Hallo,
was für ein desaströser Start. Leider ist auch die andere 805 kaputt.
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Leider habe ich das erst gemerkt als ich den Amp eingeschaltet habe, zum Glück gab es keinen Kurzschluss. Bei 900 Volt Anodenspannung hätte das ganz schön geknallt. Zum Glück stand der Amp beim anschalten auf dem Kopf, ich wollte nämlich bevor ich auf die 805A umrüste feststellen wie hoch der Ruhestrom ab Werk eingestellt war. Leider blieb die Röhre dunkel, nichts, gar nichts passierte, Röhre war also scheinbar auch Schrott. Als ich mir die Röhre genauer anschaute sah ich die Spannfeder die den Heizdraht spannt unten am Glasboden (Boden ist eigentlich nicht richtig aber die Röhre stand ja auf dem Kopf). Außerdem ist das gesamte Röhrensystem auf die eine Seite verschoben. Die Röhren müssen also einen mächtigen Schlag (Paket fallen gelassen/geworfen) erhalten haben. Nun, jetzt konnte ich die Einstellung des Ruhestromes leider nicht mehr überprüfen, sowas kann mich aber natürlich nicht entmutigen.
Also habe ich erst mal das Anodenkabel entfernt das wie vermutet an dem einen Pin der Röhrenfassung angelötet ist wo bei 805A der Anodenanschluss ist. Wackel, Wackel, Wackel und ab war das Kabel, danach konnte ich das Perlekettche einfach aus dem Gehäuse ziehen.
Dann die 805A eingebajonettet und eingeschaltet und den Atem angehalten. Ängstlich was nun passieren würde, die 805A leuchtete auf jeden Fall schon mal. Nachdem der Zeitschalter die Anodenspannung durchschaltete zeigte das Multimeter 198 mV an was bei dem 1 Ohm Kathodenwiderstand dann auch 198 mA Ruhestrom entspricht.
[IMG:150:131]http://img409.imageshack.us/img409/7594 ... dn6.th.jpg[/img]
Wenn man den Schaltplan richtig interpetiert dann wird mit der 2A3C (300B im Schaltplan) indirekt auch der Ruhestrom der 805 eingestellt. Der Ruhestrom der 805A ließ sich aber nur auf 168 mA (168 mV am Kathodenwiderstand) zurückstellen. Ich mass mal vorsichthalber die Anodenspannung, sie betrug genau 900 Volt. 900Vx0,168A=151,2 Watt. Das erschien mir doch "ein Wenig" viel weil die max. Anodenverlustleistung der 805 mit max. 125 Watt spezifiziert ist. Schon nach kurzer Zeit zeigte die Graphit-Anode der 805A auch ein dunkelrotes Glühen. Was war also in der Tat etwas viel Ruhestrom. Was nun ????, da das Poti aber schon am Anschlag stand konnte ich nicht weiter herunter regeln. So konnte ich den Monoamp aber nicht in Betrieb nehmen. Sollte die 805A evtl. doch andere Röhrenparameter als die 805 mit der Anodenkappe haben ?????.
Ich beschloss also erst einmal den anderen Amp zu überprüfen. Also Anodenkabel/Perlekettche weg und Röhren eingesetzt und das Poti gleich auf min. gedreht. Nach dem durchschalten des Zeitrelais stellte sich ein Ruhestrom von 82,3 mA ein. Das passt doch schon besser, aber warum hatte der andere Monoblock fast den doppelten Ruhestrom ????. Konnte eigentlich nur an den Röhren liegen (805A oder 2A3C) oder die Einstellung für den Ruhestrom in dem einen Amp war defekt. Sollte der Amp evtl. bei einschalten mit der defekten 805 Schaden genommen haben ????.
Ich tauschte dann mal kurzerhand die 805A, es stellte sich auch mit der Röhre die im anderem Monoblock einen zu hohen Ruhestrom hatte ein Ruhestrom von 86 mA ein. An der 805A lag es also nicht, blieb jetzt nur noch die 2A3C oder die Ruhestrom-Schaltung. Also habe ich auch mal die 2A3C getauscht. Und siehe da, es stellte sich mit der anderen 2A3C ein Ruhestrom von 162,5 mA ein. Der Fehler lag also an der 2A3C, wahrscheinlich hat die eine 2A3C auch einen Schlag abgekommen weshalb die Abstände im Röhrensystem nicht mehr stimmen. Mingda/Meixing hatte bestimmt den Amp nicht mit solch falscher Ruhestromeinstellung ausgeliefert.
Zwar hatte ich vier 805A aber keine 2A3C, zum Glück kann man beim Meixing MC3008-A von der 2A3C auf 300B (Heizspannung) umschalten.
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Und vom Yaqin MS-300B habe ich ja noch zwei 300B-98 übrig. Kurze Anmerkung noch: Den Umschalter für die Heizspannung ( 2A3C = 2,5 Volt, 300B = 5 Volt) direkt neben den Netzschalter zu plazieren zeugt meiner Meinung nach nicht gerade von Praxistauglichkeit. Schnell hat man bei bedienen des Netzschalters aus versehen mal den Röhrenwahl-Kippschalter betätigt, oder "die Putzfrau" beim Staub wischen. Die 2A3C bekommt dann mal schnell und ungewollt 5 Volt Heizspannung ab was der 2A3C wohl gar nicht gut bekommen dürfte. Doppelte Spannung=doppelter Strom= vierfache Leistung. Im Automobilbereich blitzt eine 12V Glühlampe in einem 24 Volt Bordnetz meist nur einmal ganz kurz auf und das wars dann. Eine Glühlampe kostet allerdings nur ein paar Cent, eine 2A3C kostet hingegen etliche Euronen. Warum der Umschalter nicht innen im Gehäuse sitzt ist mir eh schleierhaft. Mal schnell die Treiber-Röhre zu wechseln ist eh nicht da der Arbeitspunkt jeder Röhre anders ist. Und der Arbeitspunkt der Treiberröhre beeinflußt bei dem vorliegenden Schaltungsdesign auch gleichzeitig den Arbeitspunkt der Endröhre. Bei einer anderen Treiberröhre muss also auch der Ruhestrom der Endröhre überprüft werden. Und dazu muss man sowieso den Gehäusedeckel abschrauben.
Aber zurück zu meinen neuen "Problem-Monos". Nachdem in beiden Amps die 300B-98 als Treiberröhre eingesetzt war stellten sich bei einem Amp 82 mA und beim anderen Amp 83 mA Ruhestrom ein. Passt also mit der 300B-98 ganz wunderbar. Uff-geschafft

, mensch war ich froh.
Der Hörtest konnte also beginnen. Habe bis jetzt nur kurz gehört-muss Euch ja berichten
Was ich bis jetzt gehört habe gefällt mir sehr gut. Sehr spritzig und ungemein detailreich bei fantasitischer Räumlichkeit. Viel Klirr lässt grüßen ????.
Gruß.
Michael
Eine saarländische Lebensweisheit: Hauptsach gud gess.