Jo, nett war's,
musikalisch, fein und grob, ziseliert, lautstark, eindrucksvoll.
Eine Entdeckung war die Musik des Franzosen Michel Jordanzs, dessen Namen ich mir wohl falsch gemerkt habe. Denn im südamerikanischen Urwald ist niemand mit dieser oder ähnlicher Schreibweise als Musiker verzeichnet. Jedenfalls war der Bass auf dieser Liveaufnahme nicht bloß tief und stark, sondern un-verschämt bis ur-gewaltig.
Bei Solti's Ring des Nibelungen-Einspielung kam selbst die kraftstrotzende, die Grundfläche von zwei Backblechen (!) einnehmende CAT Endstufe (bestückt mit
2 Oktetten 6550!) gelegentlich aus der Puste. Dann öffneten sich mit lautem Plopp nicht bloß arenabreite Bühnen und makellos gestaffelte Tiefeneindrücke, sondern zur Freude unseres kleinen Enthusiastenkreises von Ascendo-Vertriebler Stefan Köpf in großzügigen Mengen angekarrte audiophile Sektflaschen.
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Heimlicher Star des Abends war die neue
System C7. "C" steht bei Ascendo seit jeher für "konzentrisch": Die ca. 1,10 hohe "Einsteigerbox" im Firmenprogramm betört mit einem präzise aufspielenden, knackigen
Koaxialchassis für den Mittel-Hochtonbereich! Unterstützt wird dieses vom firmentypischen, tief hinab reichenden und auch sonst sehr überzeugend aufspielenden Innentreiber (Bandpass-Prinzip) und einem per Kippschalter zuschaltbaren, phasenkorrigierten Extrahochtöner, der schräg nach hinten oben abstrahlt. Viele überzeugende Ideen, vor allem aber jede Menge Räumlichkeit, Livehaftigkeit, Temperament und Spielfreude bietet dieser aufstellungs- und frauenunkritische Lautsprecher zum schwäbischen Kampfpreis von 4,7 Kilo-Euronen (Paarpreis).
Ein Lautsprecher zum Träum.... na ja, die C7.... sind irgendwann vielleicht doch mit einigen Opfern "drin"? Zumindest, falls hierzulande tatsächlich wieder richtige Arbeitsplätze erfunden werden sollten?
Anschließend fröhnte begeisterter Highend-Nachwuchs der CD "El Cielo" von Dredg (muss ich mir zulegen, und China sich wahrscheinlich auch - oder hast du sie schon, Juri?), und zwar über die
System M - das sind die mannshohen State-of-the-Art-120kg-Megaböxle der Schwaben. Währenddessen klönten wir etwas abseits des Epizentrums lange und nett mit Köpf & Co und erfuhren dabei noch manches.
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So hörten wir andächtig von einem Versuchslautsprecher der Firma
mit dreißigfach niedrigerem Klirrfaktor als gemeinhin üblich (der Entwickler, Norbert Heinz, ist Physiker).
Was war das Resultat: Damit klang plötzlich jede noch so fein selektierte Wiedergabekette übel, da der Klangeinfluss auch des kleinsten unstimmigen Kondensatörchens, beispielsweise im Verstärker, schon in ungenießbarer Härte auf das Endergebnis durchschlug.
So lautete Heinz' und Köpf's
Erkenntnis: Ohne Klirr funktioniert's in der Praxis net!!!
Röhrentypischen Klirr bei der Zweiten Harmonischen... hat Norbert Heinz den Chassis seiner Kreationen im Testlabor.... folglich ganz behutsam
anerzogen!
Wer mich in anderen Threads schon so manches Mal vom Octave V70 schwärmen sah - in jener heute schon historischen, mehrstündigen Hörsession taten die Octave-Produkte ihre Äußerungen hauptsächlich über ein Pärchen Ascendo
System E (Paarpreis 6300,- € für einen wirklich brillianten Lautsprecher aus Süddeutschland) kund. Die läuft allerdings leider aus. Die "E" wurde um ein äußerst ungewöhnliches Chassis herumkonstruiert, den der Hersteller Peerless nun unvermittelt vom Markt nahm. Schade, ein genialer Standlautsprecher verschwindet so nach nur 3 Jahren vom Markt. Laut Stefan Köpf existiert weltweit kein adäquater Ersatz für diesen Treiber.
À propos Treiber: Es trieb mich noch ins Theater, sonst hätte es nach meinem Geschmack noch ewig so oder beim Inder weitergehen können. Aber wahrscheinlich bekommt man nicht oft im Leben Freikarten für eine bestens rezensierte Inszenierung von "
Die sexuellen Neurosen unserer Eltern" ...
Das Stück läuft in der Tribühne (Otto Suhr-Allee 18 ) und ist mehr als lohnend, liebe Berliner und Speckgürteleinwohner.
Tja Mel, und das war noch lange nicht alles! [img:25:25]
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Euer Korrespondent aus der Bundeshauptstadt
PS:
Für die Rheinländische Fraktion ist von Interesse, dass Köpf seine Lautsprecher (nebst dem US-amerikanischen 6550-Doppel-Backblech-Oktett) auch hier vorführen wird:
World OF HIFI
25.-26. November
Tagungshotel der Telekom,
Humboldstr. 2
41468 Neuss
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