Mingda/Meixing MC3008-A

Hier gehts nur um Verstärkung, egal welcher Art.

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Saarmichel
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Mingda/Meixing MC3008-A

Beitrag von Saarmichel »

Hallo,

heute sind meine Meixing 805-SE Monoblöcke zu meiner Freude endlich, endlich eingetroffen.

Doch zu meinen bedauern :cry: :cry: :cry: musste ich feststellen das eine der 805 zerbrochen in der Röhrenschachtel lag.

[IMG:150:128]http://img396.imageshack.us/img396/7969/8051bm0.th.jpg[/img]

:moser So eine Sch***e :moser

Hörtest also erst einmal verschoben.

An der Verpackung lag es aber nicht, wohl eher das das Paket vom Versender durch die Gegend geworfen wurde, wiegt ja nichts.

[IMG:150:128]http://img396.imageshack.us/img396/1986/vpps9.th.jpg[/img]

Was mir augefallen, die Meixing Monos sind eigentlich recht zierlich im direkten Vergleich zu den Unison Research Smart 845-SE

[IMG:150:145]http://img396.imageshack.us/img396/7372/gfni2.th.jpg[/img]

Hörtest bis auf weiteres verschoben ????, nun ich habe da doch noch 4 gematchte 805A, also die 805 ohne die Anodenkappe. Das Perlkettche mit der Anodenkappe gefällt mir sowieso nicht. Mo gugge was ich do mache kann :mrgreen:
Gruß.

Michael

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vintage64
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Beitrag von vintage64 »

Hab' doch gesagt, die kommen ... :OK:
Das mit der putten 805 ist natürlich Pech. Bin gespannt auf Hörtest und Vergleich zur 813 Beam Power Pentode ...

Glückwunsch schon mal ! :D

Grüße,
Henning
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Saarmichel
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Beitrag von Saarmichel »

Hallo,

was für ein desaströser Start. Leider ist auch die andere 805 kaputt.

[IMG:113:165]http://img166.imageshack.us/img166/8320/8052la9.th.jpg[/img]

Leider habe ich das erst gemerkt als ich den Amp eingeschaltet habe, zum Glück gab es keinen Kurzschluss. Bei 900 Volt Anodenspannung hätte das ganz schön geknallt. Zum Glück stand der Amp beim anschalten auf dem Kopf, ich wollte nämlich bevor ich auf die 805A umrüste feststellen wie hoch der Ruhestrom ab Werk eingestellt war. Leider blieb die Röhre dunkel, nichts, gar nichts passierte, Röhre war also scheinbar auch Schrott. Als ich mir die Röhre genauer anschaute sah ich die Spannfeder die den Heizdraht spannt unten am Glasboden (Boden ist eigentlich nicht richtig aber die Röhre stand ja auf dem Kopf). Außerdem ist das gesamte Röhrensystem auf die eine Seite verschoben. Die Röhren müssen also einen mächtigen Schlag (Paket fallen gelassen/geworfen) erhalten haben. Nun, jetzt konnte ich die Einstellung des Ruhestromes leider nicht mehr überprüfen, sowas kann mich aber natürlich nicht entmutigen.

Also habe ich erst mal das Anodenkabel entfernt das wie vermutet an dem einen Pin der Röhrenfassung angelötet ist wo bei 805A der Anodenanschluss ist. Wackel, Wackel, Wackel und ab war das Kabel, danach konnte ich das Perlekettche einfach aus dem Gehäuse ziehen.

Dann die 805A eingebajonettet und eingeschaltet und den Atem angehalten. Ängstlich was nun passieren würde, die 805A leuchtete auf jeden Fall schon mal. Nachdem der Zeitschalter die Anodenspannung durchschaltete zeigte das Multimeter 198 mV an was bei dem 1 Ohm Kathodenwiderstand dann auch 198 mA Ruhestrom entspricht.

