich schnell, daß die Waage exakt funktioniert

[IMG:640:480]http://img265.imageshack.us/img265/6308/tomkb012yh8.jpg[/img]


Schon nach den ersten Takten zeigte sich das Frog von seiner besten Seite. Die Auflösung und der Detailreichtum des Systems ist unwahrscheinlich gut. Es arbeitet feinste Details und Klangfarben heraus, die ich auf einigen gut bekannten Scheiben so noch nicht gehört habe. Lediglich im Hochtonbereich hätte ich mir ein wenig mehr Druck gewünscht, aber das ist auch schon eine Manie von mir... :?

Hier noch ein Bild vom güldenen Fröschlein

[IMG:640:480]http://img265.imageshack.us/img265/3004/tomkb013il2.jpg[/img]

Dann wechselten wir zum eigentlichen Grund des Besuchs von Tom - zum hoer-wege Phono MC. Der legte nochmal eine Schüppe in puncto Dynamik und Baßdruck drauf, das war für meinen Geschmack schon eine ungeheuer stimmige Kombi.

Auch mir hat der Tag sehr, sehr gut gefallen und einige neue Erkenntnisse gebracht. Ein Upgrade auf einen noch höherwertigeren Tonabnehmer steht wohl an, sobald die leider von einer langanhaltenden Dürre heimgesuchte Kriegskasse wieder gefüllt ist. Und vor allem möchte ich Tom und Klaus-Bernd danken, die ihre Laufwerke abgebaut, transportiert und daheim wieder aufgebaut haben, um diesen Vergleich zu ermöglichen :OK:

Viele Grüße
Axel
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Beitrag von Analog_Tom »

K-B hat geschrieben: Der bisher noch praktisch serienmäßige ZET 1 schlug sich dagegen ganz ordentlich, immerhin ist er (noch) mit dem modifizierten RB 250 und "nur" dem Goldring 1042 ausgerüstet. Es fehlte halt eben der oben zitierte Drive, die Wiedergabe war insgesamt zurückhaltender. (Diese Unterschiede können die beiden "alten Hasen" Axel und Tommi aber sicherlich in treffendere Worte kleiden...) In meinem Hausaufgabenheft für den ZET 1 stehen jedenfalls die Baustellen "Lager", "System" und "Tonarm", schau'n mer mal...
Moin JunKs,

ich möchte hier dann doch noch einmal ein Lanze für den Zet-1 brechen!
Sicherlich war dieser "Vergleich alles andere als fair!
Der Zet-1 spielte in einer Tonabnehmer-Arm Kombinantion, die beim Händler so ca. 700,-€ kosten dürfte, während der der Connoisseur mit dem 3500 und dem Frog eine Bestückung hat, die wohl in der Größenordnung von 4500,-€ Händlerneupreis liegen dürfte!
Also nicht unbedingt vergleichbar.

Tja, dann hätten wir noch die Sache mit dem Drive. Das ist wirklich so ein zweischneidiges Schwert. Axel sagte sofort " der Zet-1 ist weniger lebendig" ich dagegen würde es so formulieren: " er spielte einfach unheimlich ruhig und überlegen." Dies schließt allerdings die Formulierung, die Axel wählte in meinen Augen nicht aus. Axel ist nunmal bekennender Jazzfan. Der Swing des Jazz ist etwas anderes als der Wunsch nach einer perfekten Raumausleuchtung und Ruhe bei einem großen Orchesterwerk.
Ich denke das der Zet-1 wenn man etwas Drive haben möchte durchaus mit dem geeigneten Tonarm und Tonabnehmer durchaus in diese Richtung gebracht werden kann. Ich würde dabei allerdings nicht in Richtung der großen SME-Arme gehen, die können viel aber Lebendigkeit ist nicht deren Stärke!

Meine ganz dicker Tip zum Ausprobieren lautet: Hör die mal einen Hadcock auf dem Zet-1 an den kann ich Dir mal zum Ausprobieren mitbringen. Der ist in Verbindung mit dem Glider was Dir auch gut gefallen hat ein Dream-Team das mich hier immer wieder fasziniert und auch Dein Goldring dürfte daran nicht wiederzuerkennen sein!

