Schönen guten Abend,
nun möchte ich doch noch Tom’s Hinweis aufnehmen und meine bisherigen Endrücke schildern:
Wie bereits erwähnt waren neben Tom und Florentino auch Bruno, Freund und Mastermind der MINOS PWM letzten Mittwoch in mein bescheidenes Heim eingekehrt.
Eigentlich war der Abend weniger als Verstärker-Hörtest vorgesehen, vielmehr sollten einige technische Dinge zwischen Forentino, Bruno und mir geklärt werden, Tom hatte ich aber zwecks direkten Kennenlernens von Florentino mit eingeladen. So eine Gelegenheit macht immer absolut Sinn.
Dass der Raum mit Elektronik entsprechend bestückt war, ergab sich mehr aus meinen Forschungen bezüglich der Thread-Thematik.
Also was war alles aufgefahren:
Micro-Seiki RX/RY 1500 mit Kuzma Stogi Reference und Benz Wood L2 als Quelle. Die Röhren-Vorstufe EAR 864 gab die Signale per
Voodoo-Kabel an die Verstärker weiter:
-Cayin Ti 88 im Triodenbetrieb
-EAR 869 mit 509-Röhre
Ferner standen mein Symphonic Line RG1 Mk3, sowie eine EAR 8L6 (EL34) zur Verfügung, diese beiden Verstärker wurden jedoch nicht eingesetzt. Die LS Audio Physic Virgo II waren per HMS In Concerto MkII verkabelt. Tja und dann hängen an den Klemmen noch die seltsamen Enacom-Röhrchen, dazu aber später mehr.
Zur Begrüssung lief mehr im Hintergrund „Pat Metheny – Secret Story“, die ich aufgrund ihrer Entspanntheit bei gutem Klang sehr gerne höre. Dann senkte sich das System mehr als einmal in die Rille der Patricia Barber LP „Cafe Blue“ , die Stücke „Too rich for my blood“ und „A taste of honey” wurden mehrfach gehört. "Kann es sein, dass hier ein Raumproblem existiert?", fragte Florian in die Runde. "Ja, optimal ist das sicherlich noch nicht, insbesondere der Fuß des L-förmigen Raumes mit seiner kubischen Ausprägung bereitet mir noch Kopfzerbrechen", so meine Antwort.
Tom schaltete daraufhin den Cayin auf Ultralinear-Betrieb, der Bass wurde dadurch präziser.
Wieder im Triodenbetrieb lauschten wir dann Elvis Presley und seiner umwerfenden Darbietung von „Fever“ (SC-Reissue). Ein klasse Titel, Florentino zeigte sich sehr angetan, die Aufnahme-Jungs wussten halt früher sehr genau was sie taten!!
Dann wurde auf das LS-Kabel „Lapp Unitronic“(Leihgabe Tom_H) umgekabelt, sofort war ein grösserer Raum hörbar, die Instrumente erklangen grössenmäßig korrekter, Akustikbaß schön holzig. Selbst Bruno, eigentlich kein Musikhörer!!!!

, war baff erstaunt und hatte das so nicht erwartet.
„Sollen wir nicht mal die komischen Enacom-Dinger weglassen? Ich könnte mir vorstellen, dass das etwas bringt.“ So der ungefähre Wortlaut von Tom, schnell waren die kleinen Patronen entfernt. Ebenso schnell waren wir uns einig, dass es mit Enacom besser geklungen hatte, das Authentische war ohne diese Bauteile etwas verloren gegangen. Also wieder ran damit.
Dann hatte die EAR 869 ihren Auftritt, konnte aber mit der Spielfreude der Cayin nicht ganz mithalten. Mir persönlich gefiel der sehnige Bass der EAR ja etwas besser, aber in Anbetracht des preislichen Aspektes war der Abendsieger im Cayin schnell gefunden.
Insgesamt ein schöner Abend, der von gelegentlichen Einwürfen seitens Bruno „Mann, die schreit mich jetzt aber auch an!“ oder „Die haben wir doch schon gehört...“ aufgelockert wurde. Wie gesagt, er hört zuhause fast gar keine Musik, seine bescheidene Anlage ist seit geraumer Zeit sogar defekt. Und trotzdem möchte ich nicht auf sein Urteil verzichten, er ist noch nicht so abgedriftet und sagt es „frei von der Leber weg“. Sein vertäumtes "Also ich könnte mir so eine Anlage auch gut für mich vorstellen, das hat was!" wurde von uns fast lippensyncron mit "Laß es, mach dich nicht unglücklich!!" retourniert.
Als ich die lieben Gäste dann verabschiedet hatte, saß ich noch lange still vor der Anlage und ließ die Ergebnisse revue passieren. Kann das sein....., oder doch lieber....., man sollte noch versuchen ob....,was ist aber wenn...., die Gedanken schossen mir durch das Hirn, es wurde Zeit von der Thematik Abstand zu nehmen und zur Ruhe zu kommen. Ein Bettbesuch kam da genau richtig.
Nochmals lieben Dank an alle Gäste!!! Und allen Forumsteilnehmer sei versichert, dass mein Weg in Änderung der Elektronik gehen wird.
Wie und was wird sich zeigen, Fortsetzung folgt!!!
Für heute liebe Grüsse aus Nettetal sendet
Stefan