gestern Nachmittag lenkte ich meinen Wagen in Richtung der Ruhgebietsmetropole Dortmund.
Der Grund war wieder einmal eine dieser Face to Face Begegnungen, die ich recht gerne mache, weil ich mich gerne auch einmal mit den Menschen unterhalte, die hinter den Nicks in den Foren stehen.
Natürlich, so muss ich Euch gestehen hat mich die Aufzählung von Andreas Phono-Pretiosen doch sehr sehr neugierig gemacht, so dass ich schon recht gespannt auf das war was mich dort erwarten würde...
So fuhr ich dann in besagter Straße ein und sah vor einem wunderschönen alten Fachwerkhaus den Gastgeber ( wir waren uns vor ein paar Wochen in Duisburg bereits begegnet) Zigarette rauchend auf der Treppe stehen.
Nach einer kurzen Begrüßung wurde ich dann in die heiligen Hallen geführt, die aus einem Doppelzimmer des alten Fachwerkhauses bestanden, von deren Zwischenwand nur noch die Balken übrig geblieben waren.
Als ich den Raum betrat staunte ich nicht schlecht.
Ich sah zwei imposante Lautsprecher und eine Endstufe, die mir vor ein paar Wochen bei unserem Endstufensammler Wolfram schon einmal begegnet war.
Wie Andreas mir berichtete hatte dieser Beitrag sein Interesse an dem Teil geweckt und da seine eigentlichen Monoendstufen z.Z. defekt sind hatte er sich kurzerhand entschlossen sich diese Endstufe, die ihm angeboten worden war zu kaufen.
Und da war sie dann auch auf einer Steinplatte zwischen diesen wahrhaft imposanten mannshohen Lautsprechern:
[IMG:518:1024]http://img393.imageshack.us/img393/8416 ... hopog6.jpg[/img]
[IMG:537:1024]http://img522.imageshack.us/img522/9369 ... hopnf0.jpg[/img]
[IMG:1024:575]http://img177.imageshack.us/img177/3820 ... hopxa0.jpg[/img]
Die roten Kisten hinter den Lautsprechern sind übrigens aktive Hörner, die die beiden langen Jungs im Vordergrund in den unteren Lagen tatkräftig unterstützen.
Doch wo war der Rest?
Es gab in dem Zimmer einen Vorhang, sollte etwa dahinter?
Ja tatsächlich, dahinter befand sich das wonach ich begehrte, ein Oracle Premiere, ein Laufwerk, was in Deutschland einzigartig sein dürfte und Andreas durch einen glücklichen Zufall in die Hände gefallen ist:
[IMG:1024:622]http://img161.imageshack.us/img161/5571 ... hopwl8.jpg[/img]
Dieses Laufwerk stellt die ideale Basis für einen der Spitzentonarme des britischen Herstellers Origin Live, den Conqueror dar:
[img]http:1024:562]http://img513.imageshack.us/img513/5533 ... hopcj2.jpg[/img]
der in diesem Fall einen Ableger der legendären EMT Tonabnehmer, ein Tubaphon System führt.
Der Oracle hängt übrigens an Stahlseilen um ihn von dem Holzbohlen des alten Fachwerkhauses zu entkoppeln, was ohrenscheinlich auch ganz gut gelingt.
Die zweite Kombi, die der Analogbegeisterte Gastgeber betreibt besteht aus einem Garrat 401 in einer Eigenbauzarge, mit einem SME 3012 und einem echten Monosystem, einem Denon 102:
[IMG:1024:536]http://img164.imageshack.us/img164/7772 ... hoppu5.jpg[/img]
Die von den beiden analogen Quellen gelieferten Signale werden nachdem Sie Übertrager und Phonopre durchlaufen haben an eine Vorstufe weitergeleitet auf der TW-Acustic draufsteht, aber in der, wie mir Andreas erkärte Thörres drinnen ist:
[IMG:869:1024]http://img66.imageshack.us/img66/655/ds ... hopir3.jpg[/img]
Es ist so wie Andreas sagte eine Auftragsarbeit von Thörres für TW-Acustic.
Somit konnte ich bei dieser Gelegenheit zum ersten mal auch eine der in diesem Forum schon legendären Verstärkerlösungen von Thörres kennenlernen.
Unten drunter steht dann auch noch ein schmucker CD-Spieler, den wir allerdings nicht gehört haben.
Dafür gab es dann Vinyl, Vinyl und nochmals Vinyl, so wie ich mir das als bekennender Verfechter der analogen Sache wünsche.
Und Andreas hat diesbezüglich auch einiges zu bieten.
Überall in dem Doppelzimmer, welches ihm übrigens als reiner Hörraum zur Verfügung steht hat er Schallplatten stehen.
Doch nicht nur das. Es stehen außerdem noch zwei oder drei weitere Plattenspieler Vorverstärker, Endstufen und was sonst noch das Herz des Hifi-Begeisterten erfreuen könnte herum.
Ich habe mich also sofort zu Hause gefühlt
So hörten wir dann Musik von Luis Armstrong Harry Belafonte genauso wie klassisches von Ricci und Oistrach genial interpretiert.
Auch die eine oder andere Platte, die ich mitgebracht hatte wurde aufgelegt, wie z.B. die Interpretationen von Liedern Leonard Cohens, vorgetragen von Jennifer Warnes.
Diese Platte klang über die Anlage von Andreas ganz hervorragend, diesem aber noch nicht gut genug, wie er übrigens den ganzen Nachmittag über seine doch so "grottenschlechte" Kette am mosern war.
Andreas hiermit nochmals von meiner Seite, Du bist auf ganz schön hohem Niveau am mosern.
An dem Klang der Kette gab es wirklich nichts auszusetzen.
Klar kann die eine oder andere Anlage dieses oder jenes Detail noch ein Fitzelchen besser aber ob man das braucht?
Mit der Anlage von Andreas kann man jedenfalls sehr zufrieden Musik hören, was wir auch den ganzen Nachmittag über taten, bis ich mich dann in mein Auto setzen musste um den Heimweg anzutreten.
Ich möchte mich bei Andreas für seine Gastfreundschaft bedanken und dafür, das er mir einen weiteren Einblick in die Vielfalt analoger Musikwiedergabe geboten hat...
Viele analoge Grüße
Tom