[IMG:150:131]http://img409.imageshack.us/img409/7594 ... dn6.th.jpg[/img]

Wenn man den Schaltplan richtig interpetiert dann wird mit der 2A3C (300B im Schaltplan) indirekt auch der Ruhestrom der 805 eingestellt. Der Ruhestrom der 805A ließ sich aber nur auf 168 mA (168 mV am Kathodenwiderstand) zurückstellen. Ich mass mal vorsichthalber die Anodenspannung, sie betrug genau 900 Volt. 900Vx0,168A=151,2 Watt. Das erschien mir doch "ein Wenig" viel weil die max. Anodenverlustleistung der 805 mit max. 125 Watt spezifiziert ist. Schon nach kurzer Zeit zeigte die Graphit-Anode der 805A auch ein dunkelrotes Glühen. Was war also in der Tat etwas viel Ruhestrom. Was nun ????, da das Poti aber schon am Anschlag stand konnte ich nicht weiter herunter regeln. So konnte ich den Monoamp aber nicht in Betrieb nehmen. Sollte die 805A evtl. doch andere Röhrenparameter als die 805 mit der Anodenkappe haben ?????.

Ich beschloss also erst einmal den anderen Amp zu überprüfen. Also Anodenkabel/Perlekettche weg und Röhren eingesetzt und das Poti gleich auf min. gedreht. Nach dem durchschalten des Zeitrelais stellte sich ein Ruhestrom von 82,3 mA ein. Das passt doch schon besser, aber warum hatte der andere Monoblock fast den doppelten Ruhestrom ????. Konnte eigentlich nur an den Röhren liegen (805A oder 2A3C) oder die Einstellung für den Ruhestrom in dem einen Amp war defekt. Sollte der Amp evtl. bei einschalten mit der defekten 805 Schaden genommen haben ????.

Ich tauschte dann mal kurzerhand die 805A, es stellte sich auch mit der Röhre die im anderem Monoblock einen zu hohen Ruhestrom hatte ein Ruhestrom von 86 mA ein. An der 805A lag es also nicht, blieb jetzt nur noch die 2A3C oder die Ruhestrom-Schaltung. Also habe ich auch mal die 2A3C getauscht. Und siehe da, es stellte sich mit der anderen 2A3C ein Ruhestrom von 162,5 mA ein. Der Fehler lag also an der 2A3C, wahrscheinlich hat die eine 2A3C auch einen Schlag abgekommen weshalb die Abstände im Röhrensystem nicht mehr stimmen. Mingda/Meixing hatte bestimmt den Amp nicht mit solch falscher Ruhestromeinstellung ausgeliefert.

Zwar hatte ich vier 805A aber keine 2A3C, zum Glück kann man beim Meixing MC3008-A von der 2A3C auf 300B (Heizspannung) umschalten.

[IMG:150:128]http://img74.imageshack.us/img74/8766/s ... qt8.th.jpg[/img]

Und vom Yaqin MS-300B habe ich ja noch zwei 300B-98 übrig. Kurze Anmerkung noch: Den Umschalter für die Heizspannung ( 2A3C = 2,5 Volt, 300B = 5 Volt) direkt neben den Netzschalter zu plazieren zeugt meiner Meinung nach nicht gerade von Praxistauglichkeit. Schnell hat man bei bedienen des Netzschalters aus versehen mal den Röhrenwahl-Kippschalter betätigt, oder "die Putzfrau" beim Staub wischen. Die 2A3C bekommt dann mal schnell und ungewollt 5 Volt Heizspannung ab was der 2A3C wohl gar nicht gut bekommen dürfte. Doppelte Spannung=doppelter Strom= vierfache Leistung. Im Automobilbereich blitzt eine 12V Glühlampe in einem 24 Volt Bordnetz meist nur einmal ganz kurz auf und das wars dann. Eine Glühlampe kostet allerdings nur ein paar Cent, eine 2A3C kostet hingegen etliche Euronen. Warum der Umschalter nicht innen im Gehäuse sitzt ist mir eh schleierhaft. Mal schnell die Treiber-Röhre zu wechseln ist eh nicht da der Arbeitspunkt jeder Röhre anders ist. Und der Arbeitspunkt der Treiberröhre beeinflußt bei dem vorliegenden Schaltungsdesign auch gleichzeitig den Arbeitspunkt der Endröhre. Bei einer anderen Treiberröhre muss also auch der Ruhestrom der Endröhre überprüft werden. Und dazu muss man sowieso den Gehäusedeckel abschrauben.

Aber zurück zu meinen neuen "Problem-Monos". Nachdem in beiden Amps die 300B-98 als Treiberröhre eingesetzt war stellten sich bei einem Amp 82 mA und beim anderen Amp 83 mA Ruhestrom ein. Passt also mit der 300B-98 ganz wunderbar. Uff-geschafft :bumping: , mensch war ich froh.

Der Hörtest konnte also beginnen. Habe bis jetzt nur kurz gehört-muss Euch ja berichten :mrgreen:

Was ich bis jetzt gehört habe gefällt mir sehr gut. Sehr spritzig und ungemein detailreich bei fantasitischer Räumlichkeit. Viel Klirr lässt grüßen ????.
Gruß.

Michael

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Beitrag von old tube »

Hallo Michael,

da hast du dir ja wieder ein bißchen Arbeit eingehandelt und ob du die Trümmerröhren ersetzt bekommst :idn:

Die Schaltpläne der Chinesen sind manchmal schon sehr lustig. Sekundärwicklungen des Netztrafos werden "irgenwo" hingezeichnet, die 0V der Verstärkerschaltung hängen auch irgendwie in der Luft...

Gruß Norbert
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vintage64
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Beitrag von vintage64 »

Saarmichel hat geschrieben:
... Sehr spritzig und ungemein detailreich bei fantastischer Räumlichkeit ...
Na, für irgendwas muß ne Single Ended Triode ja gut sein ! :uw

Wußte gar nicht, daß man zwischen 2A3 und 300B umschalten kann. Finde ich genial ! Da MingDa immer dieselben Power-Schalter verwendet - nämlich diese schwarzen Kipp-Schalter -
dürfte diese Anordnung nebeneinander in der Praxis nicht soo wild sein. So nen Schalter für ne 300B als Treiber hätte ich bei meinen Monos auch gern gesehen.
Allerdings verstehe ich nicht, wieso es anscheinend für MingDa unmöglich ist, bei den Monos die Bias-Potis nebst Chinch-Buchsen für den Spannungs-Abgriff nach außen aufs Gehäuse zu legen.
Ging doch z.B. bei meinem MC-368B auch ! [img:33:26]http://www.cosgan.de/images/smilie/konfus/s040.gif[/img]

Viele Grüße ! :beer
Henning
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mopper
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Beitrag von mopper »

Saarmichel hat geschrieben:Kurze Anmerkung noch: Den Umschalter für die Heizspannung direkt neben den Netzschalter zu plazieren zeugt meiner Meinung nach nicht gerade von Praxistauglichkeit.
Moin

ich kenne aus dem Flugzeugbau Kippschalter, die erst angehoben werden müssen, bevor man schalten kann. Man muss eine mechanische Sperre überwinden.
Zudem schalten die auch mehrere Ebene, man könnte also Phase und Null schalten.
Nur so als Liebhaberei...
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VinylSavor
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Beitrag von VinylSavor »

Hallo Michel,

Glueckwunsch zu Deinen neuen Stuecken in der Sammlung!

Interessante Schaltung, ein Class A2 Konzept.

Der Schaltplan ist allerdings etwas verwirrend gezeichnet und enthaelt wohl auch ein Paar Fehler. Ich nehme an die sind nur im Plan, nicht im Geraet. Z.B. Dass die eine Seite des Bias-Potis an die Kathode der unteren Roehre der SRPP Stufe gefuehrt wird und nicht an Masse.

Ein paar Sachen sind allerdings nicht so gluecklich geloest. Vom Schleifer des Bias-Potis gehoert noch ein Widerstand an die negative Spannung. Das vehindert ein Weglaufen der Roehre fuer den Fall, dass das Poti den Kontakt verliert. Besonders hier, da der Ruhestrom der Treiberroehre auch gleich den Ruhestrom der Endroehre bestimmt.

Die 470k zum Gitter der Treiberroehre sind viel zu hochohmig. Fuer fixed bias sollten das nicht mehr als 50-100k sein. Sonst besteht wiederum die Gefahr, dass der Arbeitspunkt "weglaeuft". Das ist wohl auch passiert, als Du den Ruhestrom der Endroehre nicht eingestellt bekommen hast. Unverstaendlich, da die SRPP Stufe eigentlich 50k treiben kann. Da die Treiberroehre als Kathodenfolger geschaltet ist, wird die Roehre etwas eingebremst und kann nicht komplett weglaufen.

Auch unverstaendlich wieso die an sich schon extrem niederohmige 300B hier als Kathodenfolger geschaltet wird (um noch niederohmiger zu werden?). Dann geht jedoch der niedrige Ausgangswiderstand teilweise wieder verloren durch den Widerstand in der Anodenleitung der 300B und durch die 220 Ohm Gitterwiderstand zur 805.

Da die 805 in Class A2 faehrt wird die sicher Gitterstroeme im Bereich bis deutlich ueber 50mA ziehen, da fallen dann alleine ueber den 220 Ohm Gitterwiderstand 10V Signal ab.

Waere mal interessant das Signal am Gitter der 805 auf einem Oszilloskop anzusehen. Wenn Du die Roehre mit 80mA eingestellt hast, dann sind das so um die +10V am Gitter. D.h. bei Vollaussteuerung wechselt das Gitter vom positiven in den negativen Bereich, was in der Regel einen Knick im Signal verursacht. Deshalb haben Class A2 Konzepte, wie auch hier, immer eine Gegenkopplung, da sich am Gitter der Endroehre immer Verzerrungen einstellen, die wieder ausgebuegelt werden muessen.

Ich nehme an, dass die erzielbare Gesamtleistung und das Verzerrungsverhalten extrem vom eingestellten Arbeitspunkt abhaengen.
Gibt es keine Angaben in der Anleitung ? ich koennte mir gut vorstellen, dass die Schaltung so gedacht ist, dass die 805 bei der maximalen Verlustleistung faehrt. Also Gitter moeglichst weit im positiven Bereich, um einen Uebergang in den negativen Bereich zu vermeiden.

Ansonsten faellt auf, dass man dem Netzteil nicht mal eine Drossel spendiert hat und fuer die Treiberstufe wurde auf einen Spannungsdoppler zurueckgegeriffen. Bei den budgets dieser amps allerdings auch wieder verstaendlich.

Viel Spass mit den Teilen!

Gruss

Thomas
Saarmichel
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Beitrag von Saarmichel »

Hallo,

mal was zum anschauen.


[IMG:150:135]http://img156.imageshack.us/img156/4523 ... lh1.th.jpg[/img]


[IMG:150:128]http://img156.imageshack.us/img156/3104/mdbnhm2.th.jpg[/img]


[IMG:150:88]http://img501.imageshack.us/img501/1674 ... wc2.th.jpg[/img]


Die Ruheströme habe ich inzwischen mal auf 120 mA hochgejubelt. Zum Klang bin ich mir noch unschlüssig, wenn mich nicht alles täuscht dürften die Meixing-Monos einen "etwas" höheren Klirr haben. Der Audioromy FU-13 klingt viel "ehrlicher". Wobei der Audioromy FU-13 in der Tat klanglich eine ganz, ganz hohe Hürde aufstellt.

Allerdings, die Meixing-Monos haben deutlich mehr Power, die 40 Watt erscheinen mir jedenfalls realistisch.
Gruß.

Michael

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Röhrchen
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Beitrag von Röhrchen »

Hi Michael, Glückwunsch :tu: schöne Teile.
Kannst dann auch die Leselampe aus lassen wenn Du Musik hörst.

Gruß
Holger
Saarmichel
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Beitrag von Saarmichel »

Hallo,

gleich müßen die Meixing MC-3008A Monoblöcke messtechnisch Farbe bekennen. Topwerte werden das sicherlich nicht sein. Was mich sehr überrascht hat ist das das hochdrehen des Ruhestromes von ca. 83 mA auf 120 mA ganz hörbar einiges am Bass-Tiefe gekostet hat. Mit 120 mA fehlt es doch ganz deutlich an Tiefgang. Ein Audioromy FU-13 ist da doch wirklich um einiges überlegen, ebenso fehlt den Meixings diese unerhörte Präzision, Kontrolle und Druck die ein Audioromy FU-13 im Zusammenspiel mit meinen Lautsprecher zu Gehör bringt. Die Meixing Monos klingen einfach weicher, allerdings aber auch nicht zu weich.

Mittlerweile bin ich mir fast sicher das die Meixings viel mehr klirren als der Audioromy FU-13. Eine gewisse Wolligkeit und Wärme in der Stimme von Tracy Chapman lässt sich einfach nicht weg diskutieren. Dafür spricht auch das bei den Meixing gehörmäßig überhaupt kein Hochtonmangel zu herrchen scheint, vielmehr ist eine gewisse Schillerigkeit zu hören. Weiteres Indiz ist die scheinbar bessere Räumlichkeit die die Meixing bieten.

Mittlerweile glaube ich zumindest gelernt zu haben das das alles Phänomene von erhöhtem Klirr sind. Wir hören nämlich vornehmlich den Klirr, dass ist auch die entscheidende Ursache warum zB. eine ECC82 ganz anders als eine andere ECC82 klingen kann. Das Klirrspektrum zeigt je nach Schaltungsauslegung nämlich deutliche Unterschiede.

Und die scheinbar bessere Räumlichkeit bei höherem Klirr entsteht einfach dadurch das dem Gehörsinn einfach mehr Klanginformationen zu Verfügung stehen. Die zusätzlichen Töne (Klirr-Freuenzen) erleichtern es dem Gehirn die virtuelle Klang-Welt zu erschaffen.

Und was mir noch negativ bei den Meixing MC3008-A aufgefallen ist. Die Netztrafos haben nach ein paar Stunden angefangen zu brummen . Und dieses Brummen erzeugt durch Oberwellen Schwingungen die dieses Brummen metallisch-hell erscheinen lassen. Das empfinde ich wirklich als sehr störend.

Außerdem ist auch ein leiser Netzbrumm aus den Lautsprechern zu vernehmen. Die relativ einfache C-R-C Siebkette kann einfach die Restwelligkeit nicht so wirkungsvoll reduzieren wie eine C-L-C Siebkette mit Siebdrossel. Und typisch, wie so oft ist bei Diodengleichrichtung ein ganz leises Spratzeln/Prasseln im Mittel/Hochtonbereich zu hören.

Beim Audioromy FU-13 ist hingegen überhaupt nicht zu hören, weder Trafobrumm, Netzbrumm noch spratzeln.

Alles Fakten und Begebenheiten die leider nicht weg zu diskutieren sind.
Gruß.

Michael

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vintage64
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Beitrag von vintage64 »

Hi,

meine Meixing MC-845C Monos entwickeln - im jetzigen Werkszustand, also ohne die empfohlene Entbrummung - ebenfalls hörbar Trafo- und Netzbrumm.
(Jedoch kein Spratzeln/Prasseln). Allerdings nicht in einem solchen Ausmaß, daß es mich stören würde. Immerhin haben meine Töner 98dB Empfindlichkeit !
Es scheint sich also um ein ähnliches psychoakustisches Phänomen zu handeln wie beim Nebengeräusch von Schallplatten, das ja von der Mehrheit der Hörer
auch nicht als unangenehm empfunden wird. :roll: :mrgreen:

Klirr finde ich übrigens überhaupt nicht negativ, solange die Klirr-Verteilung optimal ist und es schöner klingt als ohne Klirr ! 8)

Offen gesagt bin ich sehr erstaunt und kann nur mit Mühe glauben, daß der Audioromy FU-13 so nebengeräuschfrei sein soll.
Der FU-29 vom selben Hersteller brummt nämlich zum Steine erweichen ! Nicht auszuhalten !! :shock: :lips:

Grüße,
vintage
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Beitrag von Saarmichel »

Hallo Henning,

die Messungen sind gemacht, die Messwerte des Meixing MC3008-A sind ganz hervorragend, absolut vergleichbar mit meinen Unison Research Smart 845-SE Monoblöcken. Das von Dir erwähnte Klirrspektrum hat eine sehr harmonische Verteilung und ist über das ganze Frequenzband auch sehr gleichmäßig und die Klirrwerte sind insgesamt auf recht niedrigen Niveau. Und über den Frequenzgang kann man auch absolut nicht meckern :OK:

Der Trafobrumm habe ich übrigens auch erst gehört als ich den Ruhestrom von 86 mA auf 120 mA hochgedreht habe. Die Leistungsaufnahme stieg dadurch aber auch deutlich von 170 Watt auf immerhin 210 Watt je Monoblock an. Laut Anleitung die ich von dem Verkäufer erhalten habe sollte der Ruhestrom auf 100 mA eingestellt werden.

Der Audioromy FU-13 ist tatsächlich mucks-mäuschen still. Das selbe hatte aber auch schon Koifarm und Jörn (Sucher) berichtet. Schon verwunderlich das es Audioromy beim FU-29 PP-Amp nicht gelingt den Amp brummfrei zu bekommen, normaler Weise ist dies bei einem PP-Design wesentlich einfacher als bei einem SE-Design da dort die Gegentakt-Brummunterdrückung fehlt. Allerdings hat der FU-13 SE-Amp im Gegensatz zu Deinem FU-29 PP-Amp auch eine C-L-C (oder L-C = Drosseleingang) Siebkette. So eine Siebdrossel wirkt wirklich Wunder.

Der Netzbrumm und das spratzeln/prasseln bei den Meixing-Monos ist allerdings nur direkt an den Lautsprechern zu hören, bei 107-110 db Wirkungsgrad meiner Hörner hört man das dann schon, bei normalen LS dürfte es hingegen fast nicht mehr zu vernehmen sein. Das Netztrafobrummen ist selbstverständlich auch nur bei Musikpausen oder extrem leisen Titelpassagen zu hören.

Ps: Versenk doch den Audioromy FU-29 in der Bucht und hol Dir für den Erlös einen Audioromy FU-13. Vor ein paar Monaten ist doch soweit ich mich erinnere ein gebrauchter Audioromy FU-29 bei Ibää.de für so um die 470,-€ weggegangen. Aber Vorsicht der Audioromy FU-13 könnte Deine Meixing 845 SE-Mono evtl. glatt an die Wand spielen. Voriges Wochenende habe ich mal einen Querchek mit allen meinen Amps gemacht. Der Audioromy FU-13 hat sich dabei völlig mühelos von unten bis fast nach ganz oben gespielt. Nur der Amplifon WT-40 empfand ich als gleichwertig oder sogar besser. Auf der Strecke blieben aber auch Amp wie der hoch-geschätzte Yaqin MS-300B oder sogar die Unison Research Smart 845-SE Monos. Die Punkte holte der Audioromy ganz klar im Bassbereich. So einen tiefen und sauberen Bass hatte sonst nur noch der Amplifon WT-40.
sucher hat geschrieben: Aber was die da bringen ist schlichtweg der Hammer.
Absolut brummfrei, keine Nebengeräusche, knapp 50 Watt Single Ended. Die absolute Präzisionsmaschine. Auflösung total an meinen Elektrostaten. Ohne irgendwas weichzuspülen.......einfach nur einsame Klasse !
Mal sehen, was sich tut, wenn ich beim FU-13 (813) die Vorröhren durch Telefunken ersetze und die Shuguang 813 durch GE........
Aber er spielt jetzt schon absolute Weltspitze. Und das ist überhaupt nicht übertrieben......
Auch Koifarm ist absolut begeistert von dem Klang des Audioromy FU-13

Nach meinem empfinden kommen auch die Meixing MC3008-A nicht an den überragenden Klang des Audioromy FU-13 heran. Bei der Verarbeitung, technischen Umsetzung und der optischen Anmutung spielen die Meixing selbstverständlich in einer anderen Liga, für das klanglich Ergebnis spielt das aber im Grunde keine große Rolle. Wem vorallem das klangliche Ergebnis wichtig ist (bei einer Audiokette sollte dieser Punkt eigentlich das wichtigste Kriterium sein, jedenfalls bei mir) der braucht noch nicht einmal viel Geld zu investieren um absoluten Top-Klang zu erreichen.

Doch halt: Das sollte jetzt hier nicht zum Audioromy FU-13 Lob-Huldigungs-Thread verkommen, schließlich ist das hier der Meixing/Ming Da MC300-A Thread :mrgreen:


Heute Abend werde ich mal die Mess-Diagramme zusammen fügen und veröffentlichen.
Gruß.

Michael

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Saarmichel
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Beitrag von Saarmichel »

Hallo,

so nun zu den Messwerten. Messbedingungen stehen jeweils in den Diagrammen, die Frequenzgangmessungen wurden mit einem Gleitsinus durchgeführt.

Erstes Messdiagramm zeigt den Bassfrequenzgang. Die linke Diagrammhälfte mit 120 mA Ruhestrom und die rechte Diagrammhälfte mit 90 mA Ruhestrom.

[IMG:150:114]http://img293.imageshack.us/img293/4240/bfgth9.th.jpg[/img]


Zweites Messdiagramm zeigt den Frequenzgang. Die linke Diagrammhälfte mit 120 mA Ruhestrom und die rechte Diagrammhälfte mit 90 mA Ruhestrom.

[IMG:150:114]http://img293.imageshack.us/img293/8830/fgar1.th.jpg[/img]


Das nächste Diagramm zeigt die max. Aussteuerbarkeit an der 4 und 8 Ohm Anzapfung. Die linke Diagrammhälfte mit 120 mA Ruhestrom und die rechte Diagrammhälfte mit 90 mA Ruhestrom.

[IMG:150:114]http://img293.imageshack.us/img293/6835/ozsitd3.th.jpg[/img]


Das nächste Diagramm zeigt den Klirrfaktor K2 und K3 an der 4 Ohm Anzapfung mit 3,4 Ohm Last. Die linke Diagrammhälfte mit 120 mA Ruhestrom und die rechte Diagrammhälfte mit 90 mA Ruhestrom.

[IMG:123:165]http://img293.imageshack.us/img293/2573/k4la3.th.jpg[/img]


Das nächste Diagramm zeigt den Klirrfaktor K2 und K3 an der 8 Ohm Anzapfung mit 6,8 Ohm Last. Die linke Diagrammhälfte mit 120 mA Ruhestrom und die rechte Diagrammhälfte mit 90 mA Ruhestrom.

[IMG:123:165]http://img510.imageshack.us/img510/3793/k8hs0.th.jpg[/img]

Wie man erkennt hat die Höhe des Ruhestromes Einfluß auf die max. Ausgangsleistung. Bei 120 mA Ruhestrom ergibt sich rechnerisch an der 4 Ohm Anzapfung mit 3,4 Ohm Last eine Ausgangsleistung von 19,83 Watt und bei 90 mA Ruhestrom 13,56 Watt. Bei 120 mA errechnet sich an der 8 Ohm Anzapfung mit 6,8 Ohm Last eine Ausgangsleistung von 19,2 Watt und mit 90 mA Ruhestrom 12,69 Watt.

Selbstverständlich hat der Ruhestrom im Umkehrschluss somit auch Einfluß auf den Klirr. Soll heißen mit geringeren Ruhestrom sind die Klirrwerte bei gleicher Ausgangsspannung etwas höher.

Hier noch ein paar Spannungsmessungen die ich heute Mittag bei der Ruhestromeinstellung gemessen habe.

Bei 120 mA Ruhestrom beträgt die Anodenspannung an der 805A 936 Volt und die Gittervorspannung +18,6 Volt.

Bei 90 mA Ruhestrom beträgt die Anodenspannung an der 805A 950 Volt und die Gittervorspannung +10,45 Volt.

Die 300B hat 274 Volt Anodenspannung.

Die Heizspannung der 805A beträgt 9,95 Volt und die Heizspannung der 300B beträgt 4,99 Volt. Das lässt darauf schließen das 230V-Netztrafos Verwendung finden da diese Werte bei 235V Netzspannung gemessen wurden.

Leistungsaufnahme bei 90 mA Ruhestrom = 174 Watt.

Leistungsaufnahme bei 120 mA Ruhestrom = 210 Watt.

Bei täglich 2 Std./365 Tage Betrieb (2 Monoblöcke) bedeutet das bei 0,21€/Kwh in der 90 mA Ruhestromeinstellung jährlich Stromkosten von 53,34 € und bei 120 mA Ruhestrom 64,39 €.

Im Moment höre ich mit 90 mA Ruhestrom, klanglich gefällt mir der Klang besser als bei 120 mA Ruhestrom.
Zuletzt geändert von Saarmichel am Sa 30. Aug 2008, 23:41, insgesamt 2-mal geändert.
Gruß.

Michael

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Beitrag von Tubes »

Klasse Michael,

Deine Analysen und Graphiken sind das Salz in der Suppe ... :OK:

Allerdings hast Du bei Deiner Kostenrechnung vergessen, die Heizleistung der Amps im Saldo abzuziehen ... :wink:
Grüße
Heiner

____________________________
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Beitrag von vintage64 »

Hi Michael,

na das sind ja doch noch ganz versöhnliche Ergebnisse für die Meixings.
Von Dir wie immer vorbildlich aufbereitet und kurzweilig präsentiert, danke ! :OK:

Ja, den FU-13 hol' ich mir auf jeden Fall. Hab' aber absolut keine Eile damit, ihn anzuschließen. Werde ihn erstmal weglegen und wie einen Schatz hüten ... :lips::wink:
Preislich ist er ja ein absoluter Schnapp, da könnte die Gegenfinanzierung mit dem FU-29 klappen. :D

Viele Grüße,
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Beitrag von Saarmichel »

Tubesox hat geschrieben:
Deine Analysen und Graphiken sind das Salz in der Suppe ... :OK:
Hallo Heiner,

Wobei ich ich mal stark davon ausgehe das das den meisten sowieso vollkommen egal ist oder sie damit eh nix anfangen können. Außerdem sagen (meine) Messwerte nicht alles über das tatsächliche Klangverhalten aus. Was ich nicht messen kann ist zB. der Dämfungsfaktor der auch überaus klangentscheidend ist, sowie die Kanaltrennung. Wobei ich aber sehrwohl das Übersprechverhalten messen könnte. Das ist bei Monoblöcken aber eh max. gering.

Weit ausgedehnte Frequenzgänge und ein gleichermäßig, relativ geringer Klirrfaktor sind aber wie bei den Meixing Monos schon mal nicht schlecht und deuten zumindest darauf hin nicht die Katze im Sack gekauft zu haben.

Die Ming Da/Meixing MC300-A Monosblöcke dürften auf längere Sicht auch die letzten Verstärker gewesen sein die ich mir gekauft habe.
Gruß.

Michael

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Beitrag von marty »

Hallo Michael,

ich verfolge alle Threads über Deine Amps, schaue mir die Diagramme und Bilder an und bin, wie viele andere, auch immer wieder erfreut über die klaren, strukturierten Angaben und Analysen :OK:

Ich melde mich nur nicht jedesmall "zu Wort" , aber ich weiß auch von anderen Forummitgliedern, die Deine "Arbeit" sehr schätzen.

Ohne Dich im Dynavox-Thread im Nachbarforum, hätten zwar meine Gitarrenverstärker weiterhin Röhren, nicht aber meine Hifi-Anlage.

So, aber jetzt genug der Lobhudellei...:mrgreen:

Heiner hat es schon sehr treffend beschrieben:
Deine Analysen und Graphiken sind das Salz in der Suppe ...:OK:

Viele Grüße

Martin

:beer
old tube
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Beitrag von old tube »

Hallo Michael,
Was ich nicht messen kann ist zB. der Dämfungsfaktor der auch überaus klangentscheidend ist
Die Messung ist aber doch relativ easy und das notwendige Equipment hast du auch. Es sind zwei Messungen der Ausgangsspannung bei Austeuerung und zwei unterschiedlichen Lastwiderständen (z.B. 4 und 8 Ohm) am selben Übertragerabgriff notwendig.

Dann kommt etwas Rechenarbeit und man kann Ri des Ausgangs und damit auch den Dämpfungsfaktor ermitteln.

Kannst du ja mal machen, auch wenn es ausser dir und noch wenigen anderen kein Schw... interessiert :wink:

Gruß Norbert
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Vinni
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Beitrag von Vinni »

Die Ming Da/Meixing MC300-A Monosblöcke dürften auf längere Sicht auch die letzten Verstärker gewesen sein die ich mir gekauft habe.
Und das sollen wir DIR glauben? :mrgreen:
Also ich kann es jetzt zawr nur für mich sagen, aber ich freue mich immer wieder wie ein kleines Kind an Weihnachten auf deine Berichte+Messungen und auch auf deine Klangbeschreibungen!

Also von mir aus kannst du solange weitermachen wie du Geld und Platz für neue Amps hast :lol:
Und wenn keiner mehr da ist, dann musst du halt substituieren :OK:

Du weißt ja auf einen Test der 300B Meixing Blöcke warte ich sehnsüchtig :wink:

Speziell an diesem Test war ich auch sehr interessiert, da es lange Zeit hieß, dass die 805er Meixings an einem zu kleinen AÜ leiden - nun hast du gezeigt das es doch ganz akzeptable AMPs sind und somit sind nun vielleicht wieder einige User mit dem "Traum" eines 805er Mono Amps wieder in der Lage von eben diesen Meixings "zu träumen".

Das finde ich an deiner Arbeit und deinem Geldeinsatz das schönste - du bestätigst User oder bewahrst sie vor Fehlkäufen!

Nunja...das war jetzt mal meine Meinung...

Grüße
Vincent
pacifica
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Beitrag von pacifica »

@ Saarmichel ist ihrem MC-3008A die 300B oder 2A3 version.

wenn es die 2A3 version ist konnen sie mal wechselen mit die 2A3 von JJ.

Die JJ 2A3 mit 805 macht die ganze set mehr dynamisch und in bassbereich ist es schneller und geht tiefer. Lass mal sagen tonal mehr in balans. Auch die fein detail sind besser.

Die JJ 2A3 macht die ansteurung nach die 805 besser so das die besser arbeitet.

Paul
Pacific Audio
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