Viele analoge Grüße

Tom
LG

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Beitrag von Analog_Tom »

Schon nach den ersten Takten zeigte sich das Frog von seiner besten Seite. Die Auflösung und der Detailreichtum des Systems ist unwahrscheinlich gut. Es arbeitet feinste Details und Klangfarben heraus, die ich auf einigen gut bekannten Scheiben so noch nicht gehört habe. Lediglich im Hochtonbereich hätte ich mir ein wenig mehr Druck gewünscht, aber das ist auch schon eine Manie von mir...
Hallo Axel,

dann hatte ich Dich gründlich mißverstanden, ich dachte es wäre Dir fast schon zuviel Hochton, den das Frog macht!
Das was Du ansprichst ist in der Tat eine Sache die mir auch sehr bewußt ist und in meinen Augen auch ein Punkt an dem ich mich am Anfang gewöhnen musste.
Die Lösung dafür ist ganz einfach und lautet Frog Kupfer... :mrgreen:
Allerdings erkauft man sich die zusätzlichen Informationen im Hochtonbereich mit einer etwas weniger ausgeprägteren Räumlichkeit und geringfügig weniger schönen Klangfarben...
Dafür "rockt" das Kupferfrog dann auch noch etwas mehr... :wink:


Viele analoge Grüße

Tom
LG

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Beitrag von K-B »

Hallo Tommi,
danke für Deine warmen Worte und ganz besonders für das tolle Angebot! Ich sitze jetzt auf keinen Fall seit Donnerstag bedröppelt in der Ecke und bin traurig! :cry: Mit dem ZET 1 höre ich nach wie vor mit viel Genuss Musik, schon mit der günstigen Arm-System-Kombination (die ja in den Augen mancher Leute sooooo "schlecht" ist :wink: ). Die ungleichen Faktoren des Vergleichs sind mir schon bewusst, außerdem konnte ich mangels Zeit und Erfahrung noch nicht so viel an dem Laufwerk machen. Ihr zwei habt mir da Jahrzehnte an Erfahrung voraus, dank Deiner tatkräftigen Hilfe hole ich aber gerade auf dem Gebiet "Plattenspieler" deutlich auf. :OK: Viele Grüße und bis demnächst, Klaus-Bernd
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Beitrag von Analog_Tom »

Moin JunKs,

es ist immer wieder schön was die Analogtechnik einem an Überraschungen bringt:

Ich sitze gerade gebannt vor der Anlage, obwohl ich schon seit einer Stunde im Auto sitzen wollte.
Der Grund?
Ich habe mein Kupferfrog wieder aufgebaut. Es hatte jetzt über mehrere Wochen im Regal gelegen und hat deswegen wohl ein paar Plattenseiten gebraucht um richtig warm zu werden.
Dies scheint nun geschehen und was es aus den Scheiben herausholt ist unbeschreiblich.
Das Kupfer-Frog ist in meinen Augen vielmehr van den Hul als das goldene.
Auch wenn andere Systeme ebenfalls in höchsten Masse auflösen, diese Leichtigkeit und Schnelligkeit ist in meinen Augen vdH-typisch...
Der eher etwas behäbige SME 3500 explodiert mit dem Frog geradezu...
Junks, ich bin wieder auf Drogen, auf analogen :kiff2:

Viele analoge Grüße

Tom
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Beitrag von vintage64 »

Hi Tom,

sehr schöner Bericht. Ein Genuß zu lesen ! :OK: :D
Ja, der ZET. Also bei mir brachte die zweite Acryl-Basis hörbar mehr Druck, auch im oberen Bass-Bereich. Die Entkopplung des Motors tut dann ihr übriges, obwohl imho nicht soo deutlich.
Ich hab' heute nachmittag erstmal den I-1000 wieder aufgebaut, nachdem ich ihm vor einigen Wochen einen Anstrich mit 'C-37'-Lack gegönnt hatte.
Ist ja bekanntlich ein RB250 mit besseren Lagern und Incognito-Verkabelung. Sollte wohl den TR-RB250 hörbar verbessern ... mal schauen.

Außerdem bei mir als Ersatz für das Goldring G1022GX im Zulauf:
Ein 'Garrott Optim Ruby FGS', das Beste MM von den Garrott Brothers. Bin sehr gespannt, wie das spielen wird ... :mrgreen:
Der ZET soll - wie alle Masselaufwerke - mit ner Schiefer-Unterlage klanglich nochmals zulegen. Kommt demnächst bei mir zum Einsatz ...

Wollte nur sagen, daß der ZET imho klanglich großes Potential hat.

Axel, Dein Micro Seiki gefällt mir sehr gut. Glückwunsch ! :OK:
Benutzt Du eine Plattentellerauflage ? Ich habe mich mit großem Erfolg für die Auflage von SOLITAER-AUDIO entschieden. Nur 0.9 mm dick und in Sandwich-Bauweise. Es ist imho eine der wenigen Auflagen, die eher positive klangliche Veränderungen bringt, ohne daß neue Nachteile entstehen. Die statische Aufladung der Platten wird außerdem reduziert. Die Matte ermöglicht mir jetzt, die Platten bei drehendem Teller zu wechseln. Sehr praktisch ! Kann ich sehr empfehlen.

Viele Grüße !
Henning
Was für den Rundfunk gut genug war, kann für Hifi so schlecht nicht sein. :idea:
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Beitrag von K-B »

Hallo Henning,
schön, dass Du als ZET 1/2/3 (wie weit bist Du eigentlich genau?) Besitzer auch hier zu Wort meldest! Beschreibe doch bitte Deine Erfahrungen mit der Plattentellerauflage von Solitaer Audio! Was tut sich da klanglich? Meine Erfahrungen mit dem Dreher und Tipps hierzu: Versuche einmal, den Nadeleinschub deines Goldrung-MM-Systems gegen den des 1042 oder des 1042 Reference zu testen! Da tut sich nochmal was! Noch deutlicher ist die Verbesserung durch das Netzteil. Ich nehme an, dass das Ergebnis beim TR Fein bzw. Konstant ähnlich deutlich sein wird, wie beim von mir verwendeten Netzteil von Dr. Bernhard Fuss. Das Klangbild wird deutlich ruhiger und souveräner :OK: Die Aufrüstung auf das zusätzliche Unterchassis schwirrt bei mir auch noch im Kopf herum... Das ist ja das Schöne an der analogen Musikwiedergabe-man kann immer noch irgendwo was herausholen :wink: Schönes Wochenende und viele Grüße, Klaus-Bernd
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Beitrag von Analog_Tom »

vintage64 hat geschrieben:Hi Tom,

sehr schöner Bericht. Ein Genuß zu lesen ! :OK: :D
Ja, der ZET. Also bei mir brachte die zweite Acryl-Basis hörbar mehr Druck, auch im oberen Bass-Bereich. Die Entkopplung des Motors tut dann ihr übriges, obwohl imho nicht soo deutlich.
Ich hab' heute nachmittag erstmal den I-1000 wieder aufgebaut, nachdem ich ihm vor einigen Wochen einen Anstrich mit 'C-37'-Lack gegönnt hatte.
Ist ja bekanntlich ein RB250 mit besseren Lagern und Incognito-Verkabelung. Sollte wohl den TR-RB250 hörbar verbessern ... mal schauen.

Außerdem bei mir als Ersatz für das Goldring G1022GX im Zulauf:
Ein 'Garrott Optim Ruby FGS', das Beste MM von den Garrott Brothers. Bin sehr gespannt, wie das spielen wird ... :mrgreen:
Der ZET soll - wie alle Masselaufwerke - mit ner Schiefer-Unterlage klanglich nochmals zulegen. Kommt demnächst bei mir zum Einsatz ...

Wollte nur sagen, daß der ZET imho klanglich großes Potential hat.

Axel, Dein Micro Seiki gefällt mir sehr gut. Glückwunsch ! :OK:
Benutzt Du eine Plattentellerauflage ? Ich habe mich mit großem Erfolg für die Auflage von SOLITAER-AUDIO entschieden. Nur 0.9 mm dick und in Sandwich-Bauweise. Es ist imho eine der wenigen Auflagen, die eher positive klangliche Veränderungen bringt, ohne daß neue Nachteile entstehen. Die statische Aufladung der Platten wird außerdem reduziert. Die Matte ermöglicht mir jetzt, die Platten bei drehendem Teller zu wechseln. Sehr praktisch ! Kann ich sehr empfehlen.

Viele Grüße !
Henning
Hallo Henning,

vielen Dank für die Blumen!!!
Schön das Du Dich zu dem Thema Zet-X zu Wort meldest.
Das was Du da erzählst, das die Entkopplung des Motors etwas bringt habe ich mir schon gedacht.
Nicht umsonst hat Meister Räke bei den älteren Modellen den Motor in einer Aussparung untergebracht, auch wenn heute von wesentlich ruhigeren Motoren die Rede ist, ich denke ganz ruhig stellen kann man diese nicht!
Ich war wirklich kurz davor mir einen Zet-3 zu ordern, mit zweiter Tonarmbasis und natürlich dem Motor dann neben dem Chassis.
Der Grund der mich letztlich daran gehindert hat ist die Tatsache, dass Räke für die Dreher der Zet-Serie nur ein einfaches Gleitlager verwendet.
Sicherlich ist das nicht grundsätzlich schlecht, aber gemessen an dem Aufwand der an dem restlichen Dreher stattfindet ist das Lager in meinen Augen unterdimensioniert.
Man ist diesbezüglich in der Sackgasse und kann sich nie Richtung TMD-Lager verbessern...
Wenn Räke doch eine Lösung fände in den Zet ein ordentliches Lager einzubauen wären wir im Geschäft, da mir das Laufwerk einfach sehr gut gefällt, besser als irgend ein anderes aus dem aktuellen Transrotorprogramm. :idn:
Der Grund weswegen ich ein neues Laufwerk gesucht habe war der, dass ich mittlerweile Drei Arme habe auf die ich nicht mehr verzichten möchte, aber nur maximal zwei Laufwerke aufbauen möchte, da ich mir sonst um die Dreher Slalom laufen muss...
Deswegen ist die Geschichte mit dem neuen Laufwerk auch noch nicht endgültig gestorben, da ich immer noch keines mit der Möglichkeit habe 2 oder mehr Tonarme aufzubauen...
Ich werde aber jetzt keinen Schnellschuss unternehmen sondern in Ruhe abwarten und schauen was kommt.
Ob es ein neues Laufwerk ist oder ein alter Schatz wie ihn Axel geborgen hat wird einfach die Zeit entscheiden.
Ich habe nachdem der Zet ausgeschieden ist im Moment keinen wirklichen Favoriten .
Gefallen tut mir so ein RX-5000 schon, aber der ist wohl viel zu selten als das man ihn bekommen kann. Was die Qualität der 1500er angeht, habe ich bisher noch nicht genug erfahren, da werde ich mich erst noch schlau machen.
Was mir gefallen würde ist der große Bruder des Zet, der Raven, aber der ist natürlich auch kostentechnisch eine andere Baustelle, naja, wie gesagt einfach mal abwarten..

Diese Geschichte mit dem C 37 Lack habe ich vor Jahren auch mit meinem SME 3500 gemacht, ob es was gebracht hat weiß ich nicht, optisch ist es auf jeden Fall nicht so der Brüller, da sich Staub in den Lack eingebunden hat .. :oops:

Was das Thema Schiefer Stellfläche angeht so rennst Du bei mir offene Türen ein!
Das ist eine Sache an der ich noch unbedingt arbeiten werde!

Viele analoge Grüße

Tom

PS.@Klaus-Bernd Henning hat übrigens auch das Dr. Fuss Netzteil für seinen Zet-2.
LG

Tom
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2285b
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Beitrag von 2285b »

vintage64 hat geschrieben: Benutzt Du eine Plattentellerauflage ? Ich habe mich mit großem Erfolg für die Auflage von SOLITAER-AUDIO entschieden. Nur 0.9 mm dick und in Sandwich-Bauweise. Es ist imho eine der wenigen Auflagen, die eher positive klangliche Veränderungen bringt, ohne daß neue Nachteile entstehen. Die statische Aufladung der Platten wird außerdem reduziert. Die Matte ermöglicht mir jetzt, die Platten bei drehendem Teller zu wechseln. Sehr praktisch ! Kann ich sehr empfehlen.
Hallo Henning,

noch ist der RX-5000 unverbastelt. Ich habe schon mit einem Micro-Seiki-Spezialisten gesprochen. Dieser empfiehlt eine mindestens 5mm dicke Acryl- oder Vinylauflage, die mit dem Teller verklebt werden soll. Ehrlich gesagt bin ich von der Maßnahme wenig angetan, da die Optik doch nachhaltig beeinträchtigt wird. Auch kann ich bisher nicht feststellen, daß der Klang metallisch oder klingelnd ist. Aber einmal ausprobieren werde ich es bestimmt, es muß halt reversibel sein.
TommiS hat geschrieben: Ich war wirklich kurz davor mir einen Zet-3 zu ordern, mit zweiter Tonarmbasis und natürlich dem Motor dann neben dem Chassis.
Der Grund der mich letztlich daran gehindert hat ist die Tatsache, dass Räke für die Dreher der Zet-Serie nur ein einfaches Gleitlager verwendet.
Sicherlich ist das nicht grundsätzlich schlecht, aber gemessen an dem Aufwand der an dem restlichen Dreher stattfindet ist das Lager in meinen Augen unterdimensioniert.
Man ist diesbezüglich in der Sackgasse und kann sich nie Richtung TMD-Lager verbessern...
Wenn Räke doch eine Lösung fände in den Zet ein ordentliches Lager einzubauen wären wir im Geschäft, da mir das Laufwerk einfach sehr gut gefällt, besser als irgend ein anderes aus dem aktuellen Transrotorprogramm.
Tom,

da sehe ich auch den "Schwachpunkt" im Zet-Konzept. Aber vielleicht wird sonst die Konkurrenz zu höherpreisigen Transrotoren zu groß... :wink:

PS: mit Deinen Beschreibungen hast Du mich ganz schön neugierig auf das Frog Kupfer gemacht. :roll:

Gruß
Axel
In der Musik ist RuHe entscheidend - Don Cherry
